Episode 328 mit Dr. Yorck Schmidt (Group CFO, AVL)
Shownotes
Ein CFO denkt in Zahlen. Dr. Yorck Schmidt denkt in Zusammenhängen.
In dieser Folge von Behind the C spricht der Group CFO von AVL über Technologie, Transformation und die Frage, wie man Entscheidungen trifft, wenn es noch keine klare Antwort gibt. AVL ist längst nicht mehr nur für Verbrennungsmotoren bekannt. Das Unternehmen entwickelt heute auch Lösungen rund um Batterien, Wasserstoff, Brennstoffzellen, Software und autonomes Fahren. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes stammen inzwischen aus grünen Technologien.
Besonders spannend ist Yorcks Blick auf seine eigene Rolle. Für ihn endet Finance nicht bei Controlling, Finanzierung oder Bilanzzahlen. Kapital müsse „zum Arbeiten gebracht werden“ – etwa für neue Technologien, Übernahmen, Fabriken oder Forschung. Eine Strategie sei deshalb erst dann wirklich eine Strategie, wenn sie Kapital, Menschen und Zeit bindet und daraus Wert entsteht.
Sein Karriereweg passt dazu. Einen Masterplan zum CFO hatte er nie. Stattdessen suchte er sich immer die nächste schwierige Aufgabe. Als er ein operatives Geschäft in Schweden restrukturierte, verbrachte er Nächte direkt an den Fertigungslinien und sprach mit Vorarbeitern und Qualitätskontrolle. Bei Volkswagen montierte er selbst Motoren. Für seine erste Aufgabe im Treasury bildete er sich fast ein Jahr bei einer internationalen Bank weiter.
Eine Aussage bleibt besonders hängen: Gute Analysen sind wichtig – aber sie sind nicht dasselbe wie ein gutes Urteil. Gerade bei großen Technologieinvestitionen reichen klassische Kennzahlen wie Rendite oder Payback heute oft nicht mehr aus. Plötzlich geht es auch um Lieferketten, Regulatorik, geopolitische Abhängigkeiten und die Frage, ob eine Technologieentscheidung noch in fünf oder zehn Jahren richtig ist.
Seine vier Kernbegriffe für Führung: Learnability, Agility, Resilienz und die Fähigkeit, Menschen nicht nur über Hierarchie, sondern über Vertrauen und Argumente zu bewegen.
Eine Folge über schwierige Entscheidungen, technologische Umbrüche und die Erkenntnis, dass Führung oft genau dort beginnt, wo die Excel-Tabelle keine eindeutige Antwort mehr liefert.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Jörg, willkommen im Podcast.
00:00:01: Danke!
00:00:02: Schön, dass ich euch besuchen darf heute.
00:00:04: Du wirst uns gleich sagen wo wir sind aber sagen uns erst mal wer bist du und was machst du hier?
00:00:08: Also erstmal herzlich Willkommen in Graz bei der AVL.
00:00:11: Ich bin der Jörgs Schmidt, ich bin in Mexiko geboren hab dort bis zu meinem siebten Lebensjahr gewohnt habe dort aufgewachsen, habe bayerisches Abitur gemacht dann in Innsbruck und Graz Wirtschaft studiert Und Heute bin ich CFO Mitglied der Geschäftsführung von der AVl.
00:00:26: Sehr schön Über die AVL werden wir gleich noch mehr erfahren.
00:00:29: Kurze Rückfrage, wie bist du nach Mexiko gekommen?
00:00:31: Meine Eltern haben dort gearbeitet.
00:00:32: Okay okay okay.
00:00:33: Kannst dich da noch dran erinnern?
00:00:35: Ja, gut erinnert noch.
00:00:36: Ich war auch immer wieder da.
00:00:37: Sprechst du auch Sprache von dort oder alles
00:00:40: andere?
00:00:40: Spanisch ja!
00:00:41: Wahnsinn cool.
00:00:42: das ist natürlich nicht schlecht.
00:00:43: Ja dann erzähl uns mal ein bisschen was macht natürlich einmal der CFO?
00:00:47: also welche Bereiche liegen alle bei dir?
00:00:49: und dann im nächsten Schritt macht eigentlich
00:00:53: AVL.
00:00:53: Vielleicht erkläre ich mal den CFO ein bisschen anders, weil ich würde jetzt nicht über Finance und Technik beginnen.
00:00:58: Und Finanzmethodik sondern... Ich will mal sagen, ich habe die letzten fünfundzwanzig Jahre an der Schnittstelle zwischen Kapital, Technologie- und Transformation gearbeitet.
00:01:08: Also zunächst bei Fresenius dann bei Volkswagen, General Motors später als CFO, bei Lenze und heute als CVO, da AFL Und was der rote Faden eigentlich ist, was das alles verbindet.
00:01:19: Also dass sich nicht nur Finanzen im engeren Sinne, d.h.
00:01:22: Kontrolling, Finanzierung, Treasury steuern und diese Dinge gemacht habe sondern ich musste Kapital wirklich in die Nennens mehr zum Arbeiten bringen.
00:01:29: Das heißt also Unternehmen erwerben und entwickeln Technologie und R&D finanzieren Märkte aufbauen, Fabriken führen, Unternehmen und Bilanzen restrukturieren natürlich etwas im Ziel vor besonders Spaß macht, Refinanzierungen umsetzen und auch Kapital ein glücklicher Eigentümer zurückgeben.
00:01:46: Dadurch habe ich dann irgendwann Finance auch ein bisschen stärker jenseits der puren Funktion verstanden und stärker in Verbindung zwischen Strategie- und unternehmischer Realität gesehen.
00:01:58: Also, weil letztendlich eine Strategie endet ja nicht beim Powerpoint sondern sie zeigt sich erst darin wenn ein Unternehmen Kapital Menschen und Zeit bindet um daraus wirklich Wert zu schaffen.
00:02:12: Werte für!
00:02:13: Kunden, aber auch natürlich Werte für die Mitarbeiterwerte.
00:02:16: Für die Gesellschaftwerte für den Eigentümer.
00:02:20: So und wenn ich jetzt so den zweiten roten Faden auch anschaue was war so diese Charakteristik?
00:02:25: Die mich da geprägt hat ist immer wieder bei solchen Aufgaben stand nicht immer auch schon die Antwort fest.
00:02:31: also sie waren immer wieder geprägt von Wachstum Technologie Umbrüchen Restrukturierung.
00:02:37: es ging immer wieder auch darum bei Unsicherheit zu entscheiden und auch aus strategiewirtschaftliche Realität zu machen.
00:02:45: Und das ist ein bisschen der rote Faden, der mich dann letztendlich zur AFL gebracht hat, weil bei der AFL spüren wir natürlich ganz intensiv diesen technologischen Umbruch die regulatorische Dynamik und die globalen handelspolitischen Herausforderungen, die heute die gesamte Automobilindustrie letztendlichen betreffen.
00:03:03: Die AFL entstand – und das macht es wirklich spannend als Universitätsspin-off der TU Graz.
00:03:12: seit der Gründung, also vor über seventy fünf Jahren ging es darum mit wissenschaftlichen Methoden mathematischen Modellen sehr komplexe technische Systeme zu verstehen.
00:03:23: Zu entwickeln, zu simulieren und zu testen.
00:03:26: Also viele kennen uns natürlich historisch heraus als den oder einer der Weltmarktführer bei der Entwicklung von hocheffizienten hoch performanten Verbrennungsmotoren.
00:03:39: Was wäre völlig falsch, uns darauf zu reduzieren?
00:03:43: Weil dann versteht man eigentlich nicht was heute bei der Auffall wirklich relevant ist.
00:03:50: Nämlich die wirkliche Fähigkeit, die wir haben, ist einen... Nicht nur in bestimmten Antrieb zu entwickeln oder den zu testen oder zu simulieren sondern es geht darum technische Komplexität und Systeme beherrschbar zu machen.
00:04:05: Also genau diese Fähigkeit, die wir beim Verbrenner entwickelt haben können wir heute bei Batterien, bei der Elektrifizierung, bei Wasserstoff oder bei der Brennstoffzelle, bei Software Defined Vehicle, beim Autonomen Fahren und auch zunehmend bei der KI übertragen.
00:04:23: Und diese Kompetenzen übertragen wir dann natürlich nicht nur in die Automobilindustrie sondern zunehnt auch in andere Anwendungsbereiche also Luft- und Raumfahrt, Marine, Rail, Energie.
00:04:37: Heute erwirtschaftet die AFL mit rund zwölf tausend Mitarbeitern im letzten Jahr eins Komma acht Milliarden Euro Umsatz.
00:04:44: Und davon sind mehr als sechzig Prozent Umsätze mit grünen Technologien, das heißt also wir haben seit zweizig achtzehn, zweizig neunzehn wo wir noch über seventy fünf Prozent unseres Umsatzes eigentlich mit Verbrennertechnologie gemacht haben über Eins Komma über eine Milliarde Euro investiert um diesen technologischen Portfolio Umbau letztendlich auch sicherzustellen.
00:05:07: Und das geht natürlich nur mit dieser enormen Methodenkompetenz, die über Jahrzehnte aufgebautes System wissen und natürlich auch mit nur wirklich extrem gut qualifizierten tollen Mitarbeitern.
00:05:20: Über siebzig Prozent unserer Mitarbeiter sind Ingenieure oder haben eine datowissenschaftliche Ausbildung.
00:05:26: Und dieses Innovationsumfeld ist auch so stark dass wir Jedes Jahr, ich glaube seit fünfzehn Jahren hat die AFL vom österreichischen Patentamt die Auszeichnung des sozusagen das Champions des Erfindens bekommen.
00:05:40: Die meisten Patente in Österreich mit Abstand haben.
00:05:43: sie sind immer ein anerkennenswerter dreistelliger Betrag also irgendwo immer zwischen hundertfünfzig und zweieinhalb Patente, die da jedes Januar angemeldet werden und auch die Kooperationen, die wir mit über einhundert Universitäten- und Forschungseinrichtungen weltweit haben.
00:06:01: Also deswegen ist diese Frage dieses Umbruchs, den ich vorhin auch angedeutet habe.
00:06:08: Nicht nur eine Frage der Transformation von Kapazitäten oder Kosten, sondern es geht letztendlich sehr viel um Kompetenzen und Kernkompetenze in unserem Haus.
00:06:20: Was waren die Fähigkeiten der Vergangenheit?
00:06:22: Die uns zudem gemacht haben was wir heute sind, sondern insbesondere auch was sind denn die Fährigkeiten, die Kompetenz die die Basis für unsere Zukunft sind.
00:06:31: Okay, kurz noch eine Rückfrage zum wo du gesagt hast der rote Faden der sich durchzieht.
00:06:37: da meintest du dass es keine klare Antwort schon gibt auf die Aufgabe.
00:06:41: ist das nicht fast immer so oder gibt's ein?
00:06:44: würdest du sagen im Sea Level gibt es schon auch viele Rollen wo die Antwort schon klar ist?
00:06:49: Also ich sage mal die Antworten werden natürlich je nach Aufgabenstellung nicht immer klarer.
00:06:55: wenn du vor einem Technologieumbruch bist, wenn du vor einer ganz starken Wachstumsphase stehst und die Organisation in den vergangenen Jahren nur zwei drei vier Prozent gewachsen ist und plötzlich acht zehn zwölf Prozent Wachstone realisieren muss.
00:07:11: Dann gibt es keine Erfahrungswerte in einem Unternehmen auf die du zurückgreifen kannst.
00:07:16: genauso beim Technologien umbruch Wenn Du einen Unternehmenausrichtest auf neue Angebote in einen Markt.
00:07:22: Du musst damit in ein neues Buying-Center gehen, du musst damit neue Lieferanten entwickeln.
00:07:26: Du muss plötzlich im Vertrieb und auch im Produktmanagement neue Fähigkeiten haben die die Organisation vor nicht hatte, die du unter Umständen als in deinem Sea Level selber auch nicht hast.
00:07:38: das zu verstehen, welche Veränderungen notwendig sind.
00:07:41: Ist das was diese Unsicherheiten hervorragend?
00:07:43: Die du natürlich im Stilevel für eine Funktion als CFO oder als Boardmitglied als Geschäftsführer.
00:07:49: Natürlich ist es Teil deiner Verantwortung diese Probleme zu lösen.
00:07:52: Okay verstanden ja okay.
00:07:54: dann noch zur AVL dass auch wirklich jeder der jetzt vielleicht gar nichts mit der Industrie zu tun hat auf sich vorstellen kann wo berührt man euch denn im Alltag Bei was für Tätigkeiten, du hast schon sagen Verbrennungsmotor das heißt wenn man sie ins Auto setzt wird es wahrscheinlich sehr wahrscheinlich dass man mit euch irgendwann.
00:08:10: Also die Berührung die man mit ums hatte ist natürlich wenn man in der Automobilindustrie oder einem der Zulieferer der Automobildustrie selber tätig ist.
00:08:19: also wir stellen im Regelfall keine eigenen Komponenten her.
00:08:23: so ist nicht ein Türgriff oder einen Sitz oder wie man das man irgendwie im auto sehen kann sondern Wir sind Entwicklungsdienstleister Engineering Technologiepartner.
00:08:34: Wir sind Software-Partner und wir sind Partner in der Test, im Umgebung das heißt wo wir letztendlich die Entwicklungswerkzeugen und die Testumgebungen für die sichere Entwicklung und Zulassung einer Antriebstechnologie im Wesentlichen auch bereitstellen.
00:08:52: Das heißt unsere Kunden sind im wesentlichen nicht nur Ingenieure, Entwickler, innovative Unternehmen nicht nur in der Automobilindustrie die technische Entscheidungen zu treffen haben für sichere Technologie höhere Effizienz höheren Wirkungsgrad geringere Emissionen.
00:09:15: Da kann die Aufgabenstellung sein, entwickeln wir einen neuen Motor in ein neues Antriebskonzept oder verbessere die Leistungsfähigkeit.
00:09:23: Schafft mir die Entwicklungsumgebung, die Test-Umgebung – da sind wir dann Maschinen und Anlagenbauer, wo wir dann die gesamte Testentwicklung für einen Automobilhersteller oder eine Testerorganisation realisieren bis hin zu Softwareprodukten oder Softwaresupporten, die wir sozusagen letztendlich in die Entwicklungen Pipeline letztendlich bei den Kunden mit zur Verfügung stellen.
00:09:47: Also ungefähr von unseren zwölftausend Mitarbeitern beschäftigen sich rund dreitausend mit Software.
00:09:53: Okay, ja und genau sag nochmal kurz du hattest auch vor erwähnt ihr seid ja wie gesagt nicht nur in der Automobilbranche.
00:09:58: wo findet man euch noch?
00:09:59: also Maritine
00:10:02: Luft- und Raumfahrt Maritim, Energieumwandlung.
00:10:06: Also Energie-Transformationen im weitesten Sinne.
00:10:11: Wie mache ich aus chemischer Energie, elektrische Energien umgekehrt?
00:10:15: Elektrolyse!
00:10:17: Verstanden und wahrscheinlich auch global.
00:10:21: Wir sind selber mit eigenen Gesellschaften in dreißig Ländern der Welt unterwegs also wesentlich wiederum dort natürlich auch in den großen Volkswirtschaften in denen auch selber wiederum Innovationsentscheidungen getroffen werden.
00:10:33: Bei uns geht es eigentlich letztendlich von der Idee bis zum Prototypen oder bis zur Unterstützung noch der Industrialisierung.
00:10:42: Aber wir sind kein Teilelieferant, also unser wesentliches Asset ist Innovation nicht eine Komponent- oder Anteil- oder Modul.
00:10:51: Okay verstanden.
00:10:52: Ja über Innovation können wir vielleicht auch ein bisschen später sprechen aber erzähle doch erst mal wie bist du ins Ziel hergekommen?
00:10:59: was ich mir ganz interessant finde ist ob Leute das auch vorhatten?
00:11:06: Kann ich gleich darauf eingehen?
00:11:07: Ja, also ich bin bei Fresenus.
00:11:11: Das ist ein Pharma- und Medizintechnikkonzern in Deutschland.
00:11:17: Bin ich ganz klassisch im Konzerncontrolling als Referent eingetreten, habe dort Reporting gemacht, große Investitionen M&A unterstützt, hab dort auch den Innovationsfonds des Vorstands mit betreut.
00:11:30: Das heißt sicher das meine erste Phase wo ich mich wirklich mit Innovationenstrategien beschäftigt habe, hab dann eigentlich in ein relativ raschen Abfolge mehr Verantwortung übertragen bekommen.
00:11:41: Als Gruppenleiter-Controlling, Abteilungsleiter Controlling, Bereitsleiter Kontroling Finanzen war dann Sparten CFO.
00:11:51: das sieht von außen natürlich nach auch ich sag mal nach Karriere aus.
00:11:56: für mich war es eher zuwachs an Verantwortung Und ich glaube, das ist ganz wichtig.
00:12:01: Wenn man sich so Lebenswege anschaut und wenn ich auch über meinen eigenen Weg nachdenke, man macht diesen Weg nie alleine.
00:12:09: Man geht diesen Weg mit seinem Team auch mit der Unterstützung von Kollegen gerade, wenn man als junger Kerl so schnell in eine Abfolge von zusätzlicher Verantwortung kommt.
00:12:19: Man braucht da die Unterstützung von Kolleginnen Und irgendwann gibt es da auch einen Vorgesetzten oder einen Vorstand, einen Aufsichtsrat, einen Eigentümer der einem eine Aufgabe zutraut für die man eigentlich noch nicht ganz ready ist.
00:12:35: Also jemanden, der einem ein Vertrauensvorschuss gibt und sagt, der Schmidt wächst da schon rein?
00:12:41: Der kann das!
00:12:43: Und einen dann auch darin unterstützt.
00:12:48: Ich glaube, dass ist ne wichtige Erkenntnis auch für mich.
00:12:51: wenige Karrieren Oder Werdegänge oder Lebensläufe passieren aus den Menschen selber heraus und dann sind immer auch mit einem Ergebnis der Umgebung.
00:13:00: Okay, das ist gut!
00:13:02: Und es ist auch wichtig dass du das nochmal sagst... Das meistens fällt das hier im Podcast in meinem Beisatz aber es fällt schon recht häufig.
00:13:09: Ich fühle jetzt ja doch über dreihundert Gespräche mittlerweile und viele sagen man braucht jemanden der ein eben dieses Gap aus.
00:13:15: was kann ich jetzt?
00:13:16: Was kann ich morgen schon irgendwie
00:13:18: vorstellen?
00:13:20: Und ich hatte dieses Glück mehrfach
00:13:23: Okay, okay.
00:13:24: Aber hast du dann irgendwann schon gesagt so ja jetzt also wär's schon cool irgendwann vergruppen sie hier vorzuwerden oder wie?
00:13:30: Das war eigentlich nicht so.
00:13:31: ich bin jetzt... Also mich hat da eine andere Frage beschäftigt und ich glaube die setzt sich eigentlich bis heute fort.
00:13:39: Ich hab immer weniger sozusagen in Hierarchien oder was ist der nächste Job?
00:13:43: oder ich möchte noch ein Sternchen mehr auf die Schulter klappen drauf haben sonst was sondern ich habe eigentlich mehr In Lernkurven gedacht.
00:13:50: Was ist die nächste Aufgabe, in der ich mir lernen kann?
00:13:55: In der ich auch mein Handwerkszeug das was ich kann verbreitern kann wo ich auch einen Unterschied machen kann?
00:14:03: also mich haben eigentlich Aufgaben die schwierig waren von Anfang an mehr interessiert als die die eigentlich so eine relativ sichere Bank war also auch die Bereitschaft Risiken auch persönliches Risiko einzugehen war da Aber ich bin jetzt nicht morgens aufgewacht um fünf gesagt, ich muss CFO werden.
00:14:21: Das war eigentlich bei mir nicht so angelegt.
00:14:24: Okay okay aber zumindest die Karriere in der Kapitalfinanzenwelt das war so.
00:14:31: da hast du gesagt da will ich bleiben?
00:14:33: Ja
00:14:34: dann kommen wir gerade zu meiner
00:14:36: nächsten
00:14:36: Aufgabe.
00:14:36: auch also nach meiner Zeit als Spartans CFO kam ich dann in Uppsala, in Schweden zu meiner ersten General Management Aufgabe die Restrukturierung eines operativen Geschäfts von Fresenius.
00:14:50: In Skandinavien also plötzlich gings mir nicht mehr darum nur ein Geschäft aus der Finanz sich zu betrachten sondern es ging um Werke und Kunden Qualität Produktivität natürlich auch ganz wichtig um Patienten die auf die parenterale Ernährung von Fresenos KB angewiesen waren.
00:15:08: Also das verändert dann auch den Blick auf Entscheidungen.
00:15:10: Man urteilt anders, wenn man die Konsequenzen anschließend selber verantworten muss.
00:15:16: Das war für mich prägend!
00:15:17: Die erfolgreiche Sanierung und Restrukturierung dieser doch sehr komplexen Aufgabe.
00:15:24: Danach kam Volkswagen... Dort habe ich dann im Konzerncontrolling unter anderem die China Holding-Strategie mitgeprägt, viel über Fahrzeugentwicklung gelernt.
00:15:33: Also ich kam ja stark aus Finance und Controlling aber auch aus Pharma und Medizintechnik und begann zu verstehen wie Produkttechnologie, Entwicklungszeiten, Kostenkapital bei einem Automobilhersteller zusammenkommen.
00:15:45: Da hab' ich wirklich verstanden man kann ein Unternehmen aus Finance heraus nicht wirklich führen wenn man die Produkte nicht wirklich aus dem FF versteht.
00:15:56: Ich bin dann zu Jana Motors gewechselt.
00:15:58: Da wurde der Verantwortungsraum noch mal größer in New York, im Treasurer's Office.
00:16:05: Da ging es natürliches Finanzierung – das ist sozusagen der Brückenkopf in die Wall Street gewesen von Jana Motors.
00:16:11: Da geht zum Kapitalmarkt große Finanzierungen M&A, schwierige Lieferantenfälle und sehr prominente Chapter Eleven-Fälle von wichtigen Schlüssellieferanten.
00:16:22: Später die globale Produktentwicklung für die Kompakt-Klassenbaureihe, wo ich für Global Delta aus Rüsselsheim heraus die gesamte Baureuhe kaufmännisch finanziell betreut habe.
00:16:33: Dann die µm Opelbrückenfinanzierung der Finanzkrise und dann zum Schluss europäischer Einkauf.
00:16:40: Ich bin dann nach... wirklich eine tollen Zeit bei General Motors.
00:16:44: Aber da war dann der Punkt, wo ich sagte, ich möchte stärker nicht irgendwo in der Matrix einer großen Organisation hängen und doch der Einfluss- und Beeinflussungsraum ist ein begrenzterer als im Mittelstand.
00:17:00: Und bin dann zu Lenze gewechselt.
00:17:06: Lenze ist ein Industrieautomatisierungsunternehmen, Management geführtes Familienunternehmen Und da als Vorstand mit einer sehr breiten Verantwortung war CFO hat aber auch die Verantwortung weltweit für Operations, das heißt für Service und für das nordamerikanische Marktgeschäft.
00:17:24: Da kommen dann also Fabriken, Produktionssysteme, Einkaufservice, Investitionen, Digitalisierung all das zusammen und gleichzeitig.
00:17:35: im Mittelstand muss man natürlich für die finanzielle Stabilität natürlich auch noch mal in einem ganz anderen Nase sorgen, als man das vielleicht einer der größten börsennotierten Kapitalgesellschaften entsprechend machen muss.
00:17:49: Und da habe ich schon selber erlebt und ist auch vorgelebt dass Kapitaldisziplinen und operative Verbesserung sehr gut miteinander vereinbar sind und kein Gegengesetz sind.
00:18:00: und am Ende waren wir bei einem Rosi also Return und Capital Employed über.
00:18:06: Das zeigt dann auch schon, dass man also Ertragskraft für Innovation profitibles Wachstum und die Wänden auch gleichzeitig hinbekommen kann.
00:18:18: Ich habe dann Professor List kennengelernt und das war der Sprung zur AVL-City in den letzten Jahren.
00:18:24: Auch ein Familienunternehmen, aber über seventy fünf Jahre von den beiden prägenden Eigentümern geführt.
00:18:33: Und da treffen heute natürlich ein ganz hoher R&D-Anteil über zehn Prozent vom Umsatz des Forschungs und Entwicklung.
00:18:39: Ein fundamentaler technologischer Wandel, sich schnell verändernde internationale Märkte und Transformation gleichzeitig aufeinander.
00:18:48: Also man muss Kosten und Strukturen verändern und auch sehr schnell wissen welche technologischen Fähigkeiten man wirklich schützen muss um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.
00:18:59: Also jetzt noch mal auf deine Ausgangsfrage zurückzukommen.
00:19:04: Das war nicht eine Karriereleiter, die ich geplant hatte, sondern es war eher ne Abfolge von wachsender Verantwortung in immer schwierigeren Aufgaben und auch immer wieder Menschen mit denen, die mir was zugetraut haben ,die mir Verantwortung gegeben haben und wo ich aber auch gerne die Verantwortung übernommen habe.
00:19:23: Und wenn man jetzt dieses Skepton auch immer schließen möchte, als jemand der den Vertrauensvorschuss kriegt für solche ja entweder Aufgaben-Mandate C Level Rollen.
00:19:31: Da hast du vorhin auch gesagt Ja das an einer Stelle hast Du gelernt Man muss das Produkt aus einem FF kennen.
00:19:36: Wie gehst Du denn dann an solche Sachen ran?
00:19:38: Dass Wenn Du noch nicht weißt wie es geht und Du diesen vertrauensVorschuss Kriegst Für etwas was Du noch Nicht gemacht Hast.
00:19:45: Wie gehest Du Dann Daran?
00:19:46: eine Aufgabe
00:19:48: Also der Weg ist eigentlich sehr viele Fragen zu stellen, Dinge auch teilweise selber zu machen.
00:19:53: Wenn man jetzt mal zum Beispiel die Restrukturierung in Schweden angeht das war im wesentlichen Lagen die Probleme dort in der Qualität und in der Produktivität in den Fertigungslinien.
00:20:05: So und das heißt ich habe Nächte in den Linien verbracht mit den Vorarbeitern verbracht, mit der Qualitätskontrolle verbracht um zu verstehen was sind die wirklichen Ursachen?
00:20:15: Ich habe bei Volkswagen war ich in Salzgitter und habe Motoren montiert.
00:20:19: Ich habe im Werk, im Touran montiert, ich habe hospitiert immer wieder auch im Entwicklungszentrum von Volkswagen um dort also bestimmte Entwicklungsmeilensteine und Reviews usw.
00:20:35: besser zu verstehen.
00:20:38: Also die Bereitschaft während ich dann im Trejo ist, weil er kein gelernter Kapitalmarkt-Experte.
00:20:44: Ich bin dann fast ein Jahr lang zur OBS gegangen – das ist eine große internationale Bank -, wo ich mich entsprechend auch im Eins zu Eins fortgebildet habe und sozusagen die unterschiedlichen Zertifikate erworben habe um diese Aufgabe entsprechend fachlich entschuldigt.
00:21:03: Das heißt es dazu gehört Lernfähigkeit, dazu gehört auch eine gewisse Demut zuhören können, schnell die Essenz zu erkennen.
00:21:13: was ist wirklich wichtig?
00:21:15: Was ist der entscheidende Hebel?
00:21:18: und ich glaube einfach diese Mischung aus Neugier und die Fähigkeit Muster zu erkennen Probleme zum Strukturieren Thesen zu formulieren, dann aber auch die Demut zu haben.
00:21:30: Diese Thesen auch von anderen Challenges zu lassen und auch zuzuhören.
00:21:33: gesagt wenn sie mir meine These zerschießen, da muss da was Wahres dran sein!
00:21:40: Ja das hat mich im Wesentlich geprägt.
00:21:42: Okay verstanden ja dann von den von diesen Challenges die man sozusagen dann kriegt.
00:21:47: um in die Länge zu kommen?
00:21:48: Was sind denn heute so... die Top Challenges.
00:21:50: Ich meine, wir sind ja jetzt wie du gesagt hast sehr stark auch im Automobil-Umfeld da.
00:21:55: das ist natürlich gerade in der Transformation weiß ja ich weiß jetzt fast beide daher zuhört glaube ich.
00:21:59: aber was ist denn so bei dir grade?
00:22:01: Was sind so die ein zwei drei Top Themen?
00:22:02: also ich glaube natürlich ich glaube dass was uns alle wirklich zurzeit wirklich umtreibt und das gilt nicht nur für den Automobilindustrie kann ich auch in die Chemische Industrie oder in Pharma oder Maschinenbau gehen ist die Gleichzeitigkeit mit dem man so vieles trifft und ich werde es mal aus der CFO-Perspektive auch erklären, was das bedeutet.
00:22:20: Nehmen wir eine ganz große Investitionsentscheidung in ein neues Produkt, neue Technologie die unter Umständen auch etwas wirklich einen Trag weiter hat.
00:22:31: Also ich spreche jetzt nicht über kleine Erneuerungsinvestitionen.
00:22:35: Früher konnte man – ich sage mal in der Zeit zwischen zehn und zwanzig, Zwanzig wo vieles deutlich stabiler und berechenbar war, konnte man eigentlich eine Investition deutlich methodischer angehen.
00:22:44: Das heißt also... Was ist die Rendite?
00:22:47: Wann ist der Payback?
00:22:49: Was ist das technische Risiko, was ist das kommerzielle Risiko da drin.
00:22:53: Wie hoch sind die Kapitalkosten?
00:22:55: Haben wir das wirklich... Was kann dabei eigentlich ein bisschen schiefgehen?
00:22:58: Ich glaube in unserer heutigen Zeit reicht es nicht mehr aus.
00:23:02: Wenn ich mich heute für eine Technologie zum Beispiel entscheide, entscheide ich mich häufig für ein gesamtes Ökosystem und die verandten Software, Datenströme, Standards, regulatorik, Infrastruktur.
00:23:14: Wenn ich jetzt Kapazitäten in einer Region aufbaue, entscheide ich mich auch für eine geopolitische und regulatorische Abhängigkeit dieser Regionen.
00:23:25: Wenn ich eine Lieferkette maximieren möchte, die so effizient wie möglich mache, muss ich wissen okay aber wie viel Resilienz ist noch eingebaut?
00:23:35: Wie sicher sind die noch?
00:23:36: Und das heißt bei Technologieinvestitionen kommt schon auch die Frage hinzu.
00:23:44: Die kann richtig sein, also die mag strategisch richtig sein aber die wirkliche Wertgenerierung kommt wahrscheinlich manchmal erst in fünf, vielleicht das sind zehn Jahre raus.
00:23:54: Das heißt ich habe dann in Kaufmanus gesprochen bei einem hohen Abzinsungsfaktor.
00:23:59: Kommt da irgendwann kommerziell relativ wenig raus wenn nicht meine Risiken richtig bepreise?
00:24:05: So d.h.
00:24:12: von dem Professor Thomas Hutschenreuter von der TUM, der hat für mich einen wichtigen Begriff geprägt und er nennt das die strategische Reichweite.
00:24:25: Das ist in meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt nämlich die Fähigkeit eines Unternehmens eine Entscheidung auch über die unterschiedlichen Dimensionen des Handelns in der Chronologie richtig hinzubekommen.
00:24:37: weil ich habe ein technisches Zeitfenster Das heißt, ich habe eine Idee.
00:24:43: Da muss ich es entwickeln und industrialisieren.
00:24:45: Dann muss ich einen Markt bringen, dann muss ich's riskalieren.
00:24:47: So ist das ein.
00:24:48: Dann hab' ich meinen finanziellen Zeitfenster.
00:24:51: Ich habe eine Investitionsphase, eine Vermarktungsphase.
00:24:56: Dann habe ich irgendwann die Cash-Los, die zurückkomm.
00:24:58: ich habe aber gleichzeitig unter Umständen regulatorische Zeitfenste wenn... Also immer mal Euro sieben.
00:25:04: Klassisches Beispiel!
00:25:05: Euro sieb hat sich drei Jahre verschoben.
00:25:07: Macht für einem Business Case wahnsinnig viel aus.
00:25:11: Und ich habe natürlich die Erwartungen von Banken, Kapitalmarkt, Eigentümern.
00:25:16: Die sagen dann und dann möchte ich ... Da ist eine Tilgung vorgesehen, da muss ich eine Refinanzierung machen.
00:25:21: Hier hab' ich eine Dividenden-Erwartung.
00:25:24: Das heißt also diese unterschiedlichen zeitlichen Parameter übereinander zu bekommen?
00:25:29: Ich glaube das ist heute einer der wesentlichen Herausforderungen auch für alle CEOs.
00:25:39: bei gleichzeitig deutlich höhere industriepolitischer Veränderung, also handelspolitische Veränderungen, Wechselkursdynamik, regulatorischen Friktionen die wir teilweise haben ist das schon auch wichtig mit reinzunehmen.
00:25:55: Und dass es natürlich nicht nur eine theoretische Frage sondern befinden uns ja bei der AFL derzeit gerade mitten auch in einer sehr anspruchsvollen Restrukturierung.
00:26:04: und so eine restrukturierung Das ist eine ernsthafte unternehmerische Situation.
00:26:09: Die verlangt uns natürlich im Unternehmen, den Mitarbeitern aber auch uns in der Führung extrem viel ab.
00:26:16: Wir haben diese Restrukturierung auf der Finanzierungsseite bereits erfolgreich abgeschlossen.
00:26:21: die Vereinbarung umfasst zum einen die Neustrukturierung und Sicherung bestehender Finanzierung bis Ende achtundzwanzig Und zusätzlich konnte eine Finanzierung abgeschlossen werden, die den geplanten Finanzierungsbedarf der AFL bis Ende sicherstellt.
00:26:37: Aber das heißt natürlich auch, wir haben aus den bisherigen Entwicklungen bereits sehr viel gelernt und wir haben natürlich auch daraus Konsequenzen gezogen.
00:26:45: und das erfordert von uns insbesondere Umsetzungsdisziplin dass wir auf das unternehmerische Team noch besser zusammenwirken wo wir wirklich auf einem guten Weg sind.
00:26:56: aber es wird noch eine Zeit lang wirklich dauern und es wird uns auch noch ne Zeit lang deutlich fordern.
00:27:03: Ich bin zuversichtlich dass wir das schaffen, damit wir die AFL auch wieder zukunftsfähig aufstellen können.
00:27:09: Aber auch das ist klar diese Gleichzeitigkeit, die alle Unternehmen derzeit in irgendeiner Form betrifft haben wir natürlich besonders hart zu spüren bekommen und das verändert natürlich auch wie wir heute über Investitionen denken und sie auch angehen und umsetzen im Vergleich vor zwei oder drei Jahren.
00:27:28: Ist es eigentlich nicht klar, dass man als Unternehmen irgendwann mal eine Restrukturierung macht?
00:27:33: Also es ist wahrscheinlich natürlich nicht vermeidbar, weil sich natürlich Märkte verändern.
00:27:42: Sich Kapazitäten verändern, sich Kundenpräferenzen verschieben, sich technologische Zyklen lösen einander ab.
00:27:50: und natürlich heißt das ich habe im Idealfall im Unternehmen mehrere Dinge gleichzeitig übrigens auch bei uns in der AVL.
00:27:57: also wir haben Dinge wo wir eigentlich Start-up Bedingungen haben, wo wir in neue Themen reingehen die wir entwickeln.
00:28:03: Die Hoffnungsträger sind.
00:28:04: dann haben wir Dinge, die fantastisch wachsen.
00:28:07: Wir haben Bereiche, die ich sage mal einen gewissen Reife Karate haben, die wachsen nicht mehr so doll.
00:28:12: da gibt es natürlich den Kampf um Dimashen und es gibt natürlich Bereiche die wir anpassen, die wir restrukturieren.
00:28:17: das entscheidende ist dass in einer gewissen Balance zu haben.
00:28:22: Und eine unserer Herausforderung war natürlich wir haben Kapazitäten für Wachstum in Bereichen vorgehalten.
00:28:30: Für die zum jetzigen Zeitpunkt im Markt nicht ausreichend Nachfrage da ist einfach aufgrund der deutlichen Investitionszurückhaltung, die wir quer durch die Märkte auch
00:28:41: sehen.".
00:28:44: Wenn du jetzt, muss nicht auffallbezogen sein kann auch wieder allgemein sein.
00:28:47: Was macht dir Sorgen gerade und wo siehst du Chancen?
00:28:51: Fangen wir natürlich... Wir wollen ja mit dem Positiven dann aufhören.
00:28:56: Ich rede eigentlich lieber über die Chance als ich würde die Sorge, aber lass uns erst über die Sorgen
00:28:59: gehen!
00:28:59: Irgendwas macht dir bestimmt, irgendwas sorgt dich hier bestimmt auch oder irgendwas was du zu ansprechen kannst.
00:29:04: Ja ich glaube, was mich schon ein bisschen umtreibt ist ein bisschen die Lage in Europa Und zwar auch die Geschwindigkeit, mit der wir gerade bereit sind Europa auch schlecht zu reden.
00:29:18: So eine gewisse Neigung zur Mutlosigkeit wenn man so das mediale Echo auf ganz viele Dinge letztendlich auch auf sich wirken lässt.
00:29:26: Wir erzählen uns gerade in Europa Deutschland und Österreich auch in anderen Ländern Wenn man das verfolgt Eine Geschichte einer wo wir sagen wir sind nicht so schnell genug Die anderen sind mit der Technologie weiter die sind entschlossener Ähm, überall laufen wir nur noch hinterher.
00:29:43: Also ich überspitze das jetzt ganz bewusst.
00:29:45: Ja, hab' ich heute morgen auch wieder auf den Weg hier her gehört?
00:29:47: Ja, aber es ist so...
00:29:48: Es ist ein wirksames Narrativ und ich glaube dieses Narrativ ist brandgefährlich.
00:29:54: Das ist nicht harmlos weil irgendwann beeinflusst es ob Menschen investieren gründen Risiken eingehen, ob Unternehmen investieren ...risiken eingehend welche Kapazitäten man vorhält auf welche Szenarien man sich einlässt.
00:30:12: Also irgendein früherer Wirtschaftsminister hat glaube ich in Deutschland gesagt, Wirtschaft ist zu fünfzig Prozent Psychologie.
00:30:19: Ich weiß nicht ob das Ludwig Erhard war im Zweifel zwei.
00:30:22: wird man das ihm in den Mund legen und nicht dafür gestraft?
00:30:25: Aber ich glaube dass es schon wichtig auch zu verstehen Das heißt natürlich nicht Natürlich haben wir in Europa Probleme die darf man auch nicht klein reden.
00:30:33: Wir haben sicherlich genügend davon.
00:30:35: aber genauso falsch wäre es jetzt nicht auch auf unsere Stärken zu verweisen, zu können und zu sagen wir haben stärken, auf die wir aufbauen können.
00:30:45: Und gerade in der Auto- und Videoindustrie zeigt sich das Europa hat enormes technisches Wissen hervorragende Ingenieure tolle Universitäten starke Marken, tolle industrielle Netzwerke.
00:30:56: eine gute Förderungebung muss man sagen aber gleichzeitig erleben wie schnell sich auch Wettbewerbs verändert.
00:31:04: Neu Batterietechnologien Software Defined Vehicle, neue Geschäftsmodelle und es sind nicht nur die chinesischen Wettbewerber.
00:31:10: Wir haben natürlich genauso den Wett Bewerbsdruck von koreanischen oder japanischen Wettebewerbern, die man auf dem Weltmarkt genau so begegnet.
00:31:21: Und ich glaube schon wir müssen uns in Europa schon die Frage stellen wie wir letztendlich auch aus dem was wir haben anstärken auch mehr Wirkung erzielen.
00:31:33: also das ist glaube ich schon eine gesamte Verantwortung die wir haben China wahnsinnig interessant.
00:31:39: Nicht als Modell, dass wir eins zu eins auch kopieren sollten sondern eher ich nenne es mal K-Study als Lernanlass.
00:31:46: Wir sprechen bei China immer über deren Geschwindigkeit.
00:31:50: China Speed wird heute sehr häufig zitiert.
00:31:53: mich interessiert eigentlich viel stärker was steht eigentlich?
00:31:56: Was steckt dahinter hinter dieser Geschwindigkeiten?
00:32:00: und Was mich da immer wieder beeindruckt, sind die deutlich schnelleren und kürzeren Lernzyklen.
00:32:05: Das heißt also umsetzen, anschauen, entscheiden, Feedback bekommen, korrigieren in den nächsten Runden gehen – diese schnellere Dynamik im Entscheidungs- und Verbesserungsprozess.
00:32:19: Und dann ist nämlich Geschwindigkeit nicht mehr der Ausgangspunkt!
00:32:22: Sondern es ist ein Ergebnis.
00:32:24: Und ich habe häufig immer so, wenn ich auch mit CFO-Kollegen spreche und auch über das Thema Geschwindigkeit und China-Spielen sage, wir können ja von unseren Leuten nicht verlangen, dass sie noch schneller arbeiten?
00:32:35: Das ist gar nicht das Thema!
00:32:36: Sondern wir müssen dafür sorgen, dass das Zusammenwirken der unterschiedlichen Funktionen im Unternehmen oder im Zusammenspiel mit Entwicklungspartnern oder mit Stakeholders, dass DAS schneller funktioniert.
00:32:51: kein Ersatz für gesellschaftliche Reformen, aber Mutlosigkeit und dieses ständige Narrativ.
00:32:58: alles ist so mau.
00:33:01: Ist auch keine Strategie?
00:33:02: Nee total!
00:33:03: Aber würdest du sagen dass das narrativ übertrieben ist oder dass es schon richtig ist, aber halt falsch im Sinne von wir haben ja da was sondern das Narrativ müsste eher mehr sein nutzen, benutzen allen statt.
00:33:13: Wir sind schlecht, wir hinken hinterher.
00:33:15: Ich
00:33:15: bin Chancendenker Also wenn ich den ganzen Tag nur darüber nachdenke, was nicht gut ist.
00:33:23: Was schlecht ist?
00:33:25: Dann erkenne ich häufig die Sturzungen gar nicht mehr weil ich mich mit dem beschäftige, was eigentlich der Störfaktor ist aus dem Stürz.
00:33:32: manchmal muss sich ein Störfacto auch beseitigen Manchmal muss ich auch Engpässe beseitegen das ist völlig klar.
00:33:38: aber ich muss ein klares Zielbild haben und dieses Zielbild heißt natürlich auch wie schaffe Ich Wiederum das Unternehmen, eine Volkswirtschaft.
00:33:46: Ein Produktionsklaster, einen Standort wiederum auch wetbewerbsfähig zu machen?
00:33:51: und das ist ein Ziel-Level des Managementaufgabels natürliche gesellschaftliche Aufgabe.
00:33:57: Ja andere Seite Chancen wo siehst du oder was macht ihr vielleicht da nicht sorgen sondern wo denkst du okay?
00:34:05: So dass soll jetzt nicht als Prudomo Aussage gewertet werden aber ich glaube schon dass gerade jetzt es eine fantastische Zeit für Innovation Und ich weiß, das klingt jetzt ein bisschen paradox.
00:34:16: Also wir sprechen über schwaches Wachstum in Europa, über Kostendruck, geopolitische Umsicherheiten und Restrukturierungen in vielen Unternehmen.
00:34:24: aber gerade weil das stattfindet finde ich dass der ökonomische Wert einer guten Innovation gerade jetzt enorm steigt.
00:34:34: die Relevanz steigt Weil eine gute Innovation löst Probleme.
00:34:40: wenn eine Technologie Entwicklungszeiten Verkürzt, halbiert, Energie spart.
00:34:46: Ausschuss reduziert ein Produkt besserer oder sicherer Macht oder den CO-Footprint verbessert oder einfach auch für den Kunden in der Bedienbarkeit deutlich einfacher, sicherer und komfortabler macht?
00:35:00: Dann ist das doch kein nice to help sondern dann verändert dass die jeweilige Wettbewerbspositionen und die Wett bewerbsfähigkeit Und deswegen halte ich auch die Vorstellung für falsch, die immer wird das immer in so ein Dualismus gebracht.
00:35:13: Unternehmen müssen in schwierigen Zeiten sich entscheiden entweder an den Kosten zu arbeiten oder in Innovationen zu investieren.
00:35:21: natürlich muss man fokussieren und natürlich kann man nicht alles finanzieren.
00:35:27: es ist jetzt nicht nur eine CEO-Aufgabe sondern in jedem Unternehmen sind zur jeder Zeit die Mittel in einer gewissen Weise auch begrenzt.
00:35:33: aber ich muss mir dann genau die Frage stellen Wo ich nicht sparen darf, wo ich eigentlich noch mehr investieren muss.
00:35:39: Wo ich wirklich mit Innovationen es schaffe Wettbewerbsvorteile zu schaffen damit auch wieder wachstumzuschaffen wieder um Beschäftigungseffekte zu haben.
00:35:50: aber auch seit dem hohen motivatorischen Aspekt jeder möchte in einem Unternehmen arbeiten das erfolgreich ist.
00:35:57: und Erfolg heißt natürlich auch dass man nicht gerade schrumpft sondern dass man wächst dass man investieren kann Ideen realisieren kann, aber dennoch natürlich dabei gut wirtschaftet.
00:36:08: So wie man das am Samstagabend im Zweifelsfall auch zu Hause am Küchentisch macht, dass man darüber spricht was kann man sich leisten?
00:36:14: Was kann man nicht leisten und das was man hat?
00:36:16: Das macht man damit sinnvollerweise am besten.
00:36:19: und letztendlich ist es genau das gleiche.
00:36:21: Und in unserem Fall heißt das natürlich Wir haben eine enorme Stärke als Afeuil in den Innovationskraft In der Zusammenarbeit mit unseren Kunden Und natürlich ist das auch, glaube ich gesellschaftlich insgesamt der Weg nach vorne.
00:36:37: Wir brauchen in Europa, wir brauchen in Österreich und wir brauchen an vielen anderen Standorten eher mehr Innovation als weniger.
00:36:46: Ja wenn man das jetzt alles hört dann denkt man sich okay was muss ich eigentlich mitbringen um ein Ziel-Level heute noch zu überleben?
00:36:52: Was schon gesagt Gleichzeitigkeit hat man Zwar.
00:36:57: eine gute Analyse braucht man zwar, hat sie aber oftmals nicht zur richtigen Zeit oder kann sie gar nicht machen weil es überhaupt noch keine Daten dafür gibt.
00:37:05: Was sind denn vielleicht Charaktereigenschaften?
00:37:07: Routinen, Angewohnheiten, Best-Practices oder so die du für überlebensnotwendig siehst?
00:37:13: Also ich glaube eben je länger ich Führungsverantwortung auch habe, das tu vorsichtiger werde ich mich zu lidersche Prezepten zu.
00:37:22: Aber ich werde jetzt der nochmal probieren.
00:37:26: Ich glaube natürlich, auch das ist ja eine Erfahrung die ich in meinem privaten Umkreis habe.
00:37:31: Natürlich wird das externe Bild vom Ziel-Level von Führungsverantwortung natürlich auch stark medial über Fernsehen und Filme usw.
00:37:41: geprägt und ich glaube die Realität ist deutlich unspektakulärer und auf der anderen Seite auch deutlich anspruchsvoller.
00:37:50: Ich persönlich für mich als Geschäftsführer... hat Führung eine stark dienende Facette auch.
00:37:59: Man nimmt bei man einem Verantwortung für ein Unternehmen, für einen Teilbereich der fachlich dann geprägt ist in der Finanzfunktion und für seine Mitarbeiter, für seine Kunden, für das Vermögen des Eigentümers und natürlich die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
00:38:17: Und natürlich muss man manchmal Dinge entscheiden, die nicht Vergnügungssteuerpflichtig sind und auch manchmal sehr unbequem.
00:38:24: Manchmal auch taff sind.
00:38:26: Aber diese Position ist echt kein Selbstzweck.
00:38:30: Und man muss immer wieder sich auch zurückziehen und sagen dass der Unternehmen das Unternehmen isst er Star und nicht der Manager.
00:38:39: Ja?
00:38:43: Und sehr häufig muss man auch seine eigene Erfahrung, die man gesammelt hat durch auch ich sage mal mit einer gewissen Selbstreflektion und auch auch hinterfragen, weil natürlich ist Erfahrung.
00:38:55: Und wenn man dann im See-Level angekommen ist, das so viele Jahre gemacht hat, hat man viel Erfahrung.
00:39:01: Sie ist auch unheimlich wertvoll aber sie kann auch gefährlich sein.
00:39:06: Weil dann, wenn sie einen Glauben lässt dass eine Situation mit der man jetzt auch konfrontiert ist einer früheren ähnelt.
00:39:20: Prinzipien auspackt und glaub diese neue Herausforderung mit den alten Instrumenten zu lösen.
00:39:27: Den Volkswürtteln hat man lange Zeit, ich habe Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft studiert, den Volkswörtern hat man ja lange Zeit den Vorwurf gemacht dass sie immer eine sozusagen ein ökonomisches Modell entwickeln.
00:39:40: zur Lösung der letzten großen Wirtschaftskrise Im C-Level muss man wahnsinnig aufpassen, dass man sozusagen nicht den Ökonomen es gleich tut.
00:39:51: Und um das das nicht passiert sind meiner Meinung nach glaube ich vier Eigenschaften oder Fähigkeiten zunehmend wichtig.
00:39:58: Das eine ist – das wird heute als Learnability bezeichnet und damit meine ich nicht lebenslanges Lernen sondern Dazu gehört, eigene Erfahrungen immer wieder in Frage zu stellen.
00:40:13: Zu Hinterfragen auch die Bereitschaft und auch ich sag mal die Demut zu haben neue Situationen wirklich neu verstehen zu wollen und auch verstehen zu können weil ich glaube dass die Halbwertzeit von Erfahrung zunehmend kürzer wird.
00:40:30: Ich glaub ein zweiter Facette die wichtig ist das es dann auch so neuer Begriff der immer wieder Verwendung findet is Agility.
00:40:37: Agility ist nicht beliebig, das heißt auch nicht die Fahne in den Wind zu stellen um sich sozusagen der neuesten Mode anzuschließen sondern heißt eigentlich früh genug zu erkennen wenn sich Annahmen oder auch Voraussetzungen eines Plans einer Strategie eines Programms oder was auch immer ändern.
00:40:56: Den ursprünglich leitenden Gedanken dieser Strategie auch im Auge zu behalten und weiter zu verfolgen, aber auf dem Weg dahin flexibel genug zu sein und sagt nee das ist wir müssen den Weg dorthin anpassen.
00:41:09: Und es jetzt nicht die Glaubensfrage oder eine Charakterfrage oder sonst als eine Frage von gewissen Pragmatismus sich an die Realität anzunähern und mit einem anderen Weg der noch das Ziel zu erreichen.
00:41:21: So dann ein dritter Punkt wird heute Widerstandskraft oder als Resilience bezeichnet, damit meine ich nicht wie verhindert man den Burnout.
00:41:30: Sondern eher ... Wie schafft man es?
00:41:37: Unter Druck bei hohen Anforderungen handlungsfähig zu bleiben, ruhig zubleiben besonnen zu bleiben und auch gleichzeitig die Fähigkeit zur eigenen Erneuerung nicht zu verlieren das heißt ein ausgeklebt halbwegs aus auch Leben zu führen, um auch entsprechend Energie in Belastungsspitzen zu
00:41:59: haben.
00:42:00: Und dann würde ich noch ein letztes Thema, das ist ein bisschen mit meinen Erfahrungen aus Skandinavien genährt.
00:42:06: Das würde ich sagen eine Organisation zu beeinflussen ohne nicht jedes Mal sozusagen den Autoritätslevel zu ziehen weil ich glaube je höher man kommt desto weniger lassen sich wirklich wichtige Dinge allein über Hierarchie lösen.
00:42:23: Also ich glaube, man muss über Zusammenarbeit, Argumente auch vertrauen.
00:42:27: Nicht immer!
00:42:28: Nicht in jeder Situation aber doch mit Vertrauensvorschuss, Kompetenz, Konsistenz... Auch eine gewisse Hartnäckigkeit Wirkung erzielen.
00:42:40: und das schafft man eben eher durch Beeinflussen als nur über Hierarchie.
00:42:48: So vielleicht noch ein letzter Gedanke dazu, der auch schon wichtig ist.
00:42:53: Ich glaube man muss wichtig die Fähigkeit haben, auch Meinungen verändern zu können wenn sich Informationen verändern, wenn sich Umstände verändern aber ohne seine Werte deswegen aufzugeben.
00:43:10: Das ist ein interessanter Spannungsfeld.
00:43:13: Aber das ist glaube ich eine wichtige Fähigkeit um das Ziel-Level auch zu überleben.
00:43:18: Ganz wichtig, ich glaube das ist auch die Grundvoraussetzung um bei vier wirken zu können weil wenn du natürlich Influenzen möchtest im Unternehmen und du dich von deinen Werten sehr weit weg befindest dann.
00:43:31: Ist das eigentlich nicht authentisch?
00:43:32: Dann schaust
00:43:32: du drei nicht.
00:43:35: Ja, dann drei eh nicht genau ja.
00:43:36: Wenn
00:43:36: wirst Du mit der Resilienz nicht, dann würde ich die Resilience irgendwann fressen.
00:43:41: Hast Du zu einem davon oder Genner und natürlich auch zu allen irgendwie so ein handfestes Beispiel, man sich jetzt nach dem Podcast hinsetzen kann, Blatt Papier und man macht das mal sozusagen wirklich eine Routine oder irgendwie sowas?
00:43:54: Ich glaube dass das Thema Learnability ist wahrscheinlich das einfachste weil das auch das Fundament für das ist.
00:44:02: Ich schreibe mir bei Entscheidungen immer gerne die Gründe auf für Entscheidungen.
00:44:07: Das ist auch bei privaten Entscheidungen, also selbst wenn ich weiß ich nicht... Wenn ich in eine Aktie investiere dann schreiber ich mal warum habe ich in diese Aktien investiert?
00:44:13: Was war mein Ziel?
00:44:15: was hab' ich damit verfolgt?
00:44:16: Und ich schaue mir dann auch nach ein paar Monaten an, was von diesen Annahmen hat sich eigentlich realisiert und warum.
00:44:22: Und daraus ziehe ich dann auch Konsequenz.
00:44:24: Ich glaube das Gleiche gilt natürlich auch hier.
00:44:26: wenn man mal ein Projekt verfolge, dann mache ich das ja mit gewissen Projektzielen da gibt es dann entsprechende Bortsitzungen oder das geht bis hin in Aufsichtsrat usw.
00:44:38: und sofort und natürlich auch fest zu halten so was sind denn die wesentlichen Annahmen treibenden Faktoren und auch zu sagen, hat sich während ich das Projekt jetzt umsetze oder über die Umsetzung übermache.
00:44:55: haben sich jetzt auf dem Weg Annahmen verändert, muss ich meinen Blick auf das Problem verändern und dazu gehört auch immer wieder zuzuhören.
00:45:04: Auch denjenigen die dann an der Front beim Kunden in der Beschaffung oder in der Entwicklung war auch immer die Verantwortung dann konkret haben gesehen hat sich eine wesentliche Annahme verändert.
00:45:15: was bedeutet das für uns?
00:45:17: Habe ich bestimmt bis hin zur Selbstreflektion habe muss ich mir auch selber was aneignen, das kommt weiß nicht.
00:45:25: Neues Standards neu regulatorisch Muss sich irgendeine fähig?
00:45:30: habe ich weiß ich irgendetwas nicht hab ich irgendwas nicht drauf Was ich mehr aneigningen muss?
00:45:35: auch das gehört dazu.
00:45:36: okay
00:45:37: Das gehört dass sind eigentlich die wesentlich Themen.
00:45:39: Ich glaube eine gewisse portion an selbst Reflektion ist da so wichtig.
00:45:47: alles gut ich meine man neigt dazu irgendwie in der Zukunft dann immer so die Entscheidungen aus der Vergangenheit zu verzerren.
00:45:53: Man denkt dann immer, okay warum hat man das eigentlich gemacht?
00:45:56: Macht ja keinen Sinn.
00:45:56: aber wenn man sich genau diese Gründe einmal einfach vom Blatt Papier schreibt meistens ist es ja auch oft so dass natürlich irgendwo Dokumente liegen dazu Dann kann man sich nochmal gucken warum oder kann man nachschauen Warum zur damaligen Zeit man diese Entscheidung getroffen hat.
00:46:11: und meistens macht sehr dann doch...
00:46:13: Und letztendlich muss davon aus sind alle wollen irgendwie alle wollen im Unternehmen auch erfolgreich sein
00:46:18: Ja klar Na klar, na klar.
00:46:20: Okay zwei Fragen noch?
00:46:22: Würdest du jetzt irgendwas anders machen oder besonders betonen auch vielleicht so bezüglich Sea Level oder Karriere-Schritte oder irgend sowas?
00:46:31: Ich glaube es gibt einen Punkt weil natürlich ich habe meine jeder der aus dem Kontrollien kommt hat natürlich das ich sage mal das Analysehandwerk rauf und runter gelernt und ich glaube ich würde heute wenn Du mich fragst wenn ich auf zurückblicke ist sicherlich die Kraft gute Analysen, gerade bei Finanzern ein bisschen auch überschätzt.
00:46:53: Ich glaube das klingt für einen CFO wahrscheinlich eher ungewöhnlich.
00:46:59: Natürlich lernt man im Finanzbereich hoffentlich wie man ein Problem sauber strukturiert welche Daten ich haben muss in welche Modelle ich das einbauen und ich glaube man kommt dann sehr häufig schon auch eine richtige Entscheidung ziemlich nah ran.
00:47:15: Und natürlich brauchen wir gute Analyse.
00:47:17: bitte verstehe mich nicht falsch Und ich lege auch Wert auf gute Analysen, also auch nicht falsch verstehen.
00:47:22: Aber über die Jahre habe ich schon auch gelernt dass sehr schwierige Entscheidungen eigentlich erst dann beginnen wenn mir die Analyse keine klare Antwort geben.
00:47:32: Ich vertraue natürlich heute auch auf gute Analysen aber ich verwechsel diese guten Analyses nicht zwangsläufig mit einem guten Urteil und gerade durch künstliche Intelligenz wird diese Unterscheidung meiner Meinung nach noch wichtiger.
00:47:45: Wir werden immer bessere Analysen, bessere Prognosen und wahrscheinlich auch deutlich gehaltvollere Entscheidungsvorschläge bekommen.
00:47:52: Aber daraus entsteht nicht automatisch ein besseres Urteil!
00:47:56: Für mich beginnt genau dort die Governanzfrage – was können wir an Systeme delegieren?
00:48:01: Und wo müssen wir Urteilentscheidung und Verantwortung beim Menschen
00:48:05: behalten?".
00:48:05: Ja fast ein gutes Schlusswort aber eine habe ich noch und zwar….
00:48:08: Was würdest du machen wenn man jetzt dir sagen würde morgen bist du nicht mehr SIFO sag ich mal in der Geschäftswelt arbeiten, sondern würde es einfach von neun starten.
00:48:19: So nochmal
00:48:22: zurück oder halt...
00:48:24: Back in the
00:48:26: future back-in-the past!
00:48:28: Du weißt was du heute weißt?
00:48:30: Also du hast schon jetzt deinen... Ich
00:48:31: weiß was ich heute weiss das ja aber ich glaube dass mich hat schon sehr lange einfach fasziniert wie etwas Neues entsteht.
00:48:40: Also damit habe ich mich schon auch als Kind Jugendlicher beschäftigt.
00:48:43: Ich bin als Kind bei uns im Nachbardorf beim Bäcker in die Backstube gegangen und wollte wissen, wie er die Brezeln dreht und hab selber auch versucht zu machen.
00:48:51: Ich hab meinen Rasenmäher und Radius auseinander genommen und meistens auch wieder erfolgreich zusammengebaut.
00:48:56: Mein Vater war sehr oft mit mir im Deutschen Museum.
00:48:59: Ich wollte mal verstehen gerade als Kind so, wie funktioniert was?
00:49:02: Wie wird das gemacht?
00:49:03: Dann hat sich eine Frage eigentlich als Teenager verändert ... dann hat mich hier interessiert, wie entsteht eigentlich etwas Neues.
00:49:12: Wie macht ein Ingenieur aus einer Idee... Ein Modell?
00:49:18: Ein Konstrukt?
00:49:19: Ein Produkt?
00:49:20: Wie macht einen Maler aus Farbe und Leinwand gemeldet?
00:49:24: Also wie entstehen aus etwas Bekannten, was Neues, was es vorher noch nicht gab.
00:49:31: Und irgendwann habe ich dann auch verstanden okay da kam Wirtschaftsinn zu in der Wirtschaft mal mal eigentlich was Ähnliches.
00:49:37: Da gibt es Technologien, da gibt es Ressourcen.
00:49:41: Da gibt's Mitarbeiter.
00:49:42: Es gibt Kapital und daraus wird etwas Neues geschaffen, das hoffentlich dann auch für Kunden wiederum einen nutzenden Wert was erfreulich ist darstellt.
00:49:51: Und das heißt wenn ich also heute nicht CFO wäre und ich würde was Neues machen oder ich würde als Anfang zwanzigjähriger ein neuen Weg einschlagen, dann würde ich mir auch die Frage stellen wie entsteht etwas Neuses?
00:50:05: Wie wird daraus Wirkung, ob das jetzt in einem Unternehmen wäre?
00:50:09: Ob ich Ingenieur wäre oder ob im Handwerk wäre.
00:50:12: Aber ich glaube, dass ist das was mich da im Kern auch angetrieben hat und was mich heute natürlich meine.
00:50:18: Warum bin ich über so viele Jahre in unterschiedlichen Technologieunternehmen gewesen?
00:50:22: Warum hat es mich immer wieder in die Nähe von Entwicklungsprozessen und innovativen Leuten und kreativen Leuten auch hingezogen?
00:50:29: Ich glaube, was ich auch dann gemacht hätte, ohne den CFO oder den Kaufmännischen und den Kontrollerweg.
00:50:39: Egal wo ich gelandet wäre, ich glaube nach irgendeiner Zeit hätt' ich da natürlich mir wieder die Frage gestellt, kann man das irgendwie wirtschaftlicher machen?
00:50:45: Also ich glaube auch diese Dimension wäre sicherlich angelegt gewesen aber die hätte weder in einem CFO-Werdegang oder im Kaufmennischen-Wedegang.
00:50:54: sie hätte auch andere Wege gehen können.
00:50:56: Also wirklich ganz konkret, wenn man jetzt sagen würde morgen Schluss dann würdest du dich hinsetzen und kann auch sein dass dann Bäckerei aufmacht oder?
00:51:05: Bäckerei nur dann.
00:51:05: Wenn ich eine Idee hätte wie ich sage mal ein Backwarn-Angebot mache was so neu ist das es für die Menschen dann auch ein Genuss ist oder besonders günstig oder einen besonderen Vorteil bietet den die Backwelt bis dahin noch nicht gehabt
00:51:20: hat.
00:51:20: Okay verstanden okay gut ja nicht schlecht.
00:51:25: Hey, habe ich irgendwas vergessen zu fragen?
00:51:27: Gibt es irgendeine Frage die du dir selber noch stellen würdest zum Abschluss des Podcasts.
00:51:30: Du hast mir schon so viele Fragen gestellt!
00:51:35: Ich denke das war eine gute.
00:51:36: Wieso herzlichen Dank dass du mitgemacht hast.
00:51:37: Also super Spaß gemacht.
00:51:39: Ich hab viel mitgeschrieben was immer ein gutes Zeichen ist und ich glaube jeder der jetzt noch dabei ist und zuhört.
00:51:44: Der oder die hatte auf jeden Fall auch super viel Spaß.
00:51:47: Danke dir, danke fürs Zuhören
00:51:49: Super, an alle die noch dabei sind.
00:51:51: wie gesagt ist es immer wichtig wenn ihr uns Feedback sendet.
00:51:53: dann kann ich natürlich den Podcast das ganze Format noch etwas besser machen.
00:51:56: Mir hilft es auch wenn ihr auf den unterschiedlichen Plattformen Bewertungen da lasst Kommentare etc.
00:52:01: Das ist natürlich immer hilfreich für mich zum Anpassen des Formats und natürlich auch um das Ganze noch mehr publik zu machen.
00:52:08: Wenn euch jetzt speziell diese Episode sehr gut gefallen hat, dann sendet sie doch gerne jemanden zu der oder die das auch hören sollte.
00:52:14: Und ich freue mich natürlich auch wenn ihr gerade intremistische oder permanente Besetzungen bei euch im Unternehmen habt oder sonst wo irgendwas hört kann man mal sprechen.
00:52:21: Manchmal hilft es Gespräche auch schon manchmal reicht's dann natürlich nach dem Gespräch auch und wir haben zusammen eine Lösung gefunden und wenn nicht haben wir einen sehr guten Talent Pool beziehungsweise drei Super Services und da können wir euch sicherlich auch unterstützen.
00:52:33: Jörg bis zum nächsten Gespräch mit dir!
00:52:35: Danke dir Franz.
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