Episode 321 mit Dr. Kirsten Weerda (Chief People Officer, Yunex Traffic)

Shownotes

„Kultur verändert sich erst dann, wenn Führungskräfte das gewünschte Verhalten selbst vorleben.“

In dieser Folge von Behind the C spricht Franz Kubbillum mit Dr. Kirsten Weerda, Chief People Officer von Yunex Traffic. Die ehemalige Siemens-Einheit entwickelt mit rund 3.500 Mitarbeitenden in 25 Ländern intelligente Mobilitätslösungen – von Lichtsignalanlagen und Verkehrsmanagementsystemen bis hin zu Tunneltechnik, Mautsystemen und digitalen Anwendungen. Kirsten beschreibt, wie sich das Unternehmen zunehmend in Richtung Software und KI entwickelt und warum erfolgreiche Transformation immer bei den Menschen beginnt. Am Beispiel eines neuen Performance- und Entwicklungssystems zeigt sie, wie Fokus, frühzeitige Einbindung und gelebte Vorbilder bessere Gespräche zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden ermöglichen.

Die promovierte Psychologin verbrachte 24 Jahre bei McKinsey, wurde dort Partnerin und leitete zuletzt die europäische Organization- und People-Practice für Industriekunden. Nach zahlreichen Transformationsprojekten wollte sie nicht länger nur Empfehlungen aussprechen, sondern selbst entscheiden und Veränderungen aktiv umsetzen. Dieser Wunsch führte sie zu Yunex Traffic, wo sie neben People auch Sustainability und Marketing verantwortet. Im Gespräch erklärt die dreifache Mutter, warum Leidenschaft, ein starkes Netzwerk und die richtigen Mentoren entscheidend für ihren Werdegang waren. Besonders wichtig ist ihr die Erkenntnis, dass nachhaltiger Erfolg leichter wird, sobald man keine berufliche Rolle mehr spielt, sondern die eigenen Stärken und Schwächen authentisch einbringt. Drei Fragen, die in dieser Folge besprochen werden:

  • Welche Technologien und Dienstleistungen stecken hinter modernen Verkehrsmanagementsystemen?
  • Wie lassen sich Veränderungsprozesse durch Fokus, Beteiligung und konsequentes Role Modeling wirksam umsetzen?
  • Warum wechselte Kirsten Weerda nach 24 Jahren Beratung in eine operative Führungsrolle?

Themen:

  • Mobilität
  • People Management
  • Role Modeling

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Transkript anzeigen

00:00:00: Ist es nicht schön, dass du da bist?

00:00:01: Ja.

00:00:01: Gerne!

00:00:02: Stelle dich doch einmal den Zuhörenden vor und sag uns was du heute machst.

00:00:06: Ich bin Kirstin Werder hier mitten aus München ich komme auch aus Münchnen bin gerade her geradelt dankenswerterweise.

00:00:15: Ich Bin Chief People Officer bei UNIX Traffic.

00:00:19: UNIX Traffic ist eine Organisation, die ehemals eine Siemens-Einheit war im Mobilitätbereich und wir bieten innovative Mobilitätssysteme an.

00:00:29: Also wenn ich es ganz platz sage, wir verkaufen Ampeln, wir installieren Kreuzungen und Ampelen darf ich gar nicht sagen, denn das hier meine Kollegen Heinen und Kolleginnen Lichtsignalanlagen sagt man.

00:00:42: Wir verkaufen aber auch Verkehrsrechner, also wir machen Verkehrsmanagement-Systeme.

00:00:47: Wir machen Applikationen, Softwareapplikations zum Beispiel für Fahrradfahrer in bestimmten Städten das du da die Ampel auf grün schalten kannst.

00:00:55: Das

00:00:57: gibt schon richtig coole Anwendungen genau und dass ist eben deswegen auch Mobilitätssysteme alles ausgerichtet darauf weniger Emissionen zu verbreiten, die Safety hochzuholen.

00:01:09: Also die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die Erde ein besseren Planeten zu machen das ist in der Tat auch unser Purpose.

00:01:16: Ja es ist mega.

00:01:17: also wir kennen uns schon bisschen länger.

00:01:19: da können wir später glaube ich nochmal drauf reingehen.

00:01:20: aber ja als gesehen habe ich mir gedacht jetzt hatte ich endlich jemanden im auch schon einem Netzwerk den ich anfragen kann weil Ich stehe oft immer vor Sachen und dann denke ich mir, wer macht das eigentlich?

00:01:32: Dann googelt man so.

00:01:33: Und dann findet man die Firmen und bei euch war es... Also ich habe mich gefragt, wer baut eigentlich Schilder?

00:01:42: Kann man das nachschauen?

00:01:43: und als ich gesehen hab, dass du da hingewechselt bist Und ich dann erst gesehen habe, was sie eigentlich macht.

00:01:49: Das ist mega!

00:01:52: Ich war ja vorher Beraterin.

00:01:53: wie du weißt haben wir uns getroffen und ich hab auch schon viel technische Unternehmen begleiten dürfen.

00:01:59: aber Ampeln war auch neu für mich und ich kann dir sagen als ich zum ersten mal damit zum Service Techniker weil ein großer Business Bereich bei uns ist auch denn den Service hinter dem Ampel.

00:02:08: Du musst ja sicherstellen dass die funktionieren.

00:02:10: das heißt du musst sehr proaktiv auch die Ampel warten.

00:02:13: Gibt nichts Schlimmeres, wenn du eine große Kreuzung hast und auf einmal geht einer Ampel nicht.

00:02:18: Deswegen muss das sichergestellt sein.

00:02:20: Und da einmal mitzufahren war hochspannend und seitdem gucke ich auch total anders auf Ampeln an.

00:02:26: was man wissen muss ist dass die also ich wusste das zumindest vorher nicht Die Technik der Ampel ist in diesem Controller Kasten diese grauen Kästen die auf Kreuzungen steht.

00:02:34: da musst du mal drauf achten.

00:02:35: jetzt siehst Du die wahrscheinlich an jeder kreuzung ist so ein controller Kasten dass es nicht wie man vielleicht vermuten würde, alles ober die Ehe irgendwie in der Cloud.

00:02:44: Sondern das ist alles hier in Deutschland zumindest noch voll verkabelt unter der Erde.

00:02:48: Es gibt Spulen in den meisten Fällen und dann gehen alle in diesen Controllerkasten und du musst tatsächlich den aufmachen wenn du wartest und musst mit der Technik da vor Ort.

00:02:57: natürlich geht auch viel schon digital aber es ist auch vielen noch vor Ort gucken ab und zu kommt eine Maus rausgesprungen oder was anderes gar nicht so ungefährlich und ich habe wirklich größten Respekt gehabt vor diesen Leuten.

00:03:09: achte mal drauf, wenn die da stehen.

00:03:11: Die stehen ja auch mit mir wieder auf der Kreuzung und gucken an machen.

00:03:14: Und das war echt eine gute Erfahrung.

00:03:18: Also jeder, der jetzt zuhört kann auf jeden Fall dann, wenn er das nächste Mal auf der Straße ist, gucken und weiß was es heute sozusagen, welchen Service oder welche Produkte es heute geht?

00:03:27: Kannst du noch ein bisschen mehr darauf eingehen?

00:03:29: Wir sagen es immer Ampeln so, das ist natürlich nur ein Thema.

00:03:31: Lichtsignalanlagen gibt sich nicht viele, oder?

00:03:34: Ja, und da gibt es viele.

00:03:36: Und wir sind dankenswerterweise auch die Nummer eins wenn das so wie wir sagen installed base also installierte Ampelanlagen und darum herum machen wir natürlich viel mehr.

00:03:46: Wir machen auch noch Großprojekte.

00:03:48: Wir machen alles rund um zum Beispiel mal die englischen Begriffe sage aber das ist tolling.

00:03:53: Also ja und aber auch große Tunnel Ausstattung mit irgendwelchen Kameras und Lüftungen usw.

00:04:03: relativ breites Geschäft.

00:04:04: und das Spannende ist bei uns, dass es ein sehr relativ lokales Geschäft ist.

00:04:08: Wir sind in den twenty-fünf Ländern unterwegs mit drei tausend fünfhundert Mitarbeitern.

00:04:14: Und die Technik ist halt doch in jedem Land ein bisschen anders.

00:04:19: Es gibt auch bestimmte Regionen, die dann ihre eigene Technologie haben.

00:04:22: Deswegen ist das relativ komplexes Geschäft, denkt man gar nicht.

00:04:26: Eigentlich gar nicht so groß im Vergleich zu der Siemens zu dem, der wir vorher waren.

00:04:31: Aber dann doch sehr kompliziert.

00:04:33: und dann noch das Großprojektgeschäft mit Tunneln und so.

00:04:36: Super spannend!

00:04:37: Ich liebe dass ja wenn es komplex ist und man sich da erstmal durchsuchen muss.

00:04:42: Ja viel schon gelernt und es war auch auf meiner ersten Messe.

00:04:47: also vielleicht nur als Hintergrund ich bin erst seit einhalb Jahren deswegen entdecke ich das Geschäft.

00:04:53: Na klar.

00:04:54: Sehr cool.

00:04:55: Und wie seid ihr denn intern so aufgestellt?

00:04:58: Wie stellt man sich so eine Organisation vor, die genau das dann macht?

00:05:03: Seid ihr dann nach Business-Units oder nach Produkten.

00:05:05: Ja, sehr gute Frage!

00:05:08: Wir nennen das Hubs und Hubs ist im Wesentlichen eine regionale Aufstellung also zum Beispiel ein APEC Hub.

00:05:14: da haben wir Australien und Singapur und China usw.. Wir haben aber auch Deutschland.

00:05:19: das ist fast einer unserer größten Geschäfte.

00:05:21: deswegen ist es sein eigenes Hub.

00:05:24: Das ist ein bisschen gemischt mit der Technologie, die vorherrscht.

00:05:27: Die USA zum Beispiel hat eine eigene Art von Technologie.

00:05:31: So dass so ein bisschen die Mischung Technologie und Region.

00:05:35: Und dann haben wir noch eben dieses Großprojekt-Geschäft.

00:05:37: das ist ein eigenes Geschäft was auch weltweit funktioniert aber das ist relativ global.

00:05:42: Okay verstehe es ja schon in Deutschland glaube ich sind die Lichtsysteme sehr unterschiedlich, glaubt's ja städteweise schon?

00:05:47: Genau!

00:05:47: Es ist auch jede Stadt hat ein bisschen eine Eigenart wobei die grundsätzliche Technologie ist dann doch wiederum ähnlich.

00:05:52: Okay, verstanden.

00:05:54: Dreieinhalb Tausend Mitarbeiter hast du schon gesagt?

00:05:55: Fünfundzwanzig Länder.

00:05:56: gibt's noch irgendwelche Kernfacts die du nennen kannst?

00:05:59: Ja,

00:05:59: achten hat mir einen Umsatz machen.

00:06:01: wir wachsen durchschnittlich sechs Prozent und seit ein paar Jahren so seit zwei Jahren haben wir neun CEO.

00:06:08: ich kam kurz danach Das Geschäft läuft gut, anders gedreht.

00:06:13: Wir haben eine neue Organisation installiert in vornem Jahr.

00:06:17: also sehr transformativ würde ich sagen sowohl intern wie auch extern.

00:06:21: Also die Technologie hier schifftmerken wir natürlich schon nach Richtung Digitalisierung mehr Software und jetzt AI.

00:06:29: das ist noch so ein bisschen am Horizont.

00:06:31: da ist man vor allem Deutschland noch ein bisschen vorsichtiger.

00:06:34: in anderen Ländern schon ein bisschen weiter Einzusetzen haben wir natürlich auch im Produkt.

00:06:40: Macht ja Sinn, ne?

00:06:40: Dass du eine smarte Ampel hast die auch lernt.

00:06:43: Wann muss sie die Ampelschaltung ein bisschen länger, ein bisschen kürzer machen?

00:06:46: aber nicht nur diese eine Ampel sondern natürlich eine ganze Kreuzungs-Folge weil wie Du weißt wenn man dann an einer Ampel durchfährt und an der nächsten steht dann hilft das irgendwie auch nicht genau also relativ kompliziert auch.

00:06:57: Aber da gibt es natürlich Systeme und Technik die das abbildet

00:07:01: Ist ja meine nächste Frage gewesen was sind denn so die Trends?

00:07:03: Und Du hast schon gesagt als Fahrradfahrer wenn man irgendwo auf dem Dorf ist kann man die Ampel.

00:07:08: Das ist ein Use-Case, wie wir sagen.

00:07:10: Den wir im Marktgebug installiert haben.

00:07:12: in der Tat wo man einfach Fahrrad als Mobilitätskonzept stützen will.

00:07:18: Da gibt es so ein System.

00:07:21: Ja und das gibt's natürlich auch für Krankenwägen und Polizei

00:07:25: usw.,

00:07:26: die haben ja auch Möglichkeit mit den Signalanlagen zu kommunizieren.

00:07:31: dafür haben die Devices in ihren Autos die sie dann betätigen können.

00:07:35: sowas machen wir auch genau.

00:07:36: Wow, also ...

00:07:37: Vito X heißt das so schön.

00:07:40: Wie

00:07:40: hiekeltox?

00:07:41: Also die Kommunikation ja und wenn man mal Richtung Autonomis fahren denkt dann wird es ja alles noch viel mehr weil dann kommunizierst du ja auch mit den anderen Fahrzeugen aber auch teilweise mit den gegebenen halt auf der Straße.

00:07:52: Das ist vielleicht eine blöde Frage, aber wenn's wirklich in Richtung... Keine

00:07:55: blöden Fragen!

00:07:56: Perfekt.

00:07:58: Wenn man jetzt in Richtung Autonomus fahren denkt braucht man das da noch?

00:08:03: Das ist eine sehr gute Frage.

00:08:04: Da streiten sich die Geister, wir werden sehen was ich da durchsetzt.

00:08:09: noch wissen muss.

00:08:10: nicht irgendeine Art von Mechanismus brauchst du auf jeden Fall um den Verkehr zu managen.

00:08:16: wenn das irgendwann mal voll autonom ist kann man fragen braucht es dann auch ampeln?

00:08:19: aber das ist noch einen guten Weg zu gehen?

00:08:22: ja

00:08:23: wahrscheinlich ist also.

00:08:24: ich habe mir am zweiten Moment wo ich hierher gefahren bin überlegt wahrscheinlich brauche ich unbedingt mehr Licht Aber es braucht ja irgendeine andere Art, wie miteinander.

00:08:31: Genau!

00:08:31: Es brauchen

00:08:32: Mechanismus um den Verkehr zu regeln.

00:08:34: wenn das von Auto zu Auto geht dann ist das natürlich ein anderer Mechanismus als im Moment wo's noch über extern geht.

00:08:40: genau so das sind bisschen die Frage wie sich das entwickeln.

00:08:43: Ja sehr cool Wie bist du da hingekommen?

00:08:45: Also erzähl mal die ganze Geschichte und fang da an wo man anfangen muss.

00:08:51: Ich bin Psychologin, ich habe Psychologie studiert.

00:08:54: Das sage ich dazu weil das doch ein bisschen vielleicht jetzt im Personalbereich nicht aber in der Beratung.

00:08:59: damals war es ungewöhnlich und Aber mein Mindset war schon immer, ich will so viele verschiedene Dinge wie möglich irgendwie kennenlernen.

00:09:08: Das hat mir auch geholfen im Leben.

00:09:10: Deswegen habe ich im Studium schon ganz viel verschiedene Dinge gemacht und alles was ich gemacht hab, ich wollte nämlich Werbepsychologe machen.

00:09:15: Ich fand das super spannend, wie man Leute beeinflussen kann damit sie etwas kaufen.

00:09:19: Warum auch immer?

00:09:20: Fand ich dabei spannend als Kind der achtziger Jahre wo die Marken irgendwie wichtig waren.

00:09:26: Fand ja langweilig.

00:09:27: bei der GFK ein Praktikum gemacht zwar nicht meins Er hat eher Zufall in die Beratung gekommen.

00:09:34: Ich habe erst während dem Studium psychologische Beratungen gemacht und dann war das mir auch ein bisschen langweilig, weil so schmal.

00:09:39: Und dann hat irgendjemand gesagt mit Kinsey wäre eine gute Beratungsberatung.

00:09:42: und dann habe ich gedacht New York, dann gucke ich mir die an.

00:09:44: Es war wirklich ein bisschen zufällig hatte wenig Umfeld ja in wenig Businessumfeld genau.

00:09:52: Das.

00:09:52: und dann hab' ich mich da beworben und hab'n Praktikum gemacht und das fand ich mega spannend.

00:09:56: Dann haben wir damals die evangelische Kirche in München beraten.

00:10:00: Das war ein Probono, also wir mussten nichts zahlen, weil die natürlich die Mitglieder hier sehr variieren.

00:10:08: Viele junge Leute, die da auch wieder gehen und die Frage waren wie können wir die Mitgliederschaft halten?

00:10:12: Also super spannend!

00:10:13: Da durfte ich viel machen, habe viel gelernt und das war dann für mich mit tollen Leuten gearbeitet.

00:10:19: Und so bin ich in die Unternehmensberatung gerutscht.

00:10:21: was aber meinen Wunsch nach.

00:10:23: Ich möchte möglichst viele verschiedene Dinge sehen und das habe ich da ganz viel gemacht, dass sich dann vierundzwanzig Jahre bei mir Kinsey bleibt.

00:10:32: Das hätte ich nie gedacht.

00:10:34: Ich hab allerdings auch ein paar Breaks gemacht.

00:10:36: Ich habe nämlich damals dann promoviert – das war so'n Programm bei mir Kinsi – eineinhalb Jahre lang und habe drei Kinder nebenbei bekommen und da bin ich auch jeweils raus- und wieder zurückgegangen.

00:10:48: Ich habe währenddessen meinen Karrierepfer doch einmal gewechselt.

00:10:51: Da war viel Flexibilität, weil ich eben part-time arbeiten wollte und ich wollte mich um die Kinder kümmern und so ein bisschen aus dem ... Mir kind sie halt ein sehr strenges up or out.

00:10:59: also entweder steigt man in der Karrierei auf und ich hab Kinder bekommen da war ich einen Schritt vor Partner schafft und das ja und ich wollt den Stress reduzieren und dann nach einem dritten und letzten Kind ich will zurück und bin dann Partnerin geworden, das war auch noch mal spannend.

00:11:13: Und so waren die Vierundzwanzig Jahre um und ich wollte eigentlich aber immer auch nochmal operativ tatsächlich mit anpacken.

00:11:20: Und am Ende auch bei McKinsey habe ich viel Automobil Klienten beraten.

00:11:26: Super spannend!

00:11:27: Weil ja auch wahnsinnig viel passiert in der Industrie, aber auch schwierig weil einfach so große Entscheidungen anstanden und dass sehr schwierig war für die Vorstandsteams.

00:11:34: und als McKinsea aber desto meistens im Vorstandesteam habe sehr, sehr viel rund um Organisationen und People-Fragen gemacht.

00:11:41: Und Leadership – ich hab am Ende auch die Organisations- und People Practice in Europa für Industries geleitet.

00:11:48: Das war schwierig zu entscheiden!

00:11:50: für die Herren und Damen.

00:11:51: Und als Berater ist das ja schrecklich, weil du kannst ja nichts machen!

00:11:53: Du kannst immer noch mehr analysen und mehr Diskussion anregen, aber du kannst nicht entscheiden und du machst es dann auch nicht.

00:11:59: Das hat mich so genervt.

00:12:01: gesagt habe ich muss jetzt raus, ich will entscheiden und ich will umsetzen.

00:12:06: Ja?

00:12:06: Und das war in der Tat meine Entscheidung.

00:12:08: Und dann hab wirklich per Zufall von dem Ex-Kollegen eurer Konkurrenz... Da hatte das Papier auf dem Tisch, der kannte mich und er hat gesagt, hey hier, das passt total gut zu dir.

00:12:22: Die suchten jemanden mit strategischer Erfahrung, mit Transformationserfahrung – wir haben die Organisation ja restrukturiert.

00:12:28: im HA-Bereich alles was bei Siemens war man damals ziemlich klar abgetrennt und dann muss man die Prozesse und die Systeme und alles bauen wir gerade wieder auf.

00:12:38: Das dauert auch ein bisschen im laufenden System mit drei tausend fünfhundert Leuten wendern und ja so bin ich damit reingekommen.

00:12:47: Und ich find's mega, mega!

00:12:50: Ich bin so froh dass ich den wechseln gemacht habe.

00:12:53: Ich bereu es nicht das ich solange bei McKinsey war.

00:12:55: Ich weiß warum mich das gemacht hab.

00:12:56: Es war einfach total spannend und tolle Leute aber ich finds toll wirklich.

00:13:01: Ich liebe das, dass ich hier entscheiden kann.

00:13:03: Ich habe relativ viel Freiraum was auch da im Pipelbereich mache.

00:13:06: Ich hab das Thema Sustainability & Marketing auch noch.

00:13:11: Und ja, es ist einfach spannend.

00:13:15: Es gibt viel zu tun.

00:13:16: Ich habe tolle Kollegen.

00:13:20: In meinem Bereich darf ich entscheiden.

00:13:23: Bin aber auch sehr eng mit dem Team rund um Sie und CFO.

00:13:27: Ja, das finde ich auch gut dass die People-Themen Sitz haben da und eine Stimme haben Auch bei den kritischen Business Entscheidungen, die eben People relevant sind in den allermeisten Fällen.

00:13:38: Und das macht mir Spaß und ich darf umsetzen.

00:13:40: Ich hatte einen Heidenspaß wie ein neues Performance Management und Development System implementiert, es gab's vorher nicht.

00:13:46: Und einfach das System mitzutesten und zu entscheiden, wir machen es noch mal einfacher und das nehmen wir auch noch raus und setz das ein bisschen meinen Prinzip so einfach wie möglich.

00:13:56: Das hat Spaß gemacht ja?

00:13:57: Also du siehst, ich bin im Hannimon.

00:13:59: Typischerweise endet der ein bisschen früher ist aus meiner Erfahrung aber ich bin immer noch drin.

00:14:05: Ja mega schön!

00:14:06: Ich finde es ja immer interessant, wenn man auch von so einer ganz anderen Ausbildung herauskommt und dann macht man ... ich meine dass man dann in Beratung mit jeder Ausbildung reingehen kann.

00:14:14: Das wissen die Leute glaub ich schon heutzutage.

00:14:17: aber wie war das für dich als Psychologin?

00:14:19: Dann gar nicht Psychologen zu sein... dann eigentlich oder?

00:14:24: Ja das ist die Frage!

00:14:27: Also

00:14:27: was hast du denn doch Psychologi?

00:14:29: In der Beratungen?

00:14:30: erstmal Hab ich relativ schnell, also wie du in meinem Prinzip war ja ganz viele Sachen kennst.

00:14:36: Ich hab glaube ich den ersten... Ja, über alle Industrien hinweg gearbeitet und alle Themen.

00:14:41: Aber spannenderweise habe ich in jedem Projekt irgendwie geschafft mir dann doch die people relevanten, sei es change management, Organisationsveränderungen, Prozessoptime.

00:14:51: also irgendwie habe ich es immer geschafft diese Themen dann auch noch zusätzlich mit zu besetzen und mich darauf setzen.

00:14:56: um das wegen hat sich nach einer Weile schon klar raus kristallisiert dass mir das am meisten Spaß macht.

00:15:01: deswegen viel ich glaube in über hundertfünfzig Organisation Organisationsveränderungsprojekte gemacht oder in der Pipelfunktion lidarsche Projekte.

00:15:10: Und das war einfach das, was mir Spaß gemacht hat auch wenn ich ab und zu den Hinweis bekommen habe, Kirsten!

00:15:16: Wenn du Karriere machen willst hier, wir kennen sie dann lieber Transformation oder Einkauf Einkauf.

00:15:22: Das ist konkret, ja?

00:15:23: Da sieht man auch die Kosteneinsparung und den Hebeln und den Impact.

00:15:26: Und dann habe ich ganz brav am Anfang Einkauf gemacht in zwei Monaten.

00:15:31: Ich gesagt ne es macht mir wirklich gar keinen Spaß.

00:15:34: Ich brenne einfach für die Pipiltäme sehr.

00:15:36: Und so würde ich schon sagen dass da Psychologie eine Riesenrolle spielt weil der natürlich immer mit den Menschen zu tun hat Stakeholder Management usw.. Ja, aber es ist schon spannend.

00:15:48: Und das war schon schön bei McKinsey, weil du ja diese verschiedenen Fakultäten hast und auf einem Team zu sein wo jeder ein bisschen anders guckt, weißt du?

00:15:56: Mein Kollege hat hier Umsatzprophet Marge

00:15:58: usw.,

00:15:59: und ich immer sage, wo sind die Leute?

00:16:00: Wie fiegen wir die mitgenommen?

00:16:01: Wer ist da noch?

00:16:03: Genau die Kombi ist dann irgendwie richtig hilfreich!

00:16:07: Was hat dich so karrieretechnisch immer motiviert und angetrieben?

00:16:10: also hattest Du da irgendwie Ziele oder wie war das für Dich?

00:16:15: Also, ich bin gestartet mit dem Ziel.

00:16:17: Ich möchte in meinem Leben möglichst viele verschiedene Dinge erleben und auch durch die Zeit bei McKinsey... McKinsee ist sehr impactorientiert.

00:16:29: also das ist das Kernmantra.

00:16:30: jeder der da reingeht weiß nicht ob du das mitbekommst oder gearbeitet.

00:16:35: es ist halt.

00:16:35: es geht darum Impact zu haben egal wie ja sei es jetzt Dollar und Euro oder auch für die Menschen und für eine bessere Organisation Und das hat mich schon sehr geprägt, deswegen dieses was immer ich tue.

00:16:46: Ich möchte das Gefühl haben dass ich einen positiven Impact habe und das treibt mich nach wie vor und deswegen war für mich auch wichtig, dass ich nach McKinsey in eine Position komme wo ich mit entscheiden kann.

00:16:57: Deswegen auch Sea Level und die Dinge mit umsetzen kann einfach um tatsächlich diesen Impact den ich von McKinsee hoffentlich auch hatte aber ich konnte halt nicht direkt eingreifen auch tatsächlich zu haben.

00:17:08: Wann hast du für dich dann entschieden, dass Sie-Level eigentlich der nächste coole Schritt wäre?

00:17:12: Hattest du das immer im Sohn im Hinterkopf und sagen ja könnte man irgendwann mal machen?

00:17:15: oder war es wirklich dann so vor zwei Jahren

00:17:18: zufällig.

00:17:18: Das war tatsächlich in dem Zuge wo ich irgendwann gesagt habe ich möchte jetzt den nächsten Schritt gehen Ich mag nicht mehr vorschlagen und es wird nichts entschieden so spannend es ist.

00:17:27: Ich möchte mit entscheiden und das war eigentlich der Schritt Und das war auch ein bisschen die Frage wenn ich jetzt natürlich zu einem Großkonzern gegangen wäre.

00:17:33: erstens Es ist schon so, dass viele Dinge ein bisschen länger brauchen und dass du da in so einem riesen Konstruktin bist.

00:17:39: Und ich fand auch viel für den Mittelstand gearbeitet während meiner Zeit und das fand ich immer ein bisschen schöner weil man einfach direkt sieht was passiert.

00:17:48: gerade Family owned habe ich viel gemacht auch da der weißte wenn die dahinter stehen hat passiert er einfach direkt etwas.

00:17:54: Das fand ich total angenehm und deswegen war meine Entscheidung ja siehlevel Es ist ja schon ein großes Unternehmen.

00:18:00: Das darf man nicht sagen, dass es ein kleines Unternehmens ist und dass es dreitausundfünfhundert

00:18:04: Leute sind.

00:18:04: Ein großer Mittelstand.

00:18:06: Aber wo ich direkt einen Impact auch sehen kann.

00:18:09: Ja das war die Entscheidung und so kam eigentlich diese Levelentscheidung.

00:18:13: weil jetzt nicht so sehr eine Ego-Frage aber ich das sie auf meiner Karte haben wollte.

00:18:17: Verstehe ich ja.

00:18:18: Ich glaube das ist eine gute Größe in Ordnung.

00:18:19: Wir haben hier auch hauptsächlich Leute da, die so in diesem Bereich sind und man isst auf der Eindele noch schnell genug Weil man ganz gut von oben nach unten auch durch Informationen, durchmanagieren kann und natürlich auch Leute bewegen kann.

00:18:31: Auf der anderen Seite ist man noch nicht mehr klein genug dass man jetzt einem links und rechts irgendwie halt die Sursen fehlen.

00:18:37: Das ist schon eine gute Größe!

00:18:38: Wenn du auf die Karriere jetzt bis hierher guckst was würdest du sagen?

00:18:41: wäre so ein Tipp den du weitergeben würdest oder halt dir nochmal geben würde es irgendwie vor ein paar Jahren oder vielen Jahren?

00:18:48: Ja also vielleicht der erste Tipp.

00:18:52: in der Tat Es gibt halt echt viele Wege, deswegen auch wenn ich jetzt ein Tipp gebe.

00:18:56: Das ist sehr individuell und... Ich glaube jetzt im Nachhinein und währenddessen auf meine Karriere blicken, habe da schon sehr meinen Weg gewählt.

00:19:04: Auch wenn ich in der McKinsi gab es eine sehr vorgeschriebene Karrierei eigentlich, das war schon... Ich hab dann einen eigenen Weg gewählt.

00:19:11: Mir ist immer wichtig, dass ich das mache wofür ich peschen habe Und das hat für mich gut funktioniert.

00:19:17: Das ist ein bisschen vielleicht der erste Tipp.

00:19:19: Das hilft jetzt nicht, aber jeder muss es.

00:19:21: und da ist der zweite, das zweite Learning oder Tipp sich gut zu vernetzen mit vielen Leuten zu sprechen.

00:19:27: Ich habe vor ein paar Tagen so eine mit jüngeren Kollegen eine Art Karrieregespräch gehabt diese sich Mentoren suchen.

00:19:35: ich hatte das halt nicht ne?

00:19:39: keine Business-Leute gehabt.

00:19:41: Deswegen hätte es total geholfen, wenn man früher schon so ein bisschen sich die Welt eröffnet und ich glaube da gibt's ja jetzt viele Chancen, sich zu vernetzen.

00:19:48: also das ist der andere.

00:19:48: und auch immer noch ne?

00:19:50: Wenn ich einen Projekt starte, ein strategisches Projekt was weiß ich, Niedership Development oder was auch immer Ich weiß genau fünf Leute sofort mit denen ich mich einmal kurz vernetze und frage wie macht ihr das?

00:20:01: Was ist deine Erfahrung?

00:20:02: super wichtig.

00:20:03: dieses Vernetzen ist glaube ich auf der Ebene auch eh gangengebe Ja.

00:20:09: und dann, ich habe eine Weile gebraucht würde ich sagen am Anfang meiner Karriere weil ich so ein bisschen auch beeindruckt war ob ich da richtig bin als Psychologin bei mir kennen sie.

00:20:19: Und da hab' ich am Anfang weißte die alten Bilder so einen großen grauen Anzug auch anbezogen ganz weit ja nicht auffallen so ein bißchen grau und es hat ne weile gedauert bis ich so einfach... Ich bin einfach ich so und ich weiß um meine Stärken und Schwächen Das ist so viel, da gibt es so viel Energieverlust weg.

00:20:40: Wenn man so auf Arbeit, wie man anders ist, man sucht?

00:20:42: Ja also wenn man versucht, jemand anders zu sein oder sich... Also wenn man einfach man selber ist und seine Stärken und Schwächen weiß und die dann auch so einsetzt und akzeptiert, dann hat man's viel einfacher ja und man hat auch Ja, das ist auch authentisch.

00:20:57: Also so bin ich und da bin ich mittlerweile total okay.

00:21:00: Ich weiß dass man manchmal einfach die Zeit braucht es eigentlich glaube ich auch ein bisschen Frauen-Männer-Theme.

00:21:04: viele Frauen mit denen ich spreche auch Jüngere haben auch so ein bisschen eine Rolle zu auszufüllen.

00:21:10: jetzt bin nicht aber sie x irgendwas oder eben Berater was als ich und dann muss sich so sein Aber auch die Augen aufmachen und mal probieren wie sie es anfühlt wenn man einfach man selber isst ja Riesenunterschied

00:21:23: Super interessant, ich hatte erst ein Gespräch mit Freunden, wo wir uns darüber unterhalten haben.

00:21:28: Man ist jetzt irgendwie so zehn Jahre im Beruf und eigentlich ist man jetzt selbst bewusst genug.

00:21:34: So auch der gleiche Mensch zu sein wie man zu Hause ist auf der Arbeit was da auch für eine... wie anstrengend das eigentlich ist.

00:21:44: Und ich finde, man merkt es auch manchmal so wenn man bei Leuten mit denen unterwegs ist, man kennt die Privaten und kriegt einen Anruf von der Arbeit und das ist dann ein ganz anderer Mensch plötzlich, weißt du nicht meinen?

00:21:54: Ja

00:21:54: ja, ich weiß genau, was du meinst.

00:21:58: Klar muss man auch manchmal um etwas zu erreichen eine bestimmte Haltung einnehmen aber trotzdem ist man ja man selber und ich find das total erleichternd.

00:22:08: Das muss ich auch sagen Junex irgendwie total schön.

00:22:11: Das finde ich sehr speziell, dass man da so sein darf wie man halt ist und das ist sehr unterstützend auch von den Kollegen ja.

00:22:19: Wie ist die Schiff People Officer Rolle dort gebaut?

00:22:23: Also du hast schon gesagt, du hast auch dort Performance Development, ist das Senability Marketing?

00:22:29: Also es sind verschiedene Bereiche aber die People-Rolle, das ist eine globale Rolle Weil wir eben sehr dezentral auch im Geschäft sind, haben wir auch dezentrale.

00:22:40: dann die People Partner.

00:22:43: Sie nennen die Länder betreuen oder die Regionen betreunen unterschiedlich und die reporten an mich aber arbeiten ehrlicherweise.

00:22:51: Fünfundneinzig Prozent lokal operativ an den Themen so sind wir aufgesetzt sondern habe ich einen kleinen Zentralbereich mit dem Ich versuche die Dinge umzusetzen.

00:23:00: Aber was sich von Anfang an gemacht habe Und das ist auch Gerade jetzt und gerade in so einem Transformationsumfeld, glaube ich super wichtig.

00:23:10: Super fokussiert!

00:23:11: Also weil wir hätten so viel machen können.

00:23:13: Und dieses Thema Fokus... Ich habe von Anfang an dann fünf bis sechs strategische Initiativen aufgerufen.

00:23:19: Hab die gemeinsam mit meinem Team auch entwickelt?

00:23:22: Ich weiß nicht ob das am Anfang auch ein bisschen irritiert hat.

00:23:25: Natürlich schon.

00:23:25: Ich bin natürlich in der Organisation, die vorher sehr groß war sie meins ja und eher vielleicht hier reich ist.

00:23:30: Die glaube ich haben mich angeguckt.

00:23:32: sowas ist jetzt der Plan.

00:23:35: Ich habe natürlich auch schon Prioritäten im Kopf gehabt, aber wir haben das in der Tat gemeinsam entwickeln.

00:23:40: Das passt auch gut zusammen, was deren Blick war.

00:23:42: Weil ich brauche ja die Hilfe und nicht eine riesige Truppe jetzt global.

00:23:46: Und sie müssen es auch umsetzen.

00:23:48: Aber das war völlig klar!

00:23:49: Das sind jetzt die fünf Stoßrichtungen.

00:23:51: alle zwei Wochen sind wir zusammen und checken wo stehen wer jeder ist involviert?

00:23:55: Jeder hat irgendwie ne Projektleitung in diesen Projekten Und das funktioniert gut.

00:23:59: Es geht natürlich nicht so schnell wie damals bei McKinsey, wenn da irgendwie noch ein McKinsee-Projekt Team hast was Volk erst darauf sitzt.

00:24:06: aber dafür ist es halt nah an der Realität und wird auch dann einfacher implementiert.

00:24:11: Und damit fahre ich gut und ich glaube dass es total wichtig war so viel gerade passiert intern wir auch extern Dass diesen Fokus braucht in diese Klarheit.

00:24:20: Das ist für mich echt gerade das Allerwichtigste.

00:24:23: Okay, verstanden.

00:24:24: Das finde ich schon mal sehr gut.

00:24:25: Da hilft dir natürlich der Background schon sehr.

00:24:28: Gerade so mit den ganzen Change-Tür wie man Projekte aufsetzt.

00:24:30: Es

00:24:30: ist ja auch wieder spannend.

00:24:32: Als ich danach angefangen habe in der Chief People Officerrolle ehrlicherweise operativ, habe ich natürlich keine Erfangen.

00:24:37: Ich hab noch keine Verträge wirklich zu Ende gemacht und mit dem Betriebsrat verhandelt.

00:24:42: Und das sind alles Themen die ich natürlich kannte aber nicht selber gemacht hatte.

00:24:47: Deswegen dachte ich, hm, dann habe ich tolle Kollegen, die mir da helfen... Aber was ich mitbringe, dieses strategische und dieses Ende-zu-Ende-Projekte durchführen und so.

00:24:55: Das habe ich wahrscheinlich ein bisschen unterschätzt aber das hilft schon sehr.

00:24:58: Ja okay verstanden!

00:25:00: Was würdest du sagen wenn jetzt jemand auch zuhört der ist auch im People Officer oder HR Officer?

00:25:07: Was könnte man da mitnehmen für Changeprojekte?

00:25:09: also du hast schon gesagt Fokus und Ende zur Ende denken.

00:25:12: aber wie gehst du so vor wenn du so einen Change Projekt neu aufsetzt?

00:25:17: Das ist ja das, was ich sozusagen zwanzig Jahre lang gemacht habe.

00:25:21: Ich kann ja mal ganz konkret beschreiben wir haben in den letzten Jahren dieses neue Performance und Development Prozess also die Frage wie setzt man Erwartungen mit den Mitarbeitern auch hier wieder total wichtig weil es einen Fokus gibt für die Mitarbeiter.

00:25:37: also klare Ziele setzen am Ende ich will jetzt klare Erwartung formulieren.

00:25:41: Und dann, wie stellt man sich ja, dass es auch verfolgt wird?

00:25:44: Dass man's auch mal ändern kann.

00:25:45: Deswegen ist das System sehr flexibel.

00:25:47: So die Art, wie wir das System aufgesetzt haben, ist schon quasi Change Management weil erstens habe ich alle... im H.A.-Bereich eingebunden, in den People-Bereichen global und zweitens hatten wir zum Beispiel so ein Sounding Board.

00:25:59: also wir hatten ein Business Leute die haben wir dann alle vier Wochen zusammengerufen und haben denen vorgestellt was wir vorhaben und haben Input eingeholt.

00:26:07: das war schon mal irgendwie total hilfreich damit wir nicht irgendwelche Luftschlösser bauen als Sager sodass es einen Aspekt und dann haben wir natürlich auf dem Weg weiter auch noch die Führungsriege generell mit eingebundet dieses Abholeneinbinden.

00:26:22: Das war das eine schon während man überhaupt den Prozess entwickelt und immer wieder Realitätschecks machen.

00:26:27: Und das andere war dann natürlich Training, ja?

00:26:30: Wir haben dann im Zuge dessen unser erstes globales Leadership-Training initiiert – erstes als UNEX weil Siemens gab es das natürlich!

00:26:38: Und das haben wir genau zu dem Thema gemacht.

00:26:40: also nicht jetzt nur das System sondern wie seit sich Erwartungen, wie für ich ein gutes Feedbackgespräch Wie delegiere ich eigentlich?

00:26:47: und so weiter?

00:26:48: Also so Basics, das Gute daran war.

00:26:50: Das haben wir global gemacht.

00:26:51: Das heißt auch alle Führungskräfte sagen die gleiche Sprache einüben und sprechen lassen.

00:26:58: Und das war jetzt nur einen Anschluss.

00:26:59: da muss man natürlich weiter dran bleiben.

00:27:01: aber so das Begleiten der dieses Training dann ganz viel kommuniziert ist ja auch sehr wichtig.

00:27:07: Roll Modeling dass wir sicherstellen dass ein paar der Kernleute in der Tat das auch vorleben wie wir das machen.

00:27:15: Ja, das sind eigentlich so die Kern-Elemente und natürlich das System.

00:27:19: Und der Prozess.

00:27:20: aber ehrlicherweise, das lebt davon dass wir gute Gespräche haben zwischen Mitarbeitern und Führungskräften.

00:27:25: Sonst kann es sein ich den Prozess auch knicken und deswegen ist das für uns immer noch das wichtigste Thema.

00:27:30: Was würdest du sagen?

00:27:31: Ist so die unterschätzteste Maßnahme bei so einem Change-Projekt?

00:27:35: oder was die Leute irgendwie immer vergessen oder sagen brauchen wir nicht.

00:27:39: Ich glaube was man zu wenig proaktiv managed Und ich habe jetzt natürlich gleich mein McKinsey-Framework mit vier Hebeln und so weiter, aber das erspare ich uns hier.

00:27:49: Aber was man zu wenig managed in diesen Hebelen die man ziehen muss aus meiner Erfahrung um etwas zu bewegen ist in der Tat dieses Thema Role Modeling.

00:27:57: Ich erkläre das immer.

00:27:59: da kann man es nämlich am einfachsten erklären wenn ich möchte dass meine Kinder Spinat essen und meine Kinder essen nicht gerne Spinat dann kann ich mir alles Mögliche überlegen damit sie das tun.

00:28:10: Wenn ich nicht So dass sie's sehen, gemeinsam Spinat esse.

00:28:15: Dann kann ich es knicken.

00:28:17: Und das ist natürlich jetzt ein vereinfachtes Beispiel.

00:28:19: aber und das kann man natürlich auch gezielt einsetzen ja nicht nur zufällig sondern sich gezielt überlegen wen brauche ich hier?

00:28:26: Und wer muss es jetzt wirklich mitmachen damit auch die anderen das machen.

00:28:30: Es ist interessant ja und dann identifiziert man quasi so im Unternehmen die Roll Models und spricht die dann an und sagt hey wir wollen das weiß ich nicht.

00:28:38: da als Performance Ich weiß nicht, was dann die Themen sind.

00:28:44: Ganz konkretes Thema gerade ist natürlich KI

00:28:47: und

00:28:49: ich leite gemeinsam mit meinem CTO hier die Transformation Richtung KI und da haben wir auch überlegt wer sind denn die Leute?

00:28:59: mal um es anzufangen.

00:29:00: einfach nur dass die mal vorstellen was sie eigentlich machen.

00:29:03: Das ist gerade bei KI finde ich am Wirkungsvollsten.

00:29:06: einfach mal ganz praktisch sehen, was machen die denn?

00:29:08: und wir haben halt ein paar die da schon sehr voran geschritten sind und ganz viel ausprobieren.

00:29:13: Und das alleine hilft schon.

00:29:15: wenn die einfach mal erzählen so das jetzt ein einfaches Beispiel.

00:29:17: das ist ja dann Rollenmodell plus lernen sogar gleichzeitig

00:29:22: Sagt doch trotzdem noch zur Vollständigkeit.

00:29:24: aber ich frag mich was wären die vier Hebel?

00:29:26: Das hat ja gut funktioniert.

00:29:27: Jetzt fragst du mich, das war Change Management?

00:29:32: Ja es gibt vier Hegewir.

00:29:33: Das Erste ist die Leute müssen vor allem erstmal verstehen warum sie sich bewegen müssen.

00:29:38: Also meine Kinder müssen verstehen, warum sie Spinat essen sollen.

00:29:41: Das ist bei Kindern gar nicht so relevant wie bei Erwachsenen eigentlicherweise aber es muss einen guten Grund geben.

00:29:46: das zweite ist ich muss die Prozesse Strukturen Systeme bereitstellen damit die Leute das machen können.

00:29:52: also wenn ich sage ihr sollt jetzt jedes Jahr ein ordentliches Feedback Gespräch haben aber es gibt keinerlei Format so war das vor ich kam ja sondern jeder macht oder macht auch nicht dann passiert das halt nicht so häufig.

00:30:04: also da brauchst du den Formatensystem.

00:30:07: Das dritte ist Capabilities, also die Fähigkeit das auch tun zu können.

00:30:11: Deswegen war uns so wichtig dass wir parallel mit allen Führungskräften in der Tat auch zu dem Thema arbeiten.

00:30:17: und dann das vierte ist Role Modeling.

00:30:19: Also ich muss auch sehen was sie an anders machen und es kann über Führungskräfte sein Es kann aber auch gezielt.

00:30:25: Wir haben zum Beispiel Werte implementiert jetzt letztes Jahr Und da haben wir Value Champions in jeder Region.

00:30:33: Das sind für uns ein bisschen auch von unten sozusagen hoch engagierte Mitarbeiter, die sich für diese Werte einsetzen.

00:30:40: Die rufen wir alle vier Wochen zusammen mit den Reden und jetzt mittlerweile alle drei Monate, brauchen sie uns ausgeben Informationen usw.

00:30:47: Gut mega danke dir erst mal.

00:30:49: also wie managt du dich denn selbst oder hast du selber so eigene Routinen und best practices für Dich um halt irgendwie auf Kurs zu bleiben?

00:30:58: kann es, wenn ich jetzt mal nur den People-Bereichen ausnehme.

00:31:01: In der Tat sind diese Initiativen also super klarer Fokus auf diese Inititiven und ganz selbst... Ich habe glaube ich zehn Jahre lang jeden, den ich getroffen hab gefragt wie er sich managt mit To-do-Listen und so.

00:31:14: Ich habe niemanden gefunden, der ein perfektes System hat ehrlicherweise.

00:31:18: Mein perfekter System ist ein digitales Notizbuch.

00:31:21: ja und da habe ich sagen wir mal für die drei Monats Prioritäten dann habe ich eine lange To-Do Liste daraus und dann habe meine Fokusthemen und da kann ich dann schon immer mich abgleichen.

00:31:32: Habe jetzt wirklich an meinen wichtigsten Prioritäten gerade gearbeitet oder nicht?

00:31:36: Und das funktioniert für mich gut, ja.

00:31:38: Da kann man einfach ausradieren ohne dass du Papier verbrauchst.

00:31:40: Ich habe mir vorher so viel Papier...

00:31:42: Ja, ich schaue nämlich schon so ganz neidisch weil ich hier echt Verbrauche hier Papiere nehme.

00:31:46: Das ist wirklich toll!

00:31:47: Das ist nicht connected.

00:31:48: zum Internet, das ist keine Distraction und du kannst ja tausend Seiten aufmachen.

00:31:53: Du kannst auch verschiedenste Notizbücher aufmachen wenn du möchtest und immer wieder löschen.

00:31:56: Du kannst es tecken, das heißt du findest es leicht.

00:31:59: Da findet man ja auch nie was.

00:32:01: Ja, total!

00:32:02: Das ist vor allem meine Schmeißmastern doch weg.

00:32:03: Ich sag

00:32:04: jetzt nicht was es ist wie keine Ballo machen aber... Ja,

00:32:06: schau ich auf jeden Fall mal an.

00:32:08: Ich hab mich sehr hilfreich.

00:32:09: Okay, d.h.

00:32:10: da machst du sozusagen deine ganzen To-dos und schreibst alles nieder.

00:32:14: Und

00:32:14: immer von den drei Monats auf die lange To-do's und dann wirklich jeden Tag nochmal und dann hilft mir das gegen zu checken dass ich

00:32:21: noch im Fokus bin.

00:32:22: Also schon so Checklistentyp auch?

00:32:24: durchstreichen ist ganz wichtig.

00:32:26: Auch wenn man eigentlich schon was erledigt hat nochmal aufschreiben nimmt,

00:32:29: weil ich

00:32:30: die

00:32:33: Zeit habe.

00:32:34: Was ist denn das für eine Psychologie da eigentlich dahinter?

00:32:38: Gute Frage.

00:32:38: Es gibt in der Tat einen Effekt, das heißt der Zyganic-Effekt.

00:32:43: Das ist ein Effekt.

00:32:43: den hat man gemessen in der Psychologie.

00:32:45: Solange du was nicht erledigt hast, hat man bei Leute die Servieren bemerkt, dass sie komplett wissen, was an einem Tisch war auch wenn sie abkassieren und sobald die abkastiert haben vergessen dies.

00:32:56: So ein bisschen ist vielleicht der Effekt zu baldig, weißt du dann Durchstreicher?

00:32:59: weiß mein Behörnerntab ist zu.

00:33:02: ich habe so viele Tabs offen.

00:33:04: Zum

00:33:04: Glück

00:33:04: kann keiner in meinen Kopf schauen.

00:33:06: Deswegen je mehr Mann da schließen können, desto besser.

00:33:08: wahrscheinlich ist

00:33:09: es.

00:33:10: Ja cool mega was würdest du machen wenn du ab morgen nicht mehr CPO wärst und alles vorbei und du könntest irgendwas ganz anderes machen?

00:33:21: Also ein bisschen so private- und beruflich.

00:33:23: ne ich habe ja drei Kinder, meinste zehn größte siebzehn.

00:33:29: natürlich genieße ich sehr mit denen Zeit zu verbringen.

00:33:32: das würde ich dann entspannter und mir machen.

00:33:36: Auf der anderen Seite, ich hatte ja zwischen meinen zwei Jobs explizit mal sechs Monate Pause.

00:33:42: Um einfach mal gar nichts zu machen und ich muss schon sagen so nach vier Monaten... Da habe ich dann angefangen, so Elternabende zu moderieren.

00:33:52: Es war schlimm.

00:33:54: Zum Glück hat es keiner sonst... Kann

00:33:56: ich hier arbeiten?

00:33:58: Die haben mich alle etwas irritiert angeschaut.

00:34:01: Einfach weil wir dieses Impact haben, dass ich was mache.

00:34:06: und wenn ich das nicht gemacht hätte, meine Abendkinder.

00:34:08: Die hätten dann irgendwie, die wären meinen Impact dann area gewesen.

00:34:12: Das wäre kein Mensch.

00:34:13: Nee also ich bin jemand schon der das gefühlt hat.

00:34:16: Ich muss irgendwas bewirken.

00:34:17: Deswegen habe ich auch schon ausgerufen und glaube ich immer auch nebenbei was arbeiten sein ist.

00:34:23: Es ist Coaching es heißt nochmal etwas aufzubauen mit jemandem in dem Bereich.

00:34:27: aber ja und das ist für mich auch im Moment noch gar nicht.

00:34:31: Ich bin ja echt noch richtig happy in dem was ich mache und es gibt so viel zu tun und deswegen Es ist noch nicht in Sicht.

00:34:39: Okay, ich habe gerade so das Bild mit den Flipcharts wie die Workshops früher beim Elternabend und dann... Ja,

00:34:45: jetzt raus haben wir eine Tafel.

00:34:47: Das kann man dann wegwischen wo in der Tat wenn es wichtig wird, dann wird da einer Tafels Workshop.

00:34:53: Nicht schlecht!

00:34:55: Das hat mega Spaß gemacht.

00:34:56: Vielen Dank für die offenen Insights von dir und dass du mitgemacht hast.

00:35:00: Vielen dank, dass du mich hier hattest.

00:35:02: Hat mir auch Spaß gemacht

00:35:03: Wunderbar.

00:35:04: Wer noch dabei ist, vielen herzlichen Dank fürs zuhören!

00:35:05: Ich freue mich wie immer wenn ihr uns Feedback gebt.

00:35:08: wir finden alles zur Kirsten und natürlich auch zu unseren Companies unten in den Schornhaus das heißt ihr könnt jetzt abspringen und auf die Webseiten gehen oder uns via LinkedIn oder Mail kontaktieren falls ihr Feedback habt.

00:35:19: da freu ich mich natürlich über Kritik.

00:35:21: auch immer und wenn ihr dem Podcast gut findet bitte abonniert ihn schickt diese Episode jemandem der oder die sie auch hören sollte.

00:35:27: und wenn Ihr gerade intremistische oder permanente Besetzungen bei euch im Unternehmen habt oder seht Dann kommt gerne einmal auf mich zu, manchmal hilft ein Gespräch und manchmal hilft natürlich dann auch der Service.

00:35:37: Bis zum nächsten Mal und bis zum nächsten Gespräch mit dir.

00:35:40: Danke

00:35:41: dir!

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