Episode 320 mit Thomas Schledorn (Vorstandsvorsitzender, Andreas Schmid Group)
Shownotes
„In der Logistik bekommt man Einblicke in alle möglichen Branchen – sie ist die Königsklasse der kaufmännischen Berufe.“
In dieser Folge von Behind the C unterhält sich Franz Kubbillum mit Thomas Schledorn, dem Vorstandsvorsitzenden der Andreas Schmid Group. Das 1928 gegründete Traditionsunternehmen steuert mit 1.300 Mitarbeitenden und über 200 eigenen Fahrzeugen nationale und europäische Warenströme. Thomas veranschaulicht im Gespräch, dass moderne Logistik längst weit über den reinen Transport von A nach B hinausgeht: von hochkomplexem Setbuilding für die Kosmetikindustrie, die vollständige Dosenlogistik für Paulaner bis hin zur Automatisierung von Transportnetzwerken mittels künstlicher Intelligenz. Logistik wird damit zum strategisch relevanten und innovativen Bindeglied moderner Wertschöpfungsketten.
Thomas blickt auf eine dynamische, 20-jährige Laufbahn in der Logistikbranche zurück, die über prägende Führungs- und P&L-Rollen bei Branchenschwergewichten wie DB Schenker und Cargo Partner bis an die Vorstandsspitze in Augsburg führte. Er beschreibt offen, warum der Schlüssel zu einer erfolgreichen Karriere vor allem darin liegt, konsequent Ownership zu zeigen und Verantwortung auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu übernehmen. Ganz privat teilt der zweifache Familienvater und leidenschaftliche Eintracht-Frankfurt-Fan, wie er den eng getakteten Corporate-Alltag strukturiert, warum er jeden Morgen bewusst mit Sport beginnt und weshalb er all seinen Führungskräften als wichtigste Inspirationsquelle das Buch Extreme Ownership schenkt.
Drei Fragen, die in dieser Folge besprochen werden:
- Wie gelingt der Wandel von der rein klassischen Spedition hin zu einem hochgradig verzahnten Kontraktlogistik-Partner, der wertschöpfende Zusatzdienstleistungen für Weltmarken übernimmt?
- Warum ist das Prinzip der Extreme Ownership der entscheidende Hebel für eine erfolgreiche Führungskultur und wie füllt man diesen Anspruch im täglichen Management mit Leben?
- Wie optimiert künstliche Intelligenz die Disposition im Nahverkehr, und welche messbaren Effizienzgewinne lassen sich dadurch insbesondere in der Nachtschicht realisieren?
Kernthemen:
- Kontraktlogistik
- Extreme-Ownership
- KI-Disposition
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Transkript anzeigen
00:00:00: Wir sind live, Thomas.
00:00:00: Willkommen!
00:00:01: Vielen Dank, Kai Franz.
00:00:02: Schön dass ich bei euch da sein darf.
00:00:04: Was hast du denn heute schon vor mir in deinem Tag gemacht?
00:00:07: Ich
00:00:07: war heute schon recht aktiv.
00:00:08: Ich fang immer morgens meinen Tag mit Sport an tatsächlich.
00:00:12: War dann schon sehr früh im Büro heute.
00:00:15: Hab noch eine kurze Verhandlung geführt mit einem Geschäftspartner, sagen wir es so... war dann auf der Halle in unserer Umschlagshalle, zusammen mit den Abteilungsleitern.
00:00:28: Der Hallo um einmal zu schauen.
00:00:29: wie ist der Ablauf?
00:00:30: Wie sieht die Halle aus?
00:00:33: Was gibt es auch noch zu verbessern?
00:00:34: und von dort bin ich eigentlich direkt hierher gekommen.
00:00:36: Begrüße dich jetzt bei uns im Lab von Andreas Schmied.
00:00:41: Wir sind hier schön ungestört in unseren Räumlichkeiten und freue mich jetzt auf den Podcast.
00:00:45: Sieht auf jeden Fall echt super aus!
00:00:48: Stell uns doch mal kurz dich vor.
00:00:49: und natürlich auch Andreas Schwieter gehe.
00:00:52: Sehr gut, fangen wir bei mir an.
00:00:53: Thomas Schledon, neun, dreißig Jahre alt verheiratet zwei Kinder, zwei Jungs, sieben und drei Jahre alt der große Wirtbald-Acht inschaftlicher Fußballfern, Frankfurt Dauerkartenbesitzer ich selbst in zweiter Generation mein Sohn in dritter Generation.
00:01:07: also wir sind mit drei Generationen, Schledo und Männern alle zwei Wochen im Stadion vertreten.
00:01:14: Auch wenn es diese Saison nicht immer viel Spaß gemacht hat, halten wir natürlich trotzdem da.
00:01:18: Eintracht die Stange.
00:01:19: Ich bin jetzt seit Januar im Vorstand bei der Andreas Schmied Group und übernehme den Vorstandsvorsitz bei Andreas Schmid zu einem gegebenen Zeitpunkt und bin ja eigentlich sehr, sehr froh jetzt Teil eines traditionsreichen Unternehmens zu sein.
00:01:35: Zwei drei Sätze zu Andreas Schmied.
00:01:37: wir sind im Jahr achtundzwanzig gegründet worden.
00:01:39: Traditionsreiches Haus haben relativ klein hier in Augsburg begonnen.
00:01:45: Haben uns dann sehr stark entwickelt waren einer der Gesellschaften von der IDS geworden das größte deutsche Stückgut Netzwerk sind hier in August auch der absolute Platz hier ist.
00:01:57: Was das Thema Stückgut angeht, haben uns dann immer weiterentwickelt auch in den Teil- und Direktladungsverkehr.
00:02:04: Haben eine Kontraktlogistikorganisation gegründet die mittlerweile hier recht erfolgreich am Markt agiert und sind mittlerweile auch ein Stück weit über die Grenzen Augsburgs hinausgewachsen.
00:02:15: Haben die Ersten der Bondorsen im Ausland eröffnet – in der Slovakia, in Bratislava, in Ungarn, in Rumänien, in Arrat und mehrere Standorte in Tschechien.
00:02:25: Ja, und ich bin froh jetzt eben Teil dieser Geschichte zu sein.
00:02:29: Mega.
00:02:31: Wir sind ja schon ein bisschen länger im Kontakt, deswegen freue ich mich, dass wir heute zusammenkommen und wir erfahren natürlich auch gleich so ein bisschen wie du dahin gekommen bist.
00:02:38: aber erzähl mal ein bisschen was zu Andreas Schmied AG genau macht also umschlagshalle zum Beispiel schon genannt Stückgut.
00:02:46: das ist schon die Logistik-Fachbegriffe für alle Leute die nicht aus der Branche kommen erklär uns mal was ihr genau macht.
00:02:51: Es ist ein guter Hinweis.
00:02:53: vielen Dank.
00:02:53: Also Andreas Schmid ist ein Logistikanternehmen typischerweise beheimatet im Landverkehr und in der Kontraktlogistik.
00:03:00: Also Kontrakt-Logistik ist alles das, was innerhalb der vier Wände im Lager passiert sind hier in Augsburg wie schon angesprochen im Stückgut also in dem Einzelversand von Paletten der absolute Platzier sind hier mit ca.
00:03:17: hundertzwanzig Lkw's jeden Tag unterwegs auf den Straßen.
00:03:20: im Nahverkehr haben insgesamt über zweihunderte eigene Fahrzeuge mit entsprechenden Fahrern Ja, sind mit thirteenhundert Mitarbeitern hier in Deutschland und angesprochen eben schon im Ausland aktiv.
00:03:34: Und bedienen unsere Kunden hier mit allen logistischen Belangen die sie haben.
00:03:39: Das heißt genau wenn ein Kunde Paletten sozusagen von A nach B befördert haben will das ist sozusagen euer Spezialgebiet oder?
00:03:45: Also aus eines unserer Spezial Gebiete, genau im Landverkehr, wenn Paletten von a nach b transportiert werden müssen entweder innerdeutsch oder auch innerhalb von Europas dann ist das unser Spezialgebiet.
00:03:55: In der Kontraktlogistik ist es ein bisschen weitergefächert, also da gehen wir auch noch tiefer in die Verzahnung mit den Kunden.
00:04:02: Wir machen beispielsweise Pulverbeschichtungen von Waschanlagen bei uns in den Anlagen.
00:04:07: Wir haben Set-Bilding für die Kosmetikindustrie, gerade wenn L'Oréal oder andere Kosmetikumarken ihre Theken im DM ausrollen, dann machen mir die Bestückung bei uns Und liefern dann eben auch diese Verkaufsteken in die DMs, in Deutschland und Österreich aus.
00:04:30: Da ist die Palette ein bisschen breiter.
00:04:31: Wir machen Ersatzteillogistik für große Luftfahrtunternehmen.
00:04:36: Wir sind im Schiffsmotorfeld sehr aktiv hier mit einem lokalen Kunden aus Augsburg.
00:04:42: Also da bedienen wir eine recht große Bandbreite an Dienstleistungen- und Kundensegmenten.
00:04:48: Können wir gleich mal so ein bisschen reinschauen, wie das genau aussieht.
00:04:52: Wie ist so eine Logistik-Unternehmen eigentlich aufgebaut?
00:04:54: Also ich sehe ja immer Andreas Schmiede wenn ich hier die Autobahn langfahre dann ist es da.
00:04:58: diese riesige Logistikkentrum hab' ich dir auch schon öfter erzählt.
00:05:02: Genau!
00:05:02: Das heißt es gibt offensichtlich Logistiktzentren Es gibt offenzichtlich Lkw's, das hast du schon erzählt, es gibt einen Vorstand das hat er mir auch schon erzählt.
00:05:09: Aber erzähl mal also wie sieht man so eine logistische Unternehmen eigentlich aufgebaut?
00:05:13: Ich kann jetzt nicht für alle Logistikunternehmen sprechen, ich spreche jetzt mal in der erste Linie von Andreas Schmied.
00:05:18: Wir sind aufgebaut in einer Holding, in einer AG.
00:05:22: Das ist dann auch die Organschaft, für die ich vorstehe.
00:05:26: Unter der AG sind die operativen Einheiten das sind dann in der Regel die GmbHs einmal für die Spedition also für den ganzen Lkw-Verkehr und auch die Luftseefrachtdienstleistungen.
00:05:37: Das ist einmal die GmbH für die Kontraktlogistik, wir haben auch noch einen Personaldienstleister in unserem Portfolio und sind beteiligt an einer Medienagentur.
00:05:48: Und das sind dann eben die operativen Einheiten unterhalb unserer AGs, in denen das Geschäft abgewickelt
00:05:54: wird.".
00:05:55: Okay verstanden!
00:05:56: Und eure Kunden wie gesagt hast schon so ein paar genannt bzw.
00:05:59: andeuten lassen Die kommen dann zu euch und dann ist euer Auftrag ja ein erster, den ihr da auch mal die Sachen erst einmal wahrscheinlich zu euch holen in die Logistikzentren oder bringen die die zu euch.
00:06:09: Und ihr dann weiter.
00:06:10: also wie sieht der so der Ablauf aus?
00:06:11: Also das ist ganz unterschiedlich.
00:06:13: jetzt die jüngste Logistikanlage, die wir öffnet haben.
00:06:16: Das konnten wir auch groß kommunizieren war mit Paulana.
00:06:19: Wir machen beispielsweise die ganze Dosenlogistik für Paulana.
00:06:24: Dort ist eine Produktion bei Paulana in den Produktionsanlagen.
00:06:29: Die fertig produzierten Dosen kommen dann zu uns auf die Halle, dort werden sie entsprechend kommissioniert umgeschlagen und dann eben verteilt deutschlandweit.
00:06:37: so das ist jetzt ein Bereich.
00:06:39: wir sind hier mit anderen Kunden in Augsburg auch in der Produktion verzahnt wo wir auch Leute on-site in der produktion haben oder eben im großen Versandhaus zu uns auf die Halle ziehen, dort dann in der Regel noch weiter in Anführungszeichen veredeln.
00:06:54: Wenn wir über die Pulverbeschichtung beispielsweise sprechen oder eben Kommissioniertätigkeiten durchführen um das Kundenprodukt entsprechend in den Handel zu bringen.
00:07:05: Okay aber jetzt zum Beispiel diese Pulver-Beschichtung, die es hat jetzt nichts mit dem Versand zu tun?
00:07:09: Das ist ja wirklich gar nix
00:07:10: mit dem versandt zu tun.
00:07:11: Nee, das ist einfach der Hersteller von diesen Waschanlagen.
00:07:14: Der hat gesagt ich kann Waschanlage produzieren Und ob die halt gelb, grün oder rot sind ist mir relativ wurscht.
00:07:20: und dann kommt Andreas Schmied als Logistiker und sagt alles klar du machst das was du am besten kannst.
00:07:25: Das ist in dem Fall Waschanlagen produzieren und wir übernehmen dann alles andere für dich dass du dir da keine Sorgen machen musst.
00:07:31: Okay cool!
00:07:33: Ja wo wir hier reingekommen sind habe ich schon so eine Drohne dann da vorne auch gesehen.
00:07:37: Was denn an was forscht?
00:07:39: Oder arbeitet ihr gerade so bezüglich Logistik?
00:07:41: Was sind da so die Trends oder vielleicht auch so Innovationen?
00:07:44: Also, Drohnen waren mal eine Zeit lang ganz groß im Test in der Logistik und deswegen steht hier vorne auch noch die Drohne.
00:07:50: Wir waren auch einmal beteiligt an einem Dronenunternehmen um eben zu schauen wie können wir drohnen?
00:07:56: in der Logistik einsetzen.
00:07:58: Jetzt müssen wir sagen, wir sind kein Paketdienstleister also dementsprechend ist unser Einsatzfeld relativ gering.
00:08:03: ich glaube Drohnen werden irgendwann eine Rolle im Paket-Dienstleistungssektor spielen.
00:08:07: das tun sie ja heute schon wenn man nach China oder auch in die USA schaut.
00:08:11: bei uns im typischen Palettenversand sage ich jetzt mal werden wir mit Dronen zumindest in den nächsten Zukunft erstmal wahrscheinlich nicht agieren.
00:08:22: Wir haben weitere Anwendungsfelder geprüft, ob wir drohen beispielsweise für die Inventur nutzen können.
00:08:27: Also da sind wir weiterhin noch in Tests sage ich jetzt mal.
00:08:32: aber was für uns jetzt gerade ganz interessant ist und ein Thema ist wo wir uns auch stark mit beschäftigen ist Automatisierung auch mittels künstlicher Intelligenz.
00:08:44: der Automatisierung unserer Disposition im Nahverkehr, also was bedeutet das?
00:08:48: Vielleicht hier auch noch mal kurz ausgeholt.
00:08:50: Wir bekommen typischerweise in der Nacht unsere Linien so nennen wir das in unseren Umschlagshalle.
00:08:57: die Linien kommen aus ganz Deutschland und aus ganz Europa beispielsweise jetzt eben aus Berlin mit Waren für Augsburg werden dann bei uns umgeschlagen.
00:09:06: In der Nacht und am Morgen zwischen sechs und sieben kommen dann die Nahverkehrsfahrzeuge Verkehrsfahrzeuge verladen und zustellen.
00:09:15: Und jetzt muss ja irgendjemand entscheiden, welche Paletten kommt von der Linie XY auf Nahverkehrs-Fahrzeug Z?
00:09:23: Das nennt man Disposition.
00:09:25: Es ist im Moment noch ein manueller Prozess, der eben von Menschen in der Nachtschicht und auch an der Frühschicht durchgeführt wird.
00:09:32: Und hier sind wir gerade am Test das zu automatisieren mittels Algorithmen, mittels künstlicher Intelligenz dass wir eben sagen, Paletten die nachts bei uns reinkommen werden automatisch auf eine Nahverkehrstour geplant.
00:09:46: Dort wird dann auch schon die Tourenreinfolge geplant.
00:09:48: also welchen Stopp mache ich als erstes?
00:09:50: Welchen als zweites um eben möglichst effizient in die Zustellung gehen zu können.
00:09:55: so das ist ein Thema da sind wir gerade dran bis Ende des Jahres einführen und wird uns einfach die Arbeit erleichtern.
00:10:02: vor allem halt den Kollegen in der Nachtschicht Und B erhoffen wir uns dadurch natürlich auch einen Effizienz gewinnen.
00:10:07: Cool, danke dir fürs Beispiel.
00:10:10: Ist es so einmal logistik?
00:10:11: Immer logistisch?
00:10:12: Also bei mir definitiv muss ich ganz ehrlich sagen wie bin ich zu Logistik gekommen?
00:10:16: das ist in meinem Fall eine, wie ich finde, ganz lustige Geschichte.
00:10:20: Ich stand im Jahr zwei tausend sechs kurz vor dem Abitur Und war damals zugegebenermaßen ein Schüler, der nicht unbedingt sehr zielstrebig war.
00:10:28: Also ich hab mein Abitur geschafft das war auch alles kein Problem.
00:10:31: aber ich wusste nicht so richtig was soll ich nach dem Abiturt machen?
00:10:34: Hab dann überlegt machst du mal Meteorologie.
00:10:36: Das hat mir Spaß gemacht ja der Adkunde LK und fand auch das bestimmt ganz spannend.
00:10:41: So richtig was man damit machen sollte wusste ich auch nicht.
00:10:45: Und war dann auf einer Abendinfo Veranstaltung im Berufsinformationszentrum damals in der Schaffenburg Und da hat Professor Dr.
00:10:55: Uwe Barwick einen Vortrag zur Logistik gehalten und Herr Barwick ist mittlerweile leider nicht mehr unter uns, aber wer ihn kennt oder kannte der weiß dass er sehr leidenschaftlich sein kann und er hat da einen leidenschaftlichen vortrag über die logistik erhalten und damit hatte auch bis heute recht ausgeführt in der Logistika bekommt man gute Einblicke in alle möglichen Branchen.
00:11:21: Das hat schon ausgeführt, wir haben Waschanlagenhersteller bei uns im Kundenportfolio, große Versandhäuser in unserem Portfolio Kosmetik und du bekommst überall eben einen Einblick.
00:11:31: und das hat er sehr eindrucksvoll dargelegt und hat dann geändert mit den Worten die Logistik ist die Königsklasse der kaufmännischen Berufe.
00:11:39: Und da bin ich in dem Moment glaube fünf Zentimeter größer geworden in meinem Sitz im Publikum und habe mir gedacht ja Woll das machst Du?
00:11:46: Ich bin dann wirklich eine Woche später nach Mannheim gefahren, an die duale Hochschule damals noch Berufsakademie, an der er Professor war.
00:11:53: Da war Tag der offenen Tür und damals gab es ein Unternehmen das zu meinem großen Glück gerade erst kurzfristig entschieden hat wieder duale Studenten einzustellen.
00:12:04: Das waren damals die Firma Wingenten.
00:12:07: da habe ich mich beworben hab die Stelle bekommen Zwei Monate später nach Mannheim gezogen, hab da studiert mein duales Studium bei der Firma Winkenten gemacht und seitdem in der Logistik.
00:12:18: Zwanzig Jahre später würde ich sagen habe es nicht bereit.
00:12:21: Mega!
00:12:22: Echt klasse.
00:12:23: Wie war so der Ablauf?
00:12:24: Also wie wenn du so zusammenfassen würdest Du hast dann duale Studien gemacht jetzt bist ja Vorstandsvorsitzender offensichtlich.
00:12:30: das heißt viel mehr viel mehr nach oben geht's sozusagen ja karriere technisch gesehen nicht.
00:12:36: Wie war der Ablauf, wie navigiert man sich durch die Logistik um Vorstandsvorsitzende zu werden?
00:12:40: Also ich würde jetzt lügen dass ich sagen wenn ich sagen würde das war von Anfang an geplant.
00:12:45: Ich habe mein duales Studium bei Winkenten gemacht bin danach zu Schenker in den Vertrieb gegangen war da dann vier Jahre im Vertrieb bei Schenke hab in der Zeit berufsbegleitend noch meinen Masterstudium gemacht.
00:12:58: Ich habe dann gesagt, jetzt würde ich gerne den nächsten Schritt machen.
00:13:05: Der nächste Schritt war eigentlich abgesprochen worden und wurde es aus unterschiedlichen Gründen nicht erfolgt.
00:13:09: Dann habe ich mir überlegt, dann gehst du zur französischen Version zu SNCF Geodes.
00:13:15: Ich habe dort eine erste Führungsrolle übernehmen dürfen.
00:13:20: einen Vertrieb für technische Dienstleistungen aufbauen, bis dann irgendwann wieder der Anruf von Schenker kam.
00:13:25: Mensch willste nicht zurückkommen.
00:13:26: wir strukturieren gerade um wie reorganisieren uns.
00:13:28: willst du da nicht teil davon sein?
00:13:30: und hab das dann gemacht bin dahin zurückgegangen war immer noch in einer recht kommerziellen Rolle hatte aber eine Führungskraft die mir viel Vertrauen entgegen gebracht hat Der europäische Landverkehrsleiter Christian Dränden, der hat immer gesagt gibt jungen Menschen viel Verantwortung und das hat er mir übertragen.
00:13:52: Hab dann die Gesamtverantwortung im Bereich des Business Developments übernommen im Landverkehr.
00:13:58: Hab das eine große Zeit verantwortet?
00:14:02: Hab dann schon immer aber so den Wunsch gehegt ich würde eigentlich gerne mal eine P&L-Verantwortung haben.
00:14:07: So jetzt habe ich kommerziell schon viel gesehen will ich nicht sagen hab ich alles durchgespielt aber ich habe schon viel Und habe deswegen gesagt, na ich würde eigentlich gerne auch mal operative Verantwortung sammeln und hab das diesen Wunsch geäußert.
00:14:19: Und diesem Wunsch wurde entsprochen so dass sich dann bei Schenker die Verantwortung fürs Business Development abgeben durfte und die Verantwortung für den Nahverkehr übernehmen durfte.
00:14:30: Dann hatte ich auf einmal keine Umsatzverantwortung mehr sondern eine Kostenverantwortungen hatte da einen Kostenblock von anderthalb Milliarden Euro unter mir.
00:14:37: wir hatten je nach Volumen zwischen zehn und zwölftausend Fahrzeugen auf den Straßen jeden Tag, von Spanien damals noch bis Russland.
00:14:45: Von den Nordics bis nach Italien.
00:14:51: Bis dann die due diligence losging bei Schenke und ich irgendwann mehr mit McKinsey und Boston Consulting zu tun hatte als mit meiner eigentlichen Tätigkeit Und habe dann das Angebot bekommen, bei einem österreichischen Unternehmen.
00:15:05: Bei Cargo Partner eben meine erste P&L-Verantwortung zu übernehmen und hab mir gedacht, ja du wolltest sowieso schon immer P& L Verantwortung haben?
00:15:11: Du hast jetzt kommerziell viel gesehen und viel erlebt!
00:15:14: Du hast auch operativ Verantwortungen übernommen, Kostenverantwortung übernammen.
00:15:18: also war für mich der nächste logische Schritt eine P&l Rolle zu übernehmen bin dann bei Cargo Partners COO geworden Also Chief Operating Officer für den Land Verkehr und die Kontrakt Logistik war auch eine sehr, sehr spannende, sehr interessante Zeit.
00:15:34: In der Zeit wurde Cargo Partner gekauft von Nippon Express – ich habe noch den ganzen Post-Mercer in Nipponexpress mitbegleitet und habe dann da auch den Landverkehr für Europa verantwortet.
00:15:44: Mir habe immer gedacht so richtig entscheiden ... Wie du denkst, dass es richtig ist kannst du nicht gerade wenn du jetzt wieder in einem größeren Konzern bist bei Nippon Express.
00:15:54: Ist ein wahnsinnig tolles Unternehmen aber natürlich auch sehr japanisch geprägt und Entscheidungen dauern in der Regel.
00:16:00: deswegen habe ich mir irgendwann gedacht naja eigentlich will Ich mehr Verantwortung übernehmen würde gerne würde gerne autarker entscheiden dürfen.
00:16:10: Ich habe dann eben die Chance bekommen, bei Andreas Schmied in den Vorstand aufzurücken und jetzt auch den Vorstandsvorsitz zu übernehmen.
00:16:16: Und bin sehr dankbar für diese Chance, die ich hier bekommen habe!
00:16:21: Ja, sehr cool.
00:16:22: Glückwunsch auf jeden Fall – wenn du so zurückguckst auf diese zwanzig Jahre hast du gesagt?
00:16:26: Genau,
00:16:27: zunächst genau tatsächlich zwanziger Jahre.
00:16:29: Nicht schlecht….
00:16:30: Was würdest du sagen, ein Karriere technisch gesehener Tipp, den du als Learning zusammenfassen könntest?
00:16:38: Für mich, und da komme ich immer wieder darauf zurück ist Verantwortung übernehmen.
00:16:42: Also ich glaube gerade in großen Konzernen gibt es viele die will es nicht sagen sich wegducken aber viele die immer sagen das ist nicht meine Verantwortung dass der muss das übernehmen und das habe ich nie gemacht und das werde ich auch nie tun.
00:16:56: also für mich das Thema wirklich Verantwortung über nehmen Ownership zeigen Accountability zeigen Das ist für mich des allerwichtigste.
00:17:03: das gebe ich auch mittlerweile allen meinen Führungskräften mit.
00:17:08: Die Kollegen, die das Buch schon haben, wissen das.
00:17:13: Am Anfang, wenn ich meine Führungskräfte kennenlerne, gebe ich denen immer eine Ausgabe von dem Buch Extreme Ownership, dass ich extrem... beeindruckend finde, nicht wegen des martialischen Hintergrunds sondern einfach weil da dieser Grundgedanke der extreme Ownership eben bis zu Ende oder bis zur letzten Konsequenz gelebt wird und ich glaube das ist das alles Entscheidende auch in einem Unternehmen.
00:17:39: Wir als Führungskräfte sind verantwortlich und es liegt an uns Dinge zu ändern und diese Verantwortung habe ich immer aufgenommen auch gerne mal über meine eigentlichen Verantwortungsbereich hinaus.
00:17:51: Wenn ich gesagt habe, das ist jetzt wichtig, das müssen wir tun dann hab' ich mich nicht davor gescheut es zu tun und das glaube ich wurde auch irgendwann gesehen.
00:18:02: Choco, Willing und Life.
00:18:05: Kommst
00:18:05: du noch aus dem Militär glaube
00:18:06: ich?
00:18:07: Ja das sind zwei ehemalige Navy Seals.
00:18:09: Es gefällt nicht jedem es ist natürlich sehr martialisch.
00:18:12: Das sind zwei Ehets in zwei ehemeiligen Navy Seels.
00:18:14: aber was ich eben spannend fand.
00:18:16: da geht's um einen Einsatz in einem Kriegsgebiet der schief gegangen ist.
00:18:23: Einer von den beiden, ich weiß jetzt auch nicht mehr genau wer.
00:18:26: Der war eben verantwortlich für diesen Einsatz und es hing an der Kommunikation.
00:18:30: Es war eigentlich der Kommunikationsoffizier, der hier irgendwie seinen Job nicht richtig gemacht hat.
00:18:34: aber der Einsatzleiter hat dann gesagt ne es liegt nicht an dem Kommunikations-Offizier sondern es liegt an mir.
00:18:40: Ich bin verantwortlicht für diese gesamte Operation Und meine Aufgabe ist es sich jetzt zu stellen, dass jeder seiner Verantwortung nachkommen kann.
00:18:49: Und diesen Gedanken den finde ich einfach sehr gut.
00:18:52: Deswegen beispielsweise war man heute auch auf der Umschlagshalle.
00:18:55: also das ist der Ort an dem wir Geld verdienen und da das ist genauso meine Verantwortung wie die Verantwortung des Lagerleiters oder des Abteilungsleitests dafür sicher Sorge zu tragen, dass wir das vernünftig machen für unsere Kunden.
00:19:10: Finde ich gut.
00:19:11: Sehr wichtig und glaube ich einen Abnehmen das Skill sozusagen.
00:19:15: Ich glaube, ohne Spürnehmensverantwortung übernehmen ist jetzt nicht was, was meiner Meinung nach steigt gerade.
00:19:24: Das möchte ich nicht verneinen, glaube ich muss ich ganz ehrlich sagen.
00:19:27: Jetzt muss man ja auch unterscheiden.
00:19:29: also jetzt sage ich als Führungskraft oder in einem Vorstand natürlich muss ich Verantwortung übernehmen so dass kann ich jetzt nicht von jedem verlangen.
00:19:38: Also von meinen Führungskräften verlange ich das Aber ich kann jetzt nicht von jedem Sachbearbeiter oder von jedem Kollegen im Lager verlangen, dass er hier alles für die Firma gibt und voll brennt.
00:19:48: Natürlich wäre es schön wenn dem so wäre und wir müssen auch eine Kultur schaffen wo sich die Leute eben dann mit diesem Unternehmen so identifizieren, also auch die Extrameile gehen.
00:19:57: aber aktuell vor allem jetzt wenn ich mir anschaue was auch nachkommt an der nächsten Generation wird das schwieriger und schwieriger.
00:20:04: Ja ist glaube ich sowas was man nicht so richtig... Also man kommt gut ohne durch.
00:20:11: Es ist einfach was, was man glaube ich in unserem Zeitalter nicht mehr so stark braucht und deswegen ist es glaube ich umso seltener wenn man's hat und wenn man gut drin ist.
00:20:19: Und dadurch wie du sagst sticht man natürlich auch ganz gut hervor.
00:20:22: Genau
00:20:23: also ich glaube das war tatsächlich mit der Grund auch warum ich immer gesehen wurde weil ich Sachen oder ich habe mich Sachen einfach angenommen.
00:20:31: Wenn ich gesehen hab da liegt irgendwas im Agen dann habe ich das nicht liegen lassen sondern habe sie aufgenommen.
00:20:36: Und eigentlich ist es ja auch so, wenn ich jetzt was im Business-Kontext sehe und das ist irgendwie so ownershiplos, sag' ich mal.
00:20:43: Also da gibt's niemanden der sich so richtig drum kümmert... ...ist meckert ja keiner, wenn du dich dem annimmst oder?
00:20:48: Nein
00:20:48: um Gottes Willen!
00:20:49: Im Gegenteil die sagen alle ihr wollt.
00:20:50: Das
00:20:51: ist
00:20:51: richtig und haste Recht.
00:20:53: Ich finde dann ist es natürlich auch eine gewisse Vorbildfunktion dass man sich der Sache annimmt und sich da selber nicht zu schade ist dafür.
00:21:00: aber natürlich ist mecket keine Meistens kommen mir die Leute dann zu dir und sagen, ihr wollt du hast so recht.
00:21:05: Das genau brauchen wir und es muss vorgelebt werden und wir müssen da stringent sein Und das muss Es muss eine klare struktur geben.
00:21:12: also dass ich habe da noch nie irgendwas negatives zu gehört ganz im gegenteil.
00:21:15: Ich glaube das ist was man sich vornehmen kann.
00:21:17: Also wenn man ein podcast fertig gehört hat vielleicht fürs für den nächsten tag nächste woche oder jetzt gerade nachdem man nicht das hört und ihr seht etwas was sozusagen Wo sich niemand drum streitet die verantwortung zu übernehmen ist eine gute chance zu positionieren oder zu platzieren, kommt auf jeden Fall gut an.
00:21:34: Auf jeden
00:21:34: Fall kann ich jedem nur empfehlen definitiv.
00:21:36: Sehr
00:21:37: gut!
00:21:37: Dann gucken wir mal so auf deinen Tag was am Anfang der Episode schon ein bisschen gesagt wieder abläuft... Was sind so für dich Best Practices und was hast du gemerkt in den zwanzig Jahren?
00:21:47: Was brauchst du jeden tag?
00:21:48: Was sind Regelroutinen etc.
00:21:51: um gutem Ziellevel unterwegs zu sein.
00:21:53: also
00:21:53: was sich gemerkt habe was wirklich immer wichtiger wird vor allem je.
00:21:58: Ich will jetzt gar nicht sagen, dass das nur Vorstände brauchen.
00:22:01: Aber je mehr Verantwortung man übernimmt, je höher man kommt in der Hierarchie umso wichtiger wird das eigene Energielevel und umso mehr muss man auch mit seinem Energielevel haushalten.
00:22:10: Deswegen also du hast gefragt wie sieht bei mir ein typischer Tag aus?
00:22:12: Ich muss sagen ich bin in einer Situation.
00:22:15: meine Familie lebt in Frankfurt schon.
00:22:19: wir leben seit sechzehn Jahren in Frankfurt unsere Söhne sind dazu weltgekommen eine Frau ist dort Lehrerin verbeamtet.
00:22:24: also wir sind da super verwurzelt Und ich bin halt immer irgendwo.
00:22:28: In meiner Schenkerzeit war ich drei Tage die Woche halt irgendwo, in meiner Zeit bei Kargo-Partner bin ich jede Woche nach Wien gependelt und jetzt pendle ich halt jede Woche auf Augsburg.
00:22:38: Das heißt aber für mich... Unter der Woche kann ich mich sehr gut auf die Arbeit fokussieren.
00:22:44: Was vielleicht ein kleiner Vorteil ist, also jetzt gerade was die Leistungsfähigkeit angeht?
00:22:50: Ich weiß abends wartet niemand auf mich.
00:22:53: wenn ich mal länger im Büro sitze oder wenn ich noch einen Abendessen habe oder irgendeine Abendveranstaltung dann weiß ich es sitzt keiner zu Hause und wartet auf mich und kann mich da eben auch voll drauf fokusieren.
00:23:03: Ansonsten beginne ich meinen Tag unter der Woche eigentlich immer mit einer Einheitssport.
00:23:08: Ich habe hier eine Wohnung mir eingerichtet, einen Zwei-Zimmer-Appartement, das ich mir eigentlich als Home Gym eingerichtet habe.
00:23:16: Ich mache da jeden Morgen eine Dreiviertelstunde Krafttraining viel mit dem eigenen Körpergewicht Geht dann ganz normal arbeiten, in der Regel bis spät abends.
00:23:28: Wenn ich Zeit habe und es funktioniert noch eine Runde laufen, hab mir als einzigen Luxus – das hab' ich in meiner Wienerzeit gelernt – so einen kleinen Saunapot gekauft.
00:23:37: Es gibt ja jetzt typisches Instagram-Opfer wenn ihr mal das vielleicht kennt.
00:23:41: Da gibts so Sauna Pots.
00:23:43: Das sieht aus wie ein Schlauch.
00:23:44: da kann man sich reinsetzen und da drinnen wirds jetzt Achtzig, Neunzig Grad warm.
00:23:48: also ist dann wie so nur ein Mannsauna die habe ich mir noch reingeschaut abends immer zum runter kommen, weil ich gelernt habe in meiner Zeit als ich im Wien war.
00:23:54: Da bin ich immer ins Hotel gependelt.
00:23:56: Egal wie gestresst ich abends aus dem Büro oder von der Abendveranstaltung zurückkam nach einem Saunagang war ich wieder komplett relaxed und das hab' ich mir beibehalten hier.
00:24:05: Das mache ich auch eigentlich so gut.
00:24:07: es geht jeden Abend.
00:24:09: Ich doh mal an die Sauna und gehe dann schlafen.
00:24:11: Also
00:24:11: vielleicht ja
00:24:12: So sieht der typische Tag aus
00:24:13: Nicht schlecht!
00:24:14: Das muss ich mir mal anschauen.
00:24:18: Kannst du mal im Raum drin?
00:24:19: Genau,
00:24:20: richtig.
00:24:20: Das steht einfach im Raum, sieht aus wie so ein Zelt ist rund, da ist auch aus Stoff also es jetzt nicht irgendwie massiv und dann drinnen steht wirklich kein Luxus.
00:24:28: Da steht dann ein Campingstuhl drin und du hockst dich da halt rein, das ist eine Heizung die feuerst du an und dann wird's da drin, in der Achtzig-Ninzentig Grad war.
00:24:36: Und dann kann ich jeden Abend noch einmal... Fünfzehn Minuten, zwanzig Minuten mache ich einen Saunagang.
00:24:41: Danach gehe ich duschen und ins Bett und schlafe wie ein Baby, was am Tag vorher passiert
00:24:45: ist.".
00:24:46: Ja klar!
00:24:46: Ich meine es ist natürlich auch irgendwo dann so auch ein Opfer oder eine Priorisierung, was man bringt wenn man unter der Woche komplett sich da arbeitet ja irgendwo mit einer Masse.
00:24:54: ja so offensichtlich Ist natürlich auch dann der Vorteil gegenüber jemanden der das vielleicht nicht so kann.
00:25:02: In meiner Schenkerzeit in Frankfurt war ich immer genau der Einzige, bei dem es nicht so war.
00:25:06: Also da waren alle meine Kollegen oder auch Vorgesetzte... Christian Drenthen hat in der Zeit in Madrid gewohnt und ich hatte einen Vorgesetzten, der hat dann in Paris gewohnd.
00:25:15: Ich hatte Kollegen die haben ihn ganz Deutschland verteilt gewohn oder aus Holland Und die waren halt unter der Woche immer da.
00:25:20: und wenn ich dann abends um achtzehn Uhr mal auf die Uhr geguckt habe und gedacht hab Mensch du müsstest eigentlich heim zum Abendessen waren die natürlich noch alle da und konnten Gas geben.
00:25:29: So, jetzt sage ich gar nicht dass das gut oder schlecht ist, aber es war halt einfach so.
00:25:32: und jetzt merke ich auch für mich persönlich... Ich glaube auch für meine Familie ist das besser weil's eben klar ist wenn ich hier in Augsburg bin dann arbeite ich und wenn ich aber in Frankfurt bin dann kümmere ich mich nur um die Familie.
00:25:49: Kann ich das auch gut genießen?
00:25:50: Also so freue ich mich immer natürlich extrem auf die Wochenenden und ernehm da wahnsinnig viel mit der Familie, mit den Kindern.
00:25:57: Und kann mich da dann halt voll auf die Familie fokussieren.
00:26:00: Okay verstanden also um das Energielevel zu haushalten ist einerseits wichtig dass du sozusagen den Sport offensichtlich machen.
00:26:07: Gute Ernährung, Schlaf ist vor allem ganz ganz wichtig.
00:26:12: Ja
00:26:12: schaust du da irgendwie speziell drauf oder nimmst du wirklich aktiv was um es zu verbessern, sowohl sportoffensichtlich Ernährung hast du schon gerade erwähnt.
00:26:21: Gibt es irgendwelche so Schlaf- und Ernährungs Tipps?
00:26:24: Ich schaue und gehe eigentlich meistens jeden Abend um die gleiche Uhrzeit ins Bett, also ich gehe immer zwischen zwanzig und zwanziger Dreißig ins Bett und stehe jeden Morgen eigentlich um die gleichen Uhrzeit auf.
00:26:36: Immer um sechs Uhr auf.
00:26:39: Und diese Routine... Die ist mir auch heilig.
00:26:43: Also das Einzige, wo ich dagegen breche, ist wenn die Eintracht international spielt – jetzt bei den Champions League Abend und bin ich später ins Bett gegangen.
00:26:51: aber ansonsten gehe ich unter der Woche eigentlich immer zwischen zweiundzwanzig und zwanzig über dreißig schlafen.
00:26:58: Strickter Rhythmus, trickter Ablauf ist schon ein Struktur.
00:27:01: Sonst sind die hier schon wichtig?
00:27:02: Genau das priorisiere ich auch.
00:27:04: Da muss ich dann auch sagen heute Abend bin ich wieder auf einer Abendveranstaltung da.
00:27:10: in Augsburg ist hier eine lokale Politik Veranstaltung.
00:27:14: Da gehe ich hin aber auch da weiß ich ich geh dann so nach Hause dass ich um zwanzig Uhr idealerweise mit noch einem Saunagang in den Knochen ins Bett gehen kann.
00:27:22: Spätestens einundzwanzig uhr werde ich dann zuhause sein.
00:27:25: Geh nochmal an die Sauna und geht dann schlafen.
00:27:26: Okay, verstanden.
00:27:28: Und jetzt vielleicht auch so dieses Thema, vielleicht eher die geistige Energie-Level?
00:27:34: So Sachen wie jetzt hast du ja erzählt diese Bücher und sowas bist du aktiv auf der Suche danach irgendwie dein Geist dann auch zu erweitern.
00:27:42: Also ich spiel Schach tatsächlich noch parallel und also bin jetzt kein begnadeter Schachspieler.
00:27:49: Ich bin jetzt hier auch keinen Großmeister oder sonstiges aber ich spiele gerne Schach.
00:27:52: das mache ich abends dann auf dem Handy Unter der Woche gucke ich keinen Fernsehen oder kein Netflix oder sonstiges, sondern habe dann abends meine Routinen.
00:28:01: Mach vielleicht noch eine kleine Runde regeneratives Yoga, zehn, fünfzehn Minuten einfach auch um gestratched zu bleiben.
00:28:08: Spielt da noch ne runde Schachen und geht dann ins Bett.
00:28:10: Also es klingt jetzt vielleicht ein bisschen langweilig aber unter der Woche ist das so der typische Rhythmus.
00:28:15: Dann keine Fernseher in meiner Wohnung und die Zeit nutze ich dann anders.
00:28:19: Ja, ist interessant also... Ja, es klingt auf der einen Seite langweilig.
00:28:23: Auf der anderen Seite... Wir haben vor kurzem Vorgespräch auch darüber gesprochen, dass ja bald die ganzen Episoden mit den Sportlern und Sportlerinnen kommen.
00:28:30: Wenn du mit denen so im Vorgesprechen über deren Tage sprichst, die hören sich auch ziemlich langweillig an muss ich sagen.
00:28:35: Vielleicht ist das ja auch ein bisschen so wie das Geheimrezept um dann halt auf einer Seite Spitzen-Sport, auf der anderen seite Spitzenmanagement sage ich mal zu machen.
00:28:44: Stört dich das oder geht dir da was ab?
00:28:46: Null also wirklich gar nicht!
00:28:47: Also gerade hier unter der Woche in Augsburg fehlt mir das wirklich null.
00:28:52: Also klar, am Wochenende ist was anderes wenn die Kinder dann im Bett sind und lieg ich genauso mit meiner Frau abends auf der Couch und wir gucken noch eine Netflix-Serie oder treffen uns mit Freunden oder so natürlich aber unter der Woche fehlt mir dass wirklich Null.
00:29:06: Okay ja es interessant!
00:29:07: Dann dass man doch irgendwie in einem anscheinbar langweiligeren Tagesablauf eigentlich dann doch happy ist ne?
00:29:15: Ja, ich glaube der Unterschied ist halt alles was zwischen acht und achtzehn Uhr passiert.
00:29:20: Ist halt alles andere als langweilig.
00:29:22: also da kriegst du so viel Input und wirst von so vielen Stellen betankt dass Du ja in der Regel hast Du ja keine Halt sich doof an, aber du hast ja keine ruhige Minute.
00:29:31: Du bist entweder back-to-back getaktet oder irgendjemand steht bei dir im Büro oder irgendwas ist doch noch passiert und was du dich kümmern musst.
00:29:38: Sag mal so in diesen Kernzeiten zwischen acht und achtzehn Uhr da bist du ja so unter Strom dass ich abends dann auch ehrlich gesagt nichts mehr hören und sehen will ne?
00:29:44: Ich habe jetzt viele Kollegen hier das ist bei Andreas Schmied ganz toll die machen viel Sport zusammen.
00:29:50: Gehen zusammen ins Fitnessstudio gehen auch abends zusammen laufen.
00:29:53: Ich war jetzt einmal dabei.
00:29:54: auch beim Lauftreffel sind wir am Montagsabendlauftress finde ich echt mega gut.
00:29:58: Und da hab ich jetzt auch schon oft die Frage bekommen, warum hast du dir das Home-Jim eingerichtet?
00:30:02: Wir haben doch hier ein Wellpass und geh ins Fitnessstudio.
00:30:06: Stimmt her!
00:30:07: Kannst ja da noch irgendwie die Abende verbringen aber das meine ich gar nicht böse.
00:30:11: Aber ich bin dann wirklich abends teilweise so durch dass ich einfach nur froh bin zu Hause zu sein oder meine Airpods in die Ohren und irgendwie eine Runde laufen gehen und dann einfach meine Ruhe zu haben.
00:30:23: Das brauche ich dann auch.
00:30:25: Ja ist interessant... Man manchmal denkt man ja, man macht eine Pause oder scrollt dann so am Handy oder guckt was an.
00:30:32: Was ja eigentlich auch wieder Informationen, Impots etc.
00:30:34: sind.
00:30:35: Vielleicht braucht man eigentlich genau das Gegenteil einfach nichts abschalten.
00:30:38: Also zumindest mir geht es so.
00:30:39: also ich muss dann abends abschalten.
00:30:42: Ich gucke dann abend mal noch in die E-Mails oder irgendwas ne?
00:30:45: Das mache ich dann schon und steht iPad offen und dann schreibe ich noch die ein oder andere Mail Mal wenn's sein muss aber... Ansonsten brauche ich da einfach meine Ruhe.
00:30:55: Ich habe Duolingo auf dem Handy, da übe ich Schach... Da übte ich Französisch und Italienisch und das war's.
00:31:03: Ja
00:31:03: stark!
00:31:04: Was würdest du machen wenn man dir den Berufskontext so verbieten wegnehmen würde?
00:31:08: Gibt es irgendwelche anderen?
00:31:09: Ich glaube langweilig würde mir nicht werden.
00:31:12: Also du meinst wenn ich jetzt unter der Woche gar nicht mehr arbeiten könnte?
00:31:16: Man würde dir jetzt sozusagen verbieten was du heute machst.
00:31:22: hab das jetzt gerade Ende letzten Jahres zwischen zwei Jobs erlebt.
00:31:26: Da hatte ich das große Glück, dass ich zwei Monate zu Hause sein konnte ohne Arbeit Und muss ganz ehrlich sagen, langweilig wird es dir dann auch nicht.
00:31:39: Da würde ich mich um die Familie kümmern.
00:31:40: Ich habe da die Haushaltspflichten übernommen, ich hab die Pausenbrote geschmiert, ich habe die Wäsche gewaschen und irgendwie die Kinder durch die Gegend gefahren und hab mir nach den zwei Monaten gedacht Mensch was hast du jetzt eigentlich gemacht?
00:31:51: Also glaubt zu tun gibt's genug!
00:31:54: Ja verstehe, cool.
00:31:55: Hey danke, dass du mitgemacht hast War sehr viel Interessantes dabei.
00:32:00: Jede der bis jetzt zugehört hat kann sicherlich irgendwas mitnehmen in den Tag hinein oder in den morgigen Tag hineins.
00:32:05: Danke dir
00:32:06: Ich danke dir, hat Spaß gemacht.
00:32:07: Perfekt!
00:32:07: Ja alle die jetzt noch dabei sind vielen Dank euch.
00:32:10: wie immer lasst uns gerne eine Bewertung.
00:32:12: da abonniert gerne auch den Kanal.
00:32:14: das hilft mir natürlich die ganzen Nachrichten und Episoden noch weiter in den Markt zu tragen.
00:32:18: wenn ihr Feedback habt kommt auf uns zu linken es unten in den Shownauts auch alles zu den jeweiligen Firmen und ja wir noch weiter natürlich euch aufschlauen kann entweder zu Andreas Schmied oder eben auch zu Thomas Und ich freue mich natürlich auch über jede direkte Nachricht.
00:32:33: Und wenn ihr Themen habt, permanente Besetzungen, intermistische Besetzung gerade so im Führungsbereich dann könnt ihr natürlich auch immer auf mich zukommen.
00:32:41: Bis zum nächsten Mal Thomas!
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