Episode 299 mit Jürgen Bernert (Geschäftsführer, Avision)
Shownotes
„KI ist eine disruptive Technologie – aber am Ende bleibt sie ein Werkzeug.“
In dieser Episode von Behind the C spricht Franz Kubbillum mit Jürgen Bernert, Geschäftsführer von Avision, einem Spezialisten für die „Sanierung“ großer Individualsoftware. Avision übernimmt für Konzerne und Behörden hochkritische, oft einmalige Systeme – etwa Register- und Fachverfahren – und bringt sie wie ein Gebäude in Schuss: von laufender Pflege über Renovierung und Kernsanierung bis hin zum kompletten Neubau, inklusive „Denkmalschutz“ für Schnittstellen, Masken und Nutzergewohnheiten. Das Unternehmen kombiniert Projektgeschäft mit wiederkehrenden Serviceumsätzen, arbeitet mit Matrix-Teams aus Entwicklung, Beratung, Wartung und Test und setzt KI gezielt ein, um Altsoftware schneller zu analysieren, zu modernisieren und qualitativ besser abzusichern.
Bernert erzählt, wie aus der Unzufriedenheit mit dem Umgang eines früheren Arbeitgebers mit seinen Mitarbeitenden der Entschluss zur Gründung entstand – und warum ihm schlagartig über 20 Kolleg:innen folgten, sodass Avision von Tag eins an deutlich größer startete als typische Software-Startups. Er beschreibt seinen Alltag als Geschäftsführer mit Fokus auf Vertrieb, Marketing und Finanzen, das Arbeiten in direkter Kundenbeziehung statt über Vermittler, das Wachstum von zwei Gründern zu mehr als 150 Mitarbeitenden und die Balance aus Verantwortung und Freiheit, die ihn heute an der Rolle fasziniert – inklusive bewusst geplanter Wochenstruktur und Raum für strategisches Nachdenken über Themen wie neue Kunden, KI oder internationale Standorte. Drei Fragen, die in dieser Folge besprochen werden:
- Warum gleicht die Sanierung großer Individualsoftware oft einer Gebäuderenovierung – und was bedeutet das konkret für Architektur, Sicherheit und „Denkmalschutz“ bei kritischen Systemen wie Registern?
- Wie verändert KI die Arbeit von Avision – von der Analyse und Modernisierung riesiger Codebasen bis zur Möglichkeit, Projekte zu übernehmen, die früher zu groß oder komplex gewesen wären?
- Welche Meilensteine und Risiken prägten den Weg vom Spin-off mit einem initialen Großkunden zu einem etablierten Software-Sanierungsspezialisten mit direktem Kundenzugang, Ausschreibungen und wachsendem Team?
Themen:
- C-level
- Individualsoftware
- Legacy Systeme
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute sprechen wir mit Jürgen Bernhard.
00:00:02: Jürg ist Co-Geschäftsführer von Avision und die beschäftigen sich mit der Renovierung von teilweise einmaliger Individualsoftware, was das genau bedeutet hat er uns im Podcast natürlich im Detail erklärt.
00:00:16: Sie haben damals die Firma wirklich aus einer sehr interessanten Situation heraus gegründet und die Vision war Wir wollen es anders machen, wir wollen es besser machen.
00:00:27: Ihr hört Behind The Sea Ich bin Franz Kubilum und wir gehen jetzt gleich rein in den Podcast mit Jürgen Bernhard.
00:00:34: Wenn dieser Podcast euch gefällt, dann teilt ihn gerne mit jemanden der die Episode auch hören sollte und lasst uns gern ein Abo da.
00:00:41: das hilft uns dem Podcast noch etwas weiter zu verbreiten!
00:00:44: Los geht's!
00:00:51: Personal, die richtigen Leute zur richtigen Zeit im Unternehmen haben ist und bleibt eine Herausforderung.
00:00:58: Wenn euch das auch beschäftigt dann kommt gerne auf mich zu.
00:01:01: seines permanente Rollen oder intremistische Liedership-Rollen und Projekte.
00:01:05: bei beiden Themen können wir sprechen, können wir euch helfen.
00:01:09: ich freue mich auf euren Kontakt und auf unser Gespräch.
00:01:12: und jetzt zurück zum Podcast!
00:01:16: Danke, dass ihr mich eingeladen habt.
00:01:17: Ich freue mich heute alles über Avision zu erfahren.
00:01:20: Fangen wir doch mal mit dir an!
00:01:21: Was machst du?
00:01:21: Und wo sind wir heute?
00:01:23: Wir sind heute bei der Avision in Oberhaching.
00:01:25: Was mache ich?
00:01:26: Ich bin einer der beiden Geschäftsführer der Avission.
00:01:29: Mein Spezialgebiet oder mein Gebiet ist vor allem Vertrieb und Marketing... ...und eben am Ende die Finanzen.
00:01:36: Das heißt, alles was ich am Anfang versaubeutelt, dann kriege ich das natürlich am Ende bei den Financen auch wieder zurück.
00:01:44: Sofern ist das gar nicht so schlecht die Kombination.
00:01:47: Für alle, die erwischen nicht kennen was macht ihr?
00:01:52: Bei uns kann man es am besten vergleichen.
00:01:53: ein bisschen auch aus der Immobilienwirtschaft.
00:01:56: wir kümmern uns um individual Software vor allem große Individual Software und wir sanieren das renovieren das Kern sanieren und reißen sie auch manchmal ab und bauen es neu.
00:02:08: also ist am Besten wirklich vergleichbar mit dem Haus im Gebäude.
00:02:12: Und auch bei der Software hat man zum Beispiel sowas wie Denkmalschutz.
00:02:15: Dann muss man auch an der Stelle mal die Schnittstellen zu anderen Systemen müssen gleich bleiben oder auch die Masken müssen gleichbleiben, weil man sonst möglicherweise sehr viel Schulungsaufwand hat.
00:02:27: Weil wie gesagt unsere Kunden sind ja auch Konzerne sind an dieser Stelle auch Firmen mit sehr vielen Mitarbeitern und wenn man dann eben mal tausend Leute auf neue Software schulen muss das sind dann schon meistens höhere Kosten als die Umgestaltung der Software selbst.
00:02:49: Was muss man sich denn darunter vorstellen?
00:02:51: Kannst du so ein paar Beispiele nennen, wann jemand Individual Software verwendet oder überhaupt braucht.
00:02:56: Also Individual Software verwendest du ja hauptsächlich dann wenn es irgendwelche Sachen gibt die einmalig sind.
00:03:03: also ich mein ein Beispiel kann ich tatsächlich nennen das ist zum beispiel das bundeszentralregister.
00:03:09: dass gibt's nur ein einziges mal Und da gibt es natürlich demzufolge auch keine irgendwie Standard Software, sondern das ist tatsächlich eine sehr individuelle Software.
00:03:21: Das haben wir bei anderen Kunden auch.
00:03:23: Unsere Kunden sind ja auch etwas Außergewöhnliches, weil sonst wären sie auch nicht so groß und die haben auch teilweise sehr außergewöhnliche Prozesse was sie an der Stelle auch wichtig macht.
00:03:35: Die machen das sowohl wichtig als auch richtig.
00:03:41: Da wird dann in die Viralsoftware eingesetzt und die Prozesse halt optimal zu unterstützen.
00:03:46: Man kann es auch mit Standard, also es gibt auch Möglichkeiten was mit Standard Software zu machen mit SAP oder ähnliches.
00:03:52: aber da hängt man dann schon vielleicht im Korsett.
00:03:55: dass man nicht so haben möchte
00:03:57: verstehe ich.
00:03:57: das heißt bei dem Beispiel kurz zu bleiben also des Bundeszentralregister das ist das Register wo jeder hinterlegt ist.
00:04:03: Genau,
00:04:04: wo auf dein Führungszeug das dritteht.
00:04:05: Übrigens keine Angst wir haben keinen Zugriff auf die Daten.
00:04:08: Ja und sozusagen dass es gibt nur diese eine Software gibt's nur einmal bei uns halt im Staat.
00:04:14: die werden dann von den ganzen Mitarbeitenden dort benutzt.
00:04:18: Und die haben natürlich irgendwelche Anforderungen die jetzt zum Beispiel irgendein anderes Register anbieter sag ich mal der irgendwie Wide Level Lösungen hat nicht anbieten kann oder?
00:04:26: Es gibt da keine Wide Level Losungen.
00:04:28: also es gibt ... durchaus andere Register, wie zum Beispiel auch das Schlenzburger Verkehrsregister.
00:04:33: Es gibt das Gewerberregister, an der Stelle hängt es auch zusammen.
00:04:37: Also das ... ... Gewerbezentralregister... ... hängt auch mit dem BundeszentralRegister zusammen.
00:04:43: Insofern ist das mehr als gleiche.
00:04:46: Aber ansonsten gibt's da keine ... ... Standardsoftware.
00:04:51: Würde sich auf die Firmen nicht lohnen weil im Endeffekt das kann's ja nicht so oft verkaufen.
00:04:56: und das
00:04:56: Schöne bei dem Wir kriegen unsere Anforderungen in Gesetzesform.
00:05:01: Es gibt tatsächlich ein Registergesetz, also insofern auch interessant.
00:05:06: Okay verstanden und jetzt seid ihr sozusagen sowohl in der Programmierung tätig oder seid ihr nur diejenigen anfänglich?
00:05:14: Nur diejenigen, die solche Themen dann aufarbeiten, renovieren, sanieren, analysieren...
00:05:19: Also für uns ist es tatsächlich so wir machen ... so gut wie keine grüne Wiese-Projekte.
00:05:25: Also bei uns ist immer eine Software da, die als Basis da ist,... ...die wir dann tatsächlich übernehmen, wo wir im Endeffekt weiterentwickeln oder dann wie gesagt... ...kernsanieren also in größeren Teilen dann auch tatsächlich neu schreiben oder in manchen Fällen auch komplett neu schreiben.
00:05:44: Aber es ist nicht so dass jemand jetzt tatsächlich mit ganz neuen Software zu uns kommt und sagt programmiert mir das mal,... ...das is eigentlich nicht unser, ja das ist jetzt nicht unsere präferierte Lösung oder dass unser präpariertes Projekt.
00:06:00: Ich weiß jetzt nicht ich bin noch nicht so lange in der Berufswelt aber doch schon fast zehn Jahre und ich würde sagen es gibt sogar mehr individuelle Software als eigentlich notwendig.
00:06:10: Das ist eine schwierige Aussage!
00:06:15: Ich glaube da es tatsächlich sehr viel Leute oder sehr viele Firmen gibt die versuchen Standard Software einzusetzen ... um am Ende dann festzustellen, dass es vielleicht nicht die geschickteste Lösung ist.
00:06:29: Ich habe mal am Flughafen eine interessante Werbung gesehen.
00:06:31: das war auch... ... man anscheinend auch Firmen, die in Richtung Individualesoftwarentwicklung gehen.
00:06:37: Die haben geschrieben,... ..."Haben Sie ein Standardunternehmen?
00:06:40: Warum nutzen sie denn
00:06:42: Standardsoftware?".
00:06:44: Okay!
00:06:45: Es fand ich einen ganz guten Spruch und es ist auch tatsächlich so.
00:06:48: wenn ich etwas habe was besonders ist da muss ich auch gucken, dass sich diesen Prozess oder dieses Das Vorgehen beibehalte, weil das tut mich von all meinen Konkurrenten abheben.
00:07:00: Wie Amazon mit dieser einen Klickbestellung hat sie abgehoben und die haben sich es patentieren lassen.
00:07:05: Das ist natürlich auch eine Möglichkeit aber... ...das war für die eben das Wichtige und das ist bei anderen genauso.
00:07:13: Verstehe okay!
00:07:14: Und was würdest du sagen?
00:07:16: sind denn so die Schwierigkeiten dann an der Individualsoftware?
00:07:18: Und warum muss man das eigentlich
00:07:20: sanieren?!
00:07:23: Es kommt darauf an, wie lang du schon nichts mehr damit getan hast.
00:07:25: Also es ist wie auch Gebäude wenn du sie immer rechtzeitig renovierst, wenn du dich immer darum kümmerst dass das immer Holz neu gestrichen wird und so dann hast du kein Problem ne?
00:07:36: Dann sieht ein Gebäuden nach dreißig vierzig fünfzig Jahren immer noch gut aus und das sind guten Zustand.
00:07:41: Und das ist auch bei Individual Software, es ist genauso.
00:07:44: Weil du musst dich darum kümmern und musst immer gucken dass du deine Sicherheitsupdates machst Du musst immer schauen dass du Frameworks die vielleicht nicht mehr supportet werden Dass du die austauscht.
00:07:54: Wenn du das alles machst hast du auch mit Individual Software kein Problem.
00:07:58: Dann hast du bis heute immer in so einer Renovierungsphase drin.
00:08:02: Wenn du natürlich das dann mal aus möglicherweise Kostengründen ein paar Jahre vernachlässigst, dann hast du so'n bisschen Innovationsstau oder Renovierungsstau.
00:08:11: Dann stellste fest oh ich habe Sicherheitslücken, ich habe irgendwelche Features dich einbauen möchte geht jetzt gar nicht mehr.
00:08:19: da muss ich irgendwelchen Komponenten austauschen und ja dann hast Du halt ein bisschen mehr zu tun.
00:08:25: Und dann kommen wir dann langsam auch aus dem Renovieren eben dann teilweise ins Kern sanieren.
00:08:30: Wenn Du lang genug wartest kommst du dann auch tatsächlich möglicherweise ins Neubauen.
00:08:37: Wenn du sagst, okay das lohnt sich jetzt teilweise gar nicht mehr oder es geht auch teilweise gar nichts mehr.
00:08:42: Okay,
00:08:43: man stammt.
00:08:44: Ja.
00:08:45: Wie ist so eine Organisation aufgebaut?
00:08:47: Habt ihr dann auch so einhalten?
00:08:49: Kernsinnierung, Denkmalschutz, intern ...
00:08:52: Nein also wir haben uns damals entschieden... Also wo wir angefangen haben waren wir noch nicht so viel da war die war das ganze sehr flach in der Hierarchie.
00:09:00: Da gab's im Prinzip was ne Projektorganisation.
00:09:03: Und jetzt sind wir aber dahin oder also ungefähr fünfzig Mitarbeiter groß, sondern haben gesagt das geht nicht mehr so lange und haben dann angefangen auf eine Matrix-Organisation umzusteigen.
00:09:15: Das heißt wir haben Projektleiter die wirklich Projekte für den Kunden machen und dafür auch im Endeffekt aus Teams.
00:09:23: Die sind dann eben, zum Beispiel wir haben Entwicklungsteams.
00:09:26: Wir haben Teams die sich ums Konsal den kümmern und wir haben Teams der sich um die Wartung kümmeren, um solche Sachen wie Test.
00:09:34: Und aus diesen Teams steffen sich die im Prinzip die Projektleiter ihr Projekt.
00:09:39: Das hat immer den Vorteil.
00:09:40: der Teamleiter sorgt dafür dass seine Mitarbeiter qualifiziert werden von anderen bekommen, die eine ähnliche Arbeit machen.
00:09:54: Das hilft an der Stelle auch den Mitarbeitern, weil sie dann nicht nur im Projektkontext sind sondern auch tatsächlich so ein übergreifenden Kontext mitbekommen.
00:10:03: Auch überall andere Projekte reinschauen können und der Projektleiter weiß halt ich mein Ziel ist Ich muss mich nicht darum kümmern dass meine Mitarbeiter irgendwie was Neues lernen.
00:10:12: Muss möglicherweise Jahresgespräche führen oder so kann sich voll aufs Projekt konzentrieren und dann wirklich sagen ja ich versuche jetzt für meinen Kunden das Beste rauszuholen.
00:10:21: Verstanden Nur als Zwischenfrage, ihr seid ja ein professionelles Services-Unternehmen oder seid ihr ein Softwareunternehmen?
00:10:27: Also ihr verkauft ja so an sich dann eigentlich keine Softwarelösung.
00:10:32: Wir verkaufen beides.
00:10:33: also wir machen im Prinzip für unsere Anwendungen die wir betreuen sowohl Weiterentwicklung oder wie gesagt bis zur neuen Entwicklung als auch tatsächlich einen Service dafür.
00:10:45: Das heißt wir sorgen auch dafür dass sie im Prinzip immer wieder Updates dazukommen.
00:10:51: eine Anwendung mal bei uns renoviert haben.
00:10:56: Versuchen wir auch dafür zu sorgen, dass sie eigentlich nicht mehr unbedingt in den Zustand gerät wo man sagt okay jetzt müssen wir wieder von vorne anfangen.
00:11:05: Okay verstanden das heißt so wie ich jetzt auch Standard Software dann beziehen würde beziehe ich dann bei euch quasi die Individualsoftware oder hab mein Individualsoftwares und alles drum herum kriegt er von euch?
00:11:15: Wobei die individuelle Software nicht uns gehört.
00:11:17: Die gehört weiter in unseren Kunden und wir sorgen bloß im Auftrag des Kunden dafür, dass sie auch eben funktionsfähig bleibt und das man sich also drum kümmert wenn es irgendwann mal irgendwelche Fehler gibt oder ähnliches bei.
00:11:30: keine softwares fehlerfrei egal wer sie gemacht hat.
00:11:33: ja klar Das heißt, vom Geschäftsmodell habt ihr sowohl wiederkommende Umsätze als auch so One-Time Services Projektumsätze.
00:11:40: D.h.,
00:11:40: ihr seid jetzt nicht mehr in so einer, wie du früher gesagt hast, Projektorganisationen wo ihr halt...
00:11:44: Ja aber da war es auch schon genauso das zum Projekt eigentlich auch immer Servicemitter zu gehört hat oder fast immer.
00:11:50: Okay verstanden cool super interessant!
00:11:52: Wie lange gibt's euch schon?
00:11:54: Es ist tatsächlich das fünftzehnte Jahr jetzt.
00:11:57: Okay, wie lange bist du schon dabei?
00:11:58: Seit fünfzehn Jahren.
00:12:01: Sehr gut, dann erzielt doch mal die Geschichte wie also als erstes Mal die Geschichte, wie es dazu kam dass du die Firma mit deinem Kufon da hab ich verstanden, ein Mitgründer?
00:12:09: Ja!
00:12:09: Gegründet hast.
00:12:10: und dann gucken wir uns danach aber auch noch an was du davor gemacht hast.
00:12:13: Also... Wie sind wir dazugekommen?
00:12:16: Also im Endeffekt hängt die Geschichte auch mit dem zusammen das ich vorher gemacht habe weil so ganz so den lässt sie's nicht.
00:12:21: Okay dann machen wir gleich alles, dann fangen wir gleich von vorne an.
00:12:25: Ja ja ist war in Prinzip Ich wollte eigentlich nie wirklich gründen.
00:12:30: Also es war für mich, war das an der Stelle jetzt nicht unbedingt der Lebenstraum zu sagen ich möchte eine eigene Firma haben.
00:12:38: zwischen denke ich mir vielleicht den Traum doch früher haben müssen.
00:12:41: aber egal Es war.
00:12:43: zu dem Zeitpunkt war's einfach so dass die Firma bei der wir waren mit den Mitarbeitern nicht besonders gut umgegangen ist.
00:12:51: und das war tatsächlich der Grund wo wir gesagt haben okay Wir haben eigentlich keine Lust drauf, wir wollen an dieser Stelle tatsächlich ... Also es sollte uns besser gehen.
00:13:02: Es sollte auch vielleicht anderen besser gehen so dass wir gesagt haben, wir gründen was Neues.
00:13:08: und dann haben wir festgestellt das Tessich über zwanzig andere Mitarbeiter gesagt haben wir wollen mit euch mitgehen.
00:13:13: Und so haben wir tatsächlich am Anfang als wird die Firma gegründet haben waren wir nicht nur zu zweit sondern wir waren über zwantzig.
00:13:20: Das war natürlich jetzt erst mal Eine tolle Sache, dass wir wirklich so viele hatten die uns vertraut haben.
00:13:27: Andererseits ist natürlich schon ein Unterschied ob man zu zwei zur dritt anfängt oder ob man gleich eben mit über zwanzig Mitarbeitern anfängt.
00:13:34: das war.
00:13:35: Ja klar du hast natürlich am Anfang erstmal du musst erst mal Aufträge natürlich haben und Kunden.
00:13:40: Und dann hast du als schon erst mal zwanzig Leute auf der Pail.
00:13:43: Genau, also der Vorteil war das auch der Kunde uns an dieser Stelle vertraut hat.
00:13:47: Also wir haben in dieser Stelle tatsächlich auch Kundenaufträge dann tatsächlich bekommen sofort.
00:13:54: Das hat dann geholfen aber es ist tatsächlich erstmal schon eine Anstrengung.
00:14:00: Andererseits überspringt man dann auch dieses Level dass man hat wenn zu zweit anfängt, zu dritt, zu viert.
00:14:08: Irgendwann stellt man fest, man muss delegieren und den ganzen Kram haben wir übersprungen.
00:14:13: Mit zwanzig musst du am Anfang schon delegieren.
00:14:16: Du teilst das auch mit deiner Geschäftspartnerin ab was jeder macht.
00:14:25: Und damit war es natürlich ... Am Anfang dann vielleicht sogar ein bisschen einfacher bis auf das, dass man natürlich bevor der die erste Rechnung bezahlt ist ganz schön schwitzt.
00:14:37: Kommt das Geld jetzt aus Konto oder nicht?
00:14:40: Gehälter gehen natürlich
00:14:42: ab und gerade wenn man mit Konzernen arbeitet sind halt sechzig oder neunzig Tage Zahlungsziel normal.
00:14:49: Das heißt, bevor man dann überhaupt Geld offen Konto hat, hat man schon nicht nur einmal gehalten gezahlt also.
00:14:56: Und dann, wenn sich die Kollegen noch ein bisschen Zeit lassen mit der Bezahlung der Rechnungen.
00:15:02: Wie waren so die ersten Wochen und Monate?
00:15:04: Der hatte ja nicht mal einen Büro.
00:15:06: Wie ging das denn so schnell, dass wir quasi zwanzig Leute ...
00:15:09: Wir haben tatsächlich auch von unserer Vorgängerfirma diese Büroräume übernommen
00:15:13: hier.
00:15:14: Achso!
00:15:16: Das hat dann schon funktioniert.
00:15:18: Die waren zwar nicht besonders glücklich darüber aber... Da haben sich dann am Ende doch damit abgefunden, dass es vielleicht ungünstig war, mit Erweiter nicht so gut zu behandeln.
00:15:29: Okay verstanden und als ihr zwei gegangen seid habt ihr dann gesagt ja also komm wir machen das jetzt selber und bauen dann irgendwann aber auch wieder eine große Firma da draußen auf.
00:15:38: oder habt ihr gesagt wir machen sie selber und bleiben unter uns?
00:15:40: Und dann sind die halt mitgekommen und dann war's okay.
00:15:42: Die
00:15:42: sind mitgekommen und also wir haben dann... Also als das einigermaßen bekannt war, dass wir gehen Dann haben immer mehr gesagt, wir wollen auch mitkommen beziehungsweise.
00:15:53: Wir haben dann natürlich irgendwann gesagt okay wenn ihr mitkommen wollt dann Machen wir das ok.
00:15:58: und dann waren es halt tatsächlich nahezu alle Und das war schon also alle die an diesem Standort eben gearbeitet haben
00:16:06: Okay
00:16:06: und dann hatten wir tatsächlich plötzlich fünfundzwanzig oder knappe fünfundzwanzige Leute auf der payroll
00:16:12: Ja
00:16:13: und dass ja mein im Endeffekt jetzt sind's über hundertfünfzig.
00:16:18: Also so ganz.
00:16:20: Ich glaube, wir waren schon ganz erfolgreich.
00:16:23: Und wie war dann so der... Was waren noch die entscheidenden Meilensteine von jetzt halt zu?
00:16:28: jetzt sag ich mal?
00:16:29: Gab's so ein paar Sachen wo dir die du erwähnen würdest?
00:16:33: Es gab schon so ein Paar Meilenstein.
00:16:35: also es gab schon tatsächlich so Punkte wo wir gesagt haben okay das ist jetzt wichtig.
00:16:42: also wo wir zum Beispiel es ist immer schwer bei Konzernen tatsächlich direkt Verträge zu bekommen.
00:16:49: Das heißt meistens hast du immer das Problem, du musst über irgendwelche Projektvermittler und so weiter gehen.
00:16:55: Wir haben es tatsächlich bei einem der größeren Kunden.
00:16:59: bei uns waren wir zuerst über seine IT-Tochterfirma drinnen bis die irgendwann mal tatsächlich... Und das war so ein Meilenstein gesagt haben warum beauftragen wir euch eigentlich nicht direkt?
00:17:10: Und ab dem Zeitpunkt ist das auch... War das auch ein anderes Arbeiten weil man dann im Endeffekt ja direkt gearbeitet hat und nicht über noch eine Schicht dazwischen.
00:17:20: Und es war bei anderen Kunden genauso, also wir freuen uns jetzt dass wir eigentlich bei allen unserer Kunden direkt arbeiten dürfen... ...und das geht natürlich auch erst mal ab einer gewissen Größe.
00:17:31: Also dann ab dem Zeitpunkt wo wir wirklich die hundert auch an Mitarbeiter geknackt haben wird's auch einfacher weil man einfach mehr wahrgenommen wird.
00:17:40: Also die Konzerne, ich meine es gibt ja einen Trend zu kleineren Businesses und der wird weitergehen durch AI etc.
00:17:46: sind natürlich die neu gegründeten Firmen perspektivisch kleiner.
00:17:50: also wenn sie dann mal in diese einzelnen Meilensteine reinkommen denen ihr auch wart.
00:17:56: Es ist immer noch so das größere Rolle spielt und das merken wir halt auch weil für einige Aufträge, dann ist es auch tatsächlich so dass wir auch zu klein noch sind.
00:18:05: Weil da musst du halt möglicherweise plötzlich zehn, zwanzig, dreißig Leute zur Verfügung haben und bei uns hören so Projektgrößen ab.
00:18:13: zwanzichdreißig Mitarbeitern hört's dann langsam auf.
00:18:16: das wird für uns dann schwierig Weil wenn wir irgendwo mal Projekte haben mit dreißig Mitarbeitern und das Projekt ist zu Ende, dann habe ich natürlich auf einen Schlag auch dreißzig Mitarbeiter übrig.
00:18:27: Da muss ich mir auch überlegen was mache ich damit?
00:18:29: Ist für uns an dieser Stelle auch ein gewisses Risiko.
00:18:33: Das heißt ab zwanzig Dreißig Mitarbeiter wird es halt schwierig.
00:18:40: Gut,
00:18:40: d.h.,
00:18:41: ihr hattet am Anfang schon einen oder zwei Kunden die mitgekommen sind, die gesagt habt ihr übernommen und das hat erst einmal so die Rechnung gezahlt wie ... Was ist dann eigentlich die Tätigkeit?
00:18:50: Das habe ich dich Gott sei Dank auch da, der macht Vertrieb und Marketing.
00:18:54: Was macht man denn eigentlich?
00:18:56: Wenn man so ein neues Unternehmen hat und dann sitzt man da und niemand sagt, was man tun soll... ...und man kann ja selber jeden Tag das entscheiden.
00:19:04: Was sind die Activities, die du da gemacht hast?
00:19:08: Am Anfang.
00:19:09: Also am Anfang ist es tatsächlich erst einmal allen klar zu machen dass man weiterhin einen guten Job macht Also, dass man auch versucht am Kunden dran zu bleiben.
00:19:19: Das ist bei uns aber immer so der Fall gewesen.
00:19:21: Wir haben immer versucht, am Kunden daran zu bleiben und keinen Kunden zu verlieren sondern auf den Kunden einzugehen.
00:19:27: Ist der Vorteil?
00:19:28: Man ist flexibler!
00:19:29: Wir sind flexiblers als teilweise die Konkurrenz, die eben irgendwo auch zehnmal so viele Mitarbeiter hat.
00:19:36: Das schaffen wir an dieser Stelle halt tatsächlich dem Kunden auch wirklich zu bedienen.
00:19:40: Und wenn der auch mal irgendwas haben will, was vielleicht ein bisschen am Prozess vorbeigeht ... Man kann da auch mal ein paar Sachen eben grade sein lassen, ne?
00:19:50: Kann doch mal fünf Grade sein lassen.
00:19:52: Es geht schon!
00:19:53: Ja okay das ist eine Sache.
00:19:54: aber du musst ja auch irgendwie gucken dass du neue Aufträge kriegst weil mit dem einen Kunden werdet ihr jetzt nicht die Hundertfünfzig mit dabei machen.
00:20:01: Nein!
00:20:03: Das ist gar nicht so einfach.
00:20:07: Ich ruf mal einfach bei einem Konzern an, telefoniere mich bis zum Vorstandsvorsitzenden durch und sagt dann einfach ja hier bin ich und du brauchst uns das funktioniert nicht.
00:20:18: Was komischerweise funktioniert?
00:20:21: Dass uns tatsächlich Kunden anrufen und zwar auch gerade nicht die kleinsten.
00:20:25: also es ist tatsächlich so dass du dann eine Mail kriegst und dann steht da tatsächlich zb BMW drunter wo wir erst einmal gedacht haben okay ein netter Fishingversuch, um dann am Ende festzustellen.
00:20:40: Das ist tatsächlich ernst gemeint und dass man dann tatsächlich auch mal mit Kollegen oder beziehungsweise mit Firmen auf die Art und Weise reden kann weil die einen selber finden.
00:20:52: Es gibt nicht so viele Firmen, die sagen wir machen Software neu bzw.
00:20:56: Wir kümmern uns euch um eure alte Software obwohl es sehr viel alte Software gibt.
00:21:01: aber Es gibt die großen, es gibt eine IBM oder sowas.
00:21:06: Die machen das, die wollen das aber dann immer mit ihren Produkten neu machen und dass man wirklich sagt okay ich habe ja eine Individualsoftware da gibt's möglicherweise den Kollegen der ist bei uns in der Firma betreut.
00:21:17: Den gibt´s nicht mehr oder so was?
00:21:19: Oder die Firma die es bisher macht möchte sich aus dem Geschäft zurückziehen wir brauchen einen neuen und komischerweise... Gott sei Dank finden die uns dann tatsächlich und es gibt eben da auch genügend, die dann tatsächlich über den Schatten springen.
00:21:33: Lass uns doch mal die ja wischen anrufen!
00:21:35: Und das hat jetzt mittlerweile auch ein paar Mal geklappt... ...und was halt auch geklappt hat oder was bei uns ein großes zweites Standbein ist, ist tatsächlich Ausschreibungen.
00:21:47: Also
00:21:48: macht er
00:21:48: auch?
00:21:49: Wir machen Ausschreibungen mit, wir gewinnen auch Ausschreiwungen.... Bundeszentralgegäste habe ich vorgesagt.
00:21:58: Da ist es tatsächlich auch so, das geht auch ohne Ausschreibung gar nicht.
00:22:03: Das heißt ihr hattet dann auch sozusagen so ein gutes Produkt und irgendwie so einen Delta am Markt dass man sagt man hat auch inbound anfragen ja weil hätte man ja auch sagen können okay mal muss die Kunden selbst viel finden aber dadurch dass die Kunden halt mit ihren Software-Individualösungen Themen hatten haben die euch dann gefunden sozusagen?
00:22:19: Wir
00:22:19: haben uns gefunden.
00:22:20: wir haben's auch andersrum probiert.
00:22:21: das ist ja nicht so dass wir die letzten fünfzehn Jahre unterschiedliche Wege probiert haben.
00:22:26: Aber es ist tatsächlich schwierig im Konzernumfeld jemanden zu finden, mit dem man drüber reden kann weil erstens die meisten wollen nicht über alte Software reden das ist für viele kein Thema ne?
00:22:41: Man redet immer lieber über die innovativen neuen Sachen und dann ist das was gegebenenfalls irgendwo im Rechenzentrum auf irgendeinem Surfer weit hinten läuft egal wie wichtig das ist Darüber redet man erst mal nicht.
00:22:54: Da redet es darum, wenn das da irgendwo knallt.
00:22:56: Dann denkt man sich, guck mal, vielleicht finden wir jemanden, der das noch dringend macht?
00:23:02: Weil wir haben festgestellt, dass ist jetzt doch ganz wichtig ... Ja!
00:23:08: Ich mein... ich versteh's ja auch irgendwie, ne?
00:23:10: Ein Never Change Opening System, solange es funktioniert kann man's ja lassen.
00:23:14: Was sind denn so die Sachen, die dann knallen?
00:23:15: Kannst du es nochmal sagen?
00:23:16: Ich hab das vorhin gesagt, Sicherheit ist ein Thema Frameworks oder was sind so die Hauptaufhängepunkte, die bei euch quasi landen?
00:23:22: Also der eine der wichtigsten Punkte oder der kritischsten Punkte ist tatsächlich, wenn das Know-how aus der Firma verschwindet.
00:23:28: Sei es darum dass die Firma dies bisher betreut hat zum Beispiel auch sagt ne mach man nicht mehr weiter weil ist nicht mehr unsere Technologie.
00:23:36: oder dann auch wir haben auch den Fall gehabt wo ein Kollege einfach gesagt hat ich gehe jetzt in Rente und Dem entsprechenden Kunden als aufgefallen, dass die Firma dir damals beauftragt hat das zu machen nicht mehr aus fünf sechs sieben Leuten besteht sondern tatsächlich bloß noch aus einem einzigen.
00:23:55: Der dann tatsächlich in Rente gegangen ist.
00:23:58: ja und dann haben wir halt auch sehr dringend plötzlich jemanden gesucht der eben die Software übernehmen kann.
00:24:05: also das sind ... die Punkte und technisch natürlich so Sicherheitssachen, die sind immer kritisch.
00:24:11: Wenn auch die Technologie also wenn es zum Beispiel da... ...wenn's zu Ende geht ne?
00:24:16: Wenn ein Windows Mobile nicht mehr unterstützt wird dann muss man sich auch überlegen was man macht.
00:24:23: Klar!
00:24:24: Okay ähm und wie sieht das denn so aus?
00:24:27: Also habt ihr dann ist das eine Teamstruktur, die dann da reingeht?
00:24:30: Ist das eine Person, die da erstmal reingeht?
00:24:32: oder wie kommt dann so einen...
00:24:34: Je nach Größe Je nach Größe.
00:24:38: Also wir haben natürlich Spezialisten, die sehr gut sind im Analysieren von solchen Anwendungen.
00:24:43: jetzt mittlerweile passiert es natürlich auch KI unterstützt Aber wir haben eben sehr viel Erfahrung, wo wir auch gucken müssen.
00:24:52: Wo wir hingucken müssen und sagen okay wie sieht es denn aus?
00:24:56: Ist jetzt schon eine relativ gute Struktur.
00:24:58: was dahinter steht ist die Systemarchitektur valide oder hat da irgendjemand dreißig Jahre lang einfach etwas vor sich hin gebastelt und man hat eigentlich keine Chance irgendwo durch zu blicken?
00:25:08: also man kann... Also aus der Erfahrung ist es wirklich so dass die meisten Entwickler die mit alter Software mal, also die wirklich Software entwickelt haben.
00:25:19: Dass sie schon darauf geachtet haben, dass sie es vernünftig machen.
00:25:23: Also dieses... Das was man so auch als Klischee immer hat, die sitzen im Keller und basteln irgendwas vor sich hin und kein anderer versteht das ist eigentlich wirklich nicht der Fall.
00:25:35: Die meisten sorgen schon dafür auch im Eigeninteresse, dass man einigermaßen durchblickt.
00:25:44: Super spannend, ich glaube wir linken einfach unten meinen Schornouts auch zu euch alles hin.
00:25:48: Ich habe auch im Grunde an mal solche Berührungspunkte.
00:25:50: Wir sind ja in der Branche tätig, du hast am Anfang gesagt Projektvermittler das sind jetzt nicht so ganz, wir machen eine andere Management aber...
00:25:56: Ist was komplett anderes eigentlich?
00:25:58: Aber manchmal rufen mich auch Kunden an weil natürlich dann weil du gesagt hast nämlich der Grund Nummer eins nur Hautträger gehen raus da kommt man ja auch manchmal auf die Idee.
00:26:05: vielleicht hole ich mir da mal ein Intremistisch rein.
00:26:07: Ist für uns aber gar nicht so in großer Use Case, aber ich rufe dich dann einfach demnächst
00:26:11: dann auf mich an.
00:26:11: Kein Problem!
00:26:13: Also wir linken alles die Leute können sich das gerne mal anschauen.
00:26:15: Ich finde es ist ein super interessantes Thema und ich glaube es wird im Zukunft natürlich mehr kommen weil natürlich solche Individualsoftware-Lösungen... ...ich habe am Anfang ja gesagt kätzlerisch mal gefragt warum man das eigentlich?
00:26:25: Aber man hat das ja aus nem Grund und wirds auch weiterhin noch haben.
00:26:29: Jetzt hast du vorhin gesagt, du wolltest nie wirklich Geschäftsführer werden oder nicht wirklich gründen.
00:26:33: Wie jetzt?
00:26:34: Wie findest du es jetzt?
00:26:35: Ist das jetzt gut geschäftstürzt?
00:26:37: Ich habe ja vorher schon ein bisschen angeteasert.
00:26:38: Ich hätte es mir vielleicht vorstellen sollen oder können früher... ich finde es eigentlich eine tolle Sache und ich kann's auch eigentlich wenn man die Gelegenheit hat sollte man sie nutzen weil es wirklich ist viel Verantwortung Es ist aber auch viel Freiheit.
00:26:57: Es ist tatsächlich, man kann selber bestimmen wo man hingeht und man kann am Ende auch selbst bestimmen welche Aufträge man gegebenenfalls annimmt und welche nicht.
00:27:07: Man kann gestalten!
00:27:09: Und das meine ich hab das Glück dass ich tatsächlich ja auch noch in der Geschäftsführung eine Partnerin habe die da auch super mitgeht die auch ein bisschen zu mir konträr ist.
00:27:19: also da wo ich ein bisschen zufiel Luftschlösser baue Holst du mich dann wieder runter und das funktioniert eigentlich super.
00:27:28: Und ich glaube, wir wird beide in der Kombination machen das auch ganz gut.
00:27:32: Was meint halt ihr euch auf?
00:27:33: Also Du machst Vertrieb Marketing Finanzen.
00:27:35: Sie macht es im Prinzip dazwischen also sie sorgt dafür tatsächlich dass die Projekte auch auf die Straße kommen und sie hat auch den HR Bereich bei sich sowohl das ganze operative Thema als auch HR und ja funktioniert eigentlich ganz gut.
00:27:52: Wenn du so auf deinen Geschäftsführer Alltag guckst, gibt es irgendwelche Sachen die sind so erfolgskritisch für dich?
00:27:59: Ja.
00:27:59: Es gibt manche Sachen, die sind sehr erfolgskritisch.
00:28:01: also wenn's tatsächlich darum geht dass wir wirklich auch Projekte bekommen.
00:28:07: Also du hast ja vorhin gesagt, wie bekommt man neue Gründen?
00:28:10: Wie bekommt man neue Projekte.
00:28:12: Und es ist immer wieder so dieser Punkt wenn's darum geht Ja Folgeprojekte zu bekommen oder tatsächlich auch mal neue Projekten.
00:28:19: Wir sind auf Wachstum auch ein bisschen angewiesen.
00:28:21: wir wollen auch größer werden also haben jetzt nicht unbedingt wachstumsziele.
00:28:26: aber Du kannst halt nicht irgendwie stagnieren weil wer stagniert verliert.
00:28:31: das heißt du musst immer gucken dass du natürlich auch mal neues Projekt bekommst und da ist natürlich auch oftmals Auch bei Bestandskunden gibt es Ausschreibungsverfahren.
00:28:40: Da musst du auch wieder gucken, dass er wirklich mal wieder eine Ausschreibung gewinnt.
00:28:44: Aber da sind schon kritische Sachen.
00:28:47: Dann hast du Präsentationstermine wo du dann auch deine Ideen vorstellen musst.
00:28:53: Das bringt dich schon auch in meinen Schwitzen.
00:28:55: Okay und aber wie ist so dein Alltag sag ich mal?
00:28:58: Gibt's da irgendwas wo du sagst, ich fang immer gleich an oder ich mache immer das erst Gibt's da irgend so Sachen, die man... Mal
00:29:03: gucken was in der Nacht daneben gegangen
00:29:06: ist.
00:29:06: Achso okay also in der Früh schaust du als erstes in die Mails?
00:29:10: Ja klar.
00:29:10: Du
00:29:10: guckst an der Früh, guckest in die Mills und schauchst was passiert ist.
00:29:15: Freust dich wenn noch alles läuft.
00:29:17: Und dann hast du also normalerweise überlege ich mir ja vorher wie meine Woche strukturiere.
00:29:25: Also das versuche ich schon einigermaßen ordentlich hinzukriegen.
00:29:28: Das Chaos kommt schon im Laufe der Woche, also da kommen schon die ganzen Sachen, die dann irgendwo nicht geplant sind.
00:29:34: Deshalb lasse ich mir auch immer relativ viele Zeiträume dazwischen.
00:29:37: Versuche nicht jeden Tag vollkommen durchzuplanen und ja so dass sich da auch zwischendrin eben auf unerwartete Ereignisse reagieren kann.
00:29:49: Wie bahn planst du deine Woche?
00:29:51: in der Vorwoche oder am Wochenende?
00:29:53: Tatsächlich in der Vorwoche und oftmals am Sonntagabend dann noch reingucken.
00:29:57: Und schauen, was habe ich da noch?
00:29:59: Okay okay bist du da noch also besser weitestgehend noch eigenverantwortlich?
00:30:03: kannst es noch selber planen oder gibt's das schon so Themen die wir halt als... Also reingestellt kommen sozusagen
00:30:09: paar Sachen kommen auch rein gestellt aber ich bin noch zum größten Teil Herr meines Terminkalenders.
00:30:14: Das ist ja schon mal gut!
00:30:14: Ich meine ja auch unterschiedliche Größenordnungen.
00:30:17: hier sage ich mal im Podcast drin.
00:30:19: Und manchmal sind auch Leute die sagen ne also ich hab da gar keine Das wird mir geplant, also das heißt ab einer gewissen Größenordnung und dann muss man sich entscheiden, will man das überhaupt?
00:30:28: Weil du hast ja vorhin zum Beispiel die Freiheit und solche Sachen.
00:30:31: Ich glaube in manchen Ziele wollen ich weiß nicht ob man da noch so viel Freiheit an auch hat.
00:30:36: Ich kenne es schon auch dass wenn man eben gerade mit Konzernen zusammen arbeitet, arbeitet man ja auch auf der anderen Seite mit Kollegen zusammen, die halt auch nicht unbedingt Herr Ehrers Terminkalenders sind.
00:30:51: Ich hab für mich die Entscheidung getroffen, ich will das nicht unbedingt.
00:30:54: Ich will tatsächlich noch ... dasselbe machen und kann's auch selber machen.
00:31:00: Es gibt manche Termine, die werden mir geplant.
00:31:03: Da ist es tatsächlich so... Ja, Podcastaufnahmen.
00:31:06: Zum Beispiel!
00:31:07: Da kommst du einfach rein.
00:31:08: Aber dadurch, dass ich halt tatsächlich die Freiheit habe, mir auch Freiheiten in meinem Terminkalender zu lassen, dann kann ich das hin- und herschieben, sodass es am Ende passt.
00:31:19: Gibt es irgendwelche so Aktivitäten, die du machst?
00:31:22: Wie zum Beispiel dass du dich irgendwie mal wirklich hinsetzt in zwei Stunden.
00:31:26: Dann machst du dir zu und beschäftig mit Strategie oder liest irgendwas.
00:31:29: Mach weiter Bildung.
00:31:30: Gibt's da irgendwie so regelmäßig ...
00:31:32: keine Regelmäßigen
00:31:33: okay.
00:31:34: Also es ist immer so, dass wenn du Freiheiten im Terminkalender lässt hast dann tatsächlich möglicherweise auch mal Freiheiten die wirklich frei sind.
00:31:41: Und dann ist natürlich ganz gut, wenn du im Prinzip entweder eine Liste oder am Kopf eine Leste hast und sagst mir die Sachen muss ich mal durchdenken gerade eben strategische Sachen also gerade.
00:31:53: wir haben ja tatsächlich nicht nur Diavision ... eine Tochterfirma in Rumänien, die ist natürlich auch nicht vom Himmel gefallen.
00:32:01: Sondern da mussten wir uns auch irgendwann strategisch mal so aufstellen.
00:32:05: Wir haben momentan das riesen Thema KI wo wir uns... ... auch strategisch überlegen müssen wie gehen wir mit dem ganzen Thema um?
00:32:12: Also da ist immer was wo man nachdenken muss wenn man sich Gedanken machen muss und natürlich dann auch der Punkt ja vielleicht meinen neuen Kunden in welche Richtung wollen wir mal gehen?
00:32:24: Was gibt's, was wir wieder mal irgendwo auch veröffentlichen können?
00:32:27: Weil wir veröffentlicht eine relativ viel.
00:32:30: Also insofern gibt immer etwas zum Nachdenken.
00:32:34: Zwei Fragen noch.
00:32:35: Eine noch tatsächlich zum Business, weil wir haben gerade aktuelle, sag ich mal wenn wir diesen Podcast hier veröffentlichen natürlich dieses Thema der Software Sass Apokalypse oder so.
00:32:45: Ich weiß nicht ob du das mal gesehen hast.
00:32:46: Ganzen Tech-Film leiden gerade viele.
00:32:48: so Cases gibt's wie ja jetzt konnte man sich mit Chatchivity irgendwie oder mit irgendeinem anderen Tool innerhalb von paar ein zwei drei Tagen sowieso sein eigenes To Do Management, Software, Tool bauen.
00:33:00: Was sagst du zu diesem ganzen Thema, wie siehst du den Softwaremarkt und was sind wirklich die Herausforderungen?
00:33:06: Und was ist vielleicht auch einfach so?
00:33:07: jetzt gerade ein bisschen PR sage ich mal.
00:33:10: Du spielst ja schon auf KI insgesamt an oder?
00:33:14: Genau, KI auf der einen Seite, Vibecoding und das ganze Thema.
00:33:17: dass jetzt gesagt wird okay Software-Entwicklung Coach schreiben is eigentlich gar nicht mehr so die kritische Fähigkeit sondern es geht mehr um Architektur und dann das Orchesterieren Und so weiter.
00:33:29: Ja,
00:33:30: also KI ist eine disruptive Technologie.
00:33:33: Also es wird vieles umkrempeln wie wir bisher arbeiten aber es ist trotzdem nur ein Werkzeug.
00:33:38: Also in der KI schreibt ihr keinen Code aus nix.
00:33:42: Du musst dir immerhin sagen was du genau haben willst und du solltest das was sie macht auch kontrollieren weil sie macht nicht unbedingt immer das was man ihr sagt.
00:33:52: ja also wenn du ihr sagst die soll die neueste Version eines frameworks verwenden heißt es noch lang nicht dass ich das wirklich tut.
00:33:58: Also du musst immer reinschauen.
00:33:59: Du musst immer gucken, dass sie das auch wirklich so macht.
00:34:01: Das ist tatsächlich für unsere eher seniorigen Mitarbeiter ist es kein Thema ne?
00:34:08: Die wissen das, die gucken da drauf, die schauen auch was sie macht, schmunzeln schon wenn dann wieder da irgendwas passiert.
00:34:16: Für die ist es eher so wie Anleitung eines Junioprogrammierers.
00:34:21: Gut, die KI arbeitet schneller als ein Juniorprogrammierer aber Die gucken halt, dass die auch das Richtige macht.
00:34:29: Für jemand mit weniger Erfahrung ist es immer ein bisschen kritisch weil es funktioniert ja meistens alles und für viele Firmen wird's auch Geschäftsmodelle umkrempeln Weil ich benutze ja auch KI privat.
00:34:45: Das Ding macht mir alles.
00:34:47: Ich kann dir fragen, wie viel Streifen brauche ich im MVV von da nach dazu kommen?
00:34:53: Das sagt mir das Ding.
00:34:54: Übrigens, die Frage ist,
00:34:55: dass man es fragen muss aber
00:34:57: ja... Ja, das ist das andere, dass nicht einfach irgendwo einfacher abfragen kann!
00:35:04: Aber das Ding macht alles.
00:35:06: Mein kleiner Sohn nutzt es, um seine Pokemon-Karten zu bewerten!
00:35:11: Das Ding kann alles!
00:35:12: Es hat wahnsinnig viel nach Hause und was drinnen ist... ...das ganze Wissen oder viel Wissen vom Internet.
00:35:18: Und es krempelt auch die Softwarefirmen um.
00:35:23: Ein Google wird Probleme haben wenn's tatsächlich mit der Google suche.
00:35:27: Man sucht nicht mehr mit Google, man sucht mit... Ja, in dem Fall mit Gemini oder man sucht mit ChatGPT.
00:35:34: Da stelle ich einfach eine Frage da muss sich nicht irgendwie genau suchen... ...das ist viel besser und es krempelt auch andere Unternehmen um.
00:35:41: also bevor ne SAP tatsächlich ein Bedrängnis kommt glaube ich muss nur einiges passieren.
00:35:47: deshalb glaube ich auch dass die Firmen alle eine Chance haben auch drauf zu reagieren und das auch tatsächlich auch einzubauen.
00:35:55: wir machen's ja genauso.
00:35:56: für uns ist es ein Werkzeug wir nutzen es wir können damit ist oft für viel besser analysieren, viel schneller analysieren.
00:36:03: Und wir können auch Projekte machen an die wir uns vor zwei drei Jahren nicht dran getraut haben weil es einfach von der Masse her sehr viel ist und sagen hey komm jetzt geht's!
00:36:12: Weil kriegst du hin irgendwas... ...jetzt von Sammarin in Kotlin umschreiben?
00:36:21: Ist nicht mehr so schwierig selbst wenn es hunderttausend Zeichen in Zeilen gut sind.
00:36:25: Das finde ich schön dass so Dass das nochmal ist auch ein Thema, dass ihr sagt ihr könnt Projekte machen die ihr vorher nicht machen konntet.
00:36:32: Weil es ja jetzt mal wirklich auch ein konkretes Beispiel dafür ist, dass wirklich dadurch auch etwas zusätzlich entsteht... ...nicht nur etwas wegfällt.
00:36:38: also man klar Effizienz ist immer super aber wenn man da durch neue Projekten machen kann das ist ja wirklich ein klarer Case.
00:36:44: Klar und du kannst halt auch mehr Qualität reinbringen.
00:36:47: Da wo man früher gesagt hat ok ja zehn Testfälle reichen Jetzt machst Du halt vielleicht mal fünfzig rein oder sechzig in der gleichen Zeit?
00:36:58: hat natürlich mehr Qualität drin.
00:37:01: Spannend, hey!
00:37:01: Letzte Frage was würdest du machen wenn man dir das alles wegnehmen würde beruflich?
00:37:08: Ich habe ein Fäbe für Archäologie also ich würde wahrscheinlich irgendwas irgendwo hinfahren und buddeln.
00:37:12: Ich weiß es nicht.
00:37:13: Also natürlich... Man verdient mich nicht viel damit.
00:37:17: Außer
00:37:18: man findet oder wie ist es eigentlich immer als wertvolles Findet?
00:37:20: Ja ich glaube dass darf er nicht behalten.
00:37:22: Ach so ja schade
00:37:24: Aber vielleicht ist auch mein mein Fable für alte Software.
00:37:27: Aber es ist tatsächlich so, ich finde Geschichte wahnsinnig faszinierend und wahrscheinlich würde ich ja entweder sowas oder ich würde tatsächlich irgendwas mit Lebensmittel machen.
00:37:37: Ich find das wahnsinnigt faszinerend was wirklich Landwirte usw.
00:37:42: wirklich mit ihren Händen tatsächlich erzeugt und was es da auch an Produkten gibt, das finde ich auch wahnsinn nicht toll.
00:37:49: aber
00:37:51: Du hast ja was.
00:37:52: Wir nehmen es dir nicht weg!
00:37:53: Nee, ich hoffe mal nicht.
00:37:54: Es macht nämlich auch Spaß.
00:37:56: Sehr cool.
00:37:57: Hey Jürgen, danke dass du mitgemacht hast.
00:37:59: Das hat mega viel Spaß gemacht.
00:38:00: Ich finde das ein sehr spannendes Feld.
00:38:01: Ich hoffe natürlich, dass wir zuhören genauso soft interessiert sind wie ich bin immer ein bisschen bei ist in der in der Sorte Industrie weil ich selber daherkomme.
00:38:09: Danke dass du mir gemerkt hast.
00:38:11: Danke, dass du gefragt hast.
00:38:12: Gerne Ja, wer jetzt noch zuhört hat die Episode bis zum Schluss durchgehört.
00:38:15: Lasst uns Feedback da!
00:38:17: Schreibt uns entweder über LinkedIn oder über die anderen gängigen Kanäle.
00:38:20: ich kann natürlich auch gerne ein Intro machen.
00:38:22: Ich freue mich über Feedback und eine Sterne-Bewertung hier auf Spotify, Apple wo auch immer ihr zuhört.
00:38:28: Das wird alles aggregiert, ich gucke mir das alles in Ruhe an.
00:38:31: Und wie gesagt wenn ihr Feedback habt was uns direkt schicken sollt schreibt uns gerne.
00:38:35: Das Ganze ist natürlich nur möglich weil ich habe es vorhin schon angesprochen Auch Intromanagement Projekte und festan Stellungsprojekte Besetze, auch hier im C-Level und drumherum.
00:38:43: Auch für Projekte und Programme.
00:38:46: also wenn ihr da ein Thema habt was intremistisch abgearbeitet werden kann kommt gerne auf mich zu.
00:38:50: es können unterschiedliche Themen sein wie zum Beispiel Linienzmanagementrollen aber eben auch sag ich mal Systemeinführungen oder komplexe M&A-Projekte Post Merger Integration etc.
00:39:00: Ich freue mich auf jede Nachricht und aus nächster Gespräche Jürgen.
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