Episode 294 mit Hamarz Mehmanesh (CEO & Gründer, mgm technology partners)
Shownotes
„Mit wem verbringe ich meine Lebenszeit?“ – diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch diese Episode mit Hamarz Mehmanesh, Gründer und CEO von mgm technology partners. Franz Kubbillum spricht mit ihm über 30 Jahre Enterprise-Softwareentwicklung – von langlebigen Geschäftsanwendungen über das ELSTER Online-Portal bis zum Warenflussmanagement bei Lidl. Im Mittelpunkt stehen die Low-Code-Plattform A12, die Kunst, Software für 20–30 Jahre wartbar zu bauen, und die Frage, wie KI künftig tief in Fachanwendungen integriert wird – warum das für den deutschen Mittelstand eine enorme Chance bedeutet.
Mehmanesh erzählt, wie er vom Philosophie- und Psychologiestudenten und Freiberufler zum Unternehmer wurde, der heute mit über 1.000 Mitarbeitenden an 19 Standorten komplexe Systeme entwickelt. Er beschreibt, was für ihn unternehmerisches Denken ausmacht: eine schonungslose Lagebeurteilung, Beharrlichkeit statt Ausreden –warum er seinen Alltag bewusst um Routinen, Sport und gute Gespräche mit Kolleg:innen strukturiert. Weitere Fragen, die Mehmanesh in dieser Episode beantwortet, sind:
- Wie entwickelt und betreibt man Enterprise-Anwendungen, die Jahrzehnte überdauern – technisch, organisatorisch und kulturell?
- Was unterscheidet die A12-Plattform von klassischen Low-Code-Ansätzen, und wie entkoppelt sie Fachlichkeit von Technik?
- Wie verändert KI („AI eats Software“) die Art, wie Software entsteht und welche Rolle spielen dabei AI-Agents in Fachanwendungen?
- Wodurch unterscheidet sich ein unternehmerisches Mindset von „Konzernmentalität“, und welche Rolle spielt dabei die Frage, mit wem man seine Zeit verbringt?
Themen:
- C-level
- Softwareentwicklung
- Low Code Anwendungen
- KI
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute zu Gast bei Behind The Sea, Hamas Mamanesh.
00:00:03: Hamas blickt auf dreißig Jahre Software-Entwicklung zurück.
00:00:07: Er hat einmal die MGM Technology Partners gegründet und ist auch immer noch mit dabei als Gründer und als CEO.
00:00:15: Wem MGM nichts sagt über tausend Mitarbeitende in Deutschland ungefähr hundertdreißig Millionen Euro Umsatz und wie gesagt global unterwegs mit Softwareprodukten was sie genau machen hat er uns im Podcast erzählt.
00:00:28: wir haben auch generell über den Wandel und natürlich auch die Themen wie künstliche Intelligenz etc.
00:00:34: Im Podcast gesprochen, alles was Software betrifft und später sind wir auch auf seine Gründungsgeschichte natürlich eingegangen weil das ist natürlich etwas was wir bei Behind The Sea gar nicht so oft haben.
00:00:44: jemanden der dreißig jahrelang ein Unternehmen aufgebaut hat der hat natürlich sehr viel zu erzählen.
00:00:48: wenn man es dann auch mal angeguckt wie sieht so einen tag aus im Leben von Hamas als gründer und CEO?
00:00:54: Und der sieht eigentlich ganz normal aus das werdet ihr später auch Hör'n, ein Thema was für mich hängen geblieben ist das Thema.
00:01:01: und dir die Frage beschäftige ich mich eigentlich gerade mit den richtigen Themen?
00:01:05: beziehungsweise wie und mit wem verbringe ich eigentlich meine Zeit.
00:01:10: Das ist so eine einfache Frage und doch es ist so schwierig und das richtig zu steuern und zu beantworten ist auch ne tolle Übung die man Zuhause einmal ausprobieren kann.
00:01:19: mehr dazu gibt's gleich im Podcast.
00:01:20: Ich würde sagen wir gehen gleich rein.
00:01:22: viel Spaß euch beim Zuhören abonniert den Kanal sendet uns Feedback.
00:01:26: los gehts.
00:01:27: Jede Woche spreche ich im Behind-the-Sea-Podcast mit Top-Level-Managern und Managerinnen.
00:01:31: Alle haben ein Problem, sie kommen nicht an die richtigen Leute zur richtigen Zeit für ihre Herausforderungen im Geschäft – egal ob für permanente Rollen oder interrymystische Aufgaben wie zum Beispiel M&A Projekte, Systemeinführungen, Neuaufbau und Umbau von Abteilungen oder ganze Organisationstransformationen.
00:01:49: Oftmals mangelt es an der richtigen Ressource oder eben Kompetenz!
00:01:52: Wenn dich das aktuell auch herumtreibt, dann komm gerne auf mich zu.
00:01:55: Wir können einmal unvermindlich zu dem Thema sprechen.
00:01:57: Mit mehr Informationen findest du auch auf Vatreus.de.
00:02:00: Ich freue mich auf deine Nachricht, auf LinkedIn oder eben via Mail.
00:02:03: und jetzt zurück zum Podcast.
00:02:05: Sagst du noch mal kurz deinen Vornamen?
00:02:09: Hormars
00:02:10: Genau
00:02:11: Okay also nicht Hormas sondern Hormares.
00:02:16: Hormers Genau okay
00:02:19: Sehr gut.
00:02:20: Dann würde ich sagen willkommen im Podcast.
00:02:21: Dankeschön
00:02:22: Vielen Dank Franz.
00:02:23: Mir ist es wichtig, dass ich den Vorname zumindest richtig ausspreche weil das ja was sehr Persönliches ist genauso wie der Podcast.
00:02:31: Also ganz persönlich is Harmy.
00:02:34: Das ist einfacher Und so wurde ich immer in der Familie genannt.
00:02:39: Okay gut zu wissen.
00:02:41: Dann sag uns doch mal was du heute machst und wo wir Heute sind.
00:02:45: Wir sind heute bei MGM Technology Partners Und ich bin der Gründer und einer des Zweigeschäftsführers, der MGM.
00:02:55: Und diesen Job mache ich schon sehr lange seit fournundneunzig, seitdem es diese Firma gibt.
00:03:05: Das ist echt interessant!
00:03:06: Also wir müssen auf jeden Fall gleich in die Geschichte eintauchen... Ich bin neunzehnundneinzig geboren also Das ist ein ganzes Leben eines jungen Erwachsenen, würde ich sagen.
00:03:18: Steckt schon in dieser Firma drin und wenn man hier reinkommt dann merkt man das natürlich auch.
00:03:22: ihr habt hier einiges an Stockwerken plus Dachterrasse ist eine schöne Atmosphäre.
00:03:27: viele Leute die herumlaufen
00:03:29: Dankeschön!
00:03:30: Nein wir geben uns Mühe und man kann in jedes Detail Kraftdenkkraft reinstecken Und man wird belohnt.
00:03:40: Man freut sich, wenn man reinkommt und wenn die Dinge gut gestaltet sind und da bemühen wir uns immer.
00:03:47: Perfekt!
00:03:48: Was macht ihr denn?
00:03:49: Was macht MGM?
00:03:51: MGM ist spezialisiert auf die Entwicklung und den Betrieb von Enterprise-Geschäftsanwendungen.
00:04:01: Das ist eine ganz besondere Klasse an Software diese großen Geschäftsanwendungen.
00:04:07: Sie werden charakterisiert dadurch, dass es immer um komplexe Geschäftsprozesse, um komplexe Datenstrukturen geht auch darum das diese Anwendungen nie alleine in der Landschaft stehen sondern immer integriert sind in einer Anwendungslandschaft.
00:04:27: Das größte Charakteristikum ist, dass wenn wir eine Anwendung schreiben muss das zwanzig bis dreißig Jahre leben und weiterentwickelt werden.
00:04:37: Und das prägt die ganze Firma.
00:04:40: Es ist nicht so, dass wir irgendwas entwickeln und in zwei Jahren wird es weggeschmissen sondern in der Regel ist das was wir erschaffen sehr langlebig.
00:04:51: Und es gibt auch Publikationen von Google und anderen, die sagen hey wenn du irgendwas baust was irgendwo ein Jahr verwendet werden soll mach's wie du möchtest.
00:05:02: Du brauchst überhaupt auf nichts Rücksicht zu nehmen.
00:05:06: aber wenn du nachhaltiges Software bauen willst dann brauchst du Software Engineering.
00:05:10: Dann musst du dir über alles Gedanken machen Wie organisiere ich mich?
00:05:15: Wie strukturier' ich das alles?
00:05:17: Und das charakterisiert uns diese langen Liebigkeit.
00:05:20: Okay, da müssen wir vielleicht wieder noch mal kurz drauf gehen.
00:05:23: was man da anders machen muss beim entwickeln ist ja auch ein brandaktuelles thema.
00:05:27: ich krieg von allen seiten.
00:05:29: Kloat code sachen und mockups und alles mögliche zugespielt und jeder hat irgendwie firmenideen was die irgendwie der einen Seite super cool finde weil das natürlich sehr zugänglich ist auf einmal auf der anderen Seite mal gucken wie viel davon produktiviert wird und wie lange es dann auch lebt.
00:05:43: wie du gesagt hast Kannst du ein paar Beispiele machen, was das für Anwendungsentwicklung ist?
00:05:48: Und ihr habt ja auch einen Fleckship Produkt so wie ich es verstanden habe.
00:05:51: Also
00:05:51: vielleicht zwei Beispiele für Anwendungen dieser Größenordnung.
00:05:56: Das eine ist das Elste Online Portal wo wir der Haupttechnische Partner sind und das hat entsprechende Größe Formulare in Umfang von zweihundert, dreihunderttausend Felder und zehn Jahresversionen.
00:06:16: Und ein zweites Beispiel wäre Warenflussmanagement bei einem der weltweit größten Retailer also eine Anwendung womit wir die Verfügbarkeit der Waren zur rechten Zeit in jedem Supermarkt optimieren.
00:06:36: Und da kann man sich auch vorstellen, da gehen wirklich massenweise Daten durch.
00:06:42: unsere Systeme werden verwaltet, aggregiert und als Entscheidungsgrundlage dann verfügbar gemacht.
00:06:48: Nicht schlecht!
00:06:49: Also das erste Portal habe ich auch schon verwendet und es haben wahrscheinlich schon einige verwendete, die mal ihre Steuer gemacht haben.
00:06:54: Und wenn sie es nicht direkt verwendeten dann vielleicht der Steuerberater oder die Steuerberaterin oder halt irgendwie ein anderes Tool was dann am Ende darauf einen aufgreift?
00:07:02: Genau!
00:07:02: Das heißt also nahezu auf jedem Rechner ist eine Bibliothek von MGM oder von unserem Kunden installiert, womit dann die Überprüfung der Daten, die diese Steuerpakete übermitteln wollen durchgeführt wird.
00:07:21: Und wenn alles konsistent ist, darf man auch übertragen und insofern, auch wenn man die kommerziellen Steuerpakette verwendet, verwendete man doch Älster ... im Hintergrund.
00:07:37: Ja, das macht Sinn.
00:07:38: und wenn man jetzt einkauft zum Beispiel... ...und man merkt dass da nix ausverkauft ist was man kauft dann haben die Mitarbeiter einen guten Top mit eurer Software gemacht oder?
00:07:46: Ja genau!
00:07:46: Mit unserer Software aber mit unseren Gemeinsamen.
00:07:50: Super.
00:07:50: Dann weiß man auf jeden Fall, wie man mit euch ab sofort in Kontakt kommt und jeder, der den Podcast hört, denkt wahrscheinlich dann an MGM wenn er die Steuer macht oder wenn er da einkauft?
00:07:58: Hoffentlich
00:07:59: sind das gute Gedanken.
00:08:00: Ja, ich schreibe das als gerne mal.
00:08:04: Finde ich aber immer ganz gut, wenn man das ein bisschen greifbar macht.
00:08:07: Wenn man so auch eure Website unterwegs ist sieht man ja schon ihr habt irgendwie so vier Produkte oder so.
00:08:11: Die sind dann gelabelt mit A-twölf.
00:08:13: Kannst du dazu ein bisschen was sagen, wenn sich da mal umschaut?
00:08:16: Ja sehr, sehr gerne!
00:08:19: Vielleicht darf ich das historisch einordnen.
00:08:22: Wir haben schon von Anfang von Beginn an große Softwareprojekte gemacht, die Firma ist aus der Idee entstanden.
00:08:29: Mensch wenn man die besten Techniker einstellt dann müsste man doch alles überholen können und sozusagen alle Aufträge dieser Welt bekommen für die Entwicklung von Enterprise Geschäfts Anwendungen.
00:08:42: Ein richtiger Gedanke aber auch ein naiver Gedankel ein Stück weit.
00:08:47: Damit hatten wir aber durchaus Erfolg.
00:08:51: Und um das Jahr zwei tausend
00:08:55: acht,
00:08:56: zweitausend neun haben wir gesehen dass eines unserer großen Systeme abgelöst wurde von.
00:09:05: also wir wurden abgelösst durch ein indisches Team.
00:09:09: Damals haben alle gelacht.
00:09:12: Die Inder, die sind ja so verspielt und können das gar nicht usw.
00:09:19: Ich hatte das Gefühl nicht.
00:09:21: Das sind sehr intelligente Menschen, sehr fröhliche Menschen, dynamische Menschen, die auch sehr engagiert sind.
00:09:31: Ja, als Unternehmer muss man dann ein Stück weit ehrlich zu sich sein.
00:09:35: Das heißt also warum sollen sie die Erfahrung nicht machen?
00:09:40: Warum sollen sie schlechter sein dauerhaft?
00:09:42: Das ist ein sehr irrationaler Gedanke!
00:09:46: Mir war das völlig klar dass eben auch indische Softwarehäuser in absehbarer Zeit sehr gute Qualität erzeugen werden.
00:09:54: Dann stellt sich die Frage was sind denn unsere Vorteile?
00:09:59: Also wenn ein indisches Team, ein Projekt macht oder einen MGM-Team was sind dann die Unterschiede?
00:10:07: Und aus diesem Gedanken heraus dass wir uns Vorteile erarbeiten müssen haben wir dann angefangen Projekt übergreifend Komponenten und Verfahrensweisen zu entwickeln.
00:10:21: Das heißt also A-Zwölf steht für Allianz.
00:10:26: Das war das erste Jahr, wo eine Allianz zustande gekommen ist zwischen mehreren Großprojekten bei MGM.
00:10:35: Wo wir uns darauf verständigt haben, Komponenten zu entwickeln die wir gemeinsam nutzen und dass hat sich dann nach und nach weiterentwickelt zu einer kompletten Plattform der A-Zwölfplattform Und das ist Grundlage mittlerweile von Projekten im Umfang von ca.
00:11:03: sechzig-siebzig Prozent unseres Umsatzes, also für die meisten Projekte, die wir jetzt haben.
00:11:10: genau wie unsere Partner auch setzen wir A-Zwölf ein.
00:11:13: Okay und das ist eine Low Code Plattform oder?
00:11:18: Ja Wir kategorisieren es als Lokoplatform, weil man dann am besten eine Vorstellung davon gewinnt was das ist.
00:11:28: Aber ich muss sagen... ...das reflektiert komplett unsere eigenen Wurzeln.
00:11:33: Das heißt also, es ist eine Plattform für die Entwicklung von großen Geschäftsanwendungen.
00:11:40: In
00:11:40: diesem Sinne ist ein Hauptcharakteristikum dass es offen ist.
00:11:45: im Gegensatz zu vielen anderen Lokopplatformen kann ich auf die Open Source Bibliotheken zugreifen, die da drin verbaut sind.
00:11:55: Ich kann auf die Schnittstellen gehen und da programmieren.
00:12:02: Und es wird wirklich wie ein Framework eingesetzt, was ich eben im Projekt in einem Großprojekt dann verwenden kann um die Software zu entwickeln.
00:12:12: Es schränkt mich in keiner Weise ein.
00:12:15: Es hat aber sehr vieles vorgedacht und vorkonfektioniert.
00:12:21: In diesem Sinne sind wir doch anders als gängige Locot-Plattformen auf dem Markt die eher ein geschlossenes System bieten, was in sich dann für kleinere Anwendungen unheimlich gut funktioniert.
00:12:36: Verstehe okay wie würdest du jemanden der gar nichts mit Software am Hut hat eine Low Code Plattform erklären?
00:12:45: Ich würde sagen es ist unheimliche schwer das Fachwissen eines Fachmanns zu verstehen als Techniker Und für den Fachmann ist es ehrlich gesagt auch nicht so leicht zu erklären.
00:12:58: Also wie die doppelte Historisierung einer Versicherungsanwendung passiert, das braucht man ein bisschen bis man's versteht oder wie eine Vertragslogik ist.
00:13:10: Das ist ein besseres Beispiel und die Locot-Plattform hilft damit Fachmenschen bzw Techniker, die sich für Fachlichkeit interessieren mit der Logo-Plattform diese Logik umsetzen können.
00:13:28: Ohne dass sie in die komplexe Welt der Enterprise Entwicklung einsteigen müssen.
00:13:35: und wir haben Modelle entwickelt also Datenmodelle, Fachmodelle mit denen man mit dieser Logik erfassen kann testen kann anzeigen kann Und das kann ich alles machen, ohne in die komplette Technik einzusteigen.
00:13:53: Ich kann in die Technik einsteigen?
00:13:55: Ich muss es aber nicht!
00:13:57: Das heißt diese Entkoppelung, dass heißt Fachlichkeit trennen von der Technik und erlauben, dass eben diese Fachlichkeit lauffähig wird ins Software umgesetzt wird.
00:14:09: Das ist der Hauptaspekt unserer Plattform und das ändert auch die Vorgehensweise wenn man eine Lokoplatform wie A-Zwölf verwendet.
00:14:19: Okay, dann noch eine Frage oder zwei Fragen noch zur MGM bevor wir in die Geschichte ein bisschen reingehen?
00:14:25: Die eine ist du hast gesagt dieses Langlebigkeitsthema ist auch so eines eurer, sag ich mal Eileinstellungsmerkmale.
00:14:30: was macht man denn anders?
00:14:32: also wenn nicht für eine Anwendung für einen Jahrprogramm hier sondern für dreißig Jahre?
00:14:36: das macht man dann anders bei der Softwareentwicklung.
00:14:38: Also
00:14:38: es fängt damit an dass wir ja eine der größten Mode getriebenen Branchen überhaupt sind in der IT.
00:14:47: Es gibt unglaublich viele tolle neue Ansätze und neue MGMs, Kolleginnen und Kollegen die anfangen haben dann sagen wir können das einsetzen!
00:14:57: Wir können dort allen das einsetzten.
00:14:59: und dann gibt es immer Besprechungen mit unseren erfahrenen Architekten und Architektinnen und sie sagen ja Aber so oft ist das nicht getestet.
00:15:11: So oft ist es nicht verwendet und da müssten wir eher sehen, ob sich das überhaupt durchsetzt oder nicht.
00:15:18: Und das hat diese und jene Nebeneffekte.
00:15:22: Das heißt also Es ist ein ganz ganz anderes Leben.
00:15:26: von Anfang an wissen wir Oh Gott wenn ich das Ding nehme dann muss ich das noch lange lange weiter pflegen.
00:15:36: Dadurch dass diese Pakete jetzt aber heute bei uns in der A-Zwölff-Plattform verbaut sind, gehen wir auch auf neue Technologie sobald wir sehen das der Markt sich in eine bestimmte Richtung verändert.
00:15:49: Also es gibt einen Oberflächenpaket, das nennt sich Angular und dann haben wir gesehen, dass der Marktrichtung React geht und dann hat man das komplett bei A-zwölf geändert und die andere Bibliothek dort reingezogen.
00:16:03: Das heißt also wir orientieren uns sehr, sehr stark daran was sich durchsetzt und nicht was das modernste ist, was ich verwenden könnte.
00:16:13: Verstanden okay vielleicht gehen wir da später noch ein bisschen rein.
00:16:16: aber jetzt möchte ich erstmal erfahren oder ich habe gesagt zwei Fragen.
00:16:20: deswegen die zweite Frage erst noch kannst du so ein paar Rahmenbedingungen sagen?
00:16:23: Also wie viele Leute seid ihr?
00:16:25: Wie viel Standorte habt ihr?
00:16:26: wenn du etwas zu Umsatz sagen kannst und darfst auch gerne einfach so ein Paar dass man weiß wie groß hier sein?
00:16:31: Wir sind circa ein Tausend, fünfzig oder mittlerweile ein bisschen mehr fest angestellte Mitarbeiter.
00:16:42: Siebenhundert davon in Deutschland und die anderen verteilt auf Prag, Grenoble Porto und Vietnam Und wir haben letztes Jahr circa hundertdreißig Millionen Euro Umsatz gemacht.
00:17:09: Und was noch?
00:17:10: Was darf ich noch erzählen?
00:17:12: Ich glaube also Standorte hatte ich, glaube ich, noch gefragt.
00:17:15: Zirka neunzehn Standorte.
00:17:17: Ja
00:17:17: genau okay also global.
00:17:19: oder ist es global?
00:17:23: Man braucht mehrere Standorte oder einige Standorte, wenn man darauf angewiesen ist wirklich sehr, sehr gute Kolleginnen und Kollegen einzustellen.
00:17:33: Weil die sind halt an verschiedenen Standorten meistens in schönen Städten.
00:17:38: Da versuchen wir immer uns auszubreiten.
00:17:40: Das ist ein guter Taktik auf jeden Fall!
00:17:42: So dann erzähl'n's mal.
00:17:43: also fangen wir mal mit vor MGM an was hast du denn davor gemacht?
00:17:47: und holt uns da mal ab?
00:17:49: Sehr gerne... Also Ich bin in Iran geboren und ein Jahr nach der Revolution bin ich nach Deutschland gekommen.
00:17:59: Da hatte ich die elfte Klasse in Iran bestanden, habe die Elfte hier wiederholt um mein Abitur gemacht.
00:18:07: dann bin ich Nach Regensburg gegangen hab Philosophie und Psychologie studiert aber ab dem zweiten Semester eigentlich fast nur noch für das Institut programmiert, weil damals das Institute eine unfassbar attraktive Maschine einen Computer Xerox Lisp Maschine gekauft hatte.
00:18:30: Und das habe ich zur Verfügung bestellt bekommen und durfte das Tag und Nacht verwenden und es hat mich wahnsinnig fasziniert.
00:18:38: Dann habe ich sozusagen dort mein Studium beendet und danach habe ich angefangen für eine kleine Firma im Umland von München zu arbeiten.
00:18:51: Wir haben einen Produktionsleitstand gebaut, diese Firma ist leider pleite gegangen, danach war ich Freiberufler.
00:19:00: Und wenn man als Freiberübler arbeitet dann für große deutsche Konzerne schalten die meistens einen Zwischenhändler ein, weil sie keinen direkten Vertrag mit dir haben wollen.
00:19:13: Und dieser Zwischenhändler hat sehr, sehr spät immer gezahlt so dass ich nach einem Jahr gesagt habe hey ich hab keine Lust mehr auf das Spiel Ich möchte nicht die ganze Zeit anrufen, dass sich mein Geld kriegt.
00:19:28: Können wir das nicht direkt machen?
00:19:29: und dann haben sie gesagt nein wenn direkt dann müssen Sie eine GmbH sein.
00:19:35: Also gut, dann bin ich eine GmbH.
00:19:37: Das war einfach...
00:19:38: Ja!
00:19:39: Angerufen meinen Bruder Homayun und einen guten Freund Tomasch.
00:19:46: Und die waren auch Freiberufler und haben gesagt, pass mal auf, lasst uns einfach ein Gmbh gründen und über unsere eigene Gmbha arbeiten.
00:19:55: das war auch der Ursprung Mehmanisch Gemisci Mehmanich.
00:20:02: Daher kommen die drei Buchstaben.
00:20:05: Und wir haben am Anfang das auch so praktiziert und also in kürzester Zeit waren dann ungefähr fünfzehn, zwanzig Kolleginnen und Kollegen, die über unsere GmbH gearbeitet haben weil es natürlich viel günstiger war.
00:20:20: Wir waren nicht drauf aus dass wir irgendwie Geld nehmen oder irgendwas.
00:20:24: Aber das Problem ist Man begleitet dann eine Person zum Kunden, wenn er an einem Freiberufler interessiert ist.
00:20:32: Und während wir in der Lage gewesen, unseren Mund zu halten in solchen Meetings so dass da ein Interview stattfindet mit einer Person, dann wäre alles wahrscheinlich so weitergegangen.
00:20:42: aber das waren wir nicht.
00:20:44: Das heißt der Kunde hat erzählt ich habe die solche Probleme und meine IT-Landschaft sieht so aus.
00:20:49: und dann ist man in die fachliche Diskussion mit eingestiegen und hat den Eindruck erweckt man sei ein Softwarehaus.
00:20:56: Das heißt also, wenn die Person was Falsches gemacht hat wurden wir angerufen.
00:21:00: Herr Mehmanisch das ist und das so passiert übernehmen Sie oder wie übernehmen sie?
00:21:07: Und deswegen haben wir nach sehr sehr kurzer Zeit es waren es ein paar Monate gesagt ne Also entweder müssen wir seriös betreiben oder damit aufhören weil wir erwecken den falschen Eindruck.
00:21:17: dann haben uns selber eingestellt und haben angefangen mit fest angestellten zu arbeiten.
00:21:26: Also war mein Softwarehaus.
00:21:28: Oh Mann, also so eine Geschichte habe ich auch noch nie gehört!
00:21:33: Ihr habt das quasi... Okay, jeder hat es gehört.
00:21:37: Super interessante Story wie das zustande gekommen ist.
00:21:41: Wie ging's dann weiter?
00:21:42: Ich meine dann waren die wahrscheinlich irgendwie mal so fünfzehn-zwanzig Leute am Anfang oder so, oder?
00:21:46: Genau wir hatten ein großes Projekt, also eine Produkt- und Preisverwaltung für einen internationalen amerikanischen Konzern waren stolz wie Bolle, weil das Ding in vierzig Ländern live war mit Daten, Exchange in jeder Richtung und so weiter.
00:22:04: Und sofort.
00:22:07: Das war eben die Idee Mensch Die besten Techniker wir machen das alles.
00:22:10: und dann habe ich aber gesehen dass sogar in diesem Konzern sehr oft andere Firmen gefragt werden wenn es um neue Anwendungen geht und wir nicht.
00:22:21: und dann hab ich entsprechend die Projektleiter oder die zuständigen gefragt Sag mal, wir machen das doch so.
00:22:29: Wieso?
00:22:30: Wir nicht!
00:22:32: Weißt du nochmals... Ihr baut alles, ihr macht alles und wir kriegen auch gute Anwendungen.
00:22:39: Aber es ist immer ein blödes Gefühl mit euch zu tun haben.
00:22:43: Ich war echt wie vom... Sagt ich wieso?
00:22:46: Sagt er Ja, ihr sitzt in unserem Meetings, schlürft euer Kaffee, sagt kein Wort Und denkt euch redet wie ihr was ihr wollt.
00:22:56: ich weiß ja was ich vor euch bauen muss.
00:22:58: Ihr macht es auch, aber das gibt uns ein ganz schlechtes Gefühl!
00:23:03: Das war der moment wo ich gedacht habe wir brauchen Fachleute, wir brauchen Berater Wir brauchen einfach auch fachliche Projektleiter also das ganze Spektrum und diese Idee oder die Dominanz der Technik in unseren Köpfen.
00:23:21: wenn ich technisch etwas machen kann dann... ist der Kunde sehr zufrieden, hat dann aufgehört und wir wurden quasi praktisch eine komplette Organisation.
00:23:32: Das war eben ein Evolutionsschritt für uns, ein großer Schritt muss ich sagen.
00:23:42: Und das war so die erste Stufe.
00:23:46: Dann kam Offsharing
00:23:49: usw.,
00:23:50: dann kam die Internationalisierung... unglaublich viel Blödsinn gehört, also in der Tschechai kündigen fünfzig Prozent der Leute jedes Jahr und so weiter.
00:24:02: Kultur ganz anders.
00:24:03: das war völliger blöd Sinn weil wir haben weltweit die selbe Fluktation vier Prozent ja.
00:24:12: Also die Leute merken einfach, wenn du fair mit ihnen umgehst und wenn sie sich gleich bahnen willst.
00:24:17: Und insofern darf man nicht solche Sachen hören sondern muss eigentlich darauf vertrauen, wenn Du die richtige Kultur hast wird das auch ankommen.
00:24:27: Okay.
00:24:28: Und
00:24:28: so war das auch.
00:24:29: Das war unglaublich spannend.
00:24:31: also eine Firma dann dass da international ist ist einfach wirklich was anderes.
00:24:39: Deshalb bringt unglaublich viel Freude Und das war eben der nächste Schritt.
00:24:46: Der übernächste Schritt war, dass wir dann die deutschen Kolleginnen und Kollegen, die wir in diese Niederlassung geschickt haben, Auslandsniederlassungen zurückgeholt haben weil wie gesagt haben Die Welt wird nicht ein besserer Platz wo überall wenn überall deutsche Führungskräfte sind.
00:25:02: Das muss dann lokal geführt werden und das haben wir auch gemacht.
00:25:08: Das war dann richtig international.
00:25:11: Unser Konzept ist, dass jeder Standort gleich ist.
00:25:14: Es ist nicht so das die besten Köpfe hier in Deutschland sind oder sonst was.
00:25:18: es einfach überhaupt nicht so.
00:25:19: Es is wirklich gleich.
00:25:21: Ja Erfahrung ist anders manchmal aber wenn die Kolleginnen und Kollegen erfahrener werden Dann sind sie wirklich genauso gut wie die Kollegen die in Deutschland arbeiten muss man sagen.
00:25:34: Das war der nächste Evolutionsschritt.
00:25:37: Dann kam eben die ganze Arbeit an unserer Plattform und das war das eine.
00:25:47: Und das zweite war, dass Schwimmen gegen den Markt.
00:25:51: Warum?
00:25:52: Weil agile Softwareentwicklung wurde große Mode und es haben wir auch praktiziert aber uns zwar von Anfang an bewusst.
00:26:01: Es gibt auch Spezialisierungen also für Anwendungen, die Millionen User haben.
00:26:10: Da musst du einfach Last-Tests machen und durch die Durchführung eines Last- Tests ist nicht so kompliziert aber dieser Test bringt Achtzig, Hundertsechzig, Zweihundert Seiten Diagramme raus.
00:26:25: Wenn Du das nicht sehr oft in deinem Leben gemacht hast weißt Du gar nicht was Du mit diesem Diagramm anfangen sollst!
00:26:30: Du brauchst einen Spezialisten.
00:26:32: Deswegen haben wir unsere Organisation so ausgeprägt, dass wir eben für Last and Performance Qualitätssicherung ein Kompetensteam hatten.
00:26:41: Für User Experience einen Kompetenzteam hatten und für andere Themen genauso.
00:26:46: Und die haben in allen Projekten mit reingewirkt.
00:26:51: Dadurch hat sich die ganze Organisation verändert.
00:26:55: Das heißt also... organisiert in abgeschlossenen Projekten, sondern hatten die ganzen Kompetensteams in der Interaktion mit den Projekte.
00:27:06: Und es ist ganz schön schwierig!
00:27:08: Es hört sich viel leichter an als es ist weil abgeschlossene Projekter haben auch ihre Vorteile und so weiter und sofort.
00:27:17: aber wir haben einfach ein bisschen gebraucht und brauchen immer noch um das gut auf die Reihe zu kriegen.
00:27:23: Das war Nächste Evolution und damit sind wir eigentlich sehr gut gefahren auch mit dieser Plattform, mit dem Plattform mit der Plattform einen Ansatz.
00:27:34: Und im Moment sind wir komplett in der KI Revolution.
00:27:40: Das ist jetzt sozusagen eine unfassbar spannende Zeit.
00:27:49: Ich bin gespannt was du mir da so ein bisschen zu sagst.
00:27:51: also... Da gibt es viele Stimmen.
00:27:53: gerade ich sehe immer mal wieder auch so Headlines und Posts, wo drauf steht KI e-Software und solche Sachen.
00:28:02: Also wie würde man interessieren was da dran ist?
00:28:06: Und wahrscheinlich weiß es niemanden weil natürlich in zwei bis drei Jahren kann sich so viel wieder drehen und passieren.
00:28:11: aber wie sind deine Meinung dazu?
00:28:15: Da ist sehr sehr viel Wahres dran.
00:28:17: das heißt also... Wir sind jetzt schon und in absehbarer Zeit noch mehr, in der Lage viel schneller Software zu produzieren auch nachhaltige Software zu produzieren als in der Vergangenheit.
00:28:35: Und jetzt muss man sehen alles was ich sage basiert auf der Annahme dass der Mensch noch irgendwo in der Loop ist.
00:28:44: das heißt also wenn Software generiert wird auch durch die KI muss ein Mensch noch Verantwortung tragen und sagen, das passt.
00:28:53: Das ist gut umgesetzt.
00:28:55: Wenn kein Mensch mehr in der Loop ist, dann ist das ganz anders.
00:29:00: Das is nochmal ganz wichtig.
00:29:02: aber solange... ...ein Mensch noch verantwortung trägt, ist das Spiel dass man eben unserer Meinung nach es sehr angebracht ist zu sagen ich habe eine getestete Basis eine Plattform auf die ich aufsetzen kann.
00:29:22: Ich generiere nur diese Schicht da drüber.
00:29:27: Die kann ich auch überprüfen, also ich sage ein Beispiel eine große Enterprise Anwendung hat manchmal fünfzehn Millionen Lines of Code Auch wirklich standardmäßig gemacht und so weiter und sofort.
00:29:48: Wie teste ich das denn?
00:29:51: Nehmen wir mal an du generierst diesen Code was machst Du dann damit?
00:29:56: Also es ist unserer Meinung nach viel besser, wenn die Fachlichkeit und Technik getrennt sind.
00:30:01: Wenn ich die Fachlichkeitsseparat testen kann, wenn ich diesen Custom Code den ich noch brauche teste und nicht alles testen muss und alles anschauen muss.
00:30:11: Das ist im Moment unser Ansatz ergänzt durch den Plan, den wir jetzt gerade exekutieren KI in unsere laufenden Anwendungen einzubauen und zwar nicht nur für einzelne Aspekte.
00:30:30: Du kannst ein Dokumentscannen oder du kannst das in jenes machen, sondern dass du in der Lage bist fachliche Agenten zu entwickeln und auch laufend selber zu verbessern die dir helfen eine Aufgabe komplett zu übernehmen.
00:30:49: ich sag mal eine Schadensabteilung von einer Versicherung, sollte in absehbarer Zeit zwei drei vier Supervisor haben.
00:30:58: Menschen die sich extrem gut auskennen und die dann ihre KI-Agenten im Überblick haben, die dann die Fälle bearbeiten.
00:31:07: Voraussetzung dafür ist aber dass ich nicht das Ganze miteinander getrennt voneinander getrennte habe.
00:31:13: also ich hab einmal meine Stammdatenverwaltung Da sind die Daten von den einzelnen Verträgen und Kunden usw.
00:31:20: Und daneben habe ich meine KI, die ich mal wieder befragen kann.
00:31:24: Also das ist der Modus in dem wir jetzt arbeiten, sondern die KI ist in der Anwendung mitintegriert.
00:31:33: Daran arbeiten wir daran glauben wir und wir glauben auch dass wir für die fachlichen Anwendungen, die wir angehen, in Zukunft auch gut Konkurrenz machen können ... in jeder Hinsicht Konkurrenz machen können für Cloud Code und andere.
00:31:52: Okay, also das würde ja erst mal so ein bisschen gegen diese These sprechen KII Software oder?
00:31:57: Weil das heißt ja dann... Also ich verstehe was du meinst aber irgendwie für mich gehört sich das so an als würde es in Zukunft keine Software mehr geben weil die KI das alles schreibt.
00:32:08: Also das würde ich doch die KI schreibt ist, also ich würde mal sagen die Welt ändert sich dahin gehend, dass man sich viel mehr vornehmen kann.
00:32:22: Also bis jetzt ist es so.
00:32:24: was ist das Spiel?
00:32:25: Wir sind immer noch im Plattformspiel.
00:32:30: Irgendeine Firma kriegt ein paar hundert Millionen Dollar Geld baut irgendeine Plattform und dann schauen sie, dass alle anderen platt machen und sich durchsetzen usw.
00:32:43: Das Spiel wird sich komplett ändern.
00:32:45: Wir trauen uns heute zu, jede Software anzugreifen.
00:32:49: Weil es mit einem begrenzten Team möglich ist.
00:32:52: du brauchst diese drei vier fünfhundert Millionen Dollar nicht mehr damit du das angehen kannst.
00:33:00: und wenn man diesen Gedanken verinnerlicht hat dann sieht man boah die Möglichkeiten die man hat explodieren weil einfach können Eine viel größere Rolle spielt, weil Partnerschaften mit Fachexperten, Fachhäusern eine viel größer Rolle spielt als ausschließlich Verfügbarkeit von Kapital.
00:33:24: Und
00:33:24: meiner Meinung nach ist das auch der goldene Weg für den deutschen Mittelstand.
00:33:29: Weil der deutsche Mittelstand hatte in den letzten Jahren das Problem dass sie immer mit dieser Plattform Strategie zu kämpfen hat.
00:33:38: Irgendjemand setzt eine Firma auf, gibt ihnen ein Haufen Geld damit sie alles platt machen.
00:33:44: So leicht wird es nicht mehr in Zukunft.
00:33:47: Ideen und Können spielen da eine ganz andere Rolle.
00:33:52: die Bedeutung von Kapital wird abnehmen.
00:33:56: Es ist nicht so in der Schicht der Infrastruktur Rechenzentren bauen und mit einem Haufen Grafikkarten und Rechnern bestücken, damit ich meine Modelle laufen lassen kann.
00:34:08: Und es ist nicht wahr für die Ebene der Light Language Models also der KI-Modelle.
00:34:16: Da spielt Geld immer noch eine Wahnsinnsrolle.
00:34:20: aber alles was da drüber kommt, da spielt das eine viel geringere Rolle und wir haben uns vorgenommen eben Oberkante Lasch Dankwitschmodel aufzusetzen und alles dann selber anzubieten.
00:34:38: Und jedem da auch ... genau, Konkurrenz zu machen in einem amerikanischen Haus.
00:34:45: Wenn das sein sollte, werden wir auch in die Modellentwicklung mit Partnern einsteigen müssen.
00:34:53: Das sehen wir aber im Moment nicht.
00:34:55: Okay also das heißt aber auch so Sachen wie Office-Anwendungen, Google Business also alle diese Sachen wo man sagt okay die sind eigentlich gesetzt.
00:35:05: Die werden sich vielleicht auch in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren verändern weil jemand sagt ich baue mir mein eigenes Unternehmenskommunikationsdokumente etc.
00:35:14: Tool und ich brauche vielleicht gar keinen SAP oder kein Office oder sowas mehr.
00:35:23: Das weiß ich nicht, weil das setzt voraus dass die Unternehmen, die diese Softwarepakete geschrieben haben statisch bleiben und das werden sie nicht.
00:35:33: Das sind intelligente Menschen dahinter, die werden sich auch bewegen und die werden auch eine Antwort auf die Vielfalt haben.
00:35:40: Das heißt also wenn wir SAP nehmen SAP lebt davon, dass sie unfassbar viele Geschäftsmodelle unterstützen kann abbilden kann in einer Basis Automatisch ist das so, dass diese Basis sehr viele generische Strukturen hat.
00:35:56: dann.
00:35:57: Allgemeine Strukture die angepasst werden müssen also die lang laufenden Projekte und sie werden das anders machen.
00:36:04: vielleicht werden Sie für jede branche branchespezifiche SAP Varianten rausbringen.
00:36:11: Vielleicht werden Sie jeden Kunden unterstützen das nochmal ganz anders anzupassen.
00:36:16: Das heißt also wir dürfen nicht davon ausgehen, dass die dann einfach so bleiben wie sie sind und nur wir bewegen uns.
00:36:22: Sondern das wird ein sehr interessantes Setup sein.
00:36:28: Guter Punkt!
00:36:29: Ja gut ich bin gespannt, wie sich das entwickelt in den nächsten zwei drei Jahren auf jeden Fall.
00:36:33: Gehen wir noch mal bisschen auf dich ein.
00:36:36: Warum glaubst du, dass du Unternehmer geworden bist?
00:36:43: dass ich Unternehmer geworden bin, beziehungsweise was zeichnet vielleicht ein Unternehmer aus?
00:36:50: Mehrere Dinge.
00:36:51: Zum einen ist das meiner Meinung nach eine ehrliche sachliche Bewertung der Situation die ein Unternehmmer macht.
00:37:00: Ich habe Beispiele gebracht, ich habe die indischen Kollegen gesehen und ich hätte dann auch mit allen anderen Witze reißen können war nicht so, ich habe gespürt boah das sind intelligente Menschen die werden es machen.
00:37:14: Das meine ich mit eine ehrliche sachliche Bewertung einer Sachlage.
00:37:25: Das zweite was einen Unternehmer auszeichnet meiner Meinung nach ist dass es ihm nichts bringt wenn er sagen kann warum etwas nicht funktioniert?
00:37:39: Was meine ich damit?
00:37:41: Es gab eine lange Zeit, da war es sehr schwer Informatikerinnen einzustellen.
00:37:48: Und ich kann dann die ganzen Statistiken bringen... Ja der Markt ist so und dieses und jenes usw.
00:37:54: Deswegen hat's nicht funktioniert.
00:37:56: Kann ich machen?
00:37:58: Aber das bringt mir nichts!
00:38:00: Du weißt einfach Verflucht nochmal Ich muss es schaffen.
00:38:06: ich kann dann begründen, warum nicht?
00:38:08: Aber dann geht mein Laden unter.
00:38:09: Das geht nicht!
00:38:10: Ich muss es schaffen.
00:38:12: und das unterscheidet für mich Menschen die also etwas mehr Konzernmentalität haben wobei Konzertmentalität gibt es auch in kleineren Firmen, größeren Firmen ist es nicht sozusagen dass sie in Konzernen arbeiten.
00:38:29: aber so eine Mentalität wie Ich kann schlüssig begründen, warum irgendwas so gelaufen ist wie es gelaufen.
00:38:37: Der Unterschied zum Unternehmer der einfach weiß hey Es bringt mir nichts zu erklären ich muss es einfach schaffen.
00:38:45: Das ist interessant.
00:38:46: also ich habe kennst du das buch grit?
00:38:49: Ich
00:38:50: schicke sie danach mal zu.
00:38:51: Da geht es darum, da wurde auch gemessen wie kann man feststellen ob jemand irgendwie erfolgreich in einer Domäne wird?
00:38:57: und dann hat man sich verschiedene Domänen angeschaut und ist ein ganz großes Buch über Psychologie.
00:39:02: und da steht drin also eine Gemeinsamkeit die man finden kann sind Leute die halt nicht aufhören.
00:39:07: das hat ja auch so ein bisschen damit zu tun mit.
00:39:09: es bringt mir nichts zu sagen warum's nicht geht.
00:39:11: es muss einfach klappen.
00:39:12: wenn man solange weiter macht bis es irgendwann klappt dann hat man eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man schafft oder das man zumindest beim Schaffen irgendwann, sag ich mal.
00:39:22: Dann nicht mehr weiter kommt.
00:39:26: Wie kriegt man... Oder woher kommt dieses Gehen?
00:39:28: Also es prägt mir nichts zu sagen, dass etwas nicht funktioniert.
00:39:33: Ich muss es schaffen!
00:39:35: Ist das angeboren oder entwickelt man das in der Kindheit?
00:39:38: Oh,
00:39:40: das ist für mich schwer zu beurteilen.
00:39:44: Ich kann es eigentlich nicht sagen, aber man muss sagen die Kultur in der man lebt hat auch einen großen Einfluss.
00:39:54: meiner Meinung nach also gewisse Voraussetzungen werden wahrscheinlich da sein müssen.
00:40:02: ich kann's nicht wirklich sagen weil wissenschaftlich untersucht ist es nicht Dass die Kultur eines Unternehmens muss einem das auch selber klar machen.
00:40:15: Und darf auch Dinge nicht fördern, die dem entgegen wirken.
00:40:22: Das ist so...
00:40:24: Okay, das ist schon mal das jetzige Setting.
00:40:26: aber ich glaube schon dass Leute also du zum Beispiel auch du warst ein Freelancer da bist du so mehr oder weniger glaube ich reingerutscht ja Du hattest ja auch eine erste Firma schon gegründet Aber dann hattest du ja irgendwie schon dieses Mindset entwickelt, oder?
00:40:38: Also das ist ja was, was dann irgendwie schon da war.
00:40:40: Ich frag mich immer sind solche Eigenschaften halt angeboren... ...oder entwickelt man die irgendwie als weiß ich nicht von Elternhaus vielleicht sogar mitgegeben oder irgendwie ne?
00:40:50: Also es kann durchaus sein, ich kann's nicht sagen!
00:40:54: Ich kann nur sagen bei uns im Elternhaus wurden die Sachen wirklich offen diskutiert und ich musste auch ... acht, neunjähriger meinen Standpunkt verteidigen.
00:41:07: Das heißt also die Familie ist um ein Tisch gesessen und dann muss ich sagen warum ich jetzt irgendwie Filme anschauen will was ich nicht anschauen darf?
00:41:15: Naja okay interessant!
00:41:16: Das ist genau.
00:41:19: Spannend.
00:41:22: Danke dir auf jeden Fall schon mal für die ganzen Einblicke.
00:41:25: kannst du uns mal so durch einen Alltag bei dir durchlotsen?
00:41:27: Also wann stehst Du auf?
00:41:29: Was machst Du als erstes wie sieht Dein Tag aus?
00:41:31: gibt es irgendwelche festen Routinen?
00:41:33: One
00:41:34: day in the life.
00:41:36: Also meistens wache ich Viertel vor sechs oder sechs auf und habe vielleicht einen Artikel, den ich noch lesen will und an manchen Tagen, vielleicht zweimal die Woche mache ich dann auch Sport.
00:41:58: Also, vielleicht einmal... Ich habe so ein Yoga-Video gefunden.
00:42:04: Das mache ich meine Frau und ich gemeinsam am Morgen dann.
00:42:08: Das dauert ca.
00:42:09: von zwanzig Minuten oder ich mach was anderes.
00:42:13: An manchen anderen Tagen stehe ich einfach auf und dusche Frühstück und dann geht sie in die Arbeit.
00:42:18: Ich freue mich schon riesig wenn ich dann herradle oder herfahre.
00:42:23: das ist schon mal wahnsinnig toll weil Ich mich auf die Kolleginnen und Kollegen freue, auf das Büro freue.
00:42:32: Und da gehen ein zig Sachen durch den Kopf.
00:42:40: Je nachdem was an dem Tag anliegt.
00:42:43: es gibt ein paar lang laufende Prozesse im Kopf und dazu gibt es immer wieder Meetings.
00:42:51: zum Beispiel wie bringen wir normale Geschäftsanwendungen und KI zusammen?
00:42:57: Das ist nichts, was jetzt... Aber im zweiten Tag gibt es Meetings.
00:43:01: Weil bei uns ist es so jeder denkt und macht mit der Karre rum!
00:43:05: Und dann redet man mit den Kolleginnen und Kollegen, was hast du gedacht?
00:43:09: Was hast du gemacht?
00:43:10: Wie können wir das zusammenbringen?
00:43:12: Es bringt nichts wenn tausend Leute in Tausend Richtungen laufen.
00:43:15: Also solche Gespräche zum Teil sind es einfach Meetings die ja, die man einfach hat weil Es liegt eine Ausschreibung aus und die müssen wir beantworten oder es gibt eine Eskalation.
00:43:33: Und und, wie müssen was machen?
00:43:36: Also ist eine Mischung aus inhaltlicher Arbeit und Dingen, die aus dem Alltag eines Unternehmens kommen wo du irgendwo dich engagieren muss oder was machen musst.
00:43:50: Was ich jetzt versuche seit Neustem ist auch etwas mehr nach draußen zu gehen, weil es auch für uns wichtig ist mittlerweile und für die Größe der Firma.
00:44:05: Dass man einfach den Namen kennt und ja dass die Firma etwas bekannter wird.
00:44:15: Und dann gibt's irgendwelche Sachen, die du so regelmäßig machst also jeden Tag oder außer die Sachen, wie du genannt hast wo man sich denken kann?
00:44:21: Oder jede Woche irgendwie so Routinen Alltagsthemen
00:44:26: Neben Sport oder
00:44:28: egal was?
00:44:28: Also
00:44:31: ich versuche, fünfzigmal im Jahr mit dem Fahrrad in die Arbeit zu kommen.
00:44:36: Das ist ein Ziel das ich mir gesetzt habe.
00:44:39: Zweimal die Woche zu Hause meinen Krafttraining zu machen, zweimal die woche mit meiner Frau meinen Yoga zu machen... Dann gibt es bestimmte technische Diskussionsforen oder Publikationsforen, die ich versuche zu lesen.
00:45:00: Mir ist bewusst welche Themen ich gerade in meinem Kopf crunche und da versuche auch regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen drüberzusprechen.
00:45:13: Und wie soll ich sagen?
00:45:19: Ansonsten... Ich bin nicht einfach fasziniert von einem Arbeitsalltag, ich kann es dir gar nicht sagen.
00:45:28: Du kommst hier rein und puff puff puff.
00:45:31: also dann passiert's einfach.
00:45:34: Super!
00:45:35: Also man merkt auf jeden Fall dass du das gefunden hast was dir sehr gut liegt und wo du offensichtlich seit dreißig Jahren dahinter bist.
00:45:44: Und?
00:45:44: Ich muss sagen eine Sache die... mir sehr geholfen hat Orientierung zu haben im Beruf und im Leben, im Privatleben war.
00:45:56: Ich habe mich... ich hab' mir die Frage gestellt was ist wichtig in dem Leben?
00:46:02: Und ich glaube das Wichtigste ist womit verbringe ich meine Zeit?
00:46:07: mit wem?
00:46:07: Mit wem verbring ich meine Lebenszeit?
00:46:12: Und da bin ich stolz darauf dass ich unfassbar spannende Menschen um mich habe ist einfach ein Quell der Energie und der Freude.
00:46:24: Und das kann ich auch jedem empfehlen,
00:46:26: d.h.,
00:46:26: also man hat ein gutes Gefühl dafür wenn man in der falschen Umgebung ist oder dann muss man da raus.
00:46:35: Das ist so... Womit mit wem verbringe ich mein Leben?
00:46:40: Das ist eine der wichtigsten Dinge die man im Leben überhaupt festlegen kann.
00:46:47: Das ist ein richtig guter Tipp.
00:46:48: Alle, die jetzt bisher zugehört haben können sich auf jeden Fall mal nach dem Podcast die Frage stellen, wofür mit verbringe ich eigentlich meine Zeit und mit wem?
00:46:58: Das ist sehr aufschlussreich.
00:46:59: sollte man mal mit einem Blatt Papier auch mal vielleicht dran gehen dann kann man das so ein bisschen ja aufzeichnen visualisieren.
00:47:05: Letzte Frage was würdest du machen wenn man dir das hier alles wegnehmen würde?
00:47:10: Was würde ich machen, will man mir das ganze... wegnehmen würde.
00:47:19: Ich würd wahrscheinlich einfach die Dinge weiterlesen, die ich lese.
00:47:25: dann hätte ich Wahrscheinlich eine Idee was ich machen will.
00:47:32: Zumindest sagt mir meine Frau mach bleibt da wo du bist weil sonst entwickelst Du nur noch andere blöde Ideen.
00:47:43: Und ja Ich würde meine Freunde anrufen und erzählen, was in meinem Kopf umgeht.
00:47:50: Und daraus entsteht etwas.
00:47:52: Ist mir nicht gut!
00:47:53: Hey das hat mega Spaß gemacht, herzlichen Dank.
00:47:55: Das war ein toller Einblick und ich glaube jeder der bis jetzt zugehört hat mindestens eine Sache gelernt, hat mindestens eine Sache die er jetzt mitnehmen kann ausprobieren kann... ...das war echt klasse.
00:48:04: Vielen herzigen dank dir
00:48:05: Super, lasst uns gerne ein paar Bewertungen da für den Podcast oder sendet uns direkt Feedback.
00:48:10: Wir freuen uns natürlich immer über Direktfeedback.
00:48:12: unsere Links zu LinkedIn und zu den Websiten findet ihr unten in den Show-Nauts Und so könnt ihr auf jeden Fall auf uns zukommen.
00:48:19: Abonnement für den Kanal fänd ich besonders wichtig für mich.
00:48:22: das kostet euch nichts.
00:48:23: Ihr hört regelmäßig zu die meisten haben den Kanal nicht abonniert.
00:48:26: Das ist auch nicht so schlimm.
00:48:27: ihr könnt auch zuhören ohne zu abonnieren aber wenn ihr dem Format noch einen kleinen Push geben wollt dann gerne einfach diesen Knopf drücken und uns eine Bewertung da lassen.
00:48:35: Das Ganze ist ja auch möglich, weil wir hier mit Atreus zusammenarbeiten.
00:48:39: Schaut gern mal auf atreos.de vorbei speziell wenn ihr intremistische Aufgaben habt im Unternehmen das heißt Aufgaben die über einen gewissen Zeitraum abgearbeitet werden wo ihr entweder eine Ressource oder eine Kompetenz nur für den begrenzten Zeitraum braucht dann könnt ihr gerne mal auf mich zukommen.
00:48:53: Da gibt es ja unterschiedliche Themen wo sowas relevant ist.
00:48:56: Wenn ihr der Meinung seid ich habe gerade so ein Thema Dann können wir hier einfach mal sprechen.
00:49:00: Oftmals findet man dann auch doch eine Lösung im eigenen Unternehmen oder im Netzwerk und wenn nicht, dann haben wir einen sehr guten qualifizierten Talentpool.
00:49:06: Zwanzig Jahre lang haben wir da schon reingesteckt und dann können wir euch sicherlich auch aushelfen.
00:49:11: Ich freue mich auf jeden Fall aufs nächste Gespräch mit dir!
00:49:14: Vielen herzlichen Dank dir.
00:49:15: es hat total Spaß super spaß gemacht.
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