Episode 293 mit Eva Baumann (CEO, CHT Group)

Shownotes

„Chemie ist die Mutter aller Industrien.“

In dieser Episode spricht Franz Kubbillum mit Eva Baumann, CEO der CHT Group, einem global tätigen Spezialchemieunternehmen mit Hauptsitz in Tübingen, rund 2.500 Mitarbeitenden und 26 Tochtergesellschaften weltweit. Die CHT Group entwickelt Spezialchemie für Textil, Kosmetik, Waschmittel, Farben und viele weitere Industrien und macht sichtbar, wie stark Produkte wie Shampoo, Silikone oder Funktionstextilien unseren Alltag prägen: vom Weichgriff der Haare bis zur Performance von Sportbekleidung.

Baumann beschreibt ihren Weg aus der Marketingberatung über 20 Jahre bei Wacker Chemie in verschiedenen Markt‑ und Führungsrollen hin zur CEO‑Position bei CHT – und wie sie Zahlenlogik mit einem tiefen Verständnis für Organisation, Menschen und Führung verbindet. Sie zeigt, wie CHT mit über 5.000 Produkten, kundenspezifischen Formulierungen und Innovationen wie dem ressourcenschonenden Färbeverfahren „Pigmentura“ –ausgezeichnet mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis – Nachhaltigkeit systematisch in die Produktentwicklung integriert. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Stiftungsbesitz: Baumann erläutert, wie der Stifterwille, eigenfinanzierte Langfristigkeit und eine wertebasierte Kultur es ermöglichen, nachhaltige Innovationen auch über kurzfristige Marktzyklen hinweg zu verfolgen – und was das konkret für Governance, C‑Level‑Rollen und Führung im Alltag bedeutet.
Weitere Fragen, die Baumann in dieser Episode beantwortet, sind:

  • Wie unterscheiden sich Grundstoff‑ und Spezialchemie, und an welchen Punkten begegnen uns CHT‑Produkte im ganz normalen Tagesablauf?
  • Wie verbindet CHT Nachhaltigkeit, Innovation und Geschäftserfolg?
  • Welche Rolle spielen Stiftungsmodell, Kultur und Empowerment der Mitarbeitenden für Strategie, Organisation und Führungsverständnis?
  • Welche Karriere‑ und Leadership‑Learnings gibt Baumann weiter – von Mosaikkarriere und Neugier bis zu Langstreckenmentalität und dem Prinzip „Don’t let others set your agenda“?

Themen:

  • C-level
  • Spezialchemie
  • Stiftungsmodell
  • Nachhaltigkeit

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute zu Gast bei Behind The Sea Eva Baumann, Eva ist CEO der CHT Gruppe und die habe ich im schönen Tübingen einmal besucht.

00:00:07: Hier dreht sich alles rund um das Thema Spezialchemie.

00:00:11: mit rund zweieinhalb tausend Mitarbeitenden und sechsundzwanzig Tochterunternehmen macht die Gruppe das, was wir unter Spezialchemie verstehen.

00:00:20: Ich habe mich gefragt, was bedeutet es eigentlich?

00:00:22: Wir sind einmal durch so einen Alltag durchgegangen und haben dann relativ schnell gemerkt, dass uns ständig irgendwelche Produkte wie zum Beispiel Shampoo, Silikon oder sogar Textil begegnen, was irgendwo mit Spezial Chemie behandelt wird oder zu tun hat.

00:00:36: Das Ganze hat auch seine Wurzeln in der Textilchemie.

00:00:39: Darüber haben wir natürlich sehr viel im Podcast gesprochen.

00:00:42: Eva hat wirklich sehr viele Seiten ... Sie war auch mal als Laufcoach bei bei der weiblichen Jugendmannschaft des FC Bayern zu Gast.

00:00:49: Was es damit auf sich hat, das hat sie uns natürlich

00:00:52: auch

00:00:52: erzählt und ich würde sagen bevor ihr alles vorweg nehmt gehen wir gleich rein in den Podcast mit Eva Baumann der CEO der CHT Gruppe.

00:01:01: Jede Woche spreche ich im Behind-the-Sea-Podcast mit Top-Level-Managern und Managerinnen.

00:01:06: Alle haben ein Problem, sie kommen nicht an die richtigen Leute zur richtigen Zeit für ihre Herausforderungen im Geschäft – egal ob für permanente Rollen oder interrymystische Aufgaben wie zum Beispiel M&A Projekte, Systemeinführungen, Neuaufbau und Umbau von Abteilungen oder ganze Organisationstransformationen.

00:01:23: Oftmals mangelt es an der richtigen Ressource oder eben Kompetenz!

00:01:27: Wenn dich das aktuell auch herumtreibt, dann komm gerne auf mich zu.

00:01:29: Wir können einmal unvermindlich zu dem Thema sprechen.

00:01:31: Mit mehr Informationen findest du auch auf vertreus.de.

00:01:34: Ich freue mich auf deine Nachricht, auf LinkedIn oder eben via Mail.

00:01:37: und jetzt zurück zum Podcast!

00:01:39: Eva willkommen im Podcast.

00:01:41: Hallo Franz, grüß dich Willkommen hier.

00:01:43: Ja danke dass ich euch besuchen darf.

00:01:45: wir waren gerade schon hier unterwegs.

00:01:47: aus dem Vorgespräch habe ich schon super viele Themen mit dir sozusagen über dich sprechen möchte.

00:01:53: fangen wir mal an.

00:01:53: Du warst mal Lauf-Trainerin beim FC Bayern.

00:01:57: Ja, das war aber tatsächlich so ein ehrenamtliches Engagement.

00:02:01: Ich habe da die Jugend-Mädchenmannschaft muss ich sagen.

00:02:05: So'n bisschen ertüchtigt in einem Workshop mit Treppenläufen.

00:02:11: und wie läuft man eigentlich?

00:02:12: Und ich hab festgestellt, laufen ohne Ball ist für einen Fußballer eine ganz schwierige Angelegenheit.

00:02:17: Also ja, die sind oft schneller mit Ball am Fuß als ohne.

00:02:22: Laufen beschäftigt dich auch sonst.

00:02:23: Das packe ich mal nach hinten.

00:02:25: also jeder der wissen will um was es geht auf jeden Fall bis zum Ende durch.

00:02:28: Erzähl uns doch erst mal wer du bist, was du heute machst und wo wir hier genau sind.

00:02:33: Sehr gerne Franz!

00:02:34: Ja ich bin die Eva Baumann, bin CEO der CHT Gruppe mit einem Spezialchemie-Unternehmen mit Hauptsitz in Tübingen also Bad Württemberg in Schwaben genommen.

00:02:46: Wir sind eine Unternehmensgruppe, wir haben insgesamt sechsundzwanzig Töchter und Produktionsstätten weltweit.

00:02:52: Etwa zweitausendfünfhundert Mitarbeitern gerade um mal ein paar Zahlen zu geben am Anfang.

00:02:58: Wir sind in zwei Jahren, fünfundsebzig Jahre alt.

00:03:01: das ist ein Unternehmen heute im Stiftungsbesitz aber mit Familiengründung werden wir vielleicht auch noch einmal drauf zu sprechen können.

00:03:08: kommen ist ne besonderheit würde ich sagen aber auch was sehr prägend ist von der Kultur Von der Größe haben wir drei verschiedene Business Divisions, also Geschäftsbereiche.

00:03:18: Wir werden immer wieder ein bisschen in die Anglizismen kommen.

00:03:21: Unternehmenssprache ist Englisch – das glaube ich vielleicht auch noch mal vorab.

00:03:26: Ja, wir haben die Wurzel in der Textilchemie.

00:03:28: Das ist nach wie vor unser größter Bereich.

00:03:31: Wir bieten Textilhilfsmittel und Farbstoffe an für textile Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

00:03:39: Damit hat unsere Gründereinhold-Beitlich begonnen!

00:03:42: was vielleicht nicht mehr so bekannt ist, weil heute die meiste Textilindustrie ja in fernost ist.

00:03:49: In Deutschland genau genommen hier an der schwäbischen Alp gab es mal eine richtige Hochburg für Textilproduktionen.

00:03:55: Das ist der Grund warum wir hier am Puse der Schwäbische Alp im Neckartal in Tübingen auch unseren Sitz haben seit deinerzeit in dreiundfünfzig, weil wir hier gut vernetzt waren mit der Textil Industrie.

00:04:07: mittlerweile gibt's noch einige Unternehmen.

00:04:09: Du kannst zum Beispiel Trigema nennen oder auch Markeine ja auch zum Teil noch produzieren hier in der Gegend.

00:04:14: Aber wie er bekannt ist, die Produktion ist im Wesentlichen abgewandert.

00:04:19: trotzdem gibt es noch einiges an Textilchemie in Deutschland und Europa

00:04:22: Super.

00:04:23: Ja, das ist der eine Bereich.

00:04:25: dann haben wir noch zwei weitere Geschäfts große Geschäftsfelder die sich im Wesentlichen mit Spezialchemie im Silikonbereich aber auch Akkulaten Poliuretan kümmern.

00:04:36: ich gehe mal eher weniger von der Chemie aus sondern ein Stück weit eher von den Industrien.

00:04:41: Das wird für die Hörer vielleicht ein bisschen greifbarer sein.

00:04:46: Also wir sind in wirklich sehr vielen Industrie.

00:04:49: Chemie ist ja so ein stückweite Mutter fast allen Nachfolgeindustrie.

00:04:54: Wir finden uns hier im Automobilbereich, im Kosmetikbereich Waschmittel auch Wäschereien aber auch im Farbenbereich und im Lackenbereich.

00:05:05: Wir haben auch industrielle Hilfsmittel.

00:05:07: also einfach mal um so die ganze Bandbreite aufzuzählen.

00:05:11: Das heißt, wenn man morgens aufsteht hat man eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass man auf Produkte die auch die CHT herstellt trifft.

00:05:18: Kannst du da ein paar Beispiele nennen?

00:05:19: Auf was würde man, wenn ich jetzt so durch den Tag je überall auf euch treffe?

00:05:24: Also das fängt eigentlich schon im Bad an.

00:05:28: Wenn wir morgens Haare wäscht und Shampoo oder einen Conditioner wäre jetzt mal ein gutes Beispiel mit hoher Wahrscheinlichkeiten hier zum Beispiel in Silikonanteil der dafür sorgt, dass die Haare gut camber sind.

00:05:40: Dass ein gewisser Weichgriff.

00:05:41: da ist vielleicht auch eine Föhnbarkeit je nachdem was man für Effekte erzielen will.

00:05:47: können wir das mit unseren chemischen Formulierungen unterstützen in der Kundenformulierung?

00:05:52: Das wäre so ein typisches Beispiel mal.

00:05:55: Was bedeutet eigentlich Spezialchemie?

00:05:57: Also was ist der Unterschied zwischen Chemie und Spezialchemistry?

00:06:00: Es ist eine gute Frage, man unterscheidet oft in der Chemie so zwischen Grundstoffchemie also wo man die Bausteine eigentlich erst produziert Grundstoffe.

00:06:11: Ich bin mir vergleichens ganz gern mit dem Legospiel, also wenn jemand die Lego-Bausteine produziert dann werden das die Moleküle, die Bausteine aus denen dann die Weitere Chemie zusammengesetzt wird, also die Polymäre und zusammengesetzten Molekülen.

00:06:26: Wir produzieren tatsächlich dann eher die fertigen Legostrukturen, setzen also die verschiedenen Bausteinen zusammen zu den Produkten, die dann wieder bei unseren Kunden für bestimmte Effekte in den Lösungen sorgen.

00:06:39: Das wäre so der Hintergrund.

00:06:41: Ich glaube, was auch noch mal wichtig ist zu unterscheiden – wir hören ja im Moment sehr viel über die deutsche Chemie an sich.

00:06:49: Wir haben zum Glück noch sehr viele große Chemie, also Unternehmen, die wirklich in der Grundstoffchemie tätig sind und eine der stärksten Industrien in Deutschland und hoffentlich auch weiterhin für Diskussionen im Moment.

00:07:04: Was hier nochmal unterschieden werden muss, sind wirklich die großvolumigen Chemieanlagen.

00:07:09: Die dann auch stark im Wettbewerb stehen von den Produkten mit asiatischen Produkten zum Beispiel oder aus anderen Bereichen.

00:07:17: Oder eben wie jetzt eine CHT.

00:07:20: Wir formulieren Produkte also wir gehen von diesen Grundstoffen aus und bauen dann die sogenannten Spezialitäten die sehr spezifisch in der Kundenanwendung wirken.

00:07:31: Und das ist auch tatsächlich ein Charakteristikum für uns, wir kümmern uns sehr viel und die Kunden anlegen.

00:07:38: Wir sprechen sehr viel im Indertechnik aber auch im Vertrieb mit den Kunden versuchen wirklich an der Kundenanwendung zu verstehen was genau ist das Thema?

00:07:48: Was brauchen unsere Kunden um diese Lösung zu haben?

00:07:51: jetzt mal Beispiel zu bleiben, wenn ich ein Shampoo formuliere.

00:07:54: Was genau möchte der Kunde denn verkaufen?

00:07:57: Das ist zum Beispiel eine Formulierung die klar ist.

00:07:59: also das ist ein transparentes Shampoo sein oder ist es eben genau dieses Thema Weichgriff.

00:08:05: Welche Art von H geht's denn eigentlich?

00:08:07: sprechen wir vom Asiatischen Haar oder sprechen wir auch vielleicht von dem europäischen Haar?

00:08:14: was ist den der gewünschte Effekt beim Entkunden.

00:08:18: Und von diesem Effekt aus gehen wir dann rückwärts und überlegen, wo haben wir in unserem gesamten Chemie-Baukasten denn die Bausteine, die diesen Effekt erzeugen können?

00:08:28: Das ist die Stärke der Spezialitätenchemie.

00:08:31: also wirklich auf spezielle Anwendungen noch mal hinbezogen.

00:08:34: Also wenn ich mir so ein Shampoo anschaue, wie viel davon ist dann wirklich... also wenn das jetzt z.B.

00:08:39: grau ist und es hat eine gewisse, weiß ich nicht, Skursität?

00:08:43: Wie viele davon ist funktional und wieviel davon ist vielleicht auch so, dass will man weil sich das irgendwie gut anfühlt?

00:08:48: Das ist alles Funktionalität wahrscheinlich

00:08:50: oder?!

00:08:51: Da ist viel Funktionalität, aber ein bisschen was macht natürlich schon auch die Vermarktung aus.

00:08:55: Also es ist eben farbig,

00:08:58: da gibt's

00:08:58: auch bestimmte Trends oder wir hatten ja jetzt ja auch mal... Es geht ja nicht immer nur um Shampoo, es geht auf andere Flüssigkeiten.

00:09:06: also wie fühlt sich das eigentlich an?

00:09:08: Wie ist denn die Haptik?

00:09:09: Ist das eher gelartig oder ist es wieder so eine Fiskusitätsgesprache?

00:09:13: Dann merkt man so ein bisschen den naturwissenschaftlichen Hintergrund.

00:09:17: Also wie ist die Fließfähigkeit?

00:09:20: Wie ist die Farbe, wie sieht es aus?

00:09:22: Auch Geruch ist natürlich oft ein Argument.

00:09:25: Also wir stellen keine Duftstoffe her aber auch da muss in der Informulierung dann berücksichtigt werden.

00:09:29: also all diese Komponenten kommen zusammen.

00:09:32: viel Funktionalität Aber natürlich auch ein Stück weit Entertainment oder das Erleben beim Kunden, das Kundenerlebnis.

00:09:41: Okay,

00:09:41: d.h.,

00:09:42: wenn man jetzt hier mal die Bandbreite anschaut von Silikonen zu, du hast schon gesagt Textil?

00:09:48: Was ist bei Textil, es ist dann die Bearbeitung des Textils oder...

00:09:52: Auch!

00:09:54: Ganz unterschiedlich hat er vorhin kurz erwähnt.

00:09:55: Wir haben den gesamten Baukasten, also sowohl die Hilfsmittel, die zum Beispiel in der Produktion von der Baumwolle bis hin zu dem fertigen Produkt eingesetzt werden.

00:10:08: Das sind z.B.

00:10:09: Mittel auch für Weichgriff im Finishing-Bereich, wenn wir sehr verschiedene Effekte erzielen.

00:10:16: Zum Beispiel wie bei einem Haar, dass es sich gut anfühlt und knitterfrei ist oder das Moisture Management, also dass Feuchtigkeit gerade bei Sportbekleidung gut abgeleitet wird.

00:10:29: Wir bieten aber auch Farbstoffe an und da geht es natürlich vor allem darum auch nachhaltige Produkte zu erzeugen, dass man möglichst geringer Chemie-Einsatz hat oder mit nachwachsenden Rohstoffen agiert.

00:10:41: eine sehr hohe Farbdichte erzählt eben mit wenigen Pigmenten.

00:10:45: diese Thematiken sind dann besonders wichtig.

00:10:48: Wie nah ist das dann beieinander?

00:10:49: So eine unterschiedliche Produktpalette oder Art, die man mit Chemie lösen muss.

00:10:55: Ist es noch nah beieinander oder...

00:10:57: Wie nah beIEinander vielleicht?

00:10:59: Also

00:11:00: im Sinne kann jemand der Silikon Bearbeitung auch in der Shampoo-Abteilung arbeiten.

00:11:08: Jetzt verstehe ich!

00:11:09: Ja tatsächlich, das ist ne sehr gute Frage.

00:11:13: Tatsächlich ist es zum Teil auch chemisch sehr nahe.

00:11:17: Wenn du von der Effekt-Seite kommst, kann genau das eine Lösung auch sein.

00:11:24: Tatsächlich ist es so dass wir ähnliche Produkte... für ähnliche Effekte anbieten, also von der chemischen Seite.

00:11:34: Also im Prinzip geht es ja immer darum eine Oberfläche zu modifizieren.

00:11:38: Wenn man in so ein Haar rein fasst das ist im Prinzip eine Ober-Fläche und wenn man unter dem Mikroskop sich einen Haar anschauen würde dann wäre das sehr raub und schuppig.

00:11:48: Und wenn man mit einem Silikonschampo oder mit dem Konditioner dort arbeitet, dann wird die Oberfläche glatter und das erzeugt diesen Weichgriff.

00:11:55: Das fühlt sich anders an in der Hand.

00:11:57: Ein ähnlichen Effekt kann man auch auf textilem Gewebe erzeugen.

00:12:01: Also auch da spielen ähnliche Mechanismen eine Rolle.

00:12:05: Es geht immer um Anhaftung also wie lange bleibt das Produkt dann auf dem Haar oder auf der Faser?

00:12:11: Wie ist es der Weichgriff?

00:12:13: zum Beispiel auch eine ganz interessante Ganz interessant von den Testverfahren.

00:12:20: Das gibt natürlich quantifizierte Testverfahren, aber das Beste ist immer noch ein Panel.

00:12:25: Also wenn über lange Zeit Tester die sehr viele Gewebe oder Harddressen anfassen, die Produkte prüfen.

00:12:34: Das ist es immer noch das was am realistisch an der Wirkung beim Entkunden dann auch ist.

00:12:41: Ganz interessant wieso auf der einen Seite naturwissenschaftliche Begebenheiten zusammenkommen wirklich mit dem Empfinden des Menschen Mietern am Ende auch in der Erinnerung anwendet.

00:12:51: Verstanden, ist das eigentlich alles immer eine Innovation wenn man dann der Kunde was zu einem kommt?

00:12:56: Also ist da immer eine andere Zusammensetzung neu die es vorher noch nicht gab oder ist da viel auch wiederverwendungslos?

00:13:02: Ja also wir haben eine Produktpalette mit über fünf tausend Produkten heute.

00:13:06: das heißt für viele Effekte haben wir eine Lösung dann tatsächlich auch in einem Portfolio.

00:13:13: Aber es ist tatsächlich auch so, dass immer wieder Fragestellungen auftauchen und sagen das gucken wir uns neu an.

00:13:19: Wir haben ja auch ein Technologie- und Innovationsmanagement im Haus die sich darum kümmern mit den Experten für die Anwendung neue Lösungen erarbeiten.

00:13:28: also wir haben beides oft das Schelf, also Regale die sozusagen im Regal stehen.

00:13:36: Produkte die im Regaal stehen um den Kunden angeboten werden können ist ja oft auch dann Produkte, die vielleicht auch einfach als Prozesshilfsmittel verwendet werden wie Schmierstoffe, Apfelhilfen, Entschäumer so aber... Auf der anderen Seite entwickeln wir auch ganz spezifische Schmidtkunden zusammen über einen langen Zeitraum Produkte, die dieser Kunde dann vielleicht auch exklusiv vertreiben kann.

00:14:00: Also wir haben beides.

00:14:02: Verstanden

00:14:02: ja!

00:14:03: Was sind denn so für Innovationen?

00:14:05: Wenn du da ein paar nennen kannst oder so aus den letzten Jahren was habt ihr da so... neues erfunden sozusagen.

00:14:12: Ja, also bleiben wir im Textilbereich.

00:14:15: Hier ist das Thema Nachhaltigkeit uns immer besonders wichtig und dann haben wir zum Beispiel ein Färbeverfahren entwickelt.

00:14:22: Das war unter dem Marken am Pikmenturer am Markt anbieten dafür haben auch den deutschen Nachhaltigkeitspreis in Berlin bekommen.

00:14:29: vor kurzem sind wir auch wirklich stolz drauf dass uns eben ermöglicht hier Ressourcen schon in der Färbeverfahren anzubieten.

00:14:36: was für unsere Kunden da.

00:14:37: natürlich ein Argument aber auf den Endkunden.

00:14:40: Das ist ein Thema, das wir eigentlich bei allen Innovationen immer auch als Kriterium mitlaufen lassen.

00:14:45: Nicht nur ist es etwas was der Kunde braucht unmittelbar – das ist natürlich immer der Auslöser.

00:14:51: Es muss ein Markt da sein und wir sind Unternehmen, dass ein Markt tätig ist.

00:14:55: also Das ist der Auslöse, aber über dessen hinaus schauen wir immer von den Kriterien natürlich auch.

00:15:02: Ist es ein Produkt das zu uns, zu unseren Maßstäben und zu unseren Wertmaßstäben passt?

00:15:07: Und wir sind Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet hat.

00:15:12: Ich habe es am Eingang schon mal erwähnt.

00:15:13: Wir sind ein Unternehmen im Stiftungsbesitz und unser Stifter hat diesen Nachhaltigkeitsauftrag uns auch so ein Stück weit in Stammbuch geschrieben.

00:15:22: Das nehmen wir sehr ernst.

00:15:25: Wir testen auch immer unser gesamtes Produktportfolio und natürlich auch die Innovationen.

00:15:31: An dem Maßstab ist es ein nachhaltiges Produkt, können wir's an bestimmten Stellen vielleicht noch nachhaltiger machen durch Inhaltsstoffe oder hat das einen Nachhaltigkeitseffekt in der Kundenanwendung?

00:15:43: können wir zum Beispiel im Färbeverfahren Wassersparen, können wir Pigmente sparen.

00:15:49: Das sind Themen die messen wir und ist für uns auch ein Kriterium dann es am Markt anzubieten oder auch weiter zu entwickeln.

00:15:56: Geht vielleicht

00:15:57: noch ein bisschen auf dieses Stiftungsbesitzthema einer?

00:15:59: Ich hatte schon paar glaube ich Gäste, die das auch haben im Hintergrund aber da haben wir glaube ich noch nie so richtig darüber gesprochen.

00:16:06: was bedeutet das eigentlich genau und was bedeutet es auch für das C Level speziell?

00:16:12: Also was bedeutet das genau?

00:16:14: Das Unternehmen wurde in den Achtzigerjahren von dem Stifter Reinhold Beidlich übertragen, in eine Stiftung.

00:16:21: Man hat es bis dahin als Familienunternehmen geführt und hat's dann in die Stiftungen übertragend.

00:16:25: Das Unternehmen selbst, also die CAD-Gruppe ist im Besitz zweier Stiftogen.

00:16:31: Einmal unser Aufsichtskremium würde ... einer AG sagen, das ist unser Aufsichtsrat.

00:16:39: Das ist ein sogenannte Stiftungsrat.

00:16:40: und dann haben wir noch eine gemeinnützige Stiftung die sich tatsächlich gemeinnutzigen Projekten widmet mit einem klaren Stiftungenauftrag hier Kinder- und Jugendliche in der Entwicklung zu fördern mit dem Schwerpunkt auch Unterrichtung Wissenschaft also diesen Schwerpunkterziehung.

00:17:02: Und eine der Themen, die auch unserem Stifter schon sehr wichtig war ist eben genau die Umwelt.

00:17:07: Also wir haben auch noch im Unternehmen Mitarbeiter, die schon in der zweiten dritten Generation aus der Familie da sind und gerade im Stiftungsrat sind auch ehemalige Kollegen des Unternehmens, die den Stiften auch noch kannten und so wird dieser Stifter Wille auch weitergetragen im Unternehmen also sehr lebendig und wir wissen daher auch relativ genau was wollte die Familie Beidlich erreichen mit diesem Stift?

00:17:31: Also das ist so diese Konstruktion.

00:17:33: einmal der Hintergrund.

00:17:36: Was hat es für Effekte?

00:17:37: Das hat vor allem einen sehr positiven Effekt, also dadurch dass wir eigen finanziert sind.

00:17:43: weitgehend können wir diesem Stifter willen auch über Marktgegebenheiten hinweg nachgehen wo jetzt zum Beispiel ein AG sagen würde okay ich bin den Quartalsergebnissen verpflichtet Ich muss auch Dividenden auszahlen verbleibt nicht alles Geld im Unternehmen oder dadurch ist man auch sehr viel stärker den Marktdruck unterlegen.

00:18:06: Also wir können auch dann, um ein Beispiel zu machen eine Entwicklung an die wir glauben aus Nachhaltigkeitsgründen, eine Produktentwicklung länger verfolgen oder verfolge diese auch länger wenn wir der Meinung sind dass sie uns langfristig zum einen den Stiftungszweck erfüllt, nämlich nachhaltige Produkte zu entwickeln und hiermit auch ein Beitrag zum Umweltschutz zu leisten oder wo wir der Meinung sind das wird mittel- oder langfristiger auch am Markt eine relevante Größe werden.

00:18:36: Wo vielleicht andere Unternehmen sagen jetzt sind wir schon eine ganze Weile dran.

00:18:40: an dieser Stelle brechen wir jetzt das Projekt ab also diesen Diese Auswirkungen hat es.

00:18:46: Was hat das für Sie-Level für Auswirkung?

00:18:51: Erst mal ist die Konstruktion sehr ähnlich zu Unternehmen anderer Rechtsformen, also wir haben eben diesen Stiftungsrat was in einem Aufsichtsrat entspricht wo die Governance Struktur angelegt ist.

00:19:03: Wir sind drei Geschäftsführer im Sie Level mit der Aufteilung CEO.

00:19:10: Das ist bei mir.

00:19:11: Ich kümmere mich um die Themen Strategie, das ganze Thema Business Divisions also wo die Anwendungstechnik und der Vertrieb drin sind.

00:19:21: Ein Sonderthema bei mir ist nochmal ich kümmer mich auch um Personal.

00:19:25: Und es gibt auch schon mal einen kleinen Hinweis drauf was ist besonders?

00:19:29: Also das Thema Kultur ist uns sehr wichtig im Unternehmen, ist auch für die Mitarbeiter sehr wichtig Bereich den der Stiftungsrat als sehr wesentlich ansieht, daher ist Personal auch wirklich ein zentrales Thema.

00:19:44: Die ganzen Themen rund um Personal und Kultur.

00:19:47: Ein weiteres Thema ist auch noch in meiner Verantwortung, dass die Kommunikation als Sprecherin des Unternehmens einfach ein ganz wichtiges Bindeglied nach Innen- und Außen zu kommunizieren.

00:19:59: Dann haben wir einen CFO-Ressort.

00:20:01: Der Kollege kümmert sich um das ganze Thema Finanzen-Controlling Die ganze Compliance-Thematik, juristische Sachverhalte aber auch der Einkauf.

00:20:13: Also wir glauben ganz stark daran dass im C Level auch wichtig ist das alle Geschäftsführer auch ein gewisse Einflussnahme und Einblick haben aufs operative Geschäft.

00:20:23: Dadurch sind wir auch gut vernetzt also hier.

00:20:26: unser CFO sorgt dafür dass wir bei der Einkaufseite die Kosten auch richtig gut in Blick und Griff haben einer der Effekte.

00:20:34: und er kümmert sich auch um das Thema IT und Digitalisierung.

00:20:38: Ja, dann haben wir noch den COO-Bereich.

00:20:41: die Kollegin dort kümmert sich um die ganzen Themen Operations.

00:20:44: Ich hatte ja vorhin schon erwähnt Wir haben sechsundzwanzig Produktionsstandorte.

00:20:48: Das heißt da ist einiges zu tun diese Anlagenvielfalt aber auch in eine wirklich global funktionierendes Appli-Chain zu übersetzen, um die kümmert sie sich auch.

00:20:59: Wir haben außerdem das Thema Technologie.

00:21:01: dort also Technologie und Innovationsmanagement wo eben gerade dieses Thema Innovation worüber wir vorhin gesprochen haben auch angesiedelt ist Und als großes eigenes Thema auch Nachhaltigkeit verbunden mit der Regulatorik also Regulatory Affairs.

00:21:20: Das ist der Bereich hier.

00:21:22: Nachhaltigkeit verstehen wir da auch eben nicht als separate Regulatorik-Abteilung, sondern wirklich als aktiven

00:21:28: Beitrag.".

00:21:29: Wie wird man denn CEO in einem Chemie, im Spezialchemie unternehmen?

00:21:34: Das ist für mich jetzt so ein Beruf, warum wahrscheinlich auch wirklich aus der Chemie kommt oder... Hast du einen anderen Werdegang?

00:21:40: Ja, tatsächlich komme ich sozusagen aus der Chemie.

00:21:44: Ich bin jetzt seit sechsundzwanzig Jahren dieses Jahr schon in der Chemies und seit fünf Jahren hier bei der CHT in der CEO-Funktion jetzt gute zwei Jahre und habe vorher zwanzig Jahre bei der Baggerchemie erst GmbH dann AG gearbeitet.

00:22:03: Und ja, Du hast recht Franz also ich glaube die Chemie ist so eine Leidenschaft.

00:22:10: Jetzt bin ich ja keine Klinikerin, ich komme aus dem kommerziellen Bereich.

00:22:13: also in meinem Marketingvertrieb und vielleicht kommen wir da nachher auch noch mal drauf zu sprechen habe dann nochmal mich im Thema Personal- und Organisation vertieft also von zwei Seiten der Zahlenwelt aber auch von der Organisation und den Menschen im Unternehmen.

00:22:31: trotzdem bin ich der Chemie immer treu geblieben Weil ich einfach eine unheimliche Faszination in dieser Industrie sehe.

00:22:37: Also ist die Mutter aller Industrien, man kann es nicht anders sagen fast alle Nachfolgeindustrie haben mit Chemie zu tun vielleicht bewusst manchmal auch unbewusst und das bringt auch ein als Manager sehr viele unterschiedliche Wertschöpfungsketten.

00:22:57: Mich hat es von Anfang an fasziniert, über diese Zusammenhänge, über die verschiedenen Wertschüpfungsstufen nachzudenken und auch zu sehen wie verbunden das ist.

00:23:05: Auch global verbunden dort wirklich die Warenströme sich anzugucken bis zum Endprodukt und zu verstehen was braucht's eigentlich alles?

00:23:14: Wer muss eigentlich aller Hand in Hand arbeiten damit am Ende eben ein Shampoo im Waschraum steht oder eben ein Auto, um noch ein komplexeres Beispiel zu nennen.

00:23:25: Und da macht man sich so im alltäglichen Ligen gar keine Gedanken darüber.

00:23:29: aber wenn man dann in der Chemie arbeitet mit diesen verschiedenen Industrien zu tun hat, ist diese Komplexität schon wirklich faszinierender Aspekt.

00:23:38: Ich hab auch auf der Hinfahrt hier so ein bisschen überleben, dachte mir ja.

00:23:42: Manchmal sagt man ja auch so, das ist chemisch ... Das ist ja manchmal auch schon als Begriff für was Negatives.

00:23:50: Dann habe ich mich darüber nachgedacht, wenn man wirklich drüber nachdenkt, was ist eigentlich nicht chemisch?

00:23:55: Ich mein, ich sitze jetzt im Auto und hab gesagt, ich war hierher, dass es alles irgendwie chemisch, alles was halt nicht ... ... gewachsen ist, sag ich mal irgendwie da draußen in der Natur.

00:24:03: Ist ja nicht chemisch.

00:24:04: das heißt wenn wir das jetzt alles wegnehmen würden also wenn es jetzt wirklich ein negativer Begriff wäre... Dann wären wir halt wieder in Höhlen oder so ne?

00:24:13: auf alle Fälle und gut, wie gesagt ich bin keine Chemikerin.

00:24:16: Aber wenn man jetzt ein Chemiker diskutiert dann würde der ihn wahrscheinlich jetzt oder würde er sagen na ja auch das was in der Natur wächst wird als Chemie sozusagen auch klassifiziert als von dem nochmal abgesehen.

00:24:27: aber es ist tatsächlich so dass sich glaube ich da das Bild im Moment aber auch wandelt.

00:24:35: also ich angefangen habe in der Chemie zu arbeiten Bevor ich bei Wacker angefangen habe, auch noch mal drei Jahre in einer Marketingberatung und hab mich da sehr früh entschieden dann dass ich gerade mit technischen und chemischen Unternehmen zusammenarbeiten will.

00:24:51: Ich hatte ja auch ein Unternehmen anderer Branchen, habe dann sehr schnell gemerkt das fasziniert mich.

00:24:55: Da bleibe ich dabei bei den Naturwissenschaften.

00:24:57: zu dem Zeitpunkt Ende der Neunziger war es tatsächlich so, dass die Chemie oft unter einem sehr negativen Aspekt von der Politik gesehen wurde weniger als als Lösungsambienter, sondern als Problemverursacher, Verschmutzern und so weiter.

00:25:12: Es ist noch mal anders gewesen in den Achtzigerjahren also auch sehr viel Krimpinsaktion gegen die Chemie oder chemische Industrie gerichtet waren.

00:25:21: Ich glaube dass wir da sehr viel differenzierter heute drauf schauen und auch wissen das natürlich Chemie- und Stoffeintrag in die Umwelt.

00:25:29: Das ist etwas was wir regulieren müssen.

00:25:33: Und da muss man auch darauf gucken und die Verantwortung übernehmen.

00:25:36: Und gleichzeitig ist das, was du angesprochen hast halt auch wahr.

00:25:41: Also wir haben heute Lebenssituationen in denen wir ohne Chemie gar nicht... Also das geht gar nicht mehr.

00:25:48: Wir können keine Produkte des alltäglichen Lebens produzieren, ohne dass Chemie und die ganzen Wertschöpfungsketten involviert sind.

00:25:57: Ich glaube aber, dass das Bewusstsein auch da ist mittlerweile.

00:25:59: es geht halt darum in einem verantwortlichen Rahmen zu tun.

00:26:03: Und meinen darauf schauen ist ja wir können Verursacher sein von Problemen wie alle Industrien Aber gleichzeitig glaube ich, dass die Naturwissenschaft vor allem der Lösungsanbieter sind.

00:26:16: Also für sehr viele Themen, die wir in Zukunft zu lösen haben und auch eigentlich heute schon zu lößen haben wie den Klimawandel, Mobilität, auch Gesundheit ist gerade Chemie oder auch Biochemie, Pharma.

00:26:30: das sind die Themen, wo wir noch viel besser verstehen müssen, wo wenn wir noch mehr forschen müssen um als Gesamtbevölkerung wirklich uns weiterzuentwickeln.

00:26:40: wird mittlerweile auch sehr viel stärker so wahrgenommen in der Öffentlichkeit.

00:26:44: Ja, finde ich gut.

00:26:45: Sag nochmal ganz kurz zusammenfassend also du warst bei einer Marketingberatung?

00:26:48: War das der erste Job oder?

00:26:50: Tatsächlich ja!

00:26:50: ...

00:26:52: war dann Wacker und dann CHT oder wie?

00:26:54: Oder was kam noch dazwischen.

00:26:55: Genau, da war ich seit sicherer bei Wacker... ... und dann bin ich jetzt seit fünf Jahren eben bei der CHT.

00:27:01: Was hast du bei Wacka zuerst gemacht und was hast du so...?

00:27:03: Weil es ist ja auch lange Zeit das.

00:27:04: Ich habe schon einige unterschiedliche Sachen dann.

00:27:06: Ohja!

00:27:07: Ohja durfte ich auch.

00:27:08: Also das ist tatsächlich etwas, was ich auch während meiner gesamten beruflichen Laufbahn... immer sehr begrüßt habe und vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle forciert, weil ich bin ein sehr neugieriger Mensch.

00:27:18: Also ich möchte ja auch in verschiedene Felder reinschauen und was lernen und daher hab' ich mich eigentlich da auch immer gut weiterentwickeln können.

00:27:26: ... Wacker hat in der Zeit ja auch sehr stark expandiert.

00:27:30: Das heißt, das ist gefragt wo ich angefangen habe... also ich hab bei einem zentralen Marketingfunktion angefangen,... ...habe dann auch mal ein Projekt E-Business geleitet.

00:27:39: Also in der Frühzeit auch, wo man überlegt hat kann man Chemie auch im Web vertreiben.

00:27:45: Da ging es natürlich auch um spannende Fragestellungen wie E-Octions und so weiter.

00:27:52: Also was macht heute ja auch dann sehr viel besser kennt?

00:27:56: Hab aber dann den Einstieg auch genommen, mehr in die marktnahen Funktionen.

00:28:04: Baubereich, mir auch angeschaut mit dem Schwerpunkt im Osteuropäischen Markt und habe da eine Marketingmanagerfunktion gehabt.

00:28:11: Und habe eigentlich so die verschiedene Industrien mehr angesehen, hab dann viele Jahre auch im Kosmetikbereich, Kosmetikkreinigungsmittel und später auch im Tissue-Bereich gearbeitet.

00:28:22: Ganz interessant, komplett andere Industrie sehr konzentriert auch und dort auch sehr viel Mekia-Counts zusammenarbeiten können.

00:28:31: Thema, das mich immer sehr fasziniert hat.

00:28:33: Weil man mit Kunden, wo man sehr eng zusammenarbeitet auch einen Eindruck bekommt wie arbeiten eigentlich die Kunden und dann auch sehr viele Unternehmensformen kennenlernt.

00:28:41: Und das war für mich eigentlich ein Trigger im Laufe meiner Karriere nochmal über andere Ausbildungsinhalt nachzudenken.

00:28:52: Ich hatte zu dem Zeitpunkt sehr viel mit Zahlen-Datenfakten, mit Marktgrößen beschäftigt, Zielgruppen... eben auch Supply Chain aufsetzen, welche Wege Strategien zum Markt sind relevant.

00:29:07: und dann kam eine Situation wo wir uns als Unternehmen sehr viel erfunden haben neu erfunden neugestaltet haben.

00:29:16: Und ich gemerkt habe zum Erfolg des Unternehmens gehört ganz wesentlich auch dazu wie es organisiert ist und dass Menschen verstehen wohin sie gehen was ihre Rolle ist, welchen Beitrag sie leisten können und dass das nur zum Teil damit zu tun hat wie man die das Unternehmen organisiert.

00:29:37: Und man muss die Menschen dazu auch verstehen.

00:29:40: Das war dann der Punkt wo ich dann neben einem Beruf nochmal auch mich weiter qualifizieren wollte.

00:29:47: Dann am Wochenende noch mein Masterstudium aufgenommen in den Schwerpunkten eben Personalorganisation und Coaching Und dann auch einige Jahre im Bereich der Führungskräftebetreuung gearbeitet und habe mich da ganz vertieft nochmal mit den Themen Führungskräfteentwicklung, Transformation, Organisation nachfolgeplanung, Talentmanagement wie man das dann so nennt auseinandergesetzt.

00:30:14: Und dort eben einige instrumentarien Entwickler aber auch wirklich sehr viel Erfahrung machen können mit Management- und Leadership.

00:30:24: Und das ist, würde ich sagen eine der prägenden Erfahrungen gewesen für mich.

00:30:30: Die ich auch mitgenommen habe.

00:30:32: Ich bin dann später wieder in die Managementfunktion gegangen und hab den Textilbereich dort für eine bestimmte Region geleitet was vielleicht ein Stück weit auch erklärt dass ich heute bei der CHT mit diesem Schwerpunkt Textil Chemie arbeite.

00:30:48: aber Was ich mitgenommen habe aus dieser Zeit im aktiven Personalbereich sind eigentlich zum einen die Erkenntnis, das muss zusammenlaufen.

00:30:59: Also sowohl Märkte, Verständnis der Daten auch die Zahlen zu verstehen, zu analysieren, Strategien zu entwickeln und gleichzeitig aber auch ein Verständnis dafür zu haben was Kompetenzen, Motivationsstrukturen von Mitarbeitenden.

00:31:17: Wie muss ich die Organisation gestalten?

00:31:19: Dass Mitarbeiter auch wirklich optimal sich ausrichten können auf die Aufgabe und sich auch einbringen können.

00:31:25: Und auch einen ganz tiefer Glaube daran dass eine Empowerment und eine Weitergabe von Verantwortung einfach extrem wichtig sind um erfolgreich zu sein.

00:31:37: Was genau meinst du damit, also wenn man sozusagen in der Führungsrolle ist das zu machen oder erklärt es noch ein bisschen genauer?

00:31:43: Ja eine Führungssrolle.

00:31:44: Das ist schon auch nicht immer einfach.

00:31:46: Also Delegation ist wirklich einer dieser Kernelemente.

00:31:51: was gebe ich ab auch an Verantwortung nicht nur an Aufgaben?

00:31:54: das ist auch schon manchmal die Frage Stellung wie bereite ich vor?

00:31:57: weil Den Inhalt einer Botschaft bestimmt ja der Empfänger nicht, das Sender.

00:32:02: Das heißt ich muss es so gestalten dass es die Mitarbeiter, die die Mitarbeitende auch gut versteht.

00:32:08: Auf der einen Seite ist man oft in diesem Thema Fachführung drin aber das andere ist auch wie schaffe ich das eigentlich?

00:32:16: Dass sich die Mitarbeiter an den Mitarbeiterinnen als Unternehmerinnen Unternehmen fühlen.

00:32:23: Also was ist Ihr Beitrag?

00:32:24: Wie können Sie tatsächlich das Unternehmen zu dem Unternehmen machen, das erfolgreich ist aber auch dass ihr Unternehmen ist und das ist glaube ich so eine Besonderheit jetzt gerade bei der CHT als Stiftungsunternehmen auch nochmal ganz wichtig ist.

00:32:40: die Leute sind hier auch um sich zu identifizieren ein sehr hoher Wert.

00:32:46: Es ist sehr kollegial, das habe ich von Anfang an mitbekommen.

00:32:50: Also diese wahnsinnig hohe Hilfsbereitschaft, wenn ein Kollege neu anfängt nimmt man sich ausführlich auch Zeit um es zu erklären und jemanden auch mit am Board zu nehmen.

00:33:04: Ein Stück weit in die Gemeinschaft einzuholen das als wert auch zu nutzen und vorzutragen, dass ist auch eine Führungsverantwortung.

00:33:15: Und dann im Gegenzug aber auch zu sagen was sind die Kompetenzen?

00:33:20: Die wir brauchen und die Verantwortung zu geben diese Kompetensen dann auch einzusetzen.

00:33:26: Das sind eigentlich so die Themen, in denen ich da wirklich beschäftigen.

00:33:30: Super interessant!

00:33:31: Ich glaube wenn man jetzt zu dem Gespräch schon folgt... Da waren schon einiges an Tipps sag ich mal, damit dabei die man sich ableiten kann.

00:33:37: Könntest du nochmal kurz auf die Karriere gucken und dann danach auf C Level.

00:33:42: jetzt machen wir erst die Karre.

00:33:43: und so wenn du einen Tipp weiter geben würdest oder ein Learning aus deiner Karrieren was wäre das für einer?

00:33:49: weil es ja schon interessant ist wenn man dir damals gesagt hat in der Marketing Beratung Du wirst mal Spezial Chemie CEO des

00:33:55: Ja, hätte ich nicht

00:33:56: geglaubt.

00:33:58: Wahrscheinlich!

00:33:59: Wobei... Ich weiß es gar nicht, das vorweggeschickt.

00:34:02: Ich glaube, ich hatte kein festes Bild und das ist auch gut.

00:34:05: Also ich habe mich nicht treiben lassen davon dass sich eine Position erreichen will.

00:34:10: Ich habe mich beruflich immer und auch privat.

00:34:14: Ich lasse mich davon leiten was mich wirklich Interessiert, also tief interessiert und wo ich einen Beitrag leisten kann.

00:34:21: Und wo ich was lernen kann um mich entwickeln kann.

00:34:24: Das würde ich wirklich auch als Kernzug vielleicht auch meiner Persönlichkeit definieren und letzten Endes auch meines beruflichen Weges.

00:34:36: Man spricht ja heute viel von Mosaik-Karrieren und nicht mehr von dieser Laufbahn.

00:34:40: Laufband fand ich immer irgendwie eine interessante Definition, da habe ich so ein Bild im Kopf links und rechts ist ne Leitplanke und dazwischen läuft man.

00:34:47: Und ich glaube diese Art von Karrieren um diesen Begriff jetzt mal zu verenden... Vielleicht hat das funktioniert vor vierzig-fünfzig Jahren, dass das relativ klar definierbar war.

00:34:59: Man studiert ein bestimmtes Fach und dann kann man in eine Unternehmen eintreten und endet in einer bestimmten Karriere Stufe.

00:35:08: Das funktioniert heute nicht mehr.

00:35:10: Sondern es geht eigentlich immer wieder um diese neudeutsch Prepärtness sich auch ein Stück weit offen und bereit zu halten für das was kommen kann.

00:35:20: Und ich glaube, das ist ein Grundzug Das jetzt mal so ihr Pauschal auch, was macht eine Karriere heute aus?

00:35:29: oder wie kann berufliches Leben sich auch entfalten?

00:35:32: Ich glaube auch ganz stark daran dass das nicht immer alles so planbar ist und auch ne Art von Entfaltung.

00:35:39: Ganz konkret welchen Tipp habe ich bekommen, in dem er helfen würde.

00:35:45: Da fällt mir ein gerade jetzt fürs obere Management.

00:35:47: Ich hab mal den Satz von einem sehr erfahrene Manager gehört Don't let others set your agenda.

00:35:55: Und das ist etwas... Das hat mich grade jetzt in der CEO-Position wirklich begleitet Diese Auswahl zu treffen sich nicht treiben lassen sondern auch klar ein Ziel vor Augen zu haben und das zu verfolgen, diese wichtigen Themen zu vervolgen über alles Eilige was jeden Tag sich so ereignet und sich auch aufdrängt.

00:36:20: Das ist tatsächlich etwas würde ich als Oberstes Mantra im Moment für mich beschreiben.

00:36:27: Wie sieht man es am Alltag?

00:36:28: Also wie wendest du's aus dem Alltag an?

00:36:30: Ganz konkret... Ich habe mir sehr genau mit meiner Assistentin überlegt, wie muss ein Tag für mich aussehen.

00:36:42: Da müssen wir durchschüllen?

00:36:43: Ja gerne!

00:36:45: Also ich hab klar definiert von wann bis wann Termine fest vergeben werden dürfen.

00:36:51: Okay, wann ist das?

00:36:53: Es fängt normalerweise um neun Uhr an.

00:36:55: Also es kann auch mal früher sein wenn's nicht anders geht aber sei mal zwischen neun und achtzehn Uhr.

00:36:59: Das sind fixe Termine.

00:37:00: da kannst du sozusagen frei verfügen.

00:37:03: dann gibt immer bestimmte Pausenzeiten.

00:37:05: also ich mag nicht wenn Termine direkt naht auf Naht gehen sondern ich möchte eine kurze Zeit dazwischen haben einfach mal sei es zum Durchatmen oder mich vorzubereiten.

00:37:16: üblicherweise habe ich auch den Kalender ein Stück weit mit ihr in meinem Auge und sage, okay für diese Woche das sind diese Bausteine.

00:37:24: Das wird mich sehr beschäftigen.

00:37:26: da brauche ich Denkzeit dazwischen.

00:37:28: bitte an denen und den Tagen sei mein Dienstag Mittwoch keine weiteren Termine dann kommt er erst mal im Block rein.

00:37:33: keine weiteren termine Und da hat es ja wirklich auch einen schwierigen Job das zu verteidigen.

00:37:39: tut sie aber und Im Zweifelsfall kann das dann auf alle Fälle mal passieren dass ein termin kommt und ich sag ok Da geben wir jetzt die halbe stunde noch.

00:37:48: Aber im Prinzip versuche ich diese Struktur auch aufrecht zu erhalten.

00:37:53: Und mir diese Denkzeiten und die Zeiten für das, was wichtig ist auch einfach einzuhalten.

00:37:59: Und es ist dann eine Balance wirklich aus den täglichen Aufgaben, die da sind.

00:38:02: Also natürlich gibt's ein paar schon Fixe-Standardtreffen und wir haben Routinetermine, die verschiedenen operativen oder auch strategischen Themen betreffen.

00:38:14: aber es gibt schon immer diese Zeiten wo ich bewusst mir denkt Zeiten nochmal nehmen, weil ich weiß okay da kommen jetzt Termine.

00:38:22: Da möchte ich kurz auch was lesen dazu einfach noch mal mich vorbereiten.

00:38:28: und das andere, was mir auch sehr wichtige Zeiten sind die ich immer wieder einräume ist in Zeiten um durchs Haus zu gehen.

00:38:35: Ich bin jemand der auch gerne im Gespräch mit Mitarbeitern isst.

00:38:39: Aber hab' ich um Essen gesehen gerade?

00:38:41: Ja genau!

00:38:41: Dann

00:38:42: haben wir Beweis.

00:38:43: Die

00:38:44: Beweisführung.

00:38:45: Genau, Essen gehen ist zum Beispiel auch ein wichtiges Thema.

00:38:47: ich habe immer meine Mittagspause das ist mir einmal wichtig ich brauche was zu essen Mittag.

00:38:51: aber das andere ist einfach auch die Begegnungen halt auch schaffen.

00:38:55: also jedes Mittagessen ist für mich eine Möglichkeit mit der Belegschaft den Kontakt zu kommen mache ich aktiv und üblicherweise ich mein du hast gesehen ich kann hier natürlich einen Kaffee im Zimmer nebenan holen.

00:39:09: Üblicher Weise hole ich mir früher bei dem Kaffe in der Kantine.

00:39:12: Da stehe ich gerne in der Reihe mit den Leuten, die da halt auch stehen und sich einen Kaffee holen.

00:39:16: Und höre einfach mal was so gesprochen wird oder was sie für Fragen haben.

00:39:20: Oder auch was Themen sind?

00:39:22: Ich kenne viele der Mitarbeiter persönlich.

00:39:24: Ich weiß, dass jemand vielleicht ein krankes Kind zu Hause hat oder ich weiß auch, dass sich jemand gerade ein neues Fahrrad kauft.

00:39:30: Dann spricht man halt mal da kurz drüber und das ist für mich nicht nur ein Management-Stilmittel überhaupt nicht sondern es wirklich tiefes Interesse.

00:39:38: Das ist eine Begegnung Und das ist für mich auch wichtig im Alltag, um in Beziehung zu sein.

00:39:43: Zu den Mitarbeitern im Unternehmen.

00:39:45: Finde ich gut!

00:39:46: Cool was passiert vor neun und nach acht zu?

00:39:48: nur dann?

00:39:49: Ich frag darf.

00:39:51: Vorneun habe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit die E-Mail schon mal kurz durchgeguckt.

00:39:55: Mache ich oft auch zu Hause tatsächlich.

00:39:58: Trinkt dann aber nochmal mit der Familie einen Kaffee Geht dann in die Arbeit.

00:40:04: Meistens bin ich so gegen halb neun da, hab so zwanzig Minuten Anfahrt.

00:40:10: Die nutze ich für Telefonate.

00:40:12: Üblicherweise auch die Heimfahrten übrigens abends.

00:40:15: das sind typische Zeiten wo ich dann in der Früh eher Richtung Asien auch mal telefoniere abends dann Richtung USA und also die Randzeiten mit abzudecken.

00:40:26: So, wenn ich dann in der Arbeit bin die erste halbe Stunde gucke ich da noch mal was ist hier gewesen.

00:40:31: Guckt die Post durch kommt immer weniger das meiste sehr doch digital aber sortiere mich so für einen Tag.

00:40:37: Oder bin auch noch mal erreichbar für Assistenzen, wenn irgendeine Rückfrage ist oder Unterschriften.

00:40:41: Und dann geht es eben so in den Tag rein und abends.

00:40:45: ich mag's tatsächlich ganz gern abends auch ein bisschen länger mal zu bleiben im Büro und das auch nochmal als Denkzeit zu nutzen.

00:40:52: Dann passieren verschiedene Dinge mit der Familie.

00:40:55: Abendessen immer wieder schön oder auch dann mal laufen gehen auch hier mit der Belegschaft also einige Läufer in der Firma.

00:41:06: aber redet man sich so lose, dann geht man irgendwie noch mal ein Stündchen laufen.

00:41:09: Das machen wir auch miteinander.

00:41:12: Insgesamt bin ich ein sehr interessierter Mensch.

00:41:14: Wenn es zeitlich geht gehe ich auch gerne mal ins Theater.

00:41:18: Wir haben auch einen Abo für nicht nur Theater sondern auch für Konzerte oder mal Opa.

00:41:23: das sind Themen die passieren.

00:41:24: Ich lese sehr gerne naja und Es ist schon auch öfter Mal der Fall dass ich dann abends nochmal am Rechner verschwinde Und ein paar E-Mails mache Oder mich auch informiert halte.

00:41:35: Ja, ich glaube das wäre auch gelogen dass Leute die im Ziel-Level sind das nicht tun und ich glaube es ist auch normal.

00:41:42: Wenn man das macht dann ist man ja auch irgendwo begeistert von dem was man tut.

00:41:46: zumindest sollte man das sein.

00:41:48: Dann macht man das halt auch egal ob das jetzt Freizeit oder Nichtfreizeit ist.

00:41:52: Laufen musst du nochmal kurz sagen wir haben ein Vorgespräch.

00:41:54: habe ich verstanden?

00:41:54: Du machst Ultradistanzen.

00:41:56: Sag noch mal kurz was das bedeutet und sag da mal ein bisschen was dazu.

00:41:59: generell.

00:42:00: Ja, also tatsächlich seitdem ich in der CEO-Funktion bin, bin ich etwas weiter davon entfernt ultra zu laufen.

00:42:08: Also ich glaube beim Halbmarathon ist bei mir im Moment gerade Schluss von der Grundkondition und ich halb mich immer gut trainiert.

00:42:15: aber so Marathon und Ultradistanzen verlangen einfach einen Zeitaufwand.

00:42:19: den kriege ich im Moment nicht im Alltag unternehmen.

00:42:22: das klappt für mich nicht.

00:42:24: Aber tatsächlich bin ich einige Jahre lang die Langdistanzen sehr begeistert gelaufen.

00:42:30: Das ist im Prinzip alles, was so über Marathon rausgeht.

00:42:33: Üblicherweise fängt man bei zweiundfünfzig Kilometer an, über Ultra zu sprechen.

00:42:38: Hinten ein bisschen vom Profil ab.

00:42:39: oft sind ja dann nochmal Höhenmeter dabei oder es ist auch ein Trail-Ultra.

00:42:45: Dann gehts Gelände und das ist aussagekräftig dafür.

00:42:49: Das sind die Themen genau!

00:42:51: Ja also da habe ich tatsächlich viel mitgenommen auch gerade vor kurzem auch ein Gespräch gehabt Mit einer Mitarbeiterin, der neuen sagt ja aber es charakterisiert dich so.

00:43:01: Ich sage naja ich glaube der lange Atem.

00:43:04: Das gibt ja die Sprinter sehr explosiv dann Themen vielleicht auch auf die Straße bringen und das ist auch sehr wichtig und kurzfristig auch richtig Effekte haben.

00:43:16: Ich glaube ich bin der Typ Langstreckler also ich bin sehr ausdauernd ich kann sehr behaulich an Themen dran bleiben und über einen... Vielleicht sieht's da nicht so aufregend aus aber am Ende trage ich schon die Ergebnisse ins Ziel und ich glaube das ist nicht nur auf der Laufstrecke so, sondern es charakterisiert mich auch in der Arbeit.

00:43:33: Ja, das ist interessant!

00:43:34: Ich habe ja erzählt, ich war am Dienstag auch hier.

00:43:36: da hat mein Gast Data Group bitte auch reinhören im Podcast.

00:43:39: Der hat gesagt dass Sea Level ist ein Dauerläufer.

00:43:42: Das ist eine Dia-Dauerläufe.

00:43:43: Disziplin glaube ich.

00:43:44: so in der Art.

00:43:46: Da merke ich auch von Gespräch zu Gespräch, das sind alles Dauerläufer.

00:43:50: also nicht im Sinne von die machen den Sport, sondern das sind alle Leute der in von den loggen game sozusagen

00:43:56: ja ich würde sagen man lernt das recuperieren in dem job also man muss die energie rückgewinnen beim fahren mit großen pausen tankpausen und boxen.

00:44:09: stop ist dann zeitweise nichts.

00:44:11: gerade jetzt sage ich mein momentan wo auch geopolitische Lage einfach einen sehr starken Einfluss hat.

00:44:18: Man muss sehr informiert bleiben, sehr agil bleiben und sehr wendig bleiben als Unternehmer und es ist schon so dass man eigentlich dauernd am Ball ist.

00:44:26: Ist das eine Eigenschaft glaubst du die zunehmender wird oder abnehmender?

00:44:29: Weil man sieht ja zum Beispiel dass Aufmerksamkeit eher geringer wird, dass die Botschaften die man so wenn man so in den sozialen Medien und generell in den Medien unterwegs ist so schnell wie möglich ans Ziel kommen und Hasselkultur und irgendwie schnell reich werden oder schnell fit werden, whatever.

00:44:47: So dieses man arbeitet irgendwie zwanzig Jahre an einem Ziel, sodass diesen Tenor der macht ja auch nicht so viel Spaß-Marketing eigentlich sag ich mal.

00:44:57: Ja vielleicht also wo ich da recht geben würde generell ist er der Zeitgeist eher sehr viel schnelllebiger und kurzfristiger geworden, was auch viele Möglichkeiten eröffnet.

00:45:08: Dadurch kann man ja auch zwischendrin schneller mal neue Themen verfolgen, Glegenheiten tun sich auf, hat sehr viel Positives persönlich haltig aber sehr viel davon auch gerade im Leadership eine gewisse Konstanz und Planbarkeit, Berechenbarkeit auch mitzugeben.

00:45:28: Weil gerade weil das Umfeld immer schnelllebiger wird ist es umso wichtiger aus meiner Sicht dass man Orientierung und Stabilität auch ausstrahlt in Management.

00:45:37: Das charakterisiert mich glaube ich auch als Person ihr jemand, der auch ruhig ist oder auch mal ein Denker ist und versucht die Dinge immer wieder einmal einzuordnen.

00:45:49: Ich glaube dass das eine Eigenschaft ist, die man im Management tatsächlich heute braucht.

00:45:56: Ein gewisses Entscheidungsmuster auch sichtbar machen über eine lange Distanz und nicht heute so, morgen so weil... Man wird ja beobachtet in dieser Funktion und hat ne Vorbildfunktion.

00:46:11: Mein Gefühl ist, dass das gesamte Unternehmen ein Stück weit auch diese Schlagzahl diesen Rhythmus aufnimmt den man im Management vorgibt.

00:46:22: Und wenn so viel Unsicherheit und Unruhe ist dann glaube ich es umso wichtiger diesen Ruhepol zu bilden damit sich das Unternehmen auch ausrichten kann Und das denke ich ist wirklich eine Kerneigenschaft, dass man ein Stück weit vielleicht auch das Gleichgewicht wieder herstellt.

00:46:38: Wäre es nun anders?

00:46:39: Dass es eher sehr lethargisch und lehmend dann glaube ich wäre eine andere Dynamik gefragt ist.

00:46:44: Ich denke, das ist auch das Thema des situativen Führends.

00:46:47: Dass man stückweit in dieser Leadershipfunktion spüren muss was braucht das Unternehmen den Grad.

00:46:52: Muss sich da jetzt gerade mal anschieben und gucken, dass das irgendwie hier nicht einschläft oder dass auch wirklich mal was passiert.

00:47:03: Dass wir vorangehen, dass wir schneller werden müssen, agiler, reaktiver auf Umfeldbedingungen.

00:47:11: Oder geht es eher darum zu sagen okay, hier passiert gerade viel?

00:47:14: Lasst uns mal einen Moment innehalten, gucken wo wir uns befinden und dann gemeinsam schauen gehen wir jetzt links oder rechts und dann gehen wir da aber auch.

00:47:23: Ich denke, das ist ganz wichtig dieses Handlungsspektrum auch erhält und immer wieder rückt bis hin, wo bin ich denn eigentlich gerade?

00:47:31: Und wo möchte ich dass das Unternehmen im nächsten Schritt auch hingeht.

00:47:35: Damit schicken wir fast schon die Zuhörenden sozusagen in was noch immer jetzt als nächstes kommen bei denen vorher noch kurz... Was würdest du machen wenn man dir das Business wegnehmen würde?

00:47:44: alles kein Geschäftsmehr keine Wirtschaft keine Chemie.

00:47:50: also Ich würde ganz viel in die Natur gehen Bergliebhaber, ich bewege mich gerne in der Natur draußen und was sich da machen würde ist mit Sicherheit drüber nachdenken.

00:48:02: Was ich es nächstes gestalten kann.

00:48:05: Sehr spannend.

00:48:06: Herzlichen Dank!

00:48:06: Ich habe sehr viel mitgeschrieben das immer ein Zeichen dafür ist dass ich entweder viel zu groß geschrieben hab aber habe ich an dieser Stelle nicht.

00:48:12: also waren sehr viele interessante Sachen dabei.

00:48:14: Ich glaube jeder der bis jetzt durchgehört hat ist auf seine Kosten gekommen und ich sage danke speziell an dich Eva.

00:48:21: Franz hat sehr viel Spaß gemacht.

00:48:22: vielen dank fürs Gespräch

00:48:24: Super, das freut mich.

00:48:25: Wie gesagt alle die noch dabei sind lasst uns gerne ein Abo ne Morda für diesen Podcast und schickt diese Episode jemanden der sie auch hören sollte.

00:48:32: wenn das denn spannend ist und ihr das so empfindet dann freue ich ihn natürlich auch über direktes Feedback.

00:48:37: Eva auch wir haben die Link dem Profile und die Seiten zu den die Links zu den Seiten unserer ja und die Websites Seiten in den Show Notes.

00:48:45: Wir haben noch zwei Themen, die ich gerne immer mal hervorheben möchte.

00:48:47: Das eine ist ganz neu!

00:48:48: Wir haben Community-Events in München

00:48:50: d.h.,

00:48:50: wir treffen uns zum Sport machen.

00:48:52: Ganz einfach das eine ist im Eternity Health Club.

00:48:54: Das ist so ne Art Zirkeltraining.

00:48:56: einmal im Monat findet ihr auf meinem Link drin und wir haben auch einen Running Club.

00:48:59: Wir haben ja heute ganz viel was laufen gesprochen.

00:49:01: da laufen wir durch den Englischen Garten.

00:49:02: Das hat jetzt zweimal stattgefunden.

00:49:04: meldet euch da auch gerne bei mir falls ihr mitlaufen wollt.

00:49:07: Wir werden von Event zu Event irgendwie immer mehr und es macht mega viel Spaß.

00:49:11: der Podcast hier möglich weil ich nebenbei natürlich Mandate besetze, sprich wenn ihr ein Thema habt bei euch im Unternehmen was intermistisch abgearbeiten werden kann.

00:49:19: Meistens sind das Themen die wirklich einen zeitlichen Horizont haben oder eine Kompetenz oder eine Ressource die ihr euch für eine gewisse Zeit einkaufen wollt weil ihr sie selber am Unternehmen nicht habt oder eben auch nicht permanent haben wollt.

00:49:30: kommt gerne auf mich zu.

00:49:31: wir können einfach mal zusammen ein Briefing machen sparing machen.

00:49:34: manchmal findet man dann doch im eigenen Unternehmen jemanden oder im Netzwerk oder dann doch mit unserem Talent Pool.

00:49:39: ich freue mich auf jeden Fall auf jedes Gespräch und aufs nächste mit dir Eva.

00:49:44: Wunderbar Franz, mach's gut.

00:49:45: Bis dann!

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