Episode 290 mit Ulrich Grillo (CEO, Grillo-Werke & AR Vorsitzender, Rheinmetall)
Shownotes
„Mutig sein, nicht scheu vor Arbeit – man muss sich engagieren und Interesse zeigen.“
In dieser Episode von „Behind the C“ spricht Franz Kubbillum mit Ulrich Grillo, Vorstandsvorsitzender der Grillo-Werke in Duisburg und Aufsichtsratsvorsitzender von Rheinmetall, über die Zukunft der Industrie, Familienunternehmertum und moderner Industriepolitik. Die Grillo-Werke sind ein seit 1842 bestehendes Familienunternehmen und klassischer Zinkverarbeiter mit starkem Standbein in der Schwefelchemie – vom Bauzink (Dächer, Fassaden, Regenrinnen) über Korrosionsschutz und Zinklegierungen für Automotive und Bau, Zinkpulver für Batterien bis hin zu Zinkoxid und Spezialchemie für Kosmetik, Lebensmittel und weitere Industrien. Mit rund 1.200 Mitarbeitenden, sechs Produktionsstandorten in Deutschland, Belgien und Frankreich sowie weltweiten Vertriebsniederlassungen steht Grillo exemplarisch für einen international aktiven, energie- und rohstoffintensiven Mittelständler im Ruhrgebiet.
Ulrich Grillo zeichnet seinen Weg von der Banklehre und Wirtschaftsprüfung über Strategieberatung und Top-Management-Stationen bei Rheinmetall nach – inklusive Vorstandsposten und Verantwortung für mehrere Tausend Mitarbeitende – bis in die fünfte Generation des Familienunternehmens. Er spricht über Verantwortung im Familienunternehmen („enkelfähig“ denken), über gelebte Fehlerkultur, persönliche Organisation mit simplen Tools wie dem täglichen To‑do‑Zettel und darüber, warum kontrollierter Ruhestand und lebenslanges Engagement für ihn wichtiger sind als ein klassischer Ausstieg aus der Wirtschaft. Weitere Fragen, die Grillo in dieser Episode beantwortet, sind:
- Wie hält man ein energie- und rohstoffintensives Familienunternehmen über Generationen „enkelfähig“ – im Spannungsfeld zwischen globalem Wettbewerb, Bau- und Autoindustrie, Chemie und neuen Feldern wie Energiespeicherung?
- Welche Rolle spielen Energie- und Rohstoffpolitik, sowie faire Steuer- und Rahmenbedingungen für den Industriestandort Deutschland – und was versteht er konkret unter moderner Industriepolitik?
- Welche Eigenschaften braucht es, um über Jahrzehnte im C‑Level zu bestehen – von Führungswillen und Ambition über Mut und Gelassenheit bis zu einer gelebten Fehlerkultur für sich selbst und das eigene Führungsteam?
Themen:
- C-level
- Chemie
- Familienunternehmen
- Rohstoffe
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, heute gibt es eine ganz besondere Episode mit Ulrich Grillo.
00:00:04: Er ist Vorstand und CEO der Grillowerke aus Duisburg.
00:00:07: Das ist ein wirklich schon sehr lange existierendes Traditionsunternehmen.
00:00:13: Ulrich hat nebenbei auch noch Aufsichtsratsmandate.
00:00:15: Ist zum Beispiel der Aufsichtsratchef von Rheinmetall.
00:00:18: das ist ja auch gerade ein Unternehmen was sehr prominent und immer wieder in der Presse ist.
00:00:22: In diese beiden Rollen oder auch in weitere Aufsicherradrollen die er hat sind wir eingetaucht.
00:00:27: Ulrich bezeichnet sich selbst und ist auch offensichtlich in den Medien ein sehr starker Industrie-Politiker, was das bedeutet haben wir auch im Podcast einmal beleuchtet und natürlich auch mal auf die Familienunternehmensgeschichte geguckt.
00:00:41: ihr kriegt heute also wirklich eine sehr unique Perspektive auf C Level einerseits Selbstvorstand eines Traditions Unternehmends andererseits Aufzitzradchef von Reimetal Und dann natürlich auch noch das Thema Chemie Rohstoffe.
00:00:54: Also ich würde sagen wir gucken gleich mal.
00:00:56: Und heute lernen wir von Ulrich Grillo, dem Vorstand der Grillowerke.
00:01:00: Auf geht's!
00:01:14: oder eben Kompetenz.
00:01:26: Wenn dich das aktuell auch herumtreibt, dann komm gerne auf mich zu!
00:01:29: Wir können einmal unvermindlich zu dem Thema sprechen.
00:01:31: Mehr Informationen findest du auch auf www.vertreus.de.
00:01:34: Ich freue mich auf deine Nachricht, auf LinkedIn oder eben via Mail.
00:01:37: und jetzt zurück zum Podcast.
00:01:39: Ulrich willkommen im Podcast
00:01:41: Willkommen.
00:01:41: vielen Dank für die Einladung
00:01:43: Danke ich bin heute zu Gast bei euch.
00:01:45: Schauen wir doch gleich mal rein Wer bist Du?
00:01:48: Und was machst Du heute?
00:01:50: Ja Ulrich Grillo Ich bin Vorstandsvorsitzender der Grillowerke.
00:01:54: Der Name ist natürlich nicht zu verheimlich, es sind Familienfirma, Familienunternehmen.
00:02:00: Ist... ...Achzehnhundertzwanzig gegründet und insofern Hundertsechsundachzig Jahre alt.
00:02:08: Duisburg-Hamborn ist die Zentrale.
00:02:11: wir haben verschiedene Produktionsstätten Und versuche das Unternehmen in die nächste Generation zu geben.
00:02:17: Okay!
00:02:18: Da spricht man ja auch immer von Engelfähigkeit oder?
00:02:21: Ja, das Wort Enkelfähig finde ich eigentlich gut.
00:02:24: Das hat ein Nachbar Haniell, die sind noch ein bisschen älter und sind glaube ich zweihundertsechzig Jahre alt.
00:02:29: auch hier in Duisburg Ruhrort ansässig haben sie mir erfunden aber auf jeden Fall genutzt.
00:02:37: und das Enkelfähig, das finde ich eine ganz gute Bezeichnung weil es eigentlich zeigt dass ist das Ziel das Unternehmen eben in die nächste Generation zu geben.
00:02:45: Nächste Generation der Eigentümer aber auch und das ist bei uns so Auch an die nächste Generation der Mitarbeiter, denn wir haben natürlich schon eine große Verantwortung auch für die Mitarbeiter.
00:02:56: Wir beschäftigen rund twelvehundert Leute da sind auch ich sage mal tausend zweihundert Familien.
00:03:02: Die ein oder anderen Mitarbeiter sind schon in der dritten oder vierten Generation hier.
00:03:08: viele kennen mich auch noch als kleinen Jung wo ich hier dann mal gearbeitet habe oder als Student Werkstudent und insofern ist er Verbundenheit und deswegen enkelfähig auf beiden Seiten also Eigentümerseitig und Mitarbeiterseidig
00:03:20: Okay.
00:03:20: Das heißt man muss aber dann schon so denken, dass es in zwanzig dreißig Jahren noch funktioniert oder?
00:03:26: Ja klar!
00:03:27: Also das soll auch in hundert Jahren noch funktionieren.
00:03:30: Wenn ich jetzt vorhin gesagt habe, ab hundredsechsten achtzig Jahre, also in vierundzwanzig jahren solls funktionieren haben und den zweihundertjährigen Geburtstag.
00:03:36: Den würde ich auch gerne selber miterleben da bin ich da nicht bin hier sechszehntzig.
00:03:40: also das sollten wir eigentlich schaffen hoffen uns vorderweise.
00:03:43: Vielleicht kann ich auch noch aufrecht gehen, wäre ja auch schön.
00:03:46: Nein aber ob das zwei Hundert Jahre oder wie viel auch immer ist, dass es natürlich das Ziel ist in die nächste Generation zu geben.
00:03:53: Die mussten nicht unbedingt das Unternehmen führen.
00:03:56: Wie ich's jetzt in diesem Fall tu?
00:03:57: Da kommen wir vielleicht nochmal drauf.
00:03:59: also... Es gibt den Unterschied zwischen Familien geführt und Familien kontrolliert.
00:04:05: Aber zumindest wenn es als Familienunternehmen erhalten werden kann, ist gut.
00:04:10: Wir schieben die paar Gedanken auf jeden Fall mal in den hinteren Teil und produzieren erst mal ein bisschen.
00:04:15: Was macht Grillo eigentlich?
00:04:16: Also wie kommt man mit Grillo im Kontakt, wenn man jetzt nicht gerade selber in der Industrie tätig ist?
00:04:21: Ja
00:04:22: also Grillo is klassisch Zinkverarbeiter und tätige in der Schwefig Chemie.
00:04:26: Wir sind acht zwundzeinzwierziger gründet.
00:04:28: das war eine Eisenbahnhandung in Mühlheim.
00:04:30: seit eight zwundneunvierzig sind wir in Lüßburg tätig.
00:04:32: damals war es auch ne Zinkhütte.
00:04:34: also zink verarbeiten zu verschiedenen Produkten.
00:04:39: Heute ist Zink bei uns anzusetzen, es gibt die Firma Rheinzink, Bauzink.
00:04:44: Die machen Regenrinnen, Regenfallrohre, Fassaden, Dächer, Weltmarktführer – da kennt man Zink sehr gut.
00:04:50: Wir haben einen großen Marktanteil.
00:04:52: also insofern die Wahrscheinlichkeit dass viele der Zuhörer auch zu Hause eine Zink darin haben, die ist relativ hoch und wenn nicht dann gibt's auf jeden Fall Potenzial.
00:05:00: kann ich nur zu raten, sie hält auch hundert Jahre.
00:05:04: Wir machen Zinkdraht zum Beispiel für die Spritzverzinkung, für den Korrosionsschutz.
00:05:09: Stahl rostet ja und durchs Zink wird er geschützt.
00:05:12: das ist bei Metallteilen, bei Brücken in der Sanierung, bei Parkhäusern überall wo Stahl oder Stahlbeton ist.
00:05:20: da haben wir Verfahren um das vor Korrosion zu schützen also nachhaltig.
00:05:25: Ressourcenschutz ein wachsender Bereich.
00:05:32: Zammark, Zink, Magnesium und Kupferlehrung für die Automobilindustrie.
00:05:35: Für verschiedene Teile im Auto in der Bauindustrie bei den Fenstern, Türgriffe usw.
00:05:41: sind aus Zink Druckus gemacht Also viele Produkte aus Zink, Zink-Pulver.
00:05:46: Das ist eine wichtige Teil.
00:05:47: Zink Pulver für Batterien und Alkalische Batterien also alle Alkalischen Batterie.
00:05:52: die Wahrscheinlichkeit dass da Grillo Zinkpulver drin ist.
00:05:55: Die ist aufgrund unseres Marktanteils relativ hoch.
00:05:58: Wir beschäftigen uns dadurch auch mit der Energiespeicherung.
00:06:01: das ist natürlich ein aktuelles Thema.
00:06:04: wir machen Zink Oxid für verschiedene Anwendungsbereiche für die chemischen Anwendung Bereiche und unser Startup was Die machen?
00:06:14: mikronisiertes Zinkoxid für die kosmetische Industrie, für Sonnenschutzmittel sehr stark wachsend und das ist hochinteressant.
00:06:22: Das weiß man auch in unserem Zinkbereich und Schwefelschämie.
00:06:25: bei der Verhützung von Zink in der Zündküte entsteht immer Schwefelsäure.
00:06:28: deswegen haben wir seit eighteenhundertzehn, achtzigdrehen, achtzig auch im Bereich Schwefelchemie.
00:06:35: Und da haben wir verschiedenste Produkte, die mit der Du oder ich kaum in Berührung kommen.
00:06:41: Aber die dann mittelbar über verschiedene Lebensmittel-, kosmetische Industrie-Fasern, verschiedensten Produkte BtoB und weiterverarbeitet werden, mit denen wir im Berührungen kommen.
00:06:56: Das ist hochinteressant und eigentlich auch unser marginstärkster Bereich und wachsender Bereich
00:07:02: Okay.
00:07:02: Das heißt, die Zuwärten können auf jeden Fall schon mal bei so Themen wie Batterie, Kosmetik, Rostschutz und solchen Sachen...
00:07:07: Angrilludenken!
00:07:08: Und Regenrinnen auch.
00:07:09: also insofern.
00:07:09: Genau.
00:07:10: Da gibt es viele Produkte.
00:07:12: Sehr gut.
00:07:13: Du hast schon gesagt, erst seit zweiundvierzig gründet.
00:07:15: Zweihundert Mitarbeitende?
00:07:17: Was gibst du noch für Rahmenbedingungen oder Fakten, die man sagen kann?
00:07:20: So Standorte wo seid ihr überall?
00:07:22: Wir haben Standorte heute.
00:07:23: Wie gesagt der Schwerpunkt ist in Duisburg.
00:07:25: Dann haben wir einen Standort in Frankfurt Auf dem ehemaligen Höchstgelände.
00:07:28: da machen wir Chemie In Goslar im Harz.
00:07:31: Da wird Zink Pulver, Zink Oxfüt gemacht bei der Rheinsink in Datteln.
00:07:34: Da machen wir ein großes Zinkwalzwerk.
00:07:37: Wir haben in Frankreich eine Fertigung von Reinsink noch wo wir Bleche weiter verarbeiten.
00:07:42: Wir haben hier in Belgien eine Drahtfertigung.
00:07:45: Das sind also heute sechs Produktionsstätten und wir haben rund twenty bis dreißig Niederlassung, Vertriebsniederlassungen auf allen fünf Kontinenten.
00:07:57: in Australien sind wir durch ein Vertreter vertreten, aber ansonsten sind wir sehr international und sind schon ehrlicherweise ich glaube, mit der Chemie in Österreich oder Jersey nach Amerika gegangen.
00:08:08: Und sind also schon relativ für einen Familienunternehmen, für eine überschaubar großes Familienunternehmer relativ früh an uns Ausland gegangen.
00:08:17: Gehen wir da ein bisschen auf die Familiengeschichte auch gerne mal ein bisschen ein?
00:08:22: Du bist ja eigentlich Italiener!
00:08:23: Ja, wir leben ja hier in Duisburg-Marxloh.
00:08:27: Ist unsere Zentrale und Firmenzentrale sehr stark migrationsgeprägt.
00:08:32: Wir haben, ich glaube, der Bevölkerung von Duisbrich-Marxxloh hier sind, haben Migrationshintergrund viel Türke natürlich die schon ein dritter vierter Generation auch hier sind.
00:08:43: Und ja wie sind Italiener?
00:08:44: Also die Vorfahren sind aus Italien geflüchtet vor allerdings schon gut vierhundert Jahren.
00:08:50: Also wir sind jetzt in der zwölften Generation und glaube ich ganz gut assimiliert, aber Grillo ist halt italienisch die Grille.
00:08:56: Deswegen ist die Grilla das Tierchen Neudeutsch auch Heuschrecke ja unser Familienwappen Und die Heuschrecke sind ja noch in anderen Themen verbunden.
00:09:08: so und Das ist die Familie und wir fühlen uns natürlich wohl wie fühlen es endlicherweise nicht als Italiener.
00:09:14: Man muss auch sagen, die Grillos haben im Ruhrgebiet eine gewisse Historie.
00:09:18: Wo ich auch stolz darauf bin dass ich sie fortführen darf Denn es gab ja zwei Brüder Wilhelm Grillo das war der Gründer unseres Unternehmens und Friedrich Grillo sein Bruder.
00:09:27: Das waren die Mitgründe des Ruhrgebiets.
00:09:29: gerade Friedrich grillo war sehr aktiv hat Ruhr gebiets Zechen gegründet Stahlwerke gegrünnt gekauft.
00:09:36: Er hat sogar eine Bank gegründen in Essen.
00:09:37: Die ist dann in den deutschen Bank aufgegangen.
00:09:39: Es gibt in Essen auch das Grillotearte.
00:09:41: das hat er gespendet.
00:09:42: also vielfältige industrielle Aktivitäten von beiden Seiten und insofern, dass ich sie irgendwie andersweise fortführen darf ist halt eine Ehre.
00:09:53: Ja interessant ja.
00:09:54: also ich glaube wenn man Grillo noch verändern will findet man natürlich bei uns unten in Shornouts auch die Links zu euch.
00:09:59: man kann sich schlau machen und findet glaube ich auch viele Sachen schon im Internet porträtiert.
00:10:05: Schauen wir uns mal an, wie du da jetzt sozusagen hingekommen bist.
00:10:09: Wie das bei dir angefangen hat?
00:10:10: Ich hab gelesen, du hast ja mal in der Bank und in der Beratung gestartet.
00:10:14: Zähl doch mal so ein bisschen deine ...
00:10:16: Ja ich habe... Das war immer die Politik bei uns dass man als Familienmitglied nicht unbedingt ins Familienmitnehmen muss sondern dass es frei bleibt ist.
00:10:26: Und insofern erstmal sinnvollerweise draußen woanders in der freien Wirtschaft was lernt?
00:10:31: also ich habe eine Banknähe gemacht bei der Deutschen Bank.
00:10:34: Dann habe ich BWL studiert in Münster und dann überlegte, was mache ich?
00:10:38: Dann war ich zwei Jahre bei Arthur Anderson in Frankfurt in einer Wirtschaftsprüfung.
00:10:42: Das hat viel Spaß gemacht.
00:10:43: damals nach dem Studium da im Frankfurts großes Business war klasse.
00:10:47: danach war ich dann vier jahre in der Unternehmensberatung Bei Etikani beim amerikanischen Beratungsunternehmen Sitz in Düsseldorf aber viel unterwegs Und ganz untypisch davon.
00:10:59: Ich war ungefähr von den vier Jahren war ... knapp zwei Jahre im damaligen Höchskonzern tätig.
00:11:04: Den gibt's gar nicht mehr, der ist dann von Krupp aufgenommen worden und mit Kruppe dann fusioniert.
00:11:07: Kruppen und Tüssen... Und das war untypisch dass ich so lange in einem Unternehmen war, da hat es aber irgendwie viel gelernt auch irgendwie so ein Unternehmen funktioniert wie ein größeres Unternehmen tickt.
00:11:20: Das war eine spannende Zeit, dann habe ich die andere Hälfte der Beraterzeit zwei Jahre in Ostdeutschland Berlin und Ostdeutzschlands zugebracht.
00:11:34: Also nach Wendezeit und wo natürlich viel in Ostdeutschland zu restrukturieren war.
00:11:39: Das war auch eine spannende Erfahrung, die macht man nur einmal im Leben.
00:11:42: das waren nun mal Zufall so und ich muss sagen da habe ich schon viel gelernt.
00:11:47: es war schon teilweise sehr schwierig und wenn man heute rum fährt dann sieht man was da passiert ist.
00:11:53: also war eine spannende lehrreiche zeit.
00:11:55: dann war ich habe gesagt das fragt man sich irgendwo.
00:11:58: nach einer beraterzeit will ich entweder berater bleiben oder ich muss frühzeitig wechseln.
00:12:01: Ich bin dann damals.
00:12:20: In den Vorstand der Ramital DTEC-RG, also Werttechnik damals gekommen war ein Finanzvorstand und operativ in Bremen.
00:12:30: Also habe verschiedensten Job gemacht.
00:12:31: ich hab da einen Vorstandsvorsitzenden gehabt.
00:12:33: er wollte mich fördern.
00:12:34: Hab dann im Junge ja eine riesige Herausforderung war auf einmal Chef von dreitausend Leuten in Breben.
00:12:40: Dreitausende Ingenieuren und als Blutigerkaufmann war das schon herausfordernd.
00:12:45: Das war ein Ingenieur, das war werttechnische Elektronik.
00:12:48: Aber viel gelernt, viel auch gelernt zu improvisieren.
00:12:52: Ich sag mal ich stand viel und oft vor Herausforderungen.
00:12:57: wo ich mich dann morgens gefragt habe wie schaffst du das eigentlich?
00:12:59: Wie kriegst du es hin?
00:13:01: Und ich hab's dann irgendwo hingekriegt.
00:13:05: Hat natürlich gewissen Mut muss man haben also man darf sie nicht verstecken.
00:13:12: Dann hats geklappt.
00:13:12: aber dann habe ich mir irgendwann überlegt bei Rheinmetall... könnte dann hätte in den Obervorstand einrücken können und hatte natürlich auf der anderen Seite eine Familiengesellschaft im Rücken, war noch zu Reimethalzeiten.
00:13:27: Ich glaube, ich bin nicht unter dem Aufsichtsrat der Grillowerke gekommen als Familie Mitglied und bin dann in den Vorstand eingetreten bei Reimetal ausgeschrieben.
00:13:41: Damals war meine Cousine die größte Aktionärin, hat mich gefragt.
00:13:45: Da haben wir damals ein zweitel von der Rheinsing gekauft.
00:13:48: Jetzt haben wir das Unternehmen extra vergrößert, es musste kommen und dann waren natürlich auch die Traditionen irgendwo.
00:13:53: mein Vater war im Unternehmen, mein Großvater war im Unternehmen.
00:13:57: Ich bin die fünfte Generation Und da war es Verpflichtung Ehre wie auch immer dann auch ins Familienunternehmen zu gehen.
00:14:04: aber eben und dass ich glaube im Nachhinein hat sich das bewährt Ja, der hat schon was geschafft.
00:14:31: Der hat schon etwas erreicht und das schadet ja auch nix wenn die Leute merken Der kommt vielleicht nicht nur wegen des Namens dazu, sondern vielleicht hat er auch irgendwas auf der Pfanne.
00:14:41: War das dann klar dass du irgendwann zurück ins Familienunternehmen also dir während der Zeit oder war es
00:14:46: überhaupt nicht?
00:14:46: Also mein Vater wie gesagt, mein Vater hat thirty Jahre hier gearbeitet.
00:14:50: ich sitze auch in seinem ehemaligen Büro.
00:14:52: Das ist dann mich renoviert aber wir auch immer.
00:14:54: Aber das war überhaupt nicht klar.
00:14:56: Wir hatten damals auch einen kleinen Anteil nur als Familie Eins Komma so und zu viel fast zwei Prozent Weil mein Vater, mein Großvater nicht dazu gekauft haben.
00:15:04: Das hat historische Gründe und also es war überhaupt nicht klar.
00:15:08: aber ich habe es dann freiwillig in freien Stücken gemacht.
00:15:11: Ich hab's da mal im Vater erzählt damals.
00:15:12: der war natürlich happy und war stolz Aber er hat mich überhaupt nicht gedrängt.
00:15:16: Also das war eine völlig frei Entscheidung und fand ich auch gut Und ich glaube dass kann auch nur der Weg sein.
00:15:22: Es ist ein Fehler das passiert hört man manchmal Dass dann Nachfolger nachfahren Kinder irgendwo reingedrängt werden ... ins Familienunternehmen.
00:15:32: Das muss freiwillig geschehen, weil sonst macht das keinen Sinn.
00:15:35: Das habe ich gemacht und habe nicht bereut.
00:15:36: Ich hab dann ja auch in den ersten Jahren massiv investiert... ...dann meine Beteiligung auf zehn Prozent erhöht.
00:15:44: Durch Aktienkäufe Kapitalerhöhung, weil ich es schon gesagt habe als Namesträger in dem Unternehmen,... ...da möchte ich auch einen bedeutenden Anteil haben.
00:15:52: Und sofern bin ich dann eben Unternehmer-, Familienunternehmer und war eine gute Entscheidung.
00:15:59: Und jetzt heute bist du ja auch... ... bei Reimetal wieder aktiv?
00:16:03: Ja, ich habe dann im Unternehmen.
00:16:05: Ich bin seit ... ... zwei tausend vier dann Vorstandsvorsitzender ... ... bei Grillo bin ich immer noch.
00:16:10: Ich habe aber auch noch andere Sachen nebenbei gemacht.
00:16:11: Ich hab immer verschiedene Aufsichtsrats und Beiratsmandate gehabt,... ... weil ich das gut finde.
00:16:19: es gibt einem guten Impuls... Man sieht woanders man lernt eine ganze Menge dazu und kriegt Blick, weitblick auch in andere Unternehmen.
00:16:29: Andere Funktionsweisen, andere Technologien und verschiedene Aufsichtsratungen gehabt.
00:16:36: Und ich bin dann im Jahr two-tausendsechzehn gefragt worden damals von dem damaligen Aufsicherheitsvorsitzenden der Reimeter, den ich noch aus früheren Seiten kannte ob ich ihm nachfolgen wollte oder einen Ausstrahl eintreten wollte.
00:16:50: meine mein Herz Hing schon lange an dem Unternehmen, ich hab da acht tolle Berufsjahre gehabt.
00:16:56: Verlebt, ich kenne viele Leute kennen auch den heutigen CEO mit Pappberger gut kannte ihn damals schon gut und hatte irgendwo eine emotionale Bindung zu dem Unternehmen.
00:17:05: deswegen habe mich besonders gefreut und deswegen macht mir dieser Aufgabe heute besonders viel Spaß.
00:17:11: das Unternehmen ist natürlich in einer besonderen Situation aber einfach nur wie gesagt man kennt viele leute und hat da Emotionen.
00:17:17: daran Parallel, ja noch stellvertretender Aufsichtsratsfonds bei EON.
00:17:23: Riesenunternehmen mit riesen Ergebnissen und großen Umsatz hochspannend ich habe mich immer mit Energie beschäftigt mit diesen Themen das macht mir auch viel Spaß ist was anderes als natürlich Reimetal aber es führt mich weiter bringt mich auch weiter.
00:17:39: und diese Ämter die kosten ein bisschen Zeit das ist überschaubar Aber der Tag ist ja lang und die Wochenende auch.
00:17:46: also insofern sie bringen sich auch weiter.
00:17:49: Ja und das ist glaube ich gut, wenn man nicht nur mit dem Brennglas fokussiert auf sein eigenes Aufgabengebiet guckt sondern ein bisschen weiterguckt.
00:17:59: Und das habe ich eigentlich immer gemacht.
00:18:01: Wenn du zurückblickst auf die ganze Laufbahn bis jetzt heute was würdest du sagen, wenn wir so einen Ratschlag zusammenfassen würden?
00:18:09: Was würdest Du den formulieren?
00:18:14: Also mutig sein... Scheu vor Arbeit, also man muss sich schon engagieren, Engagement zeigen, Interesse zeigen und dann voranschreiten.
00:18:33: Und bei Rückschlägen nicht gleich einknicken sondern versuchen weiter zu kämpfen aber
00:18:42: auch
00:18:44: notwendige Gelassenheit zu wahren.
00:18:46: Also Verbissenheit ist auch Nicht-Garriere fördert.
00:18:49: Also Verbissenheit macht auch keinen Sinn.
00:18:53: Das ist vorher auch gesagt, manchmal steht man schon auf und fragt sich dann wie soll ich das eigentlich alles schaffen?
00:19:01: Was muss man dann machen, dass man es weiter macht oder nicht einknickt.
00:19:04: Also ich bin organisiert.
00:19:06: als erstes was ich morgens mache oder wenn ich im Büro bin oder auch manchmal zu Hause schon, das sage ich auch mal von mir.
00:19:12: Ich mach mir ein Zettel.
00:19:14: Das habe ich schon als Wirtschaftsprüfer gelernt.
00:19:16: Die Aufgaben die ich mir heute vorgenommen hab... Der wächst manchmal, aber wenn man einen Haken macht.
00:19:20: Wenn man was durchstreift, es gibt kaum schönere Sachen und wenn der Zettel dann abends kleiner geworden ist oder wenn man vielleicht mal ein von dem Vien-Zelt wegtun kann das ist auch gut.
00:19:29: also das hört sich blöd an einfach an aber einfach versuchen sich zu organisieren Irgendwann wird man dann auch organisiert.
00:19:36: ich weiß ich habe mit jungen Jahren als Barameteil war.
00:19:38: da war ich Chef in Breben von dreitausend Leuten.
00:19:41: er ist den Atlas Elektronik gleichzeitig Finanzvorstand in Ratingen ... und habe auch noch zu Hause ein Haus gebaut.
00:19:46: Ich war völlig überlastet eigentlich, ja?
00:19:47: Und damals war ich schon organisiert.
00:19:49: insofern... hatte ich schon einen jungen Jahren Fahrer.
00:19:51: der hat mich dann morgens weiß nicht um halb fünf zuhause abgeholt.
00:19:53: da war ich in Bremen wahrscheinlich die erste weil die anderen kamen später.
00:19:56: Dann bin ich nach Rating gefahren und hab dann noch das Thema Finanzvorstand.
00:20:02: also das war wenn ich das nicht irgendwie einermaßen organisiert hätte oder man mich auch organisiert hat mit Büro mit Fahrrad dann wäre es schwierig gewesen Also sich selbst zu organisieren versuchen das hinzukriegen und vor allen Dingen auch.
00:20:19: Das habe ich aufgrund der vielen Aufgaben, die ich auch teilweise parallel hatte gelernt, auch mal zuzulassen dass man eben nur neunzig Prozent oder fünfneinzig Prozent schafft oder auch meinwiegen fünf achtzig Prozent.
00:20:34: Ich muss nicht alles hundert Prozent denn wenn ich alles Hundert Prozent hinkriege will am besten hundertfünf Prozent ja dann verfranzig mich und dann wird mir nichts zufrieden.
00:20:45: Also das bringt nichts.
00:20:47: Man muss auch mal zulassen, dass man eben nicht alles hinkriegt und dass man auch mal eine Unsicherheit hat... ...und dass man mal auch mal ne Fehlerkultur akzeptiert.
00:20:56: Weiß
00:20:57: ich selbst?
00:20:58: Ja bei mir selbst natürlich!
00:21:00: Das muss ich auch bei anderen akzeptieren.
00:21:01: Gute Frage super weil ich sage mal was ich für mich zulasse wenn ich mir sage die Kellung an Fehler machen.
00:21:06: andere machen auch Fehler.
00:21:08: Ich habe auch ein Motto Auch andere meine Mitarbeiter können alle Fehler machen.
00:21:13: Die sollen nur einen Fehler nicht machen, wenn sie einen gemacht haben.
00:21:16: Bedeutenden Fehler.
00:21:17: Dann sollen Sie zu mir kommen und sagen das ist so gelaufen.
00:21:20: Das war ein Fehler.
00:21:21: werden wir uns schon gemeinsam lösen.
00:21:22: Ist noch keiner von mir gehängt worden?
00:21:24: oder wie auch immer?
00:21:26: ja also dass offen und vertrauen dass man auch Fehler zugesteht und das erwarte ich auch von mir.
00:21:31: Das kann ja passieren.
00:21:32: mein kein Mensch ist fehlerfrei Und kann auch nicht von sich verlangen dass er fehler frei ist und muss auch nicht alles hundertzehn prozentig erledigen Geht auch gar nicht, dann wird man nämlich verzweifelt.
00:21:43: Und das muss man zulassen.
00:21:46: Jetzt machst du das ja schon lange Vorstand also bist ja schon langer Vorstand.
00:21:50: Manche schaffen das vielleicht auch nicht und machen das vielleicht nur fünf Jahre und merken dass es nichts Verein ist.
00:21:55: was muss man denn so für Eigenschaften bei sich überhaupt selber haben oder entwickeln dass man das auch lange machen kann?
00:22:02: Wenn man merkt... ...dass man's nicht kann ich will da muss man auch die Traute haben den Mut haben zu sagen Das is nix.
00:22:08: wenn mich manchmal anders macht.
00:22:10: man muss natürlich Ein Führungswillen haben.
00:22:13: Vorstand führt irgendwo.
00:22:14: als Unternehmenschef, führe ich natürlich dieses Unternehmen.
00:22:17: Also ich muss das auch wollen!
00:22:19: Ich muss die Aufgabe, die ich wahrnehme, muss ich auch wollen.
00:22:21: Die muss ich wahrnehmen wollen und... ...ich muss führen wollen?
00:22:26: Ich muss Verantwortung übernehmen
00:22:27: können?!
00:22:27: Ich darf nicht wenn ich eine Verantwortung habe und das hab' ich natürlich als Unternehmerchef oder als Chef von irgendeiner Organisation Wenn ich dann wegen der Verantwortung nachts nicht schlafen kann.
00:22:38: Das ist schlecht, es passiert mir natürlich auch ehrlicherweise Da ich mal nach die Schlafe, aber nicht dauernd wegen der Verantwortung.
00:22:45: Also ich muss gerne Verantwortung übernehmen wollen.
00:22:47: Ich muss gerne führen wollen... ...ich muss gerne vielleicht ein bisschen härter, ein bisschen länger arbeiten wollen auch mal die Extra-Meine gehen wollen und ich muss eine Ambition haben, ich muss ehrgeizig sein.
00:23:02: Aber wenn ich das alles oder wenn ich irgendwas davon nicht habe ist das nicht schlimm.
00:23:06: Ist das völlig okay?
00:23:07: Weil es können nicht alle Chefstarts, alle Vorstandsvorsitzenden sagen.
00:23:10: Aber sagen wir dies werden wollen, hilft er schon!
00:23:14: Was ist denn deine Ambition?
00:23:20: Möglichst lange gesund allzuwerden, könnte man sagen.
00:23:23: Das ist natürlich schon auch eine Ambition wenn man etwas älter ist.
00:23:26: Denkt mal dazu nehmen drüber nach.
00:23:29: Meine Ambition ist vor allen Dingen dieses Unternehmen nachhaltig stabil wachsend der nächsten Generation zu übergeben.
00:23:36: das muss jetzt nicht die nächste Generation in Erführung sein aber den nächsten Eigentümer-Generation Aber auch für die Mitarbeiter wichtig, die Arbeitsplätze zu erhalten.
00:23:45: Wir haben in den letzten Jahren durchaus, wir sind in einer Branche tätig wo wir durchaus hier und da auch Personal abbauen mussten teilweise auch signifikant.
00:23:53: Das tut weh das macht man nicht gerne.
00:23:56: Da gibt es gerade in einem Familienunternehmen noch ein bisschen mehr Verbundenheit.
00:23:59: aber ich spreche deswegen an weil schon mein Ziel ist auch möglichst viele Arbeitsplätzen zu erhalten d. h., das Unternehmen größer zu machen stabiler zu zu betreuen und wie gesagt das persönliche ziel als zweihundertjährige überlegung nicht nur für mich persönlich zu erleben sondern dass das unternehmen sich auch erlebt.
00:24:18: also ist schon wichtig.
00:24:20: Und Unternehmen ist ein wechselndes gebiet.
00:24:22: uns einmal die old economy wo wir herkommen eigentlich die ist ja nicht ganz einfach, Wir sind teilweise energieintensiv, wir sind teilweise in broschen tätig baunustri autonobinustrie Die Nicht Ganz Einfach sind.
00:24:36: Also In Sofern Es sind nicht ohne Herausforderungen, das ist eigentlich die wesentliche berufliche Herausforderung.
00:24:41: Natürlich möchte ich gesund bleiben und glücklich sein, dass man der Kinder gesund bleibt, meine Frau
00:24:46: usw.,
00:24:47: das sind die persönlichen Ziele, die hat man auch.
00:24:50: Und das ist das beruflichem Thema.
00:24:53: Dieses Energie- und Rohstoffthema, das liest man auch ziemlich viel wenn man so ein bisschen recherchiert.
00:24:58: zu dir... Das ist ja eigentlich ein Thema was uns wahrscheinlich für immer beschäftigen wird, egal wie die Entwicklung, Technologie etc.
00:25:05: weitergeht.
00:25:07: Außer wir finden irgendwann eine Technologie, die Rohstoffe produziert aus dem Nichts.
00:25:12: Aber das würde irgendwie gegen die Energiehaltung sprechen?
00:25:15: Also das hat mich immer schon beschäftigt als Thema richtig Rohstoffenergie.
00:25:19: natürlich war bei einer Rohstoffintensiven wie Handel mit Zink und Schwefel.
00:25:23: Das sind so Kerngrundstoff-Rohstoffe.
00:25:26: Wir sind energieintensiv produzieren in der Chemieindustrie auch Energie.
00:25:29: aber das Thema Energiefragen Wettbewerbsfähigkeit auch Standort Deutschland in Energiefrage auch in Rohstofffragen habe ich immer schon beschäftigt.
00:25:39: Ich war auch dritte Weg zunehmend auf unserer Erzärtigkeit, auch in der Politik oder im Verbandswesen ja lange Jahre tätig.
00:25:46: ich war mein sechsjahre Präsidenten der Wirtschaftsvereine Metalle das ist die Verein der Nicht-Eisen-Metalle Aluminium, Kupfer, Zink und so weiter.
00:25:56: da habe mich intensiv mit dem Thema Energie versorgen weil es alles energieintensive Prozesse sind.
00:26:01: Rohstoffe beschäftige.
00:26:04: ich war mal zwei Jahre Vorsitzender des Rost- oder vier Jahre Rohstoffausschuss im BDI im Bundesverband der deutschen Industrie.
00:26:10: Weil das Thema Rohstoffsicherung, Rohstoffabhängigkeit für diesen Industriestandort Deutschland schon ein wesentliches Thema ist und wir sind eben nicht mit Rohstoffen zu sehr gesegnet.
00:26:20: deswegen sind wir abhängig von anderen Ländern.
00:26:23: Und das war natürlich ein Thema.
00:26:24: ich war ja von zwei tausend dreizehn bis zweitausend sechzehn auch mal Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie also sagen wir Oberster Industrie Vertreter dann sehr nah an der Politik Frau Merkel mit viel missen und auch international mit vielen Leuten.
00:26:40: Und das war auch das Thema Energie, Rohstoffe, Wettbewerbsfähigkeit.
00:26:44: Standortpolitik hat mich schon intensiv beschäftigt vom Unternehmen her von der Herkunft her und das habe ich dann eben ein bisschen mehr betrieben.
00:26:56: Da sind wir natürlich lange nicht am Ende.
00:26:57: die Abhängigkeit wird immer bestehen aber wir müssen mit der Abhängigkeiten leben und sie managen.
00:27:01: Das ist gerade bei Rohstoffen mal einen.
00:27:07: Das Thema kommt immer so in Wellen hoch.
00:27:09: Im Moment ist das wieder sehr aktuell, wenn die Rohstoffpreise gesunken sind.
00:27:14: Wenn man das Gefühl hat genug Rohstoffe sind da dann ist das Interesse der Industrie ein bisschen zurückgehend.
00:27:20: aber es kommt dann wieder hoch.
00:27:21: und das Thema Energie.
00:27:22: ich meine dass haben wir gerade in der Ukraine Krise zu Beginn der ukraine Krise verschärft gemerkt mit den Gaspreisen.
00:27:28: das ist schon für unseren Standort entscheidend.
00:27:31: Wir haben eine Industrie die ist energieintensiv wir sind einer der größte Industrieländer der Welt.
00:27:37: Wir haben, glaube ich, ein- zwanzig zu ein-zwanzig Prozent unseres Brutto-Sozialblocks ist industriell relevant und diesen Anteil haben nicht viele Länder.
00:27:45: und deswegen brauchen wir eben Energie zur wettbewerbsfähigen Preise und da ist nach wie vor viel zu tun.
00:27:51: Ich bin jetzt nicht mehr in der Politik aktiv.
00:27:53: also Verbands-Karriere war schön aber die Zeit danach ist noch schöner sage ich immer dann irgendwann ist gut Aber da ist noch viel zu tun bei uns.
00:28:03: Das andere Wort, als man immer liest ist dann Industriepolitisch oder Industriepolitik.
00:28:06: Was bedeutet das eigentlich?
00:28:08: Naja, dass es halt letztlich sich um die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestands Deutschland zu kümmern.
00:28:16: Das sind wettbewebsfähige Energiepreise, das sind ich sage mal das Umfeld.
00:28:21: wir klagen viel über das Thema Regulierung.
00:28:23: ja Wir müssen schneller werden am Standort Deutschland.
00:28:28: Wir klagen natürlich Unternehmer aber auch Selbstständige.
00:28:31: Klagen führe ich über das Thema Steuern.
00:28:34: Steuer sind per se lästig, aber ich will die gar nicht gegen die Steueren reden.
00:28:37: Das Problem ist wenn Steuere nicht wettbewerbsfähig sind ja?
00:28:40: Wenn ein Land in der Industrie in Deutschland beispielsweise auf mit dreißig Prozent besteuert wird und einen anderen mit zehn Prozent dann ist es natürlich ungleiche Wettbewertungsverhältnisse.
00:28:49: Und das ist schon mal wichtig dass wir auch international gleiche Wetts Verhältnisse haben und das Leistungsfähigkeit auch belohnt wird.
00:28:58: Wenn eine leistungsfähig ist, wenn einer hohe Gewinn macht soll er meinetwegen auch höhere Steuern zahlen.
00:29:04: aber wir müssen bei der Steuerdiskussion aufpassen dass wir die Motivation den Leistung will indem wir einfach brauchen hier, dass wir denen nicht reduzieren.
00:29:17: Echt gut!
00:29:18: Danke erstmal für die Insights.
00:29:20: dazu finde ich sehr interessant.
00:29:22: Wo kriegst du eigentlich deine Inspiration, deine Quellen her?
00:29:26: Wie bildest du dich weiter?
00:29:27: Was benutzt du da für Medien?
00:29:28: Na
00:29:29: gut.
00:29:30: Ich lese Zeitungen und ich lese auch ganz gerne immer noch auf irgendeiner Papier in der Hand.
00:29:35: Also das Handelsblatt habe ich abonniert.
00:29:38: Und wenn ich unterwegs bin dann lese ich es elektronisch.
00:29:42: Versuche hier eine Frankfurter verschiedene andere Zeitung also wirklich noch ein Hardcover hat irgendwo was aber... ...ich bin viel in den sozialen Medien ist eigentlich übertrieben.
00:29:52: Ich lese viel, LinkedIn lese ich viel.
00:29:55: Ob das jetzt NTV, ich werde es generell klar machen für eine andere oder andere aber ich habe eine ganze Menge Newsdienste die ich morgens dann kriege.
00:30:01: Das ist eigentlich schon soviel wo ich dann umscrolle und mich erkundige.
00:30:06: Ich gucke auch die Tage schaue natürlich wenn ich rechtzeitig zu Hause bin und nicht zu müde bin.
00:30:10: Aber jetzt haben wir Social Media.
00:30:13: da gibt's ja schon mittlerweile Angebote.
00:30:14: Es ist ja schon überfluten, Reise überflutend und da lese sich sehr viel.
00:30:19: Man muss aufpassen... Wahrscheinlich nicht zu viel.
00:30:22: Ich sollte vielleicht das eine oder andere genauer lesen, dafür weniger lesen aber... Es gibt natürlich viele Themen.
00:30:27: Aber heutzutage Information ist ja ein Overflow eigentlich.
00:30:31: Man muss schon bisschen sortieren, dass man nicht verrückt wird.
00:30:36: Okay,
00:30:36: d.h.,
00:30:37: du musst dir da wahrscheinlich irgendwie Zeiten am Tag auch reservieren?
00:30:40: Oder um solche Sachen zu machen?
00:30:41: Ja!
00:30:42: Wenn ich mal Zeit habe im Auto bin oder reise, gucke ich mir das an morgens Früher oder wenn ich abends nicht schlafen kann, das sollte man jetzt nicht.
00:30:52: Das ist kein Ratschlag, weil es ja nicht gut wird immer wieder.
00:30:54: Oder wenn man nach die Schlafung kann mal ein bisschen rumzu zappen und zu scrollen also gibt einfach verschiedene Gelegenheiten.
00:31:01: da sollte man Jetzt nicht.
00:31:01: gerade wenn man am Auto Stör sich selber macht dann sollte man nicht unbedingt lesen das ist schon klar Und es gibt genug Gelegenheit das zu machen.
00:31:07: eigentlich.
00:31:08: aber Die Frage ist insofern gut Man muss sie auch disziplinieren Nur in diese Kisten gucken und man muss das Handy auch mal, das sagt einer dem es auch schwerfällt aber trotzdem das Handy weglegen.
00:31:20: Das hilft auch.
00:31:21: Hast du so andere Mechanismen um den ganzen Zeug abzublocken?
00:31:25: Also gibt's irgendwas auf was du da komplett verzichtest oder...
00:31:30: Verzichten?
00:31:30: ich meine jetzt nicht.
00:31:33: Ich mach kein bewusstes Digital Detox wie manche machen ja.
00:31:39: Ich versuche ein zwei Mal die Woche Joggen Sport zu machen Geh gerne mal in die Sauna und dann einfach mal fahren.
00:31:47: Ich mir auch kein Handy mit, da ist es wirklich mal zwei, drei Stunden.
00:31:49: Einfach mal Ruhe.
00:31:50: Das ist man ja im Wochenende ganz gerne mal.
00:31:53: Und klar, wenn man unsere Familie am Tisch steht ... Also genug gelegen hat, wo man das Handy auch weglegen kann.
00:32:01: Aber man muss sich schon erziehen und dann bin ich auch so sagen nicht ungefährdet dass ich das zu viel in der Hand habe
00:32:08: Nicht schlecht.
00:32:10: Eine Frage noch zum Schluss Was würdest du machen, wenn man dir diese ganzen Sachen jetzt verbieten würde?
00:32:15: Also kein Business.
00:32:17: Keine Wirtschaft.
00:32:20: Das ist eine gute Frage.
00:32:21: Ich überlege hier manchmal auch denn mit sechszig Jahren ist natürlich irgendwann dann geht es irgendwo langsam zurück.
00:32:27: also ich kann mir vorstellen dass sich die Aufsichtsfreiheitsjobs noch wenn ich gesund bin doch länger wahrnehme das ich auch hier und da immer verschiedene Sachen annehme.
00:32:36: also ich bin weiter von entfernt trotz des Alters jetzt nur noch mich im Garten zu setzen, meinem Rasenroboter zuzugucken.
00:32:44: Das ist manchmal ganz entspannend aber auf den Dauer muss das nicht sein.
00:32:47: Also aktiv bleiben und auch Sport machen und Reisen.
00:32:50: Und ich habe meiner Frau noch einmal gesagt, ich stelle mir jetzt vor, weil so ein Mensch schon viel Themen sind, viel Arbeit ist auf verschiedenen Gründen und natürlich dass Handy immer bimmelt und immer Mails und SMSer und Nachrichten kommen und sowas irgendwann... Machen wir demnächst mal jetzt zweiter Woche eine Schiffsreise.
00:33:08: Und ich vergesse aus Versehen mein Handy zu Hause und einfach nur weg usw.
00:33:11: Ich weiß gar nach einem Tag, wo die wahrscheinlich verrückt werden und immer an Büro anrufen ist irgendwas passiert da also der Differenz zwischen Wunsch-und-Wirklichkeit ist relativ gering aber ein bisschen weniger wäre auch nicht verkehrt.
00:33:24: Aber wie gesagt es liegt ja eigentlich an mir selber.
00:33:26: Da muss ich mich an die eigenen Nase fassen.
00:33:29: Aber trotz wie gesagt, ich werde alles beruflich ein bisschen wenig machen vielleicht irgendwann.
00:33:35: Aber, dass ich sozusagen trotz des etwas höheren Alters mich zurückziehe ist gering.
00:33:43: Ich habe als BDI-Präsident mal die Rente mit siebzig gefordert.
00:33:48: Ich hab nie so viel Shitstorm in der Bildseitung gekriegt wie damals natürlich.
00:33:53: Diese Forderung kommt heute immer wieder von verschiedenen... Die ist auch immer noch richtig, die ist richter denn je!
00:33:58: Wir werden alle älter und unsere durchschnittliche Lebenserwartungen vielleicht nicht von uns aber von den Neugeborenen steigt Alle vier Jahre statistisch um einen.
00:34:06: Das heißt, wir müssen länger arbeiten, um das einfach hinzukriegen und deswegen stehe ich immer noch hinter dem Ziel Rente mit siebzig oder ein bisschen mehr.
00:34:14: da kann ich ja nicht jetzt schon früher aufhören.
00:34:16: also das muss ja dann zumindest ein Beispiel sein.
00:34:19: Du hast vorher ja Langelebigkeit angesprochen.
00:34:21: Da gibt es ja Untersuchungen und die Völker oder die Städte und Länder, die sehr lange leben und auch teilweise statistisch überdurchschnittlich ... oft hundert werden, bei denen gibt's selten so was wie Ruhe.
00:34:35: Das Wort gibt es da teilweise gar nicht.
00:34:37: Ich war letztens in Japan letztes Jahr und in Okinawa, da gibt es keinen Ruhestand.
00:34:40: Klar gibt es andere Tätigkeiten im Alter aber die werden dann... ...nicht in den Ruhbestand geschickt weil bei uns ist ja der Ruhstand A natürlich irgendwie fertig mit der Arbeit und man kriegt dann Rente.
00:34:51: Aber B ist auch irgendwie eine Entkopplung aus der Gesellschaft.
00:34:53: das ist eigentlich gar nicht so gut.
00:34:54: Das glaube ich auch.
00:34:55: also sagen wir ruhestande das Wort Danke weil das ist dass das Wort ist schon irgendwie Man kann was anderes machen und sich nur noch so zu sagen, nur noch Ruhe.
00:35:05: Ich glaube das ist nicht gesund!
00:35:06: Das kenne ich auch für mich nicht gesund.
00:35:10: Seit Weihnachten habe ich einen Woob.
00:35:11: Das ist ein Gerät die alles möglich misst und du hast den Ring genau... Beschäftig mich viel.
00:35:20: Ich morgens immer drauf muss ich mal eingeben, ob ich was gemacht habe am Abend, ob wir gut schlafen oder nicht?
00:35:24: Da sagt er mir dann auch das fühle ich es meistens auf aber da ist vieles dran.
00:35:28: und dass da ist auch eine Funktion des Thema Alterung.
00:35:31: ja und im Moment seit seit Wochen alter ich um Null Komma sieben Prozent.
00:35:36: also ich alter weniger als ich biologisch alter.
00:35:39: Also insofern ist der schonmal ganz gut.
00:35:41: vielleicht meine ich alles falsch mit Sport und Leben und ist Arbeit auch ganz gesund glaube ich auch Man kann es ein bisschen weniger machen, aber man merkt's von vielen die sich wirklich von jetzt auf gleich dann in den Ruhestand verabschieden.
00:35:54: Anfangs würde ich nur Ruhe machen und dann die Füße hochlegen und nichts mehr machen.
00:35:58: Die sind manchmal ganz schlecht dran.
00:36:00: Also kontrollierter Ruhbestand wie immer so sagen ist nicht schlecht.
00:36:04: Ja,
00:36:05: das ist wie bei allen wenn man ... if you don't use it ,you lose it!
00:36:10: Das hat Spaß gemacht.
00:36:11: Herzlichen Dank für die Zeit und auch für die offenen Einsichten in alles!
00:36:14: Ja,
00:36:15: vielen Dank und hat mir auch Spaß gemacht.
00:36:17: und wenn es ein bisschen interessantes ist und der andere Spaß hat beim Zuhören würde mich freuen.
00:36:21: Das werden wir rausfinden.
00:36:22: Jeder, der bis jetzt zugehört hat kann uns natürlich kommentarer lassen hier auf Spotify oder einer anderen Plattformen.
00:36:27: Ihr könnt natürlich auch die Episode nehmen jemandem weiterschicken, der sie auch hören soll wenn ihr der Meinung seid, das macht Sinn.
00:36:33: Und wir freuen uns über direktes Feedback.
00:36:34: man kann uns auf LinkedIn erreichen die Links sind unten in den Show Notes und das Ganze hier ist möglich.
00:36:39: weil ich noch eine andere Profession nachgehe sprich wenn ihr intramistische Aufgaben habt im Unternehmen es können M&A-Projekte sein Post Merchant Integration Systemeinführungen Organisationsumbau Aufbau oder auch ganz klassisch Projekte und Linien dann kommt gerne auf uns zu.
00:36:53: Wir haben einen sehr guten Talentpool, den kann man dafür einsetzen.
00:36:56: Aber manchmal hilft auch das Gespräch und man findet eine andere Lösung im eigenen Netzwerk oder im eigenem Unternehmen.
00:37:01: Ich freue mich auf jeden Fall auf jedes Gespräch Und aufs nächste Gespräch mit dir.
00:37:05: Vielen Dank und viel Erfolg auch bei der ganzen Unternehmung.
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