Episode 289 mit Dr. René Rüdinger (CFO, Materna)

Shownotes

In dieser Episode von „Behind the C“ spricht Franz Kubbillum mit René Rüdinger, CFO und Finanzvorstand von Materna, einem der größten IT-Dienstleister Deutschlands mit rund 800 Millionen Euro Umsatz und etwa 4.500 Mitarbeitenden. Materna entwickelt Lösungen für die öffentliche Hand – von Zollabwicklung und Zensus bis zu kritischen Infrastrukturen – sowie für Unternehmen, etwa durch SAP-Transformationen (S/4HANA) und ServiceNow-Implementierungen über spezialisierte Tochtergesellschaften wie Corporate Business Solutions und Agineo.

René Rüdinger schildert, wie aus dem frühen Wunsch, „Vorstand zu werden“, eine konsequente, aber bewusst gesteuerte Karriereplanung wurde: von der Unternehmensberatung über frühe Geschäftsführungsrollen – darunter der Aufbau einer Daimler-Tochter im Automotive-Bereich – bis hin zu CFO-Positionen in mittelständischen und börsennotierten Unternehmen und schließlich Materna. Er spricht über seine Führungsphilosophie, warum er bewusst Chancen selektiv annimmt (und andere bewusst ablehnt), wie er Führung vor allem „on the job“ gelernt hat – etwa mit deutlich älteren Mitarbeitenden – und weshalb klare persönliche Ziele, bewusste Herausforderungen statt „CV-Line-Items“ sowie einfache Routinen wie vormittags liegende Schlüsselmeetings zentrale Erfolgsfaktoren im C‑Level sind. Außerdem beantwortet er folgende Fragen in dieser Episode:

  • Wie wird man CFO bei Materna – und welche bewussten Karriereentscheidungen, Risiken und „Konzern-Experimente“ haben ihn dahin geführt?
  • Welche Rolle spielen persönliche Ziele und die Frage „Für was will ich stehen?“ für Fokus, Priorisierung und strategische Arbeit im Alltag eines CFO?
  • Wie entwickelt er Führungskompetenz und Resilienz – von Mitarbeiterführung deutlich älterer Teams bis zu Diskussionen im Führungskreis, in denen unterschiedliche Sichtweisen ausdrücklich erwünscht sind?

Themen:

  • C-level
  • IT-Dienstleistungen
  • Erfolg
  • persönliche Entwicklung

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute zu Gast bei Behind The Sea René Rüdinger.

00:00:02: René ist Zielfohrenfinanzvorstand bei Materna, das ist einer der größten IT-Dienstleister hier in Deutschland.

00:00:09: Ungefähr achthundert Millionen Euro Umsatz und vierenhalb Tausend Mitarbeitende.

00:00:14: ich habe ihn dort in Dortmund einmal besucht hat mir das alles einmal angeschaut hab ihm gefragt wie er eigentlich Vorstand geworden ist denn er wollte das schon immer werden hatte auch immer einen Plan wir die Themen dir vielleicht gerade noch nicht hatte in seiner Karriere weiterentwickeln konnte und er hat sich immerhin gesetzungen gefreut.

00:00:29: Wie kann ich mich jeden Tag neu challenging?

00:00:31: Was kann ich als nächstes für eine Rolle machen, um noch mal die Themen zu entwickeln.

00:00:36: Dass das heute vielleicht auch andere Themen sind, als es vor zwanzig Jahren war?

00:00:40: also dieses Challengen und sich herausfordern darüber haben wir im hinteren Teil gesprochen.

00:00:44: Und dann geht's auch noch um eine tolle Aufgabe und zwar Kann man sich mehr mit einem blatt hinsetzen und fragen Für was will Ich eigentlich in ein paar jahren stehen?

00:00:51: wie das genau abläuft hört Es euch selber an.

00:00:53: Wir gehen jetzt rein in den podcast Mit renee rüdinger

00:00:55: auf

00:00:56: gehts.

00:00:57: Jede Woche spreche ich im Behind-the-Sea-Podcast mit Top-Level-Managern und Managerinnen.

00:01:02: Alle haben ein Problem, sie kommen nicht an die richtigen Leute zur richtigen Zeit für ihre

00:01:06: Herausforderungen

00:01:07: – im Geschäft!

00:01:09: Egal ob für permanente Rollen oder interrymystische Aufgaben wie zum Beispiel M&A Projekte, Systemeinführungen, Neuaufbau & Umbau von Abteilungen oder ganze Organisationstransformationen.

00:01:19: Oftmals mangelt es an der richtigen Ressource … oder eben Kompetenz.

00:01:23: Wenn dich das aktuell auch herumtreibt, dann komm gerne auf mich zu.

00:01:25: Wir können einmal unvermindlich zu dem Thema sprechen.

00:01:28: Mehr Informationen findest du auch auf www.vertreus.de.

00:01:30: Ich freue mich auf deine Nachricht, auf LinkedIn oder eben via Mail.

00:01:33: und jetzt zurück zum Podcast!

00:01:35: René willkommen im Podcast.

00:01:37: Vielen Dank Danke Franz, freut mich.

00:01:38: Ich finde, dass ich heute bei euch zu Gast sein darf.

00:01:40: Ich hab grad schon die ganze Zeit geschwärmt!

00:01:42: Ihr habt ja echt einen wunderschönen Standort, den ich sogar von oben im Video gesehen habe beim Herfahren von draußen und jetzt auch von drinnen.

00:01:48: Sag uns doch mal wer du bist und was du machst?

00:01:51: So ist er gerne... also ich bin ... bei der Materna bin ich CFO.

00:01:56: Materna Kennt ihr ein oder andere?

00:01:58: Die anderen vielleicht auch nicht.

00:01:59: Wir sind IT-Dienstleister, wir sind eine sehr diverse Gruppe mit sehr vielen verschiedenen Businessen – sehr stark für die öffentliche Hand haben aber auch eine sehr große Tochter.

00:02:09: Die SAP Einführung weltweit betreut die CBS.

00:02:12: Achtundt Millionen Euro Umsatz, vierenhalb Tausend Mitarbeitern.

00:02:16: also da sind wir schon eine ordentliche Nummer insbesondere in Deutschland wo unser Fokus ist aber auch weltweit

00:02:23: Ja ich glaube Die Geschäfte oder auch die Themen, die ihr macht.

00:02:27: Da kommt man eher in Kontakt mit den Produkten der Kunden quasi, oder hast du da ein paar Beispiele nennen kannst?

00:02:33: Wie man wirklich mit euch ... Hands-on in Kontakt kommt?

00:02:37: Ja also sehr viele bekommen wir über Ausschreibungen.

00:02:40: Wir arbeiten häufig an sehr großen Projekten und die werden natürlich über Aussschreibung vergeben sei es jetzt von Privatunternehmen oder auf eine öffentliche Hand.

00:02:48: So und da bewirbt man sich drauf.

00:02:49: Und dann kriegt man den Zuschlag oder auch nicht, meistens kriegen wir den Zuschlag oder häufig... Ja!

00:02:54: ...und wenn nicht arbeiten wir daran, dass wir das nächste Mal kriegen.

00:02:58: Entscheidend ist natürlich auch, sich die Projekte auszusuchen, die profitabel sind, wo man einen guten Tagessatz erlösen kann was wir auch gut können Denn uns zeichnet auch im Markt Qualität aus.

00:03:07: Damit unterscheiden wir uns glaube ich ganz positiv von anderen, die jedes Projekt mitnehmen was es nur so gibt.

00:03:12: also von uns kriegt man Qualität.

00:03:14: Sehr gut und gibt's wirklich Sachen wo du sagen kannst das ist von euch oder wird von euch zumindest berührt?

00:03:20: Wo man dann wirklich im Alltag mit dem Kontakt kommt auch da draußen?

00:03:22: Also

00:03:22: ich glaub jeder Mensch in Deutschland hat schon mit sehr vielen Softwareprodukten von materner Berührung gehabt.

00:03:28: Nur da steht selten Materna drauf.

00:03:30: Das sind häufig Softwareprodukte der öffentlichen Hand über die häufig auch gar nicht sprechen dürfen.

00:03:36: Gar nicht weil es so geheim ist, aber weil auch irgendein Sachbearbeiternabteilung sein die Freigabe nicht erteilt hat, weil das denn eben auch sehr viel Papierkram ist und dann dürfen wir halt nicht drüber sprechen, dabei ist es gar nicht so geheime Dinge.

00:03:47: Geime Dinge machen wir auch!

00:03:48: Aber darüber kann man natürlich umso weniger sprechen, aber auch wirklich ganz simple Dinge wie zum Beispiel die Zoll-Abwicklung in Deutschland, Elektronische oder auch Sensors oder andere Dingen.

00:04:00: also wir machen einfach sehr entwickeln sehr viel Software für die öffentlichen Hand, wo jeder schon mal mit in Büruung gekommen ist.

00:04:05: Okay sehr gut das ist schon mal sehr gut zu wissen.

00:04:08: kannst du so ein bisschen die Geschäftsbereiche nochmal ansprechen?

00:04:10: Du hast glaube ich auch eine Tochter.

00:04:12: wie seid ihr so intern aufgestellt?

00:04:14: ja wir sind nach Geschäfteinheiten aufgestellt Wirklich divers.

00:04:19: Wir haben im Publix-Sektor, wir haben einen neuen Bereich, ein kritissektorkritische Infrastruktur in Deutschland und sind auch diverse Tochterunternehmen, die jeweils ihren Produkt Schwerpunkt haben.

00:04:32: Ich habe eben schon die CBS gedannt, Corporate Business Solutions, die SAP einführt aktuell immer noch in einem Boomzustand ist weil sehr viele Firmen auf SIV HANA transformieren aber auch noch weitere Töchter wie zum Beispiel ein Aginio, für den Unternehmen sich daraus spezialisiert hat, eine TMT sehr viel im Schulungsbereich.

00:04:52: Also ein sehr, sehr breites Portfolio und das macht uns wiederum auch sehr widerstandsfähig gegen die eine oder andere Krise, die es immer mal in dem einen oder anderen Bereich gibt.

00:05:01: Und dann sind meistens andere Bereiche performen dann gut.

00:05:03: In den letzten Jahren war es so dass alle Bereiche fast alle sehr gut beformt haben.

00:05:07: also wir können uns nicht beklagen gerade.

00:05:09: Cool!

00:05:09: Sehr gut erstmal Glückwunsch natürlich.

00:05:11: Das hier ist ja das Headquarter.

00:05:13: wo seid ihr noch vertreten?

00:05:15: Wir sind an insgesamt sechzehn Standorten in Deutschland vertreten, weltweit auch an knapp dreißig Standort.

00:05:22: Also schon ordentlich Headquarter hier in Dortmund ist natürlich das Größe.

00:05:26: Da ist die Firma auch entstanden.

00:05:28: Ist ja eine gute forty-fünf Jahre alt und ist in in Dortmunt entstanden.

00:05:33: deswegen ist es auch unsere Heimat.

00:05:34: und dann das Headquarter.

00:05:36: Das macht natürlich Sinn.

00:05:38: Mega spannend!

00:05:39: Kannst du ein bisschen auf deine Rolle eingehen?

00:05:40: Was liegt alles sozusagen hinter dem F?

00:05:44: Ja, das ist fast schon bei uns etwas zu kurz geriffen.

00:05:46: Das F. Also natürlich neben Finanzen alle Themen die jetzt nicht direkt operativ sind also Nebenfinanzen, Controlling, Legal, Einkaufqualitätsmanagement IT, ERP Prozesse.

00:06:05: Also letztendlich kümmere ich mich um die, wie ist immer ganz gerne eine Enabling Functions.

00:06:10: Die Funktionen im Unternehmen, die dafür sorgen dass andere direkt beim Kunden das Geld verdienen können in den Projekt.

00:06:17: Okay nicht schlecht.

00:06:18: und wie viele Leute sind dann bei dir?

00:06:19: von den Vierneinhalb tausend?

00:06:21: Das sind so ganz grob kalkuliert zweihundert circa.

00:06:27: Cool!

00:06:27: Hey danke erstmal schon mal für die Einblicke.

00:06:30: Ich glaube... Wenn man mit euch natürlich in Kontakt treten will oder auch wenn man sich noch ein bisschen mehr angucken will, kann man... der Website schauen, das findet man dann alles bei uns auf jeden Fall unten in den Show-Notes.

00:06:40: Und vielleicht hören wir ja noch auf dem Weg durch den Podcast die ein oder andere Anekdote auch aus deiner Zeit hier als See Level Manager.

00:06:47: aber gucken wir uns erst mal genau an wie du da hingekommen bist?

00:06:50: Wie wird man CFO bei Materna und was hat man vorher gemacht sozusagen?

00:06:54: Ja also jetzt könnte ich natürlich ganz langweilig meinen CV erzählen, aber ich glaube dass für die meisten Zuhörer können das zum Einschlafen verfinden.

00:07:01: Dankweilich!

00:07:02: Also wenn du jetzt fragen würdest, hattest du immer schon den Plan irgendwann mal Geschäftsführer der Vorstand zu werden?

00:07:08: Dann wär mein Antwort ja.

00:07:10: Hatt ich immer schon auch als Kind Jugendlicher.

00:07:12: das war immer meinen Bestreben und wenn ich zurückdenke warum wollte ich das?

00:07:18: tatsächlich weil ich es spannend fand selbst entscheiden zu können Dinge bewegen zu können Und insofern war das schon sehr sehr lange ein Ziel.

00:07:26: Ich bin also hier nicht reingeb Polt platzt und auf einmal war ich das, sondern da lag schon immer ein großer Wille Wunsch unten drunter.

00:07:36: Das zu werden hat es ja auch.

00:07:37: in den Vorstationen hatte ich dann schon Geschäftsführer rollen erreichbar relativ früh schon Geschäftspführer Ich glaube dabei gerade dreißig geworden oder noch neunzwanzig war.

00:07:49: ich bin Geschäftsführer geworden.

00:07:50: Eine Daimler-Tochter, das ist jetzt auch nicht ein unbedingt ganz normaler Lebenslauf.

00:07:56: So was entsteht dann durch Möglichkeiten Chancen die man greift und sie dann eben auch positiv nutzt.

00:08:03: Du sagst du hast schon immer den Plan gehabt Vorstand zu werden?

00:08:05: Was heißt das also auch schon in der Schule oder

00:08:08: ja in der späteren Schulzeit so in Richtung Abi

00:08:12: Wie kommt das?

00:08:13: Also wie kommt der Vorstand sozusagen so in die zehnte, elfte, zwölft dreizehn der Klasse dann so wie kommt man da?

00:08:20: Da müsste ich auch überlegen.

00:08:21: Aber es ist tatsächlich möglicherweise den Willen zur Gestaltung Entschleidungen eigenständig treffen zu können.

00:08:31: Möglicherweise auch ein gewisser Freiheitsdrang und unternehmerische Drang, den ich schon immer hatte also selbst entscheiden zu können oder selbst Dinge voranzubringen.

00:08:42: Umfeld fühle ich mich mol oder negativ formuliert in einem Umfeld, wo mir andere Leute sagen was und wie ich etwas zu tun habe.

00:08:50: Da fühle Ich großes unwohl sein und ich glaube das ist glaube ich eine ganz gute Grundvoraussetzung dafür um geschätzliche oder Vorstand so werden dass man ja tatsächlich willens ist auch alleine oder im Team gemeinsam Entscheidungen zu treffen.

00:09:03: Oder Entscheidungen, Entscheidung zu gestalten und nicht nur darauf abzuwarten, in welcher Entscheidung jemand anders trifft.

00:09:09: Ich glaube das differenziert auch sehr stark.

00:09:10: dann Menschen.

00:09:12: Ja,

00:09:13: ich höre umgekehrt von Menschen, wenn die fragen Mensch René wie gehst du mit diesem Entscheidungsdruck um?

00:09:18: Du musst ja Entscheidung treffen!

00:09:19: Du weißt nicht ob das richtig oder falsch ist.

00:09:20: Wie gehst so mit dem Druck um?

00:09:21: Ich sage ja... Druck spüre ich gar nicht jetzt.

00:09:24: Das ist eher eine Freude daran.

00:09:26: Ist doch schön also denn Man muss immer Entscheidungen treffen, trifft man keine Entscheidung.

00:09:32: Ist das auch eine Entscheidung?

00:09:34: Nur möglicherweise eine sehr schlechte.

00:09:38: Allerdings!

00:09:39: Du hast es schon relativ früh gewusst, dass du das mal werden willst.

00:09:42: Hast du dann wirklich so konkret auch Aktien oder hat dich das dann schon konkret zu irgendwelchen Themen motiviert?

00:09:48: Ja, früher hatte ich relativ schnell schon festgelegt.

00:09:51: Ich will Wirtschaft studieren.

00:09:52: Warum Wirtschaft?

00:09:53: Weil wenn ich in die Wirtschaft bin muss ich Wirtschaft studierend.

00:09:56: also so simpel war das glaube ich damals im Alter von acht bis neunzehnundzwanzig und später.

00:10:00: da habe ich jetzt nicht weiter reflektiert und allerdings kam dann im Studium erst durch etwas zufällig eine Fokussierung auf Finanzen und das ist eigentlich ganz interessant denn obwohl ich damals ... in die Führungsspitze wollte, war mir nicht klar, dass ich CFO werden wollte.

00:10:19: Das ist erst... Ja, eine Fokussierung hatte ich dann erst im Studium aber auch danach wollte ich da gar nicht unbedingt hin weil ich wollte ja nicht irgendwie ein Buchhalt oder Controller werden sondern ich wollt einen General Management rein.

00:10:32: Aber ich habe dann in meinem ersten Job, da war ich Unternehmensberater und da hab' ich festgestellt das ich offenbar Dinge kann oder leichter als andere Menschen kann Deswegen Dinge schneller und offenbar auch besser Tour als andere.

00:10:48: Und auf einmal bin ich immer stärker wieder in diese Finanzschiene reingekommen, dann kommt man irgendwann so an seinen Punkt und sagt ja will ich mich dagegen wehren oder lasse sich das nutze ich einfach was offenbar meine Stärke ist.

00:11:00: also ich war immer schon irgendwie gut in Mathe oder besser in Matte als in Deutsch oder Englisch.

00:11:06: und dann irgendwann muss man akzeptieren dass man eben offenbar besser in Mathematik ist, zahlen Verständnis halt.

00:11:12: Dann kriegt man auch mal von netten Kollegen Feedback, so Rene vielleicht weißt du das gar nicht aber hier im kombinieren von Zahlen oder in Zahlen interpretieren bist du wahnsinnig schnell und ja eigentlich ganz normal.

00:11:23: irgendwie weiß ich gar nicht dass die Dinge was andere dann toll finden es für einen selbst vollkommen normal weil genauso macht man das ja die ganze Zeit schon.

00:11:31: und wenn man dann reflektiert und sagt okay jetzt nutze ich doch das was ich eigentlich gut kann und fokussiere mich darauf.

00:11:38: Und damit war ich recht erfolgreich, insofern sage ich auch für meinen... bisheriges Buchrufsleben oder das weitere Buchsleben, ich will immer CFO bleiben.

00:11:45: Ich habe keinen Anspruch CEO zu werden oder CTO sowieso nicht.

00:11:51: aber denn ich fühle mich in dieser Rolle wirklich wohl auch tatsächlich häufig zu sagen okay ich bin eben in der zweiten Reihe vorne steht eben ein CEO und ich unterstütze den CEO.

00:12:01: das ist genau da wo ich mich dann auch wohlfühle.

00:12:05: Ich finde das immer ganz interessant.

00:12:06: also wenn man auch für meine erfolgreiche Leute fragt Wie wird man erfolgreich?

00:12:11: Dann sagen viele auch, follow your passion.

00:12:13: Das ist ja so ein klassischer Thema und ich glaube was dann viele Leute falsch machen oder welchen Gedanken es irgendwie in einem Auslös ist dann... Was ist meine Passion?

00:12:22: Und dann sucht man nach einer Passion und eigentlich ist es ja so dass die Passion sich erst rauskristallisiert hat weil man irgendwas gemacht hat.

00:12:30: sprich man stolpert eigentlich dann da rein, wie du gesagt hast.

00:12:33: Finanzen habe ich dann irgendwann akzeptiert dass das der Gut drin bin und jetzt ist es ja doch auch deine Passion oder?

00:12:39: Man könnte sagen du wärst in den Financen gefolgt.

00:12:41: aber das stimmt ja gar nicht.

00:12:42: Ja genau das wäre übertrieben wenn man dieses Follow Your Passion ein bisschen einschränkt.

00:12:47: Es muss natürlich eine Passion sein mit der Geld verdienen kann.

00:12:52: Ich segle auch sehr gerne, nur das interessiert keine Socke.

00:12:54: wie ich segle also kann nicht damit kein Geld verdien oder ich könnte vielleicht ein bisschen Geld verdiene würde ich gerade über die Runden kommen.

00:13:00: also dann ist es vielleicht auch eine Lebensentscheidung zu sagen okay dass eine ziehe ich in mein Privatleben rein und das andere mit dem anderen verdiene ich dann meinen Berufsleben.

00:13:09: aber es ist in der Tat so.

00:13:11: ich glaube jetzt sprichwort ist gar nichts so falsch denn man sollte schon etwas tun was man gerne tut.

00:13:16: wenn man etwas tut weil es die Eltern Kante oder wenn man es so macht, ich glaube dann ist man niemals wirklich gut darin.

00:13:25: Dann ist man vielleicht mittelmäßig oder okay.

00:13:28: aber dann macht man wie man oft in Englisch sagen würde you don't make the difference ja?

00:13:32: Dann bist du eben nicht irgendwie das bisschen besser was es dann auch braucht um auf Top-Level anzukommen.

00:13:38: Okay aber zum Beispiel die Beratung bisher gegangen nicht um zu... also da bist du ja nicht der Passion gefolgt.

00:13:42: und so

00:13:44: In der Beratung tatsächlich, um sehr früh auch schon Impact zu haben.

00:13:48: Das war tatsächlich ein Treiber.

00:13:50: Ich hatte mich nach dem Studium nicht irgendwo als Controlling-Sachbarbeiter gesehen, der dann Excel-Tabellen-Statistiken erstellt.

00:14:00: Die Unternehmensberatung hat mich von Anfang an gereizt, weil man dort schnell zu Topentscheidern kommt und Entscheidungen im Unternehmen beeinflussen kann.

00:14:09: Und das war tatsächlich einen Treiber ... konnte ich auch realisieren in meinem ersten Job.

00:14:14: Okay, also dann ist schon mal... Also ein Einpunkt ist ja schonmal man findet was indem man gut ist, akzeptiert es sozusagen auch und man muss aber auch dabei sein.

00:14:25: Man muss auch einen gewissen Spaß dazu haben beziehungsweise zumindest im Laufe der Zeit dann auch dazu entwickeln.

00:14:30: das wäre jetzt so zwei... Das

00:14:31: würde ich zumindest in meiner Rückschau, würde ich das so zusammenfassen können?

00:14:37: Und dann auch Chancen greifen, die es gibt oder auch Chansen aktiv liegen lassen.

00:14:44: Denn das Leben bietet viele Möglichkeiten.

00:14:47: Man muss aber immer entscheiden welche Chancene, welche Wege man eben dann nimmt und welche man auch besser nicht nimmt.

00:14:54: Kannst du da vielleicht so ein paar Beispiele nennen?

00:14:56: Oder so ein Paar Punkte durch deine Vita nennen, wo du sagst, da war's ne Chance, dir ich ergriff'n oder im zweiten Zug dann...

00:15:02: Ja absolut!

00:15:05: Es war tatsächlich, also positive wie negative.

00:15:07: Also liegengelassen habe ich auch sehr viele aber aktiv.

00:15:10: Aber am Ende ist das Leben ja eine Anreihung von positiv getroffenen Entscheidungen die man genommen hat, die ganz negativen, die man nicht getroffen hat oder die man ausgelassen hat.

00:15:21: Die sieht man halt nicht mehr.

00:15:22: Die kann man nur noch in der Rückschau betrachten.

00:15:24: Tatsächlich war ... bin ich auf meine erste Geschäftsführerrolle zurückblicke.

00:15:28: Das war tatsächlich ein großer Schritt für mich.

00:15:30: Ich war noch in einer Unternehmensberatung und dann Den gab's einen Kollegen von mir, der wiederum einen guten Freund hatte.

00:15:38: Der kam von McKinsey, der ist jetzt gerade CEO geworden von der Tochtergesellschaft von Daimler.

00:15:43: ganz neues Business-Abgasnachbehandlungssystem.

00:15:46: und ich sag wie bitte was?

00:15:46: Ja kennst du ja so ein Motor und da ist jetzt eine Blechbüchse hinten dran und demnächst kommt da ganz viel rein, wir machen das Abgas sauber auf.

00:15:54: okay noch nicht.

00:15:55: mit Lkw Motoren habe ich mich noch nicht so viel beschäftigt gehabt.

00:15:58: Und der sucht jetzt einen Kaufmann, weil das ist sehr stark Entwicklungslastik.

00:16:02: Da muss Struktur rein, da müssen Prozesse rein.

00:16:04: Der sucht jemanden, der Lust hat, das Unternehmen mit aufzubauen und Prozette zu schaffen.

00:16:10: Ja und eigentlich sucht er schon den Geschäftsführer.

00:16:13: Das kommt nicht ab Tag eins aber wenn es dann später mittag drin, denn dass das Unternehmen wird sehr schnell sehr groß so.

00:16:20: Und da war ich als ich eingestiegen bin, Und das war schon ein großer Schritt, weil so etwas habe ich bis dahin noch nicht aufgebaut.

00:16:32: Hatte aber den großen Willen und auch den Mut zu sagen, ja wo?

00:16:35: Das nehme ich an.

00:16:37: Habs zwar noch nie gemacht, aber das ist eine Chance die bittet sich kein zweites Mal in meinem Leben.

00:16:41: Das musste jetzt tun.

00:16:42: Ja und das war eine extremst intensive Zeit.

00:16:45: Das war noch ne Zeit hatte ich noch keine Kinder sehr viel Zeit sehr viel Energie hab mich da auch extrem reingehängt.

00:16:51: also dass was ich dann noch nicht an Erfahrung hatte habe ich dann mit Masse mit Arbeitseinsatz dann wird gemacht.

00:16:57: Aber das war halt eine grandiose Zeit, weil man wirklich im Daimler-Konzern mit sehr Sternen damals strut.

00:17:06: aber dennoch als freie Tochter, mit sehr hohen Ansprüchen in sehr kurzer Zeit etwas aufbauen konnte.

00:17:12: Aber auch musste was am Ende funktionieren.

00:17:14: Das ist im Automobilbereich.

00:17:15: Am Ende steht ein SOP Start-of-Production hinten dran.

00:17:18: Der ist gesetzt und bis dahin muss eben alles da sein von der Einkaufwarnlogistik, Finanzencontrolling, Produktkalkulation usw.. Und das war schon so eine Frage anrätten vielleicht auch gesagt... eine Nummer zu groß für mich.

00:17:36: Ja, ich habe gesagt, das ist eine Herausforderung.

00:17:40: ja aber die will ich jetzt annehmen die Herausforderungen.

00:17:43: Okay hast du dann da was?

00:17:45: waren so die Themen wo man wo du gemerkt hast?

00:17:47: Das hat mir vielleicht noch gefehlt oder das muss sich entwickeln das muss ich mit Volumen oder mit Masse ausgleichen.

00:17:52: Was sind denn das dann so für Themen?

00:17:54: weil wahrscheinlich sind es gar nicht so die Thema über die man sich erst Sorgen gemacht hat oder

00:17:59: Also ganz klar Mitarbeiterführung.

00:18:00: Ich war in der Missberatung, war ich halt so ein sehr kleiner Projektleiter aber richtig... Menschen geführt hatte ich damals noch nicht.

00:18:11: Und das ist auch etwas ganz anderes, ob man jetzt in der Unternehmensberatung ... andere Unternehemsberater führt?

00:18:18: Die sind ja alle so heiß und hoch motiviert oder ein paar fünfzigjährigen Buchhalter dann auf einmal sitzen hat.

00:18:26: Ja, machen wir mal ganz ruhig!

00:18:28: Wie kriegt man Leute geführt die im Schnitt zwanzig Jahre älter sind als man selbst?

00:18:34: Das war schon ... eine wichtige Erfahrung.

00:18:39: Wie erzeugt man dort?

00:18:41: Ja, das weckt im positiven Sinne über Fachlichkeit und auch einfach Vertrauen weil man kann es eben nicht mit Lebenserfahrung kompensieren.

00:18:53: Das kann ich heute ja aber das konnte ich nicht vor zwanzig oder fünfzwanzig Jahren.

00:18:58: da muss sich halt die Leute auch ... anders gewinnen.

00:19:02: Und ich konnte damals auch nicht alle gewinnen, ja?

00:19:04: Den ein oder anderen den... Ja eine sehr wenige zum Glück.

00:19:08: nur die hatte ich auch verloren im Mental und da lernt man natürlich auch selbst raus.

00:19:12: Also das war jetzt irgendwie... Das hätte ich auch rückblickend anders lösen können würde ich auch heute rückpläckend anders Lösen.

00:19:20: Und daraus lernte man dann für sein restliches Berufsleben.

00:19:25: Ich habe jetzt keine keine zwanzig Führungskräfte Schulungen gemacht.

00:19:29: Das ist sehr viel.

00:19:30: bei mir On the job habe ich das gelernt, manchmal auf die harte Tour.

00:19:35: Aber wenn man sich hinterfragt und sagt, nee, dass hätte besser sein können und daraus die richtigen Schlüsse zieht dadurch wird man dann eben dann halt auch besser.

00:19:44: Ist wahrscheinlich ein bisschen schwieriger zu Worten.

00:19:46: aber hast du auch schon was waren so Chancen wo du gesagt hast dir es zu liegen lassen?

00:19:50: gibt's das?

00:19:51: Man bekommt ja immer Anfragen aus dem Markt heraus, willst du dies machen?

00:19:55: Willst du das

00:19:56: machen?".

00:19:56: Und dann schraubt man sich das Unternehmen die Situation ein bisschen an.

00:20:01: Ich bin jemand der wirklich sehr, sehr intensiv hinterfragt wie ist die Strategie dahinter?

00:20:06: Meint ihr das wirklich ernst?

00:20:08: Wie durchdacht ist das?

00:20:09: Wie nachhaltig ist das?

00:20:11: und sehr viel sage ich dann auch.

00:20:14: nee danke dass es Das passt jetzt nicht.

00:20:18: Und insgeheim denke ich, die wissen selbst noch nicht so ganz wie sie es machen wollen und suchen jetzt irgendwie jemanden mit ... Ja?

00:20:25: Jemandem den Sie dort reinsetzen können.

00:20:27: Also ich bin da extrem wählerisch ja.

00:20:29: Ich bin damit recht gut gefahren.

00:20:30: also ich bin jetzt ... Ja, seit fünf Jahren im Beruf und hatte überlegen ich glaube vier Rollen bis jetzt nur.

00:20:40: Wenn ich irgendwo bin dann bin auch immer ein bisschen länger da.

00:20:42: Sehr gut!

00:20:45: Generell auf die Karriere bis heute zurückguckst.

00:20:47: Was ist denn vielleicht so eine Karrieren- oder ein Karrieraatschlag, den du teilen kannst?

00:20:53: Ja

00:20:54: ich glaube wenn es den Karriereratschlag an sich gibt das es nicht in einen Ratschlag gibt.

00:21:00: Wir haben zu viele unterschiedlichen Karriern gesehen und man sieht auch wenn man ins Topmanagement guckt wie höchst unterschiedlich Karrieren sind.

00:21:09: Ich habe danach auch immer früher gesucht im Studium, was ist der eine Weg die man verfolgen muss?

00:21:14: Bei uns früher war das natürlich Aushandsaufenthalt und natürlich Praktika.

00:21:17: Das war vor fünfzehn Jahren so.

00:21:18: jetzt ist es schon Standard.

00:21:19: Früher war's noch ein bisschen Sahnehäubchen.

00:21:23: Jetzt machen das alle.

00:21:24: Das zählt sicherlich auch dazu wenn man eben zeigen kann, man ist bereit ein bisschen außerhalb der eigenen Komfortzone zu gehen.

00:21:30: Das ist jetzt, weil wir es auch im Studiums.

00:21:33: Aber das möchte ich auch dazu sagen, hier lebe auch so eine stelle.

00:21:36: Inflationierung von solchen tick the box Kriterien ja hier in Praktikum und hier war ich im Ausland.

00:21:42: Und wenn ich dann hinterfrage was heißt das jetzt heutzutage noch?

00:21:45: Ich habe im Auslands studiert Die Gose sind alle auf Englisch.

00:21:49: Partnerprogramm mit der Uni, man muss sie überhaupt nicht kümmern, dass man irgendwo einen Platz bekommt.

00:21:54: Eine Wohnung.

00:21:55: helfen Sie vielleicht einem auch noch dabei.

00:21:57: Vorlesung auf English und das ganze ein Semester.

00:22:01: Und dann kommen die zurück und denken, was habt ihr jetzt eigentlich gelernt dort?

00:22:05: Ihr wart jetzt XYZ.

00:22:08: Wo war die Herausforderung?

00:22:09: Wenn ich zurückdenke ... Als ich nach Lyon gegangen bin in Frankreich und Spanien studiert, musste mir ... alles selbst organisieren, da war nichts auf Englisch.

00:22:19: Es war alles auf Französisch das ab dem ersten Tag und versuch mal mit französischen Grundkenntnissen in Frankreich eine Wohnung zu bekommen.

00:22:27: Da ist man total auf sich alleine gestellt.

00:22:31: Das funktioniert gar nicht.

00:22:32: Man ist dann auch andere Menschen angewiesen die einem irgendwie helfen zu übersetzen.

00:22:35: ja es ist also alles was es heute gibt Google Translate und so weiter.

00:22:39: Das gab es nicht, Internet gab's in der Uni.

00:22:41: da gab's zehn Workstations wo man ein Internetzugang hatte die eine Geschwindigkeit hatte eines analogen Modems.

00:22:51: alles was die Möglichkeit die man heute hat gab's damals nicht so und das durchzustehen dort nicht aufzugeben das macht einen oder hat mich dann stärker gemacht.

00:23:03: und deswegen gehe ich auch heute noch rückblickend an ... Probleme ran, wo ich sage ja irgendwie kriegen wir eine Lösung.

00:23:11: Das Problem hört sich jetzt richtig blöd an aber... Ich weiß noch nicht wie, aber irgendwie kriegen das schon eine Lösung hin und jetzt gehen wir mal langsam das Thema an.

00:23:20: Also, ich höre jetzt raus.

00:23:21: Das was damals sozusagen als Challenge gegolten hat im CV wie zum Beispiel ins Ausland zu gehen ist vielleicht heute gar nicht mehr so eine große Herausforderung genauso wie teilweise Studiengänge an sich ja auch nicht mehr herausfordernd sind, wie sie früher waren.

00:23:35: Da kriege ich bestimmt Nachrichten auf Lincoln, wenn ich das so sage!

00:23:38: Aber ich lass es mal so stehen.

00:23:40: Ist ja nur ne Meinung und stimmt vielleicht auch nicht aber... In sich in der Karriere Herausforderungen bewusst zu suchen, die zu der jetzigen Zeit auch wirklich eine Herausforderung sind.

00:23:50: Also nicht jetzt um quasi ein CV-Line zu erzeugen, Lineitem zu erzeugen sondern wirklich um zu sagen da hab ich was gemacht.

00:23:57: zum Beispiel weiß ich noch

00:23:59: einen

00:23:59: Studium neben dem Beruf gemacht oder ich habe halt wirklich irgendwie noch nebenbei was gegründet oder irgendwas was mich wirklich herausgefordert hat ist der bessere Ratschlag als zu versuchen diesen... Lein Item Checker zu machen.

00:24:11: Ja,

00:24:11: das würde ich gerne unterstreichen auch wenn ich das vor... ... dreißig Jahren selbst getan habe, weil ich gewisse Kästchen erfüllen wollte.

00:24:20: Weil eben so gesagt wurde aber... Je reifer ich in meinem Leben wurde, desto mehr hab' ich die Dinge tatsächlich für mich gemacht.

00:24:28: und um nicht irgendwie einen Punkt in meinem CV zu haben wo ich sagen könnte, ich hab das und das gemacht, sondern das was ich selbst mache, dass was ich selber lerne, kann mir keiner mehr nehmen.

00:24:39: Ja!

00:24:40: als Erfahrung, als Wissen in mir selbst drin.

00:24:43: Und das kann ich eventuell im nächsten Job nutzen oder vielleicht auch nicht und wenn es nicht nutzen kann ist egal.

00:24:48: Dennoch kann ich dann X-Ubsland zertigen.

00:24:50: Ich kann über mich sagen, ich habe mal selbst verkauft als CFO.

00:24:54: Ich saß beim Einkauf.

00:24:56: In der Automobilindustrie hab ich unfassbar schwierige nervige Verhandlungen gemacht mit OEM-Einkäufern.

00:25:01: Wenn man das mal durchgemacht hat, da hat man Verständnis für einen Vertriebler, der sagt ja ich hab die und die Marge jetzt nur erzielt.

00:25:10: Und mehr ging nicht raus.

00:25:12: Dann hatte ich aber nicht auf meinem Plan.

00:25:13: Ich will jetzt mal vertrieb machen.

00:25:15: manchmal war es auch einfach die Notewendigkeit her.

00:25:17: Aber heute nehme ich mir auch tatsächlich Themen Wo ich die für mich machen möchte weil sie mir in meinem Theoretischen Baukasten noch fehlen Sagen sagen da habe ich noch ein weißen Fleck oder ein hellgrauen fleck.

00:25:30: das interessiert mich Jetzt und da gehe ich jetzt rein.

00:25:33: Das mache ich aber jetzt nicht mehr Um zu sagen, ich hab hier irgendwie ein Item gemacht.

00:25:37: Ja?

00:25:37: Sondern auch aus Interesse.

00:25:39: Hattest du da eine Systematik dahinter um diesen Baukasten immer wieder die Lücken zu identifizieren oder ist das einfach nur dir kommt was, du merkst was und los geht's?

00:25:46: Ja also der eher das zweite ja.

00:25:50: Das hängt auch mit Unternehmen zusammen in denen ich schon war oder wo ich nicht war.

00:25:55: Ich habe zwei Start-ups großgezogen und hatte danach also Unternehmensberatung und zwei Start ups großziehen Und dadurch tatsächlich sehr aktiv überlegt Rene, was fehlt dir?

00:26:06: und mir fehlte tatsächlich Großkonzernen.

00:26:08: Großkonzerne Mühle!

00:26:10: Es war nie mein Ziel irgendwie im Großkonzenen... mal in die Mühle reinzukommen, aber letztendlich fehlte mir das.

00:26:17: Und da gab es die Möglichkeit dann in meinem Lebenslauf bei Arkades ein bösennotierter Ingenieurdienstleister einzusteigen als CFO wieder.

00:26:24: und das habe ich tatsächlich mit der Begründung gemacht Ich will einmal in die Konzernmüde zum Beispiel als regionales CFO also nicht wirklich kleines Rädchen sondern durchaus jemanden der was bewegen konnte Aber eben Konzernen.

00:26:35: und davon profitiere ich auch in meiner heutigen Rolle bei Materna.

00:26:40: und damals als ich mir das überlegt hatte hatten auch viele gesagt Nee, macht vielleicht nicht wirklich immer Spaß.

00:26:45: Aber du wirst viel lernen was du später einsetzen kannst in großen Unternehmen.

00:26:48: wiederum und rückblickend sag ich Und das ist jetzt gute zehn jahre her ja es war genau so Und die zeit möchte ich nicht messen weil ich habe da sehr viel mitgenommen Was ich heute einsetzen kann und sehr ironisch Dinge über die Ich vor vielen Jahren geflucht habe weil's aus der zentrale kam.

00:27:06: Ja das ist das schlimmste was es gab als TV-Dinge Die aufs zentral kommen die man einfach umsetzen muss.

00:27:12: Die gebe ich heute vor und mach sie selbst.

00:27:15: Und das ist dann die Ironie letztendlich meines eigenen Berufsrehens!

00:27:19: Ja gut, super interessant ja... Dann schauen wir doch mal jetzt wirklich auf das Thema Sea Level, dein Alltag im Sea Level und auch deine Überlebensstrategien im Sea level.

00:27:30: Fangen du doch mal an was fällt dir da spontan ein?

00:27:33: Gut, ich glaube wichtig ist dass man selbst einen Plan hat.

00:27:38: Weiß, was möchte man denn eigentlich machen?

00:27:40: Ich glaube das ist nämlich auch eine Gefahr.

00:27:43: Wenn man einfach nur da ist.

00:27:45: Man isst nur da die Inbox und die Termine sind so zahlreich Da kann man sich locker neunzehn Stunden pro Tag mit beschäftigen weil sehr viele Leute kippen die eigenen Probleme beim Vorgesetzten oder auch Vorstand ab Und hoffen dass der dann das Thema für die Person löst.

00:28:08: Also da könnte ich mich problemlos neunzehn Stunden pro Tag mit beschäftigen und wenn ich gar nicht mehr, gar keine Probleme mehr habe, setz ich mich in irgendwelche Meetings mit rein.

00:28:16: ja das könnte ich auch tun.

00:28:18: alles ein bisschen ironisch oder witzig erzählt.

00:28:20: Ich glaube es ist sehr wichtig ab und zu mal innezuhalten uns überlegen.

00:28:25: so was möchte ich in welchem Zeitraum erreichen?

00:28:29: Wenn ich René dann in drei Jahren Zurückblicke.

00:28:33: Für was möchte ich stehen?

00:28:35: Was möchte ich erreicht haben und diesen Plan, dann hinzuschreiben oder besser gesagt erst mal Ziele hinzusschreiben und daraus einen Plan zu entwickeln?

00:28:45: der muss gar nicht in Meilenstein und so detailliert sein.

00:28:48: überhaupt die ziele.

00:28:50: glaube das ist sehr wichtig nicht nur auf vorstandslevel sondern auch eben nicht runter als Führungskraft.

00:28:57: Ich hab das jetzt auch von meinen Leuten eingefordert, überlegt euch für was steht ihr?

00:29:03: Überlegt euch ihr Fahrt ... Das habe ich Ihnen so gesagt.

00:29:07: Ihr fahrt in drei Jahren gegen den Baum oder seid nicht mehr da.

00:29:10: Was soll bleiben und woran sollen die Leute sich positiv zurück erinnern, was der oder diejenige geschaffen hat, was man ohne den oder derjenigen nicht geschafft hätte?

00:29:22: Manche Leute tun sie sehr leicht damit schwer, weil sich darüber noch gar keine Gedanken gemacht haben.

00:29:27: Das ist das erste mal dass sie so eine Frage gestellt bekommen.

00:29:30: Wieso denn?

00:29:30: Ich bin doch da ich bin auch hier verantwortlich für XYZ.

00:29:34: Na ja aber what makes the difference?

00:29:36: was willst du erreichen?

00:29:37: Was ist das große ziel?

00:29:38: wofür stehst du am ende?

00:29:39: da wo man sagen kann So jetzt bin ich im rein mit mir.

00:29:42: Ich habe dem Unternehmen ein wert gebracht.

00:29:45: Ja weil man kostet ja auch eine gewisse summe Geld und was hat das zu unternehmen dafür bekommen für das Geld.

00:29:52: Das finde ich ein richtig guten Tipp, also das ist eine Übung die mache ich jetzt dann auch wenn ich nach Hause fahre... Ich mach so was ähnliches einmal im Jahr so dass man sich Ziele überlegt und auch überlegt was will man denn in drei vier fünf Jahren erreichen?

00:30:04: Ich kenne die Diskussion um Ziele.

00:30:05: macht das noch Sinn?

00:30:06: heutzutage geht es nicht eher darum was man auf täglicher Basis macht etc.

00:30:09: aber es ist schon wichtig diesen Gedankenprozess zu unterziehen und deswegen glaube ich ist das eine Sache die alle, die hier jetzt zuhören einfach mal machen können.

00:30:17: Einfach mein Blatt Papier für was will ich stehen oder?

00:30:19: Es hilft

00:30:19: zu fokussieren!

00:30:20: Ich kann wirklich nur dazu raten auch wenn man möglicherweise ein Ziel ein zwei drei Wochen mal schieben muss weil man sagt oh ich habe einfach operativ grad Endstress Da ist dann nicht viel Zeit für das große Ziel.

00:30:33: Solche Phasen gibt es als CFO genüge, der Herbst ist immer sehr intensiv, da gibt's Jahresentvorkarzt, Budget-Diskussion und Grundsatzdiskussionen.

00:30:41: Da ist eine sehr bepackte Zeit aber es früh ja also genau wo wir jetzt gerade sprechen Das ist die Zeit um strategische Themen voranzubringen Und auch da gibts mal den einen oder anderen Tag wo man mal was schiebt weil es grad heute nicht passt Aber es steht dann warnend auf einem Zettel bei mir und sagt Ja das ist immer so die Erinnerung kümmer dich jetzt um das Thema denn das ist jetzt wichtig.

00:31:00: Das ist nicht dringend, aber wichtig.

00:31:02: Deswegen musst du das angehen.

00:31:04: Sehr cool!

00:31:04: Also das nehmen wir auf jeden Fall schon mal mit und alle da draußen können es ausprobieren.

00:31:08: Gibt's sonst irgendwelche tägliche, auf ticklicher Basis-Routinen irgendwelchen Erfolgsrezepte die du sonst noch nennen würdest?

00:31:13: Keine wichtigen Meetings im Nachmittagsbereich.

00:31:16: Ist meine persönliche Rezeptur?

00:31:17: also wirklich wichtige Meetings benötige ich.

00:31:21: Das ist einfach mein persönlicher Biorhythmus.

00:31:24: Das mache ich morgens dafür so wie meinen Kalender zu gestalten dass wichtige Meetings im Vormittagsbereich liegen und die eher weniger wichtigen Meetings in dem Nachmittagsbereich.

00:31:36: Ich bin froh übrigens gerade, dass unser Podcast vormittag ist, weil das die Wertschätzung für dich dann dankst.

00:31:41: Gut, ich hab schon gedacht!

00:31:44: Ich bin wichtig.

00:31:46: Okay, sehr interessant.

00:31:48: Und sonst wenn du so durch deinen Alltag durchgehst?

00:31:50: Gibt's da noch irgendwelche Themen?

00:31:52: Ja, das ist eine Frage wie man führt.

00:31:56: Da hat jeder seine eigene Führungsmethodik entwickelt.

00:31:59: ich habe meine auch entwickelt.

00:32:00: es sehr viel diskutieren innerlich diskutieren aber wirklich auch diskutieren und das bedeutet andere Meinungen zu hören.

00:32:11: Ich bin sehr interessiert daran Leute um mich zu haben die andere Ansichten haben.

00:32:19: Das heißt aber nicht dass sie sich immer Übernehme kritislos.

00:32:22: Ich challenge sie auch gerne, aber wenn ich Leute habe die von mir nur Entscheidungen haben wollen das sind nicht die richtigen mit mir.

00:32:32: Ich brauche Leute die eigene Ideen haben, eigene Vorstellungen und mit denen ich mich auch manchmal inhaltlich reiben kann weil ich finde es ist vollkommen in Ordnung dass man andere These hat erstmal vielleicht eine andere Ansicht und selten sind Dinge ja nicht per sie falsch, sondern Sie sind in bestimmten Umständen vielleicht richtiger und ich habe andere Argumente oder Aspekte die ich argumentiere mit einfließen kann.

00:33:00: Möglicherweise hab' ich aber auch Argumete, die in meinem Hinterkopf schlummern, die ich jetzt nicht lautstark einbringen kann weil sie etwas vertraulicher sind Entwickelt sich aber aus der Diskussion sehr häufig ein Konsens oder ein gemeinsames Vorgehen, wo alle dann auch dahinter stehen.

00:33:17: Aber eben nach einer Diskussion und nicht weil es jemand so gesagt hat.

00:33:21: Oder weil man unrefektiert was macht.

00:33:23: Es sollte schon gut überlegt sein.

00:33:27: Sehr gute Tipps.

00:33:27: Ich glaube, wenn man bis hier her durchgehört hat, hat man auf jeden Fall einiges jetzt gelernt.

00:33:31: und die Übung, die wir gerade vorher angesprochen haben für was will ich stehen?

00:33:34: Die kann man auf jedem Fall mal machen.

00:33:37: Noch eine Frage bevor wir dann langsam aufhören... Was würdest du denn machen, wenn dir alles verbieten würde, was du gerade eben machst?

00:33:45: Im Job!

00:33:46: Ja, du dürftest ja keinen Job mehr machen jetzt.

00:33:49: Ach

00:33:50: so!

00:33:50: Du wärst nicht mehr CFO oder kein Business-Welt?

00:33:53: Dann würde ich mir ein Segelboot kaufen und das Mittelmeer segeln und fleuchen die Karibik und dann würde ich das machen.

00:34:01: Das würde ich garantiert beginnen.

00:34:03: aber ich sage auch dass es mir vermutlich nach acht Wochen, zwölf Wochen langweilig werden wird werde ich vermutlich wieder zurückfahren und dann irgendwie junge Unternehmer beraten, Start-ups beraten an die Uni gehen.

00:34:18: Da hatte ich auch kürzlich, hat auch sehr viel Spaß gemacht, Leuten etwas auf dem Weg mitgeben.

00:34:24: Das ist vielleicht etwas was man so nach fünfzig beginnt zu machen wo man denkt irgendwie ein bisschen.

00:34:29: das von dem was ich gelernt habe möchte jetzt auch mal anderen Leuten weiter geben ohne dass es jetzt einen direkten Vorteil für mich hat sondern einfach weil es mir Spaß macht.

00:34:37: Sehr gut!

00:34:37: Also ich hoffe, dass das heute auch so ein bisschen global ist.

00:34:40: Konntest du als Podcast-Auftritt ja auch mal einen viel in den Zuhörenden was mitzugeben?

00:34:44: Das hast Du heute auf jeden Fall gemacht!

00:34:46: Herzlichen Dank, dass Du mitgemacht hast und alles offen mit uns geteilt.

00:34:48: Es hat mega Spaß gemacht.

00:34:49: Super

00:34:49: ganz vielen Dank Franz!

00:34:50: Danke schön Super.

00:34:52: Dann freuen wir uns natürlich auf jeden, der jetzt gerade zugehört hat und vielleicht Feedback für uns hat.

00:34:56: Das kann man bei Spotify natürlich direkt in den einzelnen Episoden kommentieren.

00:34:59: Ihr könnt uns dem Podcast allgemein bewerten.

00:35:02: Ich freue mich immer wenn ihr die Episode nehmt und sagt, sie hat mir geholfen und ich schick Sie auch vielleicht noch jemanden anderen weiter, dem die dann auch helfen kann.

00:35:09: Und natürlich geht es auch uns direkt zu kontaktieren.

00:35:12: unsere LinkedIn Profile sind in den Show Notes.

00:35:14: da könnt ihr uns einfach direkt anschreiben.

00:35:15: Ich kann auch ein Intro machen, wenn's irgendwas Seriöses ist.

00:35:18: also schreibt mir da gerne.

00:35:19: das ganze.

00:35:20: hier ist möglich, weil ich natürlich noch eine andere Profession nachgehe und das ist das Intere-Management.

00:35:24: Also wenn ihr gerade Themen bei euch im Unternehmen habt die ihr intremistisch abarbeiten könnt bedeutet mit einem gewissen Zeitrahmen und auch mit einem Aufgabenbezug der dann irgendwann mal abgearbeitet ist, dann kommt gerne auf mich zu.

00:35:36: Wenn ihr zum Beispiel Postmortgage Integrationen, M&A Projekte, Systemeinführungen oder irgendwelche Themen habt wo ja interne Mitarbeiter grade nicht dafür entkoppeln können, dann kommt auf mich dazu wir haben dort einen sehr guten qualifizierten Talentpool über zwanzig Jahre und manchmal hilft es auch nur das Gespräch.

00:35:52: Und ihr findet doch jemanden im eigenen Netzwerk oder in der eigenen Firma, wenn nicht dann können wir da vielleicht zusammenarbeiten.

00:35:58: atreus.de heidrick.com und renne.

00:36:02: ich freue mich aufs nächste Gespräch mit dir!

00:36:03: Sehr gerne Franz Dankeschön.

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