Episode 286 mit Ralf Seiz (CEO & Gründer, Finreon)

Shownotes

„Man muss die PS auf die Straße bringen – nicht nur Businesspläne schreiben.“

In dieser Episode spricht Franz Kubbillum mit Ralf Seiz, Gründer und CEO von Finreon. Das Unternehmen entstand 2009 als Spin-off der Universität St. Gallen und verwaltet heute rund 7 Milliarden Schweizer Franken Assets under Management. Finreon entwickelt wissenschaftlich basierte Asset-Management-Strategien für institutionelle Investoren, Pensionskassen und Family Offices – mit besonderem Fokus auf Rendite-Risiko-Optimierung.

Ralf Seiz gibt Einblicke in die Entstehung von Finreon aus einem konkreten Marktproblem heraus: dem Klumpenrisiko im Schweizer Aktienmarkt. Daraus entwickelte sich ein algorithmischer Ansatz zur Portfolio-Konstruktion, der bis heute eine Kernstrategie des Unternehmens bildet. Neben Finreon gründete er weitere erfolgreiche Ventures – darunter Focus Water, heute eine der bekanntesten Getränkemarken der Schweiz. Er spricht über Unternehmertum aus der Wissenschaft heraus, Wachstum durch Innovation und Partnerschaften sowie darüber, warum Finreon seit Gründung profitabel arbeitet. Er beantwortet folgende Fragen in dieser Episode:

  • Wie entstand Finreon aus einem konkreten Kundeproblem heraus?
  • Was macht langfristig erfolgreiche Gründung aus: Analyse, Geschwindigkeit oder konsequente Umsetzung am Markt?

Themen:

  • C-Level
  • Asset Management
  • Unternehmertum & Seriengründungen

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute zu Gast bei Behind The Sea Ralf Seitz.

00:00:03: Ralf ist CEO und Gründer von Finrion.

00:00:06: Finrion ist im Bereich Asset Management tätig.

00:00:09: Das Ganze hat er vor fünfzehn Jahren aus der Uni St.

00:00:12: Gallen heraus gegründet.

00:00:13: Heute sind es mittlerweile sieben Milliarden Assets an der Management.

00:00:17: Damals haben sie sich dem Problem des Klumpenrisikos am Schweizer Aktienmarkt gewidmet und haben dann einen Algorithmus entwickelt, der das eben bekämpft.

00:00:26: Ralf hat tatsächlich neben diesem Unternehmen auch noch zwei weitere Ventures gegründet.

00:00:31: Das kam erst so Mitte im Podcast auch richtig raus.

00:00:33: Und zwar Focus Water, das kennt man auch, wenn man in der Schweiz unterwegs ist und auch noch eine Beratungsfirma.

00:00:39: Also ist Ralf wirklich ein echter Serienunternehmer.

00:00:42: Und das Ganze hat er wie gesagt parallel zu seiner Tätigkeit an der Uni St.

00:00:46: Gallen gemacht, finde ich auch irgendwie eine einzigartige Geschichte.

00:00:48: Ich war wirklich fasziniert während der Aufnahme.

00:00:51: Und er hat uns dann auch verraten, was seine Geheimnisse sind, die irgendwie ganz anders.

00:00:56: als man es erwartet, vielleicht auch von jemanden, der ja sehr analytisch arbeitet, sehr wissenschaftlich arbeitet auf der einen Seite und das ja auch muss an der Uni, aber dann wirklich PS auf die Straße bringen, den Hörer in die Hand nehmen, wirklich auch mal Risiko eingehen, Sachen testen am Markt.

00:01:10: Also wirklich zwei total unterschiedliche Welten ja einerseits.

00:01:14: Das hat Ralf zusammengebracht und wir hören uns diese Geschichte jetzt an.

00:01:17: Ich freue mich, wenn ihr diesen Podcast jemanden weiter schickt, der ihn auch hören soll.

00:01:20: Und natürlich, wenn ihr mir ein Abonnement da lasst, das hilft immer, diesen Podcast noch weiter zu verbreiten.

00:01:25: Ich freu mich Ralf Seitz, CEO und Gründer von Finderium.

00:01:28: Los geht's!

00:01:55: Wenn dich das aktuell auch herumtreibt, dann komm gerne auf mich zu.

00:01:57: Wir können einmal unvermindlich zu dem Thema sprechen.

00:02:00: Mit mehr Informationen findest du auch auf vertreus.de.

00:02:02: Ich freue mich auf deine Nachricht, auf LinkedIn oder eben via Mail.

00:02:05: Und jetzt zurück zum Podcast.

00:02:07: Ralf, willkommen im Podcast.

00:02:09: Vielen Dank für die Einladung.

00:02:11: Schön, dass du da bist.

00:02:12: Du wir haben heute ja ein Thema eine eine Gründerstory und B auch eine Industrie mit finanzielles Service ist.

00:02:19: du wirst gleich natürlich noch tiefer reingehen was was ihr macht, die wir sonst gar nicht so oft haben.

00:02:23: deswegen freue ich mich.

00:02:24: sag uns doch mal was du heute machst und ja wo du das machst.

00:02:29: Ja genau ich bin der Geschäftsführer CEO nach Künder von Finreon.

00:02:33: Finreon ist dein ursprünglich ein Spinoff von der Universität St.

00:02:36: Gallen.

00:02:38: wir sind ein Asset Management Firma.

00:02:39: wir bieten S-Management-Dienstleistungen an, hauptsächlich für institutionelle Kunden oder für Family-Offices.

00:02:48: Und ich habe die Firma im Jahr two-tasend und neun, also vor ein bisschen mehr als fünfzehn Jahren, gegründet, als ich Assistenzprofessor war an der Uni in St.

00:02:57: Gallen.

00:02:58: Und wir bieten, wir konstruieren Portfolios und Fonds und bieten das an.

00:03:06: Das ist unsere Haupttätigkeit und unsere Produkte haben alle einen akademischen Background.

00:03:12: Wir möchten wirklich einen Link haben zur Wissenschaft und alle unsere Lösungen sollen auch wissenschaftlich basiert sein.

00:03:21: Also wenn ich jetzt zum Beispiel als Zuhörer, ich bin ein Family-Office oder ich bin, wie du gesagt hast, ein institutioneller Kunde und Ich möchte von euch quasi dann ein Portfolio konstruiert haben oder wie kann ich mir das vorstellen?

00:03:34: Also was ist genau der Service oder das Produkt dann?

00:03:37: Das Produkt sind meistens Fonds oder... Die gleichen Strategien werden auch in Mandaten auf einem Depot angeboten.

00:03:45: Und diese Strategien sind im Prinzip Portfolios von Aktien, von Bonds, von Derivaten.

00:03:51: Wir konstruieren Portfolios aus liquiden Instrumenten.

00:03:55: Das sind alles Börsen gehandelte Instrumente.

00:03:57: Also zum Beispiel Aktien, die an einer Börse gehandelt werden oder Derivate oder auch Bonds, die gehandelt werden.

00:04:04: Und entsprechend werden diese Instrumente, diese Aktien in ein Portfolio konstruiert und wir haben dann Algorithmen, wie wir diese Portfolio-Konstruktion machen, welche Aktien wir selektieren, wie wir die Aktien gewichten, wann wir sie kaufen und verkaufen.

00:04:22: Und da haben wir Modelle in den letzten fünfzehn Jahren entwickelt, mathematische Modelle, regelbasierte Modelle, wie man in Aktien oder auch in Derivaten investieren kann.

00:04:32: Und diese Portfolios werden dann verpackt.

00:04:35: in einem Fonds, dass es jeder kaufen kann, eben auch eine Pensionskasse oder ein Family-Office.

00:04:41: Manchmal gibt es aber auch Investoren, die möchten diese Strategie separat in ihrem Depot repliziert haben.

00:04:48: Das gibt beide Fälle, die wir entsprechend anbieten.

00:04:52: Also sind das dann unterschiedliche Produkte?

00:04:54: Man kann A sagen, ich gebe euch sozusagen Geld, was investiert wird oder ich kaufe mir die Strategie?

00:04:59: Genau, also in der Regel ist es so, dass der Kunde schon sieht, aha, es gibt eine Strategie zum Beispiel auf weltweite Aktien oder auf europäische Aktien oder auf Schweizer Aktien oder eine Strategie auf Gold oder eine Strategie mit die CO² reduziert und so weiter.

00:05:19: Und dann interessiert er sich für diese Strategie.

00:05:21: und die Strategie kann er entweder kaufen in einem Pfong.

00:05:24: und sich den Fund dann in sein Depot legen, wo auch immer das Depot ist, das ist dann bei irgendeiner Bank, beispielsweise in Deutschland oder Schweiz oder irgendwo oder in Österreich, oder die zweite Variante ist, ich möchte in meinem eigenen Depot das repliziert haben, das kann man dann so, vielleicht wenn er zwanzig bis fünfzig Millionen oder hundert Millionen hat, dann sagt er okay, ich habe hundert Millionen, ich möchte hundert Millionen in Schweizer Aktien investieren mit eurer Strategie, bitte macht das bei mir in meinem eigenen Depot.

00:05:57: Und dann wird diese genau gleiche Strategie, wie wir sie auch als Voranbieten, wird dann in seinem Depot repliziert.

00:06:03: Okay, verstanden.

00:06:04: Da ist schon gerade so zwei, drei Größenordnungen genannt.

00:06:06: Sind das so die Einstiegsgrößenordnungen?

00:06:08: oder ab wann macht es den Sinn?

00:06:10: So ein Investment mit euch auch zu überdenken.

00:06:12: Also unsere Fonds, in typischer Weise, gibt es keine Untergrenzen.

00:06:16: Da kann man im Prinzip ab tausend Euro auch investieren.

00:06:20: Da gibt es natürlich verschiedene, man sagt, dem Share-Klassen, wo man so ab einer Million oder zehn Millionen investieren kann.

00:06:27: Da werden entsprechend dann auch die Gebühren tiefer bei höheren Volumen.

00:06:33: und natürlich institutionelle Kunden, die sind typischerweise schon so ab zehn Millionen Investment, die sie anlegen für eine einzelne Strategie, in die sie investieren möchten.

00:06:45: Meine Firma hat etwa sieben Milliarden Euro Assets on the Management in unterschiedlichen Strategien und auch unterschiedlichen Fonds.

00:06:58: Ich bin mal gespannt natürlich, wie du da hingekommen bist.

00:07:02: Du hast ja schon gesagt, du hast vor fünfzehn Jahren aus der Uni herausgegründet.

00:07:06: Fangen wir mal an.

00:07:09: Du warst dann sozusagen dort Professor oder warst du Student?

00:07:12: Assistenzprofessor war ich zu dieser Zeit, genau.

00:07:14: Assistenzprofessor, das heißt, du hast dich dann in deiner, also in der Lehre schon damit beschäftigt.

00:07:19: oder war das einfach ein en couple des Projekts?

00:07:22: Natürlich, ich habe auch Asset Management unterrichtet, Derivate, Finance, Portfolio Management usw.

00:07:30: Das waren natürlich entsprechende diese Themen.

00:07:34: Und dann gab es eine Anfrage von einer Pensionskasse, die investieren möchte in Schweizer Aktien.

00:07:43: Und die Problemstellung war damals, dass in Schweizer Aktien Es relativ große Klumpenrisiken gibt mit sehr großen Titeln im Schweizer Index, Nestle, Novartis und Rosch.

00:07:55: Also drei Titel, die einen relativ großen Anteil ausmachen.

00:07:59: Und natürlich für Investoren in den Schweizer Markt, dann oft diese drei Titel überproportional vertreten sind.

00:08:06: Und dann war die Fragestellung, wie können wir breiter diversifiziert in den Schweizer Aktienmarkt investieren?

00:08:13: Und das war eigentlich der Start.

00:08:17: sind zusätzliche Kunden dazugekommen, wirklich Pensionskasten.

00:08:21: Und das war so dieser Ast.

00:08:23: Und ich glaube, das war wichtig, dass man so einen Ast eine Firma gründet, weil ich habe die allein gegründet.

00:08:29: Nachher sind immer mehr Mitarbeiter dazugekommen.

00:08:31: Heute sind wir so.

00:08:33: über dreißig Mitarbeiter.

00:08:35: Und aber man muss an einem Ast.

00:08:38: Und das war dieses dieses erste Projekt, das dann erfolgreich war, dass es heute noch gibt.

00:08:43: Diese Strategie ist heute noch mit etwa eins Komma vier Milliarden Assets, die wir in dieser Strategie in dieser Schweizer Aktien Strategie investieren, dass sie erfolgreich funktioniert hat.

00:08:55: Wir haben den Schweizer Aktienmarkt geschlagen über die letzten fünfzehn Jahren und Das war natürlich wichtig, dass wir zum einen die Risiken reduzieren, weil das ist immer auch ein Punkt.

00:09:07: Die Investoren haben immer zwei Elemente.

00:09:10: Das eine ist, die geben Geld, zehn Millionen, zwanzig, hundert Millionen und die möchten zum einen natürlich eine jährliche Rendite erzielen, aber die möchten das auch mit möglichst wenig Risiko.

00:09:21: Und Performance ist immer Rendite dividiert durch Risiko und Risiko ist für einen Kunde, dafür ein Investor, egal ob es ein Privater ist oder eine Pensionskasse oder eine Familyoffice, wie viel kann ich verlieren innerhalb von einem Jahr, wie stark schwankt mein Vermögen über die Zeit.

00:09:40: Kann ich das aushalten, wenn der Aktienmarkt auch mal stärker korrigiert und so weiter.

00:09:45: Und das ist eigentlich eine... Kernkompetenz von FINREON, dass wir unsere Lösungen immer, dass wir uns spezialisiert haben, in diesem Verhältnis zu optimieren.

00:09:58: Also wie viel Rendite kriege ich pro eingegangenes Risiko.

00:10:02: Das ist wirklich unsere Risikomanagement, sagen wir dem.

00:10:05: Das ist wirklich unsere Spezialität.

00:10:08: Und das ist das, was auch die Kunden, die Investoren, die Geld anlegen möchten, auch nachfragen.

00:10:15: Okay.

00:10:15: Ja, super interessant.

00:10:16: Das heißt, ihr habt damals das Problem, Schweizer Aktien haben Klumpenrisiko damit irgendwie, sag ich mal, umgangen oder halt gelöst, dass ihr eine akademische auch Version gefunden habt, um Klumpenrisiko zu reduzieren.

00:10:31: Genau, wie man das, wie man breite diversifizieren, wie man breite diversifizieren kann.

00:10:35: Wir haben dann, man nennt das die Kurvarianzmatrix mit einbezogen.

00:10:39: Wir können dann eben die Korrelationen zwischen den einzelnen Aktien.

00:10:44: bestimmen und auch die Volatilitäten und haben da entsprechend ein Modell entwickelt, dass diese Diversifikation oder dieses Rendite-Risiko-Verhältnis massiv verbessert.

00:10:58: Und ich glaube, dass heute noch so, ich unterrichte immer noch an der Uni St.

00:11:00: Gallen, ich bin hier noch Lehrbeauftragter, mache das sehr gerne, mache mir wirklich auch sehr viel Spaß.

00:11:05: Es sind immer noch drei Vorlesungen, betreue auch Masterarbeiter und ab und zu Doktoranden oder Bachelorarbeiter.

00:11:12: Und das ist wirklich ein guter Austausch.

00:11:15: Und ich glaube, es ist immer wichtig, dass alle unseren neuen Lösungen, jetzt haben wir Lösungen in der Pipeline auch bezüglich AI, künstliche Intelligenz, dass all diese Lösungen auch eine Hand und Füße hat und dass es ein gewisses Backing hat auch von der, von der, von Research und von der aktuellen Forschung.

00:11:36: Okay.

00:11:37: Und damals war es dann so, als ihr das dann dieses Problem gelöst habt, habt ihr das dann erst mal gesagt, okay, also das ... war jetzt mit den Korrelationsrechnungen.

00:11:46: Wir verkaufen euch erst mal diese Idee sozusagen, ... ... oder weil ihr habt ihr dann nicht gleich angefangen, ... ... selber zu investieren, ... ... dass man dann sozusagen in Form investieren kann.

00:11:54: Erzähl mal so ein bisschen, wie die ersten Schritte waren.

00:11:56: Genau,

00:11:56: also die ersten Schritte, ... ... und das ist etwas, was wir immer noch machen bei uns, ... ... wir machen immer das mit einer Kooperation, ... ... mit einem Asset Manager oder einer Bank.

00:12:05: Wir entwickeln bei Finreon, wir entwickeln diese ... Lösungen.

00:12:09: Ich habe sehr viele auch Mitarbeiter, die programmieren, die quantitativ sehr gut sind.

00:12:17: Und wir lösen, wir entwickeln diesen Algorithmus oder dieses Modell, dieses Computermodell, wie man in Aktien oder in Gold und so weiter investiert.

00:12:28: Und dann wird das aber umgesetzt mit einem Asset Manager.

00:12:32: Da haben wir verschiedene Partner, mit denen wir zusammenarbeiten.

00:12:36: Und letztendlich ist es so, wir liefern dann die Allokation.

00:12:39: Wir sagen dann, wie viel wird in Nestle investiert, wie viel in Lovards ist und so weiter.

00:12:47: Oder wird jetzt in Gold investiert oder nicht, wird jetzt gekauft oder verkauft.

00:12:51: Diese Signale oder auch diese ... Allokationen werden dann an die Bank geschickt und die setzt das um.

00:12:59: Und später, am Anfang war das natürlich in einem Mandat, später kam man dann vor uns dazu und so weiter.

00:13:05: Und das ist eigentlich diese Idee und das ist aber immer noch so weit geblieben.

00:13:09: Wir sind immer nur Advisor.

00:13:11: Das heißt, das Portfolio Management, wirklich, also das Kaufen und Verkaufen, Liquiditätsmanagement und so weiter.

00:13:17: Das wird immer durch einen Asset Manager oder eine Bank.

00:13:21: separat durchgeführt.

00:13:22: Okay, verstanden.

00:13:24: Kannst du uns so ein bisschen in die Geschichte mitnehmen, wie dann von den ersten Schritten?

00:13:27: erstes Problem gelöst, haben wir gerade besprochen, dann so das euer, sag ich mal, ja auch Portfolio an Lösungen und an, also euer Portfolio an Portfolios sozusagen gewachsen ist.

00:13:38: Ja, ich glaube, das ist wichtig.

00:13:40: Wachstum ist für einen Assetmanager extrem wichtig und wir hatten, ich hatte wirklich auch Glück, dass ich sehr viele gute Mitarbeiter habe, die heute noch dabei sind, fast von Anfang an.

00:13:50: Mitarbeiter war sicher ein Keypoint.

00:13:54: Und wir haben relativ schnell angefangen, neue Lösungen auch anzubieten.

00:13:57: Nicht nur bei dieser einen Lösung zu bleiben, die zwar heute noch immer, von den sieben Milliarden Euro ausmachen, aber es war wichtig, möglichst viel Innovation reinzubringen.

00:14:08: Und wir haben dann angefangen, weitere Lösungen, Risikomanagement Lösungen reinzubringen.

00:14:13: Wir haben angefangen auch, derivative Lösungen anzubieten und so weiter.

00:14:18: Und ich glaube, das ist wirklich wichtig, dass man möglichst eine breite Palette hat, weil natürlich nicht in jeder Marktphase auch die gleichen Produkte nachgefragt werden.

00:14:28: Und Wachstum war für mich sehr, sehr wichtig in der Produkte-Ebene, aber auch in den Märkten.

00:14:33: Wir sind dann von der Schweiz, haben wir nach Deutschland expandiert.

00:14:39: Jetzt sind wir daran, eine Lizenz zu beantragen in Middle East.

00:14:43: Also ich glaube, dass es wirklich wichtig, dass man wachsen kann und dass man auch innerhalb von der Firma, ich glaube das war für mich auch für die Mitarbeiter wichtig, dass wenn es kein Wachstum gibt, dann ist es insbesondere für jüngere Mitarbeiter auch schwierig, eine Aufstiegsschance zu haben.

00:15:02: Und bei mir waren das natürlich auch Doktoranden, die dann abgeschlossen haben, die dann nach dem Studium oder nach dem Doktorat bei mir angefangen haben, also relativ junge Mitarbeiter.

00:15:13: Aber um denen auch eine Perspektive zu geben, auch mal ein Team zu führen oder auch mal eine Verantwortung für eine Produktegruppe oder eine Verantwortung für einen Markt, wie zum Beispiel die Schweiz oder Deutschland und so weiter, dass man das hat, das geht nur über Wachstum.

00:15:30: Und darum war es immer wichtig, möglichst schnell viel Wachstum hinzukriegen.

00:15:35: Was

00:15:36: waren denn so die Roadblock, wenn man so ein Geschäftsmodell macht am Anfang?

00:15:40: Braucht man da oder ist man da auch stark reguliert?

00:15:43: Oder was braucht man denn da so für Zulassungen, um sowas überhaupt machen zu dürfen?

00:15:47: Ja, es gibt schon ein paar Zulassungen.

00:15:49: Ich denke, als Advice ist es noch ein bisschen einfacher, weil wir noch nicht direkt auf die Assets zugreifen.

00:15:54: Also wir haben nicht direkt Zugang.

00:15:56: Zum Depot, also wir können jetzt nicht die Assets direkt uns wie in einem E-Banking einloggen und dann die Assets verkaufen und abzügen.

00:16:04: Das geht nicht, weil es gibt ja diese Chinese Walls zwischen Advisor und Umsetzer.

00:16:09: Da ist die Regulation ein bisschen weniger stark, aber wir sind natürlich auch bezüglich Geldwäscherei und so weiter.

00:16:18: bezüglich gewisser Brutens Rules sind wir auch reguliert.

00:16:23: Okay, verstanden.

00:16:24: Was sagt denn da eigentlich so die Forschung aktuell?

00:16:27: Also ich bin nicht aus der Branche, ich bin ein bisschen Privatanleger natürlich, aber gibt es da immer noch wieder neue Modelle, die rauskommen, die man entwickelt und die man findet?

00:16:37: Bist du ja noch an der Uni auch?

00:16:38: Ja, genau.

00:16:39: Also wirklich, es gibt viele Dinge natürlich, beispielsweise, wenn man Themen hat wie Volatilität oder auch eben Korrelationen, Korrelationen, wie man die schätzt, wie man die bestimmt.

00:16:50: Da wird sehr viel Forschung betrieben, jetzt natürlich auch bezüglich... der AI, wie man das macht, wie man das promptet, wie kann man AI verwenden, was sind das für Daten?

00:17:03: Und natürlich in den letzten zwanzig Jahren haben sich die Daten auch massiv verbessert.

00:17:08: Also es gab viel, viel bessere Daten, es gab Inter-day-Daten.

00:17:11: Man konnte wirklich mit Computer auch, mit Leistungsfelden, Computern auch Simulationen durchführen.

00:17:18: Und ich glaube, das ist schon etwas, was sich verändert hat.

00:17:21: Ich glaube, vor dreißig Jahren konnte man das noch nicht so machen.

00:17:25: Entwicklungen, auch die ganzen Zusammenhänge, die ganzen ökonomischen Zusammenhänge, die beim Anlegen natürlich eine große Rolle spielen.

00:17:32: Das konnte man viel, viel besser analysieren und es gibt immer wieder neues Futter, um das auch in der Forschung zu analysieren und um Papers darüber zu schreiben.

00:17:41: Okay, das heißt ihr macht auch immer noch, es kommen immer noch neue Strategien raus, neue Modelle, die dann immer wieder...

00:17:47: Absolut.

00:17:48: Natürlich gibt es gewisse Grundsätze beim Anlegen, wie zum Beispiel Diversifikation oder tiefe Kosten.

00:17:55: So gewisse Themen, die sind natürlich immer da, dass es wichtig ist, Rendite und Risiko in einem Balance zu haben.

00:18:03: Das sind gewisse Grundthemen, die man da hat.

00:18:06: Aber natürlich, es gibt auch in der Forschung sehr viele neue Erkenntnisse, die man einbringen kann in die aktuelle Umsetzung.

00:18:14: Okay,

00:18:14: verstanden.

00:18:16: Ja, also mega interessant, wie das jetzt über fünfzehn Jahre entstanden ist.

00:18:20: Was war denn so am Anfang?

00:18:21: oder war dir von Anfang an profitabel bzw.

00:18:24: war das von Anfang an klar, dass das eine Erfolgsstory wird?

00:18:26: oder gab es da auch mal andere Phasen?

00:18:28: Ja, nein, wirklich.

00:18:29: Es war von Anfang an profitabel.

00:18:30: Wir werden jedes Jahr profitabel.

00:18:33: Und ich glaube, das ist etwas, wenn man etwas lossiert und man hat am Anfang Traction.

00:18:40: Ich glaube, man sieht ein erfolgreiches Produkt oder eine erfolgreiche Firma.

00:18:45: Man sieht relativ schnell, ob es Traction gibt oder nicht.

00:18:48: Und ich glaube, das ist etwas, was ich auch gelernt habe bei gewissen Produkten.

00:18:52: Wir haben auch schon etwas lossiert.

00:18:56: der hatte nicht diese Traction, diese gewünschte Traction am Anfang und das haben wir dann relativ schnell den Fokus dann auf anderes gelegt.

00:19:03: Ich glaube, wenn man am Anfang Traction hat in den ersten Monaten, vielleicht im ersten Jahr, dann kann man dies ziemlich mit guter Wahrscheinlichkeit auch weiterziehen.

00:19:15: Und wenn etwas ein ein Ladenhüter ist, dann sollte man den relativ schnell wieder aus dem Gestell nehmen.

00:19:22: Und ich glaube, das war bei uns der Fall, dass wir am Anfang auch sehr viel Traction hatten.

00:19:27: Und jetzt heute auch, wenn wir ein neues Produkt haben mit viel Traction, dann stellen wir die Ressourcen und gehen diese Richtung und stellen die Ressourcen da zur Verfügung.

00:19:38: Stammt

00:19:39: ihr, oder habt ihr irgendwann ein Restaurant an Bord geholt?

00:19:42: Nein.

00:19:42: Also komplett?

00:19:44: Die Firma ist immer noch komplett in meinem Besitz.

00:19:47: Und das hat ja natürlich auch einen Vorteil, weil ich kann immer noch sehr schnell entscheiden.

00:19:54: Und ich glaube, das ist etwas als Unternehmer.

00:19:55: Es ist sehr wichtig, man muss schnelle Entscheidungen treffen.

00:19:58: Natürlich habe ich auch Dinge entschieden, die nicht richtig waren, aber oft waren es richtige Entscheidungen und vor allem auch schnelle Entscheidungen.

00:20:07: Wenn wir eine gute Idee haben, dann können wir es machen.

00:20:09: Wir können es umsetzen, was man natürlich bei einer großen Organisation oder wo es dann viele Entscheidungsträger gibt, oder dann kann das zum Teil an relativ lange gehen.

00:20:20: Das ist bei uns natürlich ein Riesenvorabteil.

00:20:22: Ja, also Respekt, also Mega-Geschichte, fünfzehn Jahre direkt profitabel, alles bei dir.

00:20:28: Was würdest du denn so rückblickend sagen, damals in der Uni, hast du dich da wirklich irgendwie schon gesagt, so, hey, ich würde dir mal gründen und irgendwie hast du die Sachen angezogen oder war das, würdest du sagen, das war irgendwie auch eher Zufall, dass das irgendwie an mich herangetragen wurde, dieses Thema oder... Wie bist du dazu?

00:20:43: Willkommen.

00:20:45: Nein, eigentlich wirklich.

00:20:48: Ich habe dieses unternehmerische, ich habe mehrere Firmen gegründet.

00:20:54: vier verschiedene Firmen und es war wirklich schon in mir drin, dass ich eigentlich Unternehmer das Unternehmerische machen wollte.

00:21:02: Schon vorher hatte ich eine Firma gegründet oder zwei Firmen gegründet und ich komme aus einer Familie, das sind Unternehmer und für mich war das eigentlich klar und nachher hat sich diese Chance anerboten.

00:21:16: Und ja, ich glaube, das war wirklich, ich glaube letztendlich natürlich, was man anbietet, das gibt verschiedene Dinge.

00:21:23: Jetzt ist es Asset Management, Dienstleistungen, Fonds.

00:21:27: Aber ich hätte mir auch damals vorstellen können, irgendetwas anderes Unternehmerisches zu machen.

00:21:32: Aber ich glaube, es wird das Unternehmerisches zu machen, selber zu wirken, selber ein Fußabdruck zu hinterlassen.

00:21:38: Das ist wirklich eine sehr, sehr schöne Aufgabe.

00:21:42: Was sind die anderen beiden Firmen, die du vorher schon gegründet hast?

00:21:45: Ich habe eine Getränkefirma gegründet, der Focus Water.

00:21:48: Das ist eine Firma.

00:21:50: die ein Vitamin Wasser, Vitamin Water hergestellt hat und immer noch herstellt.

00:21:57: Wir haben das dann zehn Jahre später an einer der größten Schweizer Getränke herstellt, an Rivella verkauft.

00:22:05: Und es ist heute wirklich ein sehr, sehr bekanntes Produkt in der Schweiz.

00:22:10: Das kann man überall kaufen, das kennt wirklich jeder.

00:22:14: Und es ist wirklich so auch eine Erfolgsstory, weil wir ganz klein angefangen haben.

00:22:20: ist das wirklich eine Firma mit mehr als wahrscheinlich geschätzt hundert Millionen Umsatz und es macht mir immer Freude, wenn ich Auch wenn ich das sehe, wenn Menschen das trinken.

00:22:38: Und das ist ja etwas, was mich motiviert.

00:22:41: Natürlich ein bisschen anschaulicher als ein Finanzprodukt, ein Getränk, das man sieht.

00:22:45: Und heute natürlich, das wird überall getrunken in der Schweiz, an Unis, an jeden, wo man das trifft, man Leute, die das im Zug trinken und so weiter.

00:22:55: Ja, das ist schon befriedigend, wenn man als Unternehmer etwas bewirken kann, das bleibt.

00:23:00: Wahnsinn.

00:23:01: Und das hast du auch in der Uni dann gegründet, oder?

00:23:03: Ja, genau.

00:23:04: Das waren ... ... das waren ... ... das waren ja, wo ich Phiniren ... ... gegründet habe.

00:23:09: Ich habe das mit vier ... ... wir waren zuviert für Freunde, die das gegründet haben ... ... und haben das dann ... ... elf Jahre später ... ... zwei Tausend und neunzehn an Rivella ... ... an Rivella verkauft.

00:23:20: Und heute ist es wirklich ein ... ... großer ... ... ein sehr großer Brand ... ... einer der größten Getränke Brands ... ... in der Schweiz.

00:23:27: Ja,

00:23:28: also ich ... Ja, ich kenn's noch nicht, aber wenn ich das mal nach Zürich oder St.

00:23:33: Gallen so fahr, ich schau mal.

00:23:35: Das wohl ich, das versorg

00:23:35: ich mir.

00:23:36: Ja, das musst

00:23:36: du machen, auf jeden Fall.

00:23:39: Sehr cool.

00:23:39: Und die andere, du hast noch eine zweite?

00:23:41: Ja, genau, das war eine Beratungsfirma.

00:23:46: Über vor allem Bewertung von Finanzinstrumenten.

00:23:53: Und die hab ich auch mit anderen zusammen.

00:23:57: ... zwei tausend und vier, ... ... zwei tausend und vier gegründet.

00:24:00: Okay.

00:24:01: Und ist die dann, ist die, ... ... also wo die auch verkauft ist, ... ... noch existent oder?

00:24:04: Die

00:24:04: ist noch existent, genau, die gibt's.

00:24:05: Ich hab dann meine Anteile, ... ... meine Anteile im Zuge der Gründung ... ... von Fingern verkauft.

00:24:11: Und diese gibt's immer noch.

00:24:13: Cool.

00:24:14: Nicht schlecht, hey, dann hast du ja drei Firmen gegründet ... ... und da zählt ja, da gilt ja nicht diese ... ... zehn Prozentregel, dass man eigentlich ... ... zehn Gründen muss, um eine so ... ... erfolgreich zu machen.

00:24:24: Nein, ich hatte natürlich auch sehr viel Glück.

00:24:28: Wir haben vor fünf Jahren auch noch eine Fin-Pact gegründet.

00:24:32: Fin-Pact ist eine Anlage-Lösung für private.

00:24:39: für fünfzig plus also für die generation die jetzt fünfzig wird die zum beispiel geld geerbt hat oder geld angesperrt hat und die dieses geld anlegen möchte find pack die seine lösung die für schweizer resident der Schweizer Bewohner möglich ist, ihr Geld zum Beispiel hunderttausend, zweihunderttausend, eine halbe Million, die das anlegen möchten, in einem diversifizierten Portfolio, in Aktien, in Bonds, in Gold und so weiter.

00:25:08: Und das ist eine online, digitale Online-Plattform, die ich gegründet habe, vor etwas mehr als fünf Jahren und heute wirklich sehr erfolgreich ist auch.

00:25:19: Und ich habe da einen eigenen Geschäftsführer.

00:25:22: Und ein eigenes Team.

00:25:24: Die waren bis vor kurzem auch im gleichen Gebäude wie Finrion.

00:25:27: Die sind jetzt ein bisschen erwachsener geworden, haben jetzt auch eigene Offices bezogen.

00:25:34: Ich bin sehr happy, dass das gut angelaufen ist.

00:25:37: Ja, also stark.

00:25:38: Das ist ja echt interessant.

00:25:39: Ich musste nicht, dass noch zwei andere Firmen um die Ecke kommen.

00:25:42: Echt Hammer.

00:25:43: Erst mal Glückwunsch zu drei super erfolgreichen Firmen.

00:25:49: Wenn du jetzt da zurückblickst auf die Zeit und auf den Aufbau und die drei Firmen, kannst du so ein bisschen rausdestillieren, was für dich so die Erfolgsrezeptoren waren oder was du für dich ausmachen kannst, was einfach gut gelaufen hat, was gut funktioniert hat?

00:26:07: Ich glaube wirklich, das Allerwichtigste war immer bei einer Gründung von einer Firma oder die erfolgreich zu machen, ist wirklich die PS.

00:26:15: die PS auf den Boden zu bringen.

00:26:16: Ich glaube, das ist das Allerwichtigste.

00:26:20: Man muss wirklich hands-on sein.

00:26:23: wirklich das Telefon in die Hand nehmen und Follow-ups machen, das ist das aller, aller wichtigste.

00:26:29: Ich glaube, das bringt nichts große Business Cases zu schreiben, viel Papier zu füllen und dann zu denken, ja, es funktioniert.

00:26:37: Sondern wirklich, meine Erfahrung ist, je mehr Hands-on, man muss es wirklich machen und nicht nur darüber sprechen.

00:26:45: Ich glaube, das ist wirklich ein... Ein Erfolgsfaktor.

00:26:50: Und der andere ist auch, man braucht ein Ast, wo man sich daran halten kann.

00:26:55: Also irgendwo ein Income Stream, das man hat.

00:26:58: Und dann diesen Ast, diese kleinen Verästerlungen, dass man davon da aus weitergeht.

00:27:04: Ich glaube, das war immer wichtig.

00:27:07: Und auch, wir haben immer Partnerschaften gemacht, in Großen.

00:27:11: Das haben wir bei Fingern gemacht, bei... bei Finpact, auch bei Focuswater, Partnerschaft mit großen Firmen, Kooperationen, in denen man auch gegenseitig profitieren kann.

00:27:22: Ich glaube, das ist wichtig.

00:27:25: Und ja, das sind so die, ich glaube, die entscheidendsten Elemente.

00:27:30: Okay, spannend.

00:27:31: Was heißt eigentlich Finrion?

00:27:33: Also Fin-Reon steht für Finanz und Fluss, also Reon ist das alte Wort, wo auch der Rein herkommt.

00:27:39: Das ist das Fluss, eigentlich dieser Finanzfluss, ein Kunstwort aus Finanz und Fluss, Fin-Reon.

00:27:47: Verstanden, okay.

00:27:49: Ja, jetzt haben wir so ein bisschen übergeordnet gehört, was sozusagen schon die Geheimrezepte sind.

00:27:53: Wenn du so auf tägliche Basis guckst, wie tickst du da so?

00:27:56: Also für uns mal durch so ein Tag oder durch so ein paar Themen, die vielleicht täglich auch auftreten oder so feste Rituale...

00:28:05: Ich glaube, einer der wichtigen Grundsätze in meinen Firmen ist wirklich, dass wir zwei große Grundsätze, das eine ist, dass wir wirklich versuchen, Probleme zu lösen und nicht Probleme zu bekämpfen.

00:28:23: Ein Punkt, ich glaube wirklich Probleme lösen heißt für mich, ich hatte so ein wirklich ein einschneidendes Erlebnis, als ich jung war, so mit mit zwanzig, als ich unter Offizierschule war und da hatte ich das erste Mal den Auf, mein Instruktor hatte mir die Aufgabe gegeben, so eine Materialzählung zu machen und wir haben dann Material gezählt und am Anfang, am Abend dann hat natürlich ein paar Dinge haben gefehlt, ein Hammer und so weiter und ich habe dann einfach so dieses aufgeschrieben auf ein Zettel, was gefehlt hat, habe das bei ihm eingeworfen und wir sind dann schlafen gegangen und ich dachte, das ist damit es erledigt.

00:28:59: Und am nächsten Morgen war er ziemlich wütend und hat gesagt, eben ich hätte das Problem nicht gelöst, sondern ich hätte das Problem bekämpft.

00:29:06: Und dann ist es mir wirklich klar geworden, was er damit gemeint hat.

00:29:10: Er hätte wollen, dass ich gesagt hätte, okay, ein Hammer fehlt.

00:29:14: Und was machst du jetzt jetzt?

00:29:15: Hast du einen neuen bestellt oder warst einen neuen kaufen oder irgendwas?

00:29:19: Oder hast du einen Ersatz gemacht?

00:29:21: Und das ist genau das.

00:29:22: Ich glaube, diese Mentalität habe ich auch versucht und versuche ich immer noch in meinen Firmen zu leben, dass man ein Problem nicht sagt, okay, das ist das Problem, sondern dass man immer eine Lösung auch angeht.

00:29:33: oder eine Lösung vorschlägt oder drei Möglichkeiten vorschlägt.

00:29:36: Und ich glaube, das ist etwas, was wir als Kultur leben, Problem lösen und nicht Probleme bekämpfen.

00:29:42: Es ist extrem wichtig.

00:29:45: Und das zweite ist, dass wir top-down, dass der meiste Fehler ist, ich glaube, dass das Menschen bottom-up approaches wellen statt top-down.

00:29:54: Auch in der Forschung, man neigt dazu, zuerst mal Daten an Computer sich an Computer zu setzen, mal sehr viele Daten zu analysieren, am Schluss hat man ganz viele Grafiken.

00:30:06: und dann denkt man, dann versucht dann das von unten nach oben, bottom ab, versucht man das irgendwie zu erklären.

00:30:14: Und der Top-Down-Ansatz wäre ja ganz was anderes, man würde sich überlegen, ja wie könnten denn die Zusammenhänge sein?

00:30:19: und darum sage ich auch immer meinen Mitarbeitern, startet mit einem Blatt Papier und überlegt euch mal, weil das hält uns davon ab, diese Bottom-up-Approach zu machen, wenn man direkt an Computer geht und versucht irgendwelche Daten zu analysieren, dann ist man immer im Bottom-up-Approach.

00:30:36: Und ich glaube, wenn man sich einmal überlegt, mit einem Blatt Papier im Stift und sich mal top-down überlegt, okay, was will ich machen, was sind so die möglichen Zusammenhänge, was möchte ich überhaupt analysieren, wie könnten die Zusammenhänge sein und so weiter, wenn man sich das mal die Zeit nimmt, wirklich top- Bob-Down zu denken.

00:30:53: Dann ist die Erfolgsverscheinlichkeit viel, viel, viel größer, dass man zum richtigen Ziel kommt, weil beim Bottom-Up wird man meistens nicht das Richtige finden.

00:31:09: Sehr guter Job, auch eine Anekdote mit dem Hammer zählen.

00:31:14: Wenn du jetzt in deinen richtigen Alltag reinschaut, es gibt da irgendwas, was sozusagen dir auffällt oder wo du sagst, das mache ich immer.

00:31:21: Führe uns mal durch so einen Tag durch, von aufstehen bis strafengehen.

00:31:26: Ja, eine so typische Routine.

00:31:29: Also ich glaube so, ja, ich versuche ein bisschen Sport auch zu machen, ab und zu am Morgen.

00:31:37: Und dann natürlich, ich habe wirklich, meine Tage sind sehr, sehr unterschiedlich.

00:31:41: Ich habe wirklich manchmal sehr viele Meetings natürlich, interne Meetings, aber ich treffe auch sehr viele Kunden.

00:31:46: Ich bin sehr oft unterwegs.

00:31:49: Ich bin jede Woche irgendwo in einer anderen Stadt oder oft auch in einem anderen Land.

00:31:54: Und dann ist es abwechslungsreich, weil ich wieder Vorlesung gebe, wieder Unterrichte.

00:31:59: Da natürlich haben wir interne Meetings, da geht es um Triebstrategien, aber natürlich auch sehr viel Kundenkontakt.

00:32:06: Ich glaube, das ist etwas Wichtiges.

00:32:07: Ich habe viele Kunden Meetings.

00:32:09: Das ist so ein typischer Tag.

00:32:13: Aber natürlich auch Freiraum zu haben am Wochenende, wo ich Zeit habe auch für Familie und versuche da auch ein bisschen abzuschalten.

00:32:21: Aber ich glaube, ich bin sehr effizient, wenn ich im Büro bin.

00:32:25: Also ich bin nicht jemand, der noch parallell Dinge macht, private Dinge, sondern ich bin dann wirklich sehr effizient.

00:32:33: Also wenn ich da bin, dann dann dann arbeite ich eigentlich ziemlich intensiv.

00:32:38: Und wenn ich aber nicht da bin, dann Versuche ich auch wirklich abzuschalten und nicht noch parallel zu arbeiten.

00:32:47: Deine Vorlesungen sind bestimmt voll mit Leuten, die selber gründen wollen, oder?

00:32:51: Ja, also in St.

00:32:52: Gallen oder HSG ist es tatsächlich so, da gibt es sehr viele, die das machen wollen.

00:32:57: Und jetzt gibt es schon dieses Unternehmerische da.

00:33:02: Aber ich ist wirklich ein Privileg, weil die Studenten sind sehr nett, sie sind sehr interessiert, sie sind sehr konstruktiv.

00:33:10: Ich bin wirklich immer total happy, wenn ich nach Hause gehe, weil die geben wirklich so viel zurück.

00:33:16: Sie sind bisbegierig, sie sind motiviert.

00:33:20: Es macht mir wirklich Freude, das zu machen.

00:33:21: Das ist ein Briefdeleg mit jungen motivierten Studenten zu arbeiten und denen was beizubringen.

00:33:29: Das macht mich wirklich ein Teil des Happiness Projects.

00:33:34: Sehr cool.

00:33:34: Wir sind schon fast am Ende.

00:33:36: Ich habe noch zwei, drei Fragen zum Abschluss.

00:33:39: Die erste Frage ist, was würdest du denn machen, wenn man dir die Geschäftswelt verbieten würde, also wenn du jetzt kein Business machen dürftest?

00:33:48: Ach so, ich dachte du, was ich für andere Ideen als Unternehmer hätte.

00:33:53: Wenn ich auch

00:33:53: eine gute Frage, was hast du noch für Ideen?

00:33:57: Eben was ganz anderes.

00:33:58: So ein Konsumprodukt, das würde mich schon reizen zum Beispiel Schokolade zu produzieren, das hätte ich freut.

00:34:04: Das ist immer so etwas, was mir noch im Hinterkopf schwebt.

00:34:10: etwas komplett anders zu machen.

00:34:12: Aber natürlich, wenn ich jetzt gar nichts unternehmen muss, ich würde kulturell etwas gerne machen, zum Beispiel mich mit künstlerischen Dingen auseinandersetzen oder auch... Kunst zum Beispiel zu sammeln oder mich mehr damit auseinanderzusetzen.

00:34:30: Also ich glaube, es würde mir nicht langweilig werden, aber es stimmt natürlich so schon.

00:34:34: Also dieses Unternehmerische ist etwas, was sehr befriedigend ist, weil es geht um Kunden, es geht um Mitarbeiter, es ist wirklich ein Organis, so ein Unternehmen, ist wirklich ein komplexer Mechanismus, der lebt.

00:34:47: ... wo man Erfolg haben kann.

00:34:49: Ich glaube, das ist für mich auch wichtig.

00:34:50: Ich möchte natürlich letztendlich auch ... ... möchten wir Erfolg haben.

00:34:55: Und Erfolg ist nicht nur immer finanzielle Erfolg, ... ... ist auch einfach weiterzukommen, ... ... zu wachsen, dass die Produkte überleben, ... ... dass die Firmen erfolgreich sind, ... ... dass sich Familien ernähren können, ... ... Mitarbeiter wachsen.

00:35:07: Und das ist schon, ... ... das macht, das macht happy.

00:35:10: Okay.

00:35:11: Wenn du jetzt, ... ... weil ich fand jetzt interessant Schokolade, ... Ich glaube, die meisten Leute stürzen sich gerade eher auf Tech-Themen.

00:35:17: Was würdest du sagen, ist denn so vielleicht die größte Chance, die vielleicht auch übersehen ist aktuell, wo man unternehmerisch oder wie auch immer perspektivisch reingehen könnte?

00:35:28: Ja, ich glaube eben AI ist natürlich sicher.

00:35:30: was, das ist jetzt im Tech-Bereich, das sind sicher sehr viele Chancen, sehr viele Chancen, die sich da auftun.

00:35:38: Aber ich glaube auch in anderen Bereichen, also es gibt auch eben den Konsumprodukten, Elemente, die wir... die wir verbessern können.

00:35:46: Und das wäre so etwas, was natürlich auch ein bisschen Emotionalität reingibt, wo man Menschen auch ... wo Menschen gern haben, wo sie darüber Freude haben.

00:36:01: Aber natürlich, ich glaube, im Moment ist sicher in AI.

00:36:04: Ich glaube, wir sind da noch ein bisschen am Anfang.

00:36:07: Man überschätzt das noch ein bisschen die Fähigkeiten von AI.

00:36:10: Natürlich kann AI schon einiges.

00:36:12: Aber ich glaube, in fünf bis zehn Jahren mit der Technologie wird AI sicher einiges verändern auf der Welt.

00:36:22: Okay.

00:36:23: Spannend.

00:36:24: Gibt es irgendwelche, also es waren schon super viele Tipps dabei.

00:36:26: Also erstmal danke dir dafür für alles.

00:36:28: Gibt es noch irgendein Tipp, den du vielleicht loswerden würdest, vielleicht speziell auch schon mit Hinblick, was du dir vielleicht selbst raten würdest vor zwanzig Jahren oder sowas?

00:36:38: Ich glaube, was wir auch gelernt haben, ist, dass wir wirklich den Kunden oder den Kunden nutzen, wenn ich eine Unternehmen habe und ich möchte ein Produkt verkaufen, sei es jetzt ein Fonds oder auch ein... eine Finanzdienstleistung, eine Anlageberatung, dass man sich immer überlegt, was ist wirklich der Kunde nutzen.

00:37:00: Wo profitiert der Kunde?

00:37:01: Und ich glaube, das ist, manchmal neigt man dazu, das sind wie Agentiere, die bilden einen guten Roboter, aber die erklären dann ihrem Kunden, wie der Roboter zusammengebaut ist, was der genau für Drähte drin hat, wie der programmiert wird und so weiter.

00:37:19: Aber das interessiert eigentlich den Kunden gar nicht so, sondern der Kunde interessiert.

00:37:23: Was kann der Roboter?

00:37:24: Kann der Kaffee bringen?

00:37:26: Kann der Roboter... Wie kann der mein Leben verbessern?

00:37:31: Oder meine Produktion verbessern?

00:37:34: Und ich glaube, das ist etwas, wir müssen uns immer überlegen.

00:37:36: Manchmal hat man die Neigung dazu, für Ingenieure was zu produzieren.

00:37:44: Und das muss ich auch immer wieder meinen Mitarbeiter sagen, die natürlich alle auch quantitativ ausgebildet sind.

00:37:51: alle auch technische Backhounds haben oder oft technische Backhounds, dass man denen sagt, wir müssen letztendlich überlegen, was will der Kunde?

00:37:59: Weil der Kunde denkt nicht in Programmzeilen, sondern der Kunde denkt, was bringt mir dieses Produkt?

00:38:05: Wenn ich in dieses Produkt investiere, in diesen Fonds, zum Beispiel ein Goldfonds, den wir jetzt kürzlich lossiert haben, der wirklich super erfolgreich gestartet ist und wie Was bringt mir der zum Beispiel, wenn ich diesen Fond ins Propfolio reinlege, dass ich dann, dass man der so ein bisschen eine Pufferfunktion gibt in Kombination mit Aktien.

00:38:27: Was ist mein Vorteil?

00:38:29: Wie viel verdiene ich?

00:38:30: Was ist etwa die erwartete Rendite?

00:38:32: All diese Elemente der Kunden nutzen, das ist etwas, was wir noch stärker von Anfang an ins Zentrum setzen sollten.

00:38:42: Hey, gute Abschlussworte.

00:38:44: Vielen Dank, dass du das alles mit uns geteilt hast.

00:38:46: Ich finde mega Geschichte.

00:38:47: Also jeder, der bis jetzt zugehört und noch dabei ist, wird sich sicherlich gefreut haben und einiges gelernt haben.

00:38:52: Vielen herzlichen Dank auch für die Anladung.

00:38:54: Sehr gerne.

00:38:55: Wer jetzt noch dabei ist, ich freue mich wie immer über Feedback.

00:38:57: Das könnt ihr in Form von Kommentaren machen.

00:39:00: Entweder auf die einzelnen Episoden oder ihr schreibt uns das in die Bewertungen der jeweiligen Plattform, wo ihr hier diesen Podcast hört.

00:39:06: Abonnieren hilft uns, das Ganze weiter zu verbreiten.

00:39:09: Und wenn ihr jemanden irgendwie im Netzwerk habt, wo ihr sagt, die Episode ist spannend oder generell der Kanal könnte, die Person interessiert, dann leitet das gerne weiter.

00:39:17: Wir haben unten natürlich in den Show Notes auch immer unsere Links.

00:39:19: Das heißt, ihr könnt mit Reif und auch mit mir direkt in den Austausch gehen über LinkedIn.

00:39:23: Wenn es was sehr Interessantes, Seriöses ist, mache ich auch gerne ein Intro.

00:39:26: Da bist du ja Bescheid, das können wir jederzeit realisieren.

00:39:30: Das Ganze hier ist ja nur möglich, weil ich natürlich noch meiner Profession im Bereich Intro Management und Executive Search nachgehe.

00:39:36: Also wenn ihr gerade nicht die richtigen Leute zur richtigen Zeit im Unternehmen habt, sprich ihr habt Katerausforderungen, die man entweder intremistisch lösen kann oder ihr eine fest angestellte Person braucht, dann kommt gerne auf mich zu.

00:39:46: Wir können einfach mal sprechen, manchmal findet man jemand im eigenen Netzwerk, manchmal findet man jemanden in der eigenen Organisation und wenn nicht, haben wir einen sehr, sehr gut qualifizierten Talent Pool, speziell hier im Dachraum und können euch da sicherlich dann die geeigneten Interim Professionals zur Verfügung stellen.

00:40:02: Ich freue mich aufs Gespräch und aufs nächste mit dir, Ralf.

00:40:04: Vielen Dank.

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