Episode 279 mit Nicolas Mahler (CFO, Vantage Towers)

Shownotes

In dieser Episode spricht Franz Kubbillum mit Nicolas Mahler, CFO und Interim CEO von Vantage Towers.

Vantage Towers ist ein börsennotiertes Unternehmen mit rund einer Milliarde Euro Umsatz und einer der führenden Betreiber von Funkmasten in der EU – zugleich der zweitgrößte Anbieter passiver Infrastruktur in Europa.

Mahler gibt Einblicke in seinen Karriereweg: vom Einstieg in die Unternehmensberatung über den eher zufälligen Wechsel in die Telekommunikationsbranche bis hin zu seiner aktuellen Doppelrolle als CFO und Interim CEO. Dabei berichtet er auch von seiner ersten C-Level-Position in Rumänien, in der er bereits nach drei Tagen keine Gehälter mehr zahlen konnte – und welchen Weg er gefunden hat, um diese Krise zu meistern.

Weitere Fragen, die Mahler in dieser Episode beantwortet, sind:

  • Welche Herausforderungen und Chancen bringt die Telekommunikationsbranche mit sich?
  • Wie bereitet er sich gezielt und strategisch auf seine nächste Karrierestufe vor?

Themen

  • Telekommunikationsbranche
  • C-Level
  • Karriereplanung

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute zu Gast bei Behind The Sea, Nikolas Mahler.

00:00:02: Nikolas ist CFO bei Vantage Towers und aktuell auch interim CEO dort.

00:00:07: Das ist natürlich hier im Kontext dieses Podcasts auch besonders spannend und wir gehen gleich im Podcast auf diese Doppelrolle ein.

00:00:15: Vantage ist mit rund einer Milliarde Umsatz einer der EU führenden Betreiber von Funkmasten.

00:00:21: Da gehört im Portfolio alles rund um Türme, Masten, Dachstandorte und auch Distributed Antennasystem.

00:00:30: Also, wir gucken heute mal in dieses Geschäftsmodell rein und schauen uns natürlich auch an, wie Nico einmal dort CFO geworden ist, was er vorher gemacht hat, wie er es ins C-Level geschafft hat.

00:00:40: Dabei ist ein Thema speziell bei mir hängen geblieben und zwar hat er immer die nächste Stufe in seiner Karriere auch wirklich sehr gezielt vorbereitet.

00:00:48: Teilweise zwei bis drei Jahre vorher schon, hat sich auch immer wieder gefragt, arbeite ich an den richtigen Themen.

00:00:53: werde ich mein Netzwerk auch weiterhin in die richtige Richtung aufbauen.

00:00:57: All diese Themen waren super spannend.

00:00:59: Wir gehen gleich rein in den Podcast in diese Episode mit Nikolas Mahler, den CFO von Vantage Towers.

00:01:06: Los geht's!

00:01:07: Jede Woche spreche ich im Behind-the-Sea-Podcast mit Top-Level-Managern und Managerinnen.

00:01:11: Alle haben ein Problem.

00:01:13: Sie kommen nicht an die richtigen Leute zur richtigen Zeit für ihre Herausforderungen im Geschäft.

00:01:19: Egal ob für permanente Rollen oder interrymystische Aufgaben, wie z.B.

00:01:22: M&A-Projekte, Systemeinführungen, Neuaufbau und Umbau von Abteilungen oder ganze Organisationstransformationen.

00:01:29: Oftmals mangelt es an der richtigen Ressource oder eben Kompetenz.

00:01:32: Wenn dich das aktuell auch herumtreibt, dann komm gerne auf mich zu.

00:01:35: Wir können einmal unvermindlich zu dem Thema sprechen.

00:01:37: Mehr Informationen findest du auch auf atreus.de.

00:01:40: Ich freu mich auf deine Nachricht, auf LinkedIn oder eben via Mail.

00:01:43: Und jetzt zurück zum Podcast.

00:01:45: Nico, wir sind live.

00:01:46: Willkommen im Podcast.

00:01:47: Dankeschön, herzlichen Dank.

00:01:48: Schön, dass ich zum zweiten Mal bei euch sein darf.

00:01:51: Wer die erste Episode nochmal reinhören kann, der kann die mit Christian sich auch nochmal anhören.

00:01:55: Aber

00:01:55: uns...

00:01:57: Auf jeden Fall.

00:01:57: Also, ja, war, glaube ich, sogar die allererste englische Episode, die ich gemacht habe.

00:02:01: Ja, ist ein guter Kollege, guter Kerl.

00:02:03: Ja.

00:02:03: Dann stelle dich doch einmal kurz vor und sag uns, was du heute machst.

00:02:06: Ja.

00:02:07: Hallo, mein Name ist Nico Maler oder Nico Lassmaler in Langform.

00:02:11: Ich bin bei der Vantage Towers am Vorstand.

00:02:13: Ich habe aktuell die nette Aufgabe, dass ich zwei Jobs habe.

00:02:18: Ich bin eigentlich Vorstandfinanzen und auch in der Zwischenzeit Vorstandsvorsitzender Interim CEO, wie wir es bei uns sagen.

00:02:26: Das ist der Tatsache geschuldet, weil der Christian eine neue Aufgabe angenommen hat in den USA, die natürlich toll und herausfordernd ist und auch näher bei seiner Familie ist.

00:02:34: Und für die Zwischenzeit, bis wir die vollständige Nachbesetzung haben, mache ich beide Jobs.

00:02:39: Macht sehr viel Spaß.

00:02:40: Du musst auch ein bisschen, ja, Vollleiter-Tag sozusagen.

00:02:43: Okay.

00:02:44: Kannst du schon sagen, was dir, also ob dir das jetzt beides Spaß macht oder ob du lieber nur CFO, sozusagen, wieder gerne wirst?

00:02:51: Macht mir beides sehr viel Spaß.

00:02:53: Das Schöne am CFO ist halt, du kannst immer noch so ein bisschen daneben stehen sagen, das habe ich ja gar nicht so entschieden, aber ich habe anders beraten dazu.

00:03:00: Als CEO geht das halt nicht mehr.

00:03:01: Das ist eigentlich alles, was passiert.

00:03:04: Da bist du das Gesicht zu, bist du Verantwortung.

00:03:07: Das finde ich auch schön.

00:03:09: Das macht mir Spaß.

00:03:09: Ich bin eigentlich vom Grundtyp jemand.

00:03:12: Ich gehe da gerne die Verantwortung.

00:03:14: Aber es ist natürlich auch dauerhaft, du kannst kein Thema vorbeiziehen lassen.

00:03:18: Jedes Thema kommt an, musst du ja angucken, eine Meinung haben und das entweder beeinflussen oder... ist halt laufen lassen.

00:03:26: und das ist immer ein konstanter Entscheidungszyklus, der läuft.

00:03:30: Wie sonst der Vorstand noch?

00:03:31: Oder seid ihr CFO und CEO?

00:03:32: Oder gibt es noch mehr?

00:03:33: Wir haben noch einen zweiten Vorstand.

00:03:35: Das ist der Jean-Claude GH.

00:03:39: Der ist natürlich eine AG, in der wir sind.

00:03:42: Die Ventage Tower ist AG, deswegen haben wir zwei Vorstände.

00:03:45: Tatsächlich führen wir das unternehmen, aber in einer Executive Committee Gruppe.

00:03:51: Das Exko, so wir es nennen, das ist ein bisschen breiter aufgestellt und repräsentiert so die typischen Funktionen, die du brauchst, um eine Firma zu leiten und auch dann bestimmte Geschäftsmärkte in denen wir aktiv sind, damit das dann auch sich gut widerspiegelt.

00:04:08: Gibt es eigentlich Eigenheiten auch in den regionalen Märkten?

00:04:11: Oh ja, sehr groß, sehr, sehr groß.

00:04:13: Wodurch,

00:04:14: ja, wodurch kommt das?

00:04:15: Also

00:04:15: zum einen natürlich... durch die Genese, wie diese Märkte entstanden sind, wie die Mobilfunknetze entstanden sind, wie der Mobilfunk-Wettbewerb in diesen Märkten ist oder die generelle Technologie-Wettbewerb unter den Telco-Anbietern.

00:04:32: Es geht immer generell darum, wie viele Wettbewerber gibt es denn?

00:04:36: Drei, vier oder fünf, also liefen wirklich ein eigenes Netz betreiben.

00:04:40: Es gibt eine Frage, wie viele andere Wettbewerber es gibt, die auch Mobilfunkturminfrastruktur anbieten.

00:04:47: Wir bauen ja Türme und vermieten sie.

00:04:50: Ein Kollege hat mir gesagt, wir bauen die Türme und mähen den Rasen drumherum.

00:04:53: Das ist es.

00:04:53: Aber es ist ein bisschen sehr simplifiziert und überspitzt.

00:04:57: Aber im Grunde ist das unser Geschäft.

00:04:59: Und wenn es davon mehrere schon gibt in dem Markt, ist es natürlich ein bisschen herausfordernder und anders.

00:05:04: Und wenn man der erste war oder auch geschickt war, dann kann man eine gute Position im Markt haben.

00:05:08: Das ist auch noch mal einfacher.

00:05:09: Und das ist schon unterschiedlich.

00:05:10: Und dann gibt es natürlich die ganzen Regularien, die unterschiedlich sind, die Kostenstrukturen, die unterschiedlich sind.

00:05:15: Und da gilt eigentlich das, was man so typischerweise in Europa kennt.

00:05:19: Also wenn du auf die EU gucken würdest, was sind so die typischen Vorurteile, die du in den Nachrichten mal hörst, die verschiedenen europäischen Märkte?

00:05:26: Die spiegeln sich auch bei uns wieder.

00:05:28: Deutschland ist sehr reguliert, sehr kostenintensiv, dauert ein bisschen länger.

00:05:32: Die Griechen ein bisschen günstiger, ein bisschen flotterbar hier und da.

00:05:36: Also das ist alles so sich widerspiegeln.

00:05:39: Sofern sind die Märkte schon unterschiedlich.

00:05:41: Natürlich haben sie viele Gemeinschaftlichkeiten, die wir auch versuchen, aus einer Hand zu bedienen und auch sozusagen voneinander zu lernen.

00:05:49: Also ein Turm Design zu entwickeln, das sinnvoll ist, im bestimmten Windlastzone oder im bestimmten Terras, bestimmte Backup-Energie-Lösungen kannst du auch sozusagen einmal entwickeln und mehrmals nutzen.

00:06:05: Da gibt es schon große Synergien, aber die Märkte sind schon sehr spezifisch für sich.

00:06:09: Okay, macht Sinn.

00:06:12: Wenn man in euer Portfolio schaut, dann kannst du vielleicht auch in dem Rahmen nochmal, du hast ja schon fast gesagt, aber das Geschäftsmodell erklären, also ihr macht Türme, Masken.

00:06:19: Dachstandorte, da habe ich mich erst mal gefragt, was das überhaupt ist.

00:06:23: Und DS, also Distributed Eternal Systems.

00:06:28: Kannst du kurz darauf eingehen, was macht ihr eigentlich?

00:06:31: Sehr gerne, sehr

00:06:32: gerne.

00:06:33: Also mache ich gerne.

00:06:36: Wir machen genau das, was du beschrieben hast, um das vielleicht ein bisschen mal jemanden vor Augen zu führen, der nicht so viel mit zu tun hat jeden Tag.

00:06:43: Wenn man auf der Autobahn fährt und mal so ein bisschen ins Auge schweifen lässt beim Fahren, nach links und rechts guckt, gibt es ja nicht nur die schöne Landschaft, sondern immer nur wieder mal einen Turm, der dort steht, der entweder dreikig ist oder ein runder Betonfall oder ein Gittermast ist.

00:06:58: Das sind die typischen Mobilfunk-Türmet, über die jeder spricht.

00:07:01: Das sind bei uns die Ground-Based Towers, GBTs, nehmen wir die.

00:07:05: Die sind sehr hoch und dauern länger zu bauen.

00:07:09: Und haben auch die größte Reichweite und bringen am meisten in der Landschaft, in der Abdeckung.

00:07:17: Dann gibt es auch die Dachstandorte oder RTTs, wie wir sie nennen, Rooftop Towers.

00:07:24: Das sind dann die, die ich in der Innenstadt habe, wo man auf einem Dach mal so einen größeren Masten mit einer Antenne sieht.

00:07:31: Und dann sind dann viele aktive Funk-Equipments drauf.

00:07:36: Und die sind tatsächlich in der Überzahl.

00:07:39: Also was glaubt man gar nicht, wenn man eigentlich so über Mobilfunk... Standorte spricht, geht von diesem ersten Modell, das ich beschrieben habe, aus.

00:07:47: Das ist auch symbolisch als Bild, um immer zu sehen.

00:07:50: Tatsächlich ist es so, dass vor allem in Deutschland die Dachstandorte überwiegen, weil natürlich du die Mobilfunk da einbringen musst, wo die Menschen sind und die sind alle in den Innenstädten.

00:08:01: In Innenstädten kannst du ja nicht auf jeden All die Parkplatz und Ding bauen, das geht ja nicht.

00:08:04: Sondern die musst du ja auf Dächer bringen, wo Platz ist, die es hergeben, wo auch die Topografie des der Funknetzplanung das ergibt.

00:08:14: Und dann gibt es noch Disziplite Antennasystems, wie du beschrieben hast.

00:08:17: Das sind vor allem Lösungen, die wir nutzen, um im Indoor-Bereich, also innerhalb, zum Beispiel vom Einkaufszentrum, auch eine Abdeckung hinzubekommen, die ja gar nicht so einfach auszuleuchten sind, wenn man davon außen rein schießt.

00:08:30: Also schießt ein Anführungszeichen, das ist so ein bisschen unser Industrie-Lingo.

00:08:35: Dann musst du auch die dunklen Ecken ausleuchten, das muss da am besten über Ein System, das verteilt ist, das war sozusagen als eine Gesamtantenne funktioniert und die verschiedenen Ecken ausleuchtet.

00:08:47: Es ist ein bisschen wie WLAN, bloß eigentlich WLAN, sondern Mobilfunk, sodass du dann da drin bist und noch deinen Anruf bekommen kannst und auch connected bist.

00:08:55: Okay, verstanden.

00:08:57: Also eure Kunden sind dann einmal... Also die Telekommunikationsunternehmen, oder?

00:09:02: Aber wenn ich jetzt zum Beispiel in irgendwo was ausleuchten will, dann kann das ja auch ganz normal unternehmen sein, oder?

00:09:07: Richtig.

00:09:07: Also da gibt es viele verschiedene Kunden.

00:09:10: Wir haben sogar tatsächlich, glaube ich, über hundert Kunden in Deutschland, das glaubt man gar nicht erst mal.

00:09:16: Wir haben natürlich die allergrößten und wichtigsten sind die Kunden, die einen Mobilfunknetz selber betreiben und auch die Lizenz haben.

00:09:22: Davon gibt es ja aktuell vier Stück in Deutschland.

00:09:25: Also sprich eine Telekom, eine Vodafone ist unser Hauptkunde.

00:09:30: Und natürlich ein Telefoniker.

00:09:32: Mit allen haben wir gute Geschäfte und auch eine gute Beziehung und freuen uns darüber.

00:09:37: Und dann gibt es natürlich auch die, die zum Beispiel einen Industriegelände ausleuchten wollen oder einen Einkaufszentrum betreiben wollen.

00:09:45: Da ist man manchmal dann in Geschäfts mit einem sozusagen Unternehmen, das dann diesen Service einkauft und dann eine Mobilfunkanbieter auf diese Masten auf dem Firmengelände bittet, da zu sein.

00:09:58: Oder beim Einkaufszentrum ist es dann, wir bauen es auf und betreiben es und ein Mobilfunker setzt sich mit drauf und macht dann die, sozusagen, ja, die Funkleistung durch das aktive Equipment dadurch.

00:10:09: Und da ist ein bisschen die Frage, wie die Geschäftsbeziehungen sind.

00:10:13: Aber im Grunde sind das die Kernhauptgeschäftsbeziehungen.

00:10:16: Da gibt es noch ganz, ganz viele kleinere Kunden, die im Sinne von kleinen, sind von Umsatz, aber jetzt nicht kleine, sind von Größe, die damit uns im Kontakt sind, die vielleicht bestimmte IoT-Lösung haben oder andere Daten entgegennehmen und weitervermitteln, für die sie bestimmte Standorte brauchen, um genau diesen Funkverkehr und Datenaustausch zu machen.

00:10:41: Und da freuen wir uns auch mal drüber, das zu haben.

00:10:43: Und unser Geschäftsmodell lebt davon, dass wir möglichst gut Standorte bauen und die aber auch dann an viele Kunden vermieten.

00:10:51: Das ist wie ein normales Wohnhaus, da brauchst du ja nicht vier Etagen, damit dann irgendwie drei leer stehen, sondern versuchst alle vier zu vermieten.

00:10:57: Und genauso ist es bei einem Mobilfunkstandort, möglichst viele Plätze vermieten, damit der sich lohnt für alle.

00:11:04: Okay,

00:11:05: also die kommen dann gar nicht auf euch zu und sagen, Vantage, wir brauchen hier und hier einen Tower, sondern ihr baut die Tower.

00:11:10: schon den Weiser voraussicht, wo man sie braucht?

00:11:13: Nicht ganz, nicht ganz.

00:11:15: Wir sind ja entstanden aus einem Carve-Out von dem Turmesets der Vodafone.

00:11:23: vor allem in acht Ländern beziehungsweise in zwei Ländern.

00:11:27: in England und Italien haben wir Anteile oder Mehrheitsanteile an Unternehmen und dadurch haben wir Also vom ersten Tag an ein großes Portfolio gehabt von achtundachtzigtausend, sechsundachtzigtausend, waren es glaube ich jetzt in achtundachtzigtausend Türmen und haben dann weiter ausgebaut in Absprache mit unseren Kernkunden.

00:11:50: Also zum Beispiel ist das in Deutschland dann eine Vodafone oder ein-zuneins.

00:11:56: Die geben uns dann Suchkreise und da suchen wir dann und finden was und bauen das dann dahin, wenn es den Kriterien entspricht.

00:12:03: Oder in Griechenland ist es dann die Nova, die von uns was haben möchte, wo wir es dann bauen.

00:12:08: Oder in Portugal ist es eine Nosch und eine Meo.

00:12:13: Und so bauen wir dann für alle immer entlang der Suchkreise.

00:12:17: Wir bauen eigentlich fast gar nicht spekulativ.

00:12:20: Aber wenn wir gebaut haben, dann bieten wir die Standorte auch noch den anderen Anbietern an und es ist wie auch im normalen Wohnungs- oder Immobilienbaugeschäft.

00:12:32: Lage, Lage, Lage.

00:12:33: Also wenn du eine tolle Lage hast in der Innenstadt für den Standort und der gibt das her, dann ist da großes Interesse daran.

00:12:41: Du hast immer die Herausforderung, gibt er es her, weil du musst ein paar Auflagen erfüllen und da gibt es bestimmte Thresholds im Sinne von... ... vom EMF Gutachten, also wie viel ... ... elektromagnetische Strahlung stoße ich aus ... ... auf einem bestimmten begrenzten Bereich.

00:13:04: Und da darf ich eigentlich drüber gehen, ... ... das auch aus richtigem Grund so.

00:13:07: Dann muss man mal gucken, was passt da so zusammen.

00:13:10: Deswegen ist es nicht immer möglich, aber ... ... sehr oft möglich und das ist das Grundgeschäft, ... ... was wir machen, dass wir genau das optimieren ... ... für unsere Kunden.

00:13:18: Okay, verstanden.

00:13:19: Und wenn ich dann also ... ... wenn ich so von euch einen Turm miete ... ... oder beziehungsweise euch dann sonst ... Schottmiete, sage ich jetzt einfach mal, kriege ich dann den Turmschlüssel fertig übergeben und muss ihn dann selber betreiben?

00:13:29: oder wie sieht das dann eigentlich aus der Brille der Kunden aus?

00:13:31: Nein, nein, genau.

00:13:32: Also das war dieser, der wird es eben nicht sagen, damit wir mehr in den Rasen drum herum.

00:13:36: Also diesen Hausmeisterservice rund um den Turm zur Infrastruktur, den machen wir und der Hausmeisterservice auch salopp formuliert, also sprich ... Ich gucke, dass das Stück Land da ist, dass das ordentlich aussieht, dass es ordentlich eingezäunt ist, dass da die Zuführungen sind von allem, was es braucht, Elektrizität

00:13:58: etc.,

00:13:59: dass die Sachen auch gewartet werden, dass die Sachen auch... aus Gesundheits- und Health- und Safety-Regularien in Ordnung sind, dass ja keine Stromkabel offen oben liegen

00:14:11: etc.,

00:14:12: dass die Sachen auch begehbar sind, wenn sie begehbar sein müssen, weil ja dann offen unseren Kunden, die möchten ja da reingehen und ihre Active Equipment oben hinhängen und damit es funkt.

00:14:23: Und das auch mal von Zeit zu Zeit auch warten.

00:14:24: Also die passive Infrastruktur, alles was jetzt nicht irgendwie funkt oder sozusagen elektronisch richtig lebendig ist für Mobilfunknetz, das sind wir.

00:14:33: Da können wir uns drum und dann Gebe ich dir halt immer auch den Zugang zu der Zeit.

00:14:40: Und diesen Zugang gebe ich dir, oder sind wir dabei jetzt gerade in vielen Ländern so auszurollen, in vielen haben wir es schon geschafft, über einen elektronischen Schüssel.

00:14:47: Also ein bisschen wie ich schalte dich dann frei, wenn du da bist und du kannst dann reingucken und das dann machen.

00:14:53: Ist auch gut, weil dann wird auch so ein Lockbuch geführt über was passiert in der Zeit, weil man da immer ein bisschen Transparenz haben muss, wenn man sich dann doch so viele Sites anguckt.

00:15:03: Wo stehen wir denn da?

00:15:03: Was muss ich noch machen?

00:15:04: Dass das immer aktuell da ist.

00:15:06: Okay, verstanden.

00:15:07: Kannst du ein bisschen was zur Größenordnung von Vantage sagen?

00:15:09: Also alles, was man öffentlich sagen kann?

00:15:11: Klar, ist eigentlich auch sehr transparent.

00:15:14: Wir sind jetzt bald größte Anbieter von passiver Infrastruktur in Europa.

00:15:21: Cellnex ist leicht größer.

00:15:23: Meine Voraussage wäre, dass wir relativ bald da auch sehen, dass wir gleich auf sind.

00:15:30: Wir sind in acht Länder aktiv.

00:15:32: Und in zwei Ländern sind wir aktiv über Joint Adventure.

00:15:35: Die acht Länder, in denen wir aktiv sind, sind Deutschland, Spanien, Griechenland, Portugal, Ungarn, Rumänien.

00:15:44: Und Tschechien waren das jetzt acht.

00:15:46: Ja, hoffentlich waren das acht.

00:15:47: Ich hab gern vergessen.

00:15:48: Ja.

00:15:49: Und dann haben wir noch Italien und England über die German Adventure.

00:15:54: Und wir haben einen Umsatz von über einer Milliarde, wobei der Umsatz natürlich nur eine Größe ist.

00:16:03: Das meiste ist eigentlich dann über die Türme, wo wir nahezu an die achtundachtzigtausend Türme oder Sites sind und über hundert Kunden.

00:16:12: Und ich glaube, man kann auch noch viel nachlesen von dem, als wir an der Börse notiert waren, bzw.

00:16:19: unserem Abschlussbericht, den wir rausbringen.

00:16:21: Da steht immer was drin.

00:16:23: Tatsächlich sind wir ganz happy damit, dass wir jetzt sozusagen nicht mehr gestocklistet sind und im privaten Umfeld mit den Private Equity Investoren, die hinter uns stehen, das Geschäft voranbringen können.

00:16:35: Sehr, sehr cool.

00:16:36: Ja, total.

00:16:37: Also ich, sorry, für die dummen Fragen, aber ich stelle einfach nur, weil ich mir denke... Das freckt man sich eigentlich, wenn man das das erste mal hört.

00:16:43: Wenn man denkt da gar nicht dran, man denkt halt okay, mein Mobilfunknetz, die kümmern sich dann schon, wahrscheinlich gehören die Tür mit denen, wie es ja bis zum größten Grad wahrscheinlich auch dann da so war in dem, also früher in dem Fall.

00:16:53: Aber glaube ich wäre mal ganz interessant für alle zuhören.

00:16:56: Also

00:16:56: es war für mich auch, also hat jetzt gar nichts auf dem Schirm, ich bin ja ein bisschen... Als ich angefangen habe zu arbeiten, auf Versehen in die Telco-Branche gekommen.

00:17:05: Ich fahre angefangen als Berater und wollte eigentlich ins Banking arbeiten gehen.

00:17:09: Und dann war das aber, ich war der letzte Berater, meine Badungsformen eingestellt wurde.

00:17:14: Und Banking ging da nämlich gerade runter.

00:17:15: und da sagten wir ja, pass mal auf, das geht wieder hoch.

00:17:17: Wir stecken nicht mal auf ein Telco-Projekt.

00:17:20: Und das funktioniert.

00:17:20: Dann habe ich gesagt, okay, bitte, dann was mit Handsets und Mobile Phones ist sexy und nicht so.

00:17:26: irgendwie so.

00:17:26: Core Network und so.

00:17:27: Und so kam und schubst.

00:17:29: Das war es Core Network.

00:17:30: Das habe ich erst mal zwei Jahre lang da.

00:17:32: gemacht und habe mich dann so ein bisschen in andere Sachen wieder reingearbeitet, die ich eigentlich machen wollte und bin dadurch dann über verschiedenen Stationen immer nur in Telco geblieben und habe immer gedacht, ich möchte am Kerngeschäft von Telco bleiben.

00:17:45: Für mich war mir Kerngeschäft Tarife, Sales in den Shops, Outbound Telefonie oder Field Service, deine Sachen entstören und beim Kunden sein oder im BtoB Vertrieb.

00:17:58: Tatsächlich war ich mal fünf Jahre in Rumänien.

00:18:01: als meine erste CFO-Rolle.

00:18:03: Das war der Grund, warum ich hingegangen bin, um CFO zu werden.

00:18:06: Das war auch eine Entscheidung, die ich da bewusst getroffen habe.

00:18:11: Und da ging es der Firma nicht so gut.

00:18:14: Ich konnte am dritten Tag zum Beispiel die Gehälter nicht bezahlen.

00:18:17: Und das war echt schwierig.

00:18:19: Wir haben dann eine riesige Restrukturierung gefahren und auch ein paar Sachen gut geschafft.

00:18:22: Aber es war relativ schnell klar, die Firma muss verkauft werden, weil wir ... Als Deutsche Telekom nicht in diesem Markt so viel Geld investieren wollen.

00:18:30: Es gibt andere Märkte, die aktraktivere, ähm, aktraktivere ja, äh, Returnprofile hatten.

00:18:36: So, und dann war ich dort fünf Jahre und hab den ersten Teil nach drei Jahren verkauft und den zweiten Teil, hab ich nach zwei Jahren nicht geschafft, da wurde es erst kürzlich verkauft, das Mobilfunkturm, äh, Mobilfunkgeschäft, nicht Mobilfunkturmgeschäft.

00:18:47: Und in diesen Verkaufsgesprächen wurde relativ schnell klar, dass die ganzen Investoren zu dir kamen, immer nur, die haben eigentlich immer zwei Fragen gestellt.

00:18:54: Wie lange ist dein Glasfasernetz?

00:18:56: Und wie viele Türmer hast du?

00:18:57: Vielleicht haben wir uns auch gefragt, welche Spektrum hast du?

00:18:59: Aber im Grunde habe ich immer nach der Infrastruktur gefragt.

00:19:01: Und dafür, also jedes Gespräch, wenn du dann sitzt und kurz bevor du den Vertrag unterschreibst, was treibt und bei dem Preis ging eigentlich auf diese Themen zurück.

00:19:10: Und da wurde mir klar, ich habe eigentlich falsch eingeschätzt, wo das Klärngeschäft ist von Telekommunikation.

00:19:17: Es ist viel mehr an der Infrastruktur dran, da ist viel größerer Wertebel.

00:19:22: Und ich habe dann, als wir das Festnetzgeschäft verkauft haben, in Rumänien dann zusätzlich zur Finanzrolle zum ersten Mal das Mobilfunkturm Geschäft und der Telekom Rumänien bekommen.

00:19:32: Und habe das dann so ein bisschen gesehen, mit Betrieben, mit gelernt und habe dadurch dann gemerkt, okay, es reicht nicht nur eine Finanzrolle zu haben in dem Telekom Konzern, man muss eigentlich noch viel besser und mehr am Infrastruktur dran sein.

00:19:48: Und dann wurde ich danach angesprochen und hab mich dann in dem Prozess hier mit der Firma angefreundet und gesagt, ich komme und bin dann Anfang dieses Jahr dazugestoßen.

00:20:01: Okay, ja.

00:20:02: Also Banking muss noch warten.

00:20:03: Banking, glaub ich, wird's.

00:20:04: Immer

00:20:04: noch, immer noch auf dem Telco-Projekt sozusagen.

00:20:08: Homebanking schaff ich, ja, weiß ich was.

00:20:10: Nicht schlecht.

00:20:11: Aber so passiert's oft.

00:20:12: Also ich hab immer wieder hier auch Gäste da, die... was ganz anderes vorhaben, Karriere kann man nicht planen, ist auch oft so ein Satz.

00:20:19: Nee,

00:20:19: ist wirklich so.

00:20:20: Also man kann sie nicht planen, aber du kannst sie schon aus meiner Sicht aktiv betreiben, in Sinne von das was passiert.

00:20:29: Also meine Sicht ist, wenn du die nächste Stufe nehmen willst, dann musst du dir ein paar Sachen angucken, die du brauchst dafür und die versuchen vorzubereiten, ein bisschen strategisch vorzubereiten.

00:20:45: Und die ja so ein Zeithorizent von zwei, drei Jahren setzen, sich immer wieder checken, arbeite ich wirklich an denen, klappt das ja oder nein.

00:20:56: Und auch das Netzwerk betreiben.

00:21:00: Da war ich am Anfang mal zwischen drinnen, als die Kinder geboren waren, ein bisschen eingeschlafen und habe es dann wieder aktiv betrieben.

00:21:05: Mittlerweile hilft mir das wieder sehr.

00:21:07: Und dieses Netzwerk muss ja gucken, immer wer auf den nächsten Stuf oder Stuf drüber würde dich den überhaupt wollen in dieser Rolle.

00:21:15: Und aus welchem Grund?

00:21:16: Es reicht da gar nicht, dass du selber denkst, ich bin toll und ich kann alles.

00:21:18: Sondern derjenige, der entscheidet, muss ja sagen, genau den möchte ich haben oder die möchte ich haben.

00:21:24: Oder sagt halt.

00:21:26: Pass mal auf, ich mach mich gar nicht abhängig von anderen, ich mach's einfach selbst.

00:21:29: Ich mach meine eigene Firma einzuschreiben.

00:21:31: Klar, das wäre die andere Alternative.

00:21:32: Okay,

00:21:33: verstanden.

00:21:35: Bevor du in die Taiko-Rolle in Rumänien gegangen bist, das war ja deine erste Stealable-Rolle.

00:21:38: Hast du dir da dann auch angeschaut, was für Dinge muss ich vorbereiten, damit ich in diese Rolle komme?

00:21:43: Ja.

00:21:45: Also, was ich gemacht habe war... Ich bin nach der Beratung die Telekom rein, weil da waren zwei sehr interessante Personen.

00:21:56: die mich geholt haben.

00:21:58: Das eine war mein Chef dann, der Geo Niemeyer und da drüber der Thomas Bellemann, der kam von AOL und hat den Kundenservice gemacht.

00:22:03: Und eigentlich war zu der Zeit der Kundenservice, der Telekom war eigentlich richtig schlecht.

00:22:07: Mittlerweile ist er richtig, richtig gut und gewinnt alle Preise.

00:22:10: Und damals war so SternTV, die Beschwerden werden mit Sackkare reingefahren.

00:22:15: Ich dachte, okay, warum gehst du da hin?

00:22:17: Wegen diesen zwei Kollegen da, weil die auch wirklich mir gezeigt haben, ich mache deine Transformation und da ist auch was wirklich zu retten.

00:22:23: Und ich habe gedacht, ich gehe nur zwei, drei Jahre hin, dann gehe ich wieder weg.

00:22:26: Und das war aber so erfolgreich, dass ich dann da so ein bisschen stuf und stuf in der Karriere gemacht habe.

00:22:31: Ich habe da auch meine erste Geschäftsführerrolle bekommen in einer Restrukturierungseinheit.

00:22:36: Das war auch nicht so toll, war so ein bisschen wie George Clooney, fliegt da um die Welt und redet mit den Leuten, um sich von ihnen zu trennen.

00:22:44: Und bin dann immer wieder ins Operations zurück.

00:22:46: Und Operations liegt mir sehr stark.

00:22:49: Und in dem Operations-Teil hatte ich dann einen Chef an einem Punkt, den Ferri Abul Hassan, der jetzt der Vorstand Telekommission for the Systems, der sagt immer, Nico, du musst dir mal überlegen, was du willst in deinem Leben.

00:23:00: Also entweder bleibst du auf den Operations-Teil und dann ist es der Karrierepfad.

00:23:04: Aber wenn du mal guckst, in einem Vorstand der Geschäftsführung, es gibt keinen Head of Operations.

00:23:09: ... gibt keine Vorstand.

00:23:10: Operations selten.

00:23:11: Klar gibt's hier manchmal, aber da springst du selten direkt hin.

00:23:15: Also entweder machst du ... ... einen Kundensegment, ... ... Consumer oder Business, ... ... oder machst halt eine Finanzerrolle, ... ... weil da hast du eine ganze PNL Verantwortung, ... ... du brauchst eine PNL Verantwortung.

00:23:26: Und da hatte er eigentlich recht gehabt, ... ... dann habe ich mich zu Hause hingesetzt, ... ... okay, was mache ich jetzt?

00:23:29: Und habe mir ... Drei Dinge gemacht.

00:23:33: Zum einen habe ich mit dem Pferde gesprochen und gesagt, ich mache hier nochmal zwei Jahre für dich eine besondere Rolle.

00:23:42: Danach helft ihr mir, in so eine P&L Funktion zu kommen.

00:23:46: Hat die Firma auch getan, mich sehr dankbar für.

00:23:50: Und das andere, was ich gemacht habe, ich wusste, dass ich auf die Finanzerrolle, dass ich da einen kleinen weißen Fleck habe, weil ich immer noch Operations gemacht habe.

00:23:57: Ich kann das, weil ich von der Ausbildung hier so bin und auch beim Zahlen dran bin.

00:24:01: Und ich kann das auch die Finanzerrolle ins Unternehmerische interpretieren.

00:24:04: Aber ich wusste, dass der andere, der mich auswählen würde, sagt, der kann es ja gar nicht.

00:24:09: Insofern habe ich nochmal eine kleine Weiterbildung drauf gelegt, die nochmal, da habe ich in Harvard einen kleinen Kurs gesucht, um nochmal zu sagen, okay, ich kann es auch da, ja.

00:24:18: So.

00:24:20: Und das Dritte war, ich habe mit meiner Frau gesprochen, habe abgeklärt, privat auch, also wenn jetzt eine Chance immer kommt, welchen Rahmen der Zusage wollen wir zwei uns denn erlauben, den ich machen kann.

00:24:32: Und da war auch die Diskussion, ist, wenn jetzt eine Chance im Ausland kommt, nehme ich die ja oder nein.

00:24:37: Und da war auch dann ein ja.

00:24:38: Insofern habe ich dann die drei Dinge, also mit meinem Chef, mich selbst und meine Familie gekümmert.

00:24:42: Und dann kam die Situation.

00:24:44: Und dann war ich vorbereitet zu entscheiden.

00:24:47: Und das hat mir geholfen.

00:24:47: Das ist auch der Punkt, den ich eben meinte.

00:24:49: Du kannst nicht alles beeinflussen.

00:24:51: Ja, ich kann nicht sagen, welche Situation vorbeikommt, würde ich mir entscheiden können.

00:24:54: Aber ich kann mich auf die Entscheidungsposition vorzubereiten und mich so gut positionieren, dass die Wahrscheinlichkeiten höher sind.

00:25:01: Interessant, ja.

00:25:02: Gab es irgendwelche konkreten Meilensteine in dem Werdegang, wo du gesagt hast, es waren so Entscheidungen, wie zum Beispiel dieses Thema, ich gehe nach Rumänien oder so?

00:25:11: Das

00:25:11: war ein großes Ding, ja.

00:25:12: Also das war schon... Also wenn du in einer Firma bist und jeder, der gegründet hat oder selbst Unternehmer ist, der kann das viel besser erzählen als ich, insofern muss man ein bisschen bescheiden sein.

00:25:22: Aber vorher bist du ja immer in so einem quasi behüteten Umfeld.

00:25:28: Es kann ja nichts wirklich kaputt gehen.

00:25:30: Dann setzt man Projekte in den Sand und verliert die Firma mal zehn Millionen.

00:25:33: Aber die Firma ist ja so riesig, da passiert gar nichts groß.

00:25:36: Es sind viele verschiedene Leute daran beteiligt, etc.

00:25:39: Dann in Rumänien dazu sein am dritten Tag und zu sagen, okay, ich kann die Gehälter nicht zahlen.

00:25:43: Ich muss gucken, wie ich den nächsten Monat in Cashflow hinstelle.

00:25:46: Ich muss gucken, wen ich jetzt hier wirklich restrukturiere und wen ich.

00:25:51: Und ich muss gucken, welchen Kunden ich wie bediene, ja oder nein.

00:25:54: Und dass die Entscheidungen wirklich dann auch ein bisschen irreversibel sind.

00:26:00: Das ist schon eine andere Art von Herausforderung und macht einen Erwachsener, glaube ich.

00:26:09: wenn das das richtige Wort ist, ein bisschen abgeklärt hat.

00:26:11: Und das hat mich sehr weit gebracht.

00:26:12: Also, weil ich mich dann jetzt, ich kann jetzt viel klarer gucken auf, okay, was ist der Kern des Problems?

00:26:19: Was muss ich wirklich entscheiden?

00:26:20: Was ist geräuscht drumherum?

00:26:23: Und wo muss ich die Flöcke einrammen für mit dem Team zusammen, um den Weg zu gehen, wo wir dann wahrscheinlich höher in Erfolg haben, als wenn wir anderen weggehen würden?

00:26:33: Und das war schon sehr, sehr lehrreich.

00:26:35: Also Rumänien war schon gut, das so zu sehen.

00:26:37: Und auch ... einfach mal in einem Umfeld zu arbeiten, nur eine ganz andere ... ... Kultur ist, Probleme zu lösen.

00:26:46: Man glaubt ja immer ... ... und das gibt mir immer wieder so ... ... wenn ich immer zwei, drei Jahre bin, dann weiß ich mal ... ... genau so, wie ich es mache, ist richtig ... ... und wenn man mal richtig raus tritt ... ... und woanders, dann denkst du ja, nee ... ... es gibt auch ... ... zehn verschiedene Arten das zu machen ... ... und das war da sehr interessant zu sehen, weil es ein bisschen ... ... ja, es ist ein bisschen ... ... agiler als in Deutschland.

00:27:05: sozusagen wird es da gemacht.

00:27:07: Okay,

00:27:07: verstanden.

00:27:08: Das ist jetzt so ein bisschen die strategische Seite, so die wirklich operative Seite.

00:27:13: Hast du irgendwelche Alltagsthemen oder Routinen oder sowas, die du hervorheben würdest?

00:27:17: Du sagst, die sind wichtig?

00:27:19: Ja, also ich weiß, dass ich jemand bin, der gerne immer viele Dinge gleichzeitig anzündet und dass ich mich selber ein bisschen strukturieren und priorisieren muss.

00:27:36: Deswegen habe ich eine Routine.

00:27:37: ... dass ich mich einmal in der Woche hinsetze ... ... und meine ... ... so blödes Kling to-do-Liste durchgehe ... ... und die ... ... sehr hart priorisiere ... ... und ... ... ich die runterbringe auf ... ... ja, fünf bis zehn Dinge, die ... ... wirklich wichtig sind, die, wenn ich Zeit habe, dann ich dann arbeite ... ... und drei Dinge, die ich wirklich innerhalb den nächsten ... ... sieben ... ... Wochentage erledigt haben möchte.

00:28:06: Das klappt nicht immer.

00:28:08: Aber das ist was, um mich in diesem ganzen Umfeld immer wieder neu darauf zu fokussieren, was muss tun, damit es vorangeht.

00:28:17: Weil ansonsten kann man sich leicht verlieren in vielen, vielen Meetings.

00:28:21: Die andere Routine, die ich habe, ist, dass ich bei bestimmten Themen mir jetzt es gönne, Kollegen anzurufen, von denen ich weiß, dass sie bewusst eine andere Meinung haben, einen anderen Werdegang.

00:28:40: um mir nochmal ihre Sicht auf, egal was es ist, zu sagen.

00:28:45: Weil man durch die Vielfalt der Draufsichten das nochmal ein bisschen besser macht.

00:28:53: Und bei mir ist es auf jeden Fall so, du wirst ja in der Rolle immer mehr drauf getrimmt, du kriegst ein Problem.

00:29:00: Sehr selten das Problem zu dir kommt, dass irgendjemand nicht schon durchdacht hat, du kriegst ein Problem, musst entscheiden.

00:29:05: und wirst zu schnellen Entscheidungen eigentlich gedrängt so ein bisschen.

00:29:08: Und manchmal ist schnell Entscheidungen gar nicht gut, sondern entscheide ich eigentlich immer nach meinem Muster.

00:29:14: Und um mein eigenes Muster aufzubrechen, mache ich das, was ich beschrieben habe, um mich ein bisschen... Ja, versiert da aufzustellen.

00:29:22: Okay.

00:29:22: Das ist dann quasi dein persönliches Netzwerk, wo du früher auch vorher auch gesagt hast, das hast du früher mal ein bisschen vernachlässigt.

00:29:28: Genau,

00:29:29: genau.

00:29:31: Und das mit der To-do-Liste, wie sieht es da aus?

00:29:33: Das machst du noch auf Papier oder?

00:29:35: Mein Papier, mein Papier.

00:29:39: Gibt es ja, also ich komme aus der Psychologenfamilie.

00:29:43: Und da gibt es ja eine School of Thought, die sagt, durch die Hand in den Kopf.

00:29:50: Und es hat schon Grund, warum Handschriftliches aufschreiben, dazu dient, Dinge besser zu verinnerlichen und auch den Gedankenprozess zu haben.

00:30:00: Bei mir ist das so, ist nicht bei jedem so.

00:30:03: Aber ich kann also sagen, meinen Kindern ist es auch so, alles was, wenn die die Vokabeln handschriftlich gemacht haben, sitzen die besser, als wenn sie die auf dem Duolingo gemacht haben.

00:30:13: Das muss jeder für sich rausfinden.

00:30:14: Ich mache es handschriftlich, ist für mich auch so ein bisschen... Ich setz mich hin, ich zelebriere das noch ein bisschen.

00:30:19: Ich setz mich hin, ein schönes Papier, ein schöner Stift.

00:30:23: Schreib's auf, markier das noch mal so ein bisschen.

00:30:26: Nicht alles davon brauchst du wirklich.

00:30:28: Was ist für mich noch mal ein Setup, in dem ich mich in eine Konzentration bringe?

00:30:33: Okay, das ist interessant.

00:30:35: Ja, also super spannende Themen.

00:30:38: Wir sind schon fast auch am Ende vom Podcast, also danke, dass du es mit uns erst mal alles geteilt hast.

00:30:43: Gibt es irgendwas, was ich so vielleicht auch vergessen habe zu fragen, wo du sagst, das wär noch so ein C-Level-Topic, was du noch erwähnen wollen würdest, entweder karriere oder managementtechnisch.

00:30:51: Ja, also ich glaube C-Level-Topic ist, du musst... vor allem im Ziel-Evider-Kommens immer klarer, dir werden, dass du ein gutes Team brauchst.

00:31:02: Und dir auch bewusst werden, welche Rolle du in dem Team hast, in dem du bist.

00:31:08: Und dass du die Rolle einmal wahrnimmst, innertlich aber auch gleichzeitig die Beziehungsebene immer wieder stärkst.

00:31:21: Und dieses stärkende Beziehungsebene ist ein großer wichtiger Punkt, die weiter du kommst.

00:31:27: und High-Performing Teams.

00:31:29: Weil es geht um den blinden Pass, um die Verlässlichkeit und aufeinander Vertrautheit.

00:31:35: Und die stellt sich ein... durch natürlich am besten gemeinschaftlich Dinge erleben und auch gute Dinge erleben.

00:31:46: Also auch an sozusagen Niederlagen zusammen.

00:31:49: Dadurch lernt man sich am besten kennen und vertraut sich.

00:31:52: Aber du musst auch viel Zeit mal außerhalb des Kontext miteinander verbringen, um auch wirklich und wahrhaftig konzentriert, Dinge überkennen zu lernen.

00:32:01: und wahrzunehmen.

00:32:02: Bei manchen brauchst du das ein bisschen mehr und bei manchen ein bisschen weniger.

00:32:05: Das ist wie früher in der Schule.

00:32:07: Der eine Tischnachbar mit dem hast du drei Wörter geschwätzt und habt euch direkt verstanden.

00:32:11: Mit dem anderen brauchst du halt ein bisschen länger.

00:32:13: Und der wollte auch mehr mit dir quatschen.

00:32:15: Und das musst du immer mehr dir aneignen.

00:32:18: Und ich glaube, dass das immer stärker, immer mehr in den Vordergrund tritt.

00:32:23: Je weiter du kommst und dass du da richtig viel Zeit drauf erbringen solltest.

00:32:29: Und auch verhaftige Zeit.

00:32:30: Man soll sich Menschen merken, ob das verhaftig ist oder ob das nur Mittel zum Zeck ist.

00:32:36: Und es müsste verhaftig sein.

00:32:38: Sehr gut.

00:32:38: Fast schon ein gutes Schlusswort.

00:32:39: Aber eine Frage noch.

00:32:41: Was würdest du machen, wenn man dir die Businesswelt verbieten würde?

00:32:44: Geil.

00:32:44: Ich wollte früher immer Bundesligatspieler werden für Fußball.

00:32:50: Das war aber schon relativ schnell klar, dass ich da sehr... eingeschränkt bin und erkenne auch meine Position, ich spiele der Vorstopper.

00:32:58: Ich dachte, ich werde heute noch beim Kinderfußball kaputt, wenn ich das erzähle.

00:33:03: Aber generell Sport, draußen sein, Outdoor, Skifahren, Klettern, Wandern, ich glaube, sowas hätte ich dann gemacht.

00:33:10: Also mein eigentliches Ziel war damals nicht an der Uni zu studieren, wo ich studiert habe, sondern nach Köln zu gehen und dort zu studieren und dann eigentlich nur Sport zu betreiben.

00:33:20: Und das würde ich dann machen.

00:33:23: Ja,

00:33:24: sehr cool.

00:33:24: Okay, ich bin gespannt auf jeden Fall, wo es hingeht.

00:33:28: Herzlichen Dank, dass du dabei warst.

00:33:29: Das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

00:33:31: Ja auch.

00:33:31: Und ja, ich habe auch sozusagen durch den Stift ins Gehirn einiges schon aufgenommen, das denken wir, das haben die Leute, die zugehört haben, auch.

00:33:39: Also, herzlichen Dank, dass du mitgemacht hast.

00:33:40: Lieben lieben Dank.

00:33:41: Dankeschön.

00:33:41: War sehr toll.

00:33:42: Danke.

00:33:42: Ja, perfekt.

00:33:43: Wer jetzt noch zuhört, der hat wie immer bis zum Ende durchgehört.

00:33:45: Das freut mich natürlich.

00:33:46: Lasst uns gerne eure Bewertungen da für den Podcast, aber auch für die einzelne Episode.

00:33:50: Das könnt ihr auf Spotify machen.

00:33:51: Da könnt ihr in den Kommentaren uns wirklich die einzelne Episode kommentieren.

00:33:54: Da schaue ich auch regelmäßig rein.

00:33:55: Und wenn ihr mit Nico oder mit mir in den Austausch gehen wollt, dann schaut in den Show Notes.

00:33:59: Da gibt es dann sozusagen die Links auf die jeweiligen Websites und natürlich auch auf unsere LinkedIn-Profile.

00:34:04: Da könnt ihr... dass dann mit Glück ein bisschen versuchen.

00:34:07: Ja, das Ganze ist hier nur möglich, weil ich natürlich auch noch einen zweiten Job habe, sage ich immer.

00:34:11: Und zwar geht es da um Intramanagement, also gerade wenn ihr intremistische Besetzungen gerade habt oder ihr Themen habt, die eben in einer zeitlich begrenzten Fassung abgearbeitet werden können, dann kommt auf mich zu.

00:34:21: Manchmal ist das ja Kompetenzengpass, manchmal ist es Ressourcenengpass.

00:34:24: Für beides finden wir zusammen sicherlich eine Lösung und ich freue mich da auf jedes Gespräch und aufs nächste mit dir, Nico.

00:34:31: Dankeschön.

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